Das große Leuchten

von Andreas Stichmann 
3,3 Sterne bei16 Bewertungen
Das große Leuchten
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Nachdenklich, geheimnisvoll und traurig - einfach anders!

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Inhaltsangabe zu "Das große Leuchten"

Sie führt aus der deutschen Provinz in den Iran und weiter ans Kaspische Meer: die Suche nach Ana - Ana, der Tankstellenräuberin, Ana, deren persischer Vater nie hat Fuß fassen können im deutschen Exil, Ana, mit der Rupert eigentlich das große Leben beginnen wollte, bis sie plötzlich verschwand. Es ist ein weiter Weg, kreuz und quer durch die Wüste, voller komischer und rätselhafter Prüfungen, die Rupert zu bestehen hat - und jeder Schritt ist ein Abenteuer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499256011
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.01.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.11.2012 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Stephanuss avatar
    Stephanusvor 4 Monaten
    Entschleunigender Roadmovie über Liebe, Verlust und das Erwachsenwerden

    Der Teenager Rupert verliebt sich unsterblich in Ana und erlebt mit ihr glückliche Zeiten, bevor sie spurlos in den Iran verschwindet. Er reist mit seinem besten Freund dorthin, um sie und seine große Liebe zu suchen. Letztlich findet er sich dabei selbst und gelangt einen großen Schritt in Richtung Erwachsenwerdens.

    Mit einer eindringlichen, sehr knappen und dezenten Sprache schafft der Autor so etwas wie eine Entschleunigung vom hektischen Alltag. Der Wechsel zwischen den Rückblenden auf die Vergangenheit in Deutschland, die während der Suche nach Ana im Iran eingeflochten werden, sind sehr gekonnt und einfallsreiche und tragen die Handlung wunderbar. Ein wenig bizarr mutet jedoch so manche Szene an, insbesondere im Iran, so dass die tolle Erzählung für mich ein wenig hierunter gelitten hat. Alles in Allem eine große Erzählung über Liebe, Verlust und das Erwachsenwerden mit kleinen Schwachstellen.

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    Marcurias avatar
    Marcuriavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Über die Frage, was ein wirklich gutes Buch ausmacht, gehen die Meinungen bekanntlich meilenweit auseinander. Während die einen sich einfach nur gute Unterhaltung wünschen, um aus dem Alltag auszubrechen und sich zu entspannen, möchten andere in hohem Maße gefordert und zum Nachdenken angeregt werden. Für mich zeichnet sich ein gutes Buch oftmals dadurch aus, dass ich nach dem ersten Lesen verwirrt dastehe, mich der Inhalt aber dennoch so gepackt hat, dass ich es ent-wirren, verstehen, erneut erleben möchte und es daher direkt im Anschluss ein zweites Mal lese. "Das große Leuchten" ist eines dieser Bücher.
    .
    Ana ist bereits seit 3 Wochen verschwunden, als ihr Freund Rupert und sein Ziehbruder Robert sich in der Hoffnung, sie in ihrer alten Heimat wiederzufinden, auf eine Reise in den Iran begeben. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Zeiten erzählt: Auf der einen Seite Ruperts und Roberts Suche in Teheran, auf der anderen ihre und Anas Vergangenheit in Deutschland. In Teheran stoßen die beiden auf skurrile Charaktere, die sie bei der Suche unterstützen, in Deutschland traf Rupert auf Ana, verliebte sich in sie und brach mit ihr aus der Einöde in große Abenteuer auf.
    Was das Erzählte besonders interessant und außergewöhnlich macht, sind die ständigen Wechsel zwischen Chaos und Normalität, Realität und Phantasie, Halluzination und tatsächlich Vorhandenem. Bedingt durch diese allgegenwärtigen Gegensätze ist es nur schwer zu durchschauen, welche Personen tatsächlich existent und welche Situationen überhaupt oder auf genau diese Weise geschehen sind. So entsteht mehrere, teils gegenläufige Interpretations- und Deutungsmöglichkeiten, die durch verschiedene Textpassagen gestützt, aber auch durch andere wieder vollkommen zerrüttelt werden können.
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    "Die Ampeln blinken orange, als wollten sie den Verkehr anfeuern." (S.12)
    Dem Autor gelingt es, die unterschiedlichsten Atmosphären einzufangen und in schönen Satzkonstrukten wiederzugeben. So kann man sich beispielsweise die chaotischen Zustände in Teheran und den damit verbundenen Kulturschock sehr bildhaft vorstellen. Auch die von ihm gestalteten Charaktere sind von Grund auf verschieden, handeln oftmals anders als erwartet und leiten so die Geschichte in noch viel unvorhersehbarere Richtungen. Hinzu kommt stellenweise ein sehr eigenartiger, aber ansteckender und auflockernder Humor wie zum Beispiel die Vorstellung, Menschen nur noch als einzelne, wandernde Organe wahrzunehmen.
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    "Das große Leuchten" ist ein Buch, das durch seine surreale, traum-artige Stimmung sehr deutlich aus der Masse heraussticht, sich durch einen außergewöhnlichen Schreibstil auszeichnet und eben jenen Lesern empfohlen werden kann, die Geschichten genießen, die vielseitig auslegbar sind.
    (Wer nach dem Lesen das Gefühl hat, so gar nichts verstanden zu haben und einen kleinen Anreiz möchte, dem lege ich die erste Frage aus dem kurzen Interview "7 Fragen an Andreas Stichmann" auf der Rowohlt-Homepage ans Herz.)

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Der Roman verspricht eine abenteuerliche Reise voller Prüfungen. Der Roman enthält: drei gewöhnungsbedürftige Protagonisten, die jeder ihre eigenen Probleme haben. Die Freunde Rupert und sein schizophrener Freund Robert machen sich im Laufe des Romans auf die Suche nach Ruperts verschwundener Freundin Ana. Sie nehmen an, dass sie zu ihrer Mutter in den Iran gereist ist, um diese, eine vermeintliche Widerstandskämpferin, kennen zu lernen.
    Ana und Rupert sind keine netten Menschen, sie überfallen eine Tankstelle, leben eine zeitlang bei einer durchgeknallten Kunstfilmerin (eher Sexfilm) und haben Probleme mit Alkohol. Einzig der schizophrene Robert scheint ein Gewissen zu haben.
    Am besten haben mir die Stellen der Suche gefallen, in Teheran und am Kaspischen Meer. Die Rückblicke, also die Zeit, die Rupert und Ana zusamen verbracht haben, waren nicht besonders spannend.

    Das Buch hat Stärken, sprachlich ist es gelungen und die Idee gefiel mir auch sehr. Ich habe mir allerdings etwas ganz anderes vorgestellt. Da mir die Charaktere nicht so gefallen haben und mir bis zum Ende nicht klar war, was Wirklichkeit war und was Phantasie von Rupert, gebe ich drei Sterne.

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    irismarias avatar
    irismariavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und kann wenig damit anfangen. Ich hatte eine Geschichte erwartet, in der zwei junge Deutsche ihre iranische Freundin suchen und das Aufeinandertreffen von iranischer und deutscher Lebenswelt im Mittelpunkt steht. Erlebt habe ich eine Story, in der kaputte Persönlichkeiten abstruse Dinge erleben - nicht mein Fall.

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    KerstinnIs avatar
    KerstinnIvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Inhalt
    Rupert und Robert sind seit Jahren eng befreundet. Rupert verliebt sich dann schon früh in Ana, deren Eltern aus Teheran stammen. Ana kam dann mit ihrem Vater nach Deutschland. Irgendwann macht sie sich auf um ihre kommunistische Mutter im Teheran zu finden. Als Robert zwei Wochen nichts von Ana hört, macht er sich mit Robert auf deb Weg in den Iran um Ana zu finden.
    Meine Meinung
    Ich kann diesem Buch leider nichts abgewinnen. Ich habe wirklich nach einem großen Leuchten in Form eines Aha-Erlebnisses gesucht, Aber es blieb aus. Bereits der Einstieg fiel mir schwer, es waren einfach zu viele kurze Sätze. Mit dem Schreibstil konnte ich mich dann doch noch anfreunden. Der war gut. Die Abwechkusng zwischen Vergangenheit und Gegenwart war gut. Aber die ganze Geschichte habe ich einfach nicht nachvollziehen können. Ich habe nicht verstanden, was die Intention des Verfassers war. Die Protagonisten waren mir einfach unsympathisch. Ob sie sich miteinander unterhalten, sich über Rupert lustig machten oder einen behinderten Jungen berauben, es war einfach nichts nettes zu finden. Sie waren mir oft einfach zu abgedreht. Ich habe mich oft gefragt, wer verrückt ist, Ana, Robert, Rupert oder alle drei???
    Positiv zu erwähnen ist noch die schöne Gestaltung des Covers. Der Zusammenhang zwischen Geschichte und Titel ist mir jedoch unklar geblieben.
    Fazit
    Leider nicht mein Fall. Ich konnte von diesem Buch nichts mitnehmen, keinen Sinn entdecken und würde es nicht weiterempfehlen. Vielleicht mit einer Interpretationshilfe.

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    Linda-Maries avatar
    Linda-Marievor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Ich konnte keinen Zugang zu dem Buch finden. Auf dem Eiband steht etwas von Umwegen, ich habe mich durch 80 Seiten gelesen und konnte nur Umwege finden zu dem Sinn? Leider ist das kein Buch für mich. Der Einband sah sehr vielversprechend aus, das ist schon alles, was für dieses Buch spricht. Schade.

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    Thalas avatar
    Thalavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Im Vorfeld habe ich nur positive Kritiken gelesen, ein wunderschöner Schreibstil, das Buch wurde sogar für den Bachmann-Preis 2012 nominiert. Von daher hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an das Buch.

    Diese wurden jedoch herbe enttäuscht. Dieses Buch lässt sich mit einem deutschen Versuch von Jack Kerouacs "On the road" vergleichen. Der Autor springt zwischen dem Land und Zeit, Realität und Fanatasie und zwischen verschiedenen Erzählern, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen. Aufgrund der stämdig wechselnden Handlungsstränge wirkt das Buch jedoch sehr konstruiert- den tieferen Sinn habe ich überhaupt nicht verstanden.

    Ich glaube, der Autor hat sich die größtmögliche Mühe gegeben, seine Protagonisten Ana und Rupert so unsympathisch wie möglich zu gestalten. Ehrlich gesagt habe ich gehofft, dass beide von der Bildfläche verschwinden und endlich mal jemand sympathisches auftaucht. Denn es ist eine Sache, dass die beiden auf gesellschaftliche Normen pfeifen, Drogen nehmen und in einem Wohnwagen hausen- katastrophal ist die menschliche Seite der beiden Protagonisten, welche absolut egoistisch leben und alle anderen (inklusive des Partners) verachten.

    Dagegen wirkt die iranische Gastfamilie sehr liebevoll und gastfreundlich- in einem Land, welches alles andere als normal ist.

    Fazit: Den tieferen Sinn des Buches habe ich nicht verstanden. Völlig unlogisch ist für mich das Leben von Rupert und Robert. Man sollte doch annehmen, dass beide noch in die Schule gehen müssen (alternativ Studium oder Ausbildung). Woher die Reise nach Teheran finanziert wird, ist mir auch völlig schleierhaft.
    Ohne Interpretationshilfe kann ich dieses Buch nicht empfehlen.

    Kommentare: 1
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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Rupert und Robert machen sich auf in den Iran, um Ana zu suchen. Ana ist Ruperts Liebe - und plötzlich verschwunden.
    Während seiner Reise erzählt Rupert von sich, seinem Leben, Ana, von Sex, der Liebe, dem Abenteuer - und von der Suche, der Sehnsucht ... Sehnsucht nach Heimat.
    Meine Meinung
    Diese Geschichte klang großartig, exotisch, schillernd, reizvoll, fesselnd, fantastisch.
    Leider konnte sie meinen Erwartungen nicht standhalten.
    Der absolut nüchterne, bruchstückhafte, abgehackte Schreib- und Erzählstil hat mich bis zum Ende hin gestört.
    Grundsätzlich passt er perfekt zu solch einer Geschichte, der Fremde, der Situation. Dennoch empfand ich persönlich ihn als etwas zu extrem.
    Die Geschichte an sich zeigt teilweise gute Ansätze, doch auch sie konnte mich leider nicht fesseln. Zu oft ging es nur um Sex, zu oft empfand ich sie als viel zu abgedreht und seltsam.
    Fazit
    "Das große Leuchten" ist ein Buch, das man sehr oder überhaupt nicht mögen wird - dazwischen gibt es wohl wenig.
    Aufgrund der interessanten Ansätze vergebe ich 3 Sterne.

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    goldfischs avatar
    goldfischvor 6 Jahren
    Rezension zu "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann

    Manchmal ist Deutschland viel zu klein und eng für junge Menschen.Rupert macht sich mit seinem schizophrenen Freund Robert auf den Weg in Iran.Dort wollen sie nach Ana suchen. Ana ist Ruperts große Liebe.Anas Mutter lebt als Kommunistin im Untergrund im Iran.Es wird schwer werden, die beiden Frauen dort zu finden. Doch während der Suche erzählt und Rupert seine Geschichte. Wie er Robert kennen lernte, warum seine Mutter nicht mehr lebt und wie er sich in Ana verliebte. Alles sollte doch gut werden. Eine kleine Wohnung mit Ana beziehen und vielleicht einmal Kinder bekommen.Doch nun ist Ana verschwunden und der Iran ist groß und nicht nur voller hilfreicher Menschen.Rupert sucht nicht nur nach Ana, sondern nach neuen Wegen in seinem Leben. Ein sprachgewaltiges, wunderbares Buch!

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    WordLovervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nachdenklich, geheimnisvoll und traurig - einfach anders!
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    ROZUBIs avatar

    Realität und Fantasie liegen in diesem besonderen Debütroman nah beieinander - "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann ist ein Roman über Ruperts Suche nach Ana, einer spannenden und aufreibenden Reise in den Iran, die mit uns und parallen Dimensionen spielt.

    Die Reise beginnt in der deutschen Provinz, in der Rupert mit seinem schizophrenen Waisenbruder Robert und der Furcht vor seinen Träumen und Gedanken lebt. Die uns weiterführt zum Kennenlernen Ruperts und Anas, die Tankstellen ausraubt und aus dem Iran geflohen ist. Es geht um Liebe, Sex und der Flucht Ruperts und Anas, die dem Alltäglichen den Rücken kehren, hin zu russischen Kleinkriminellen, Derwischen und ehemaligen Generälen. Bis Ana verschwunden ist und Rupert sich auf den Weg in den Iran macht, an seiner Seite sein Freund Robert. Gemeinsam erleben sie eine einzigartige Fahrt ans Kaspische Meer, durchqueren die Wüste, überstehen seltsame Prüfungen und haben nur ein Ziel: Ana finden.

    Wer von Euch hat Lust auf eine Leserunde? Dann bin ich gespannt auf Eure Antworten auf die Frage: Warum würdet ihr gern eine Reise in den fernen Iran antreten? Aus allen Beiträgen, die bis einschließlich 5. Dezember gepostet werden, werden 10 Gewinner gezogen.

    Viel Erfolg (!) und Vergnügen wünscht Euch

    Eure Lisa

    Marcurias avatar
    Letzter Beitrag von  Marcuriavor 6 Jahren
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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Ein großartiges Debüt.

    Ein hochkontrollierter und durch die Schönheit seiner Sätze bestechender Roman.

    Andreas Stichmann lässt den mittleren Realismus weit hinter sich.

    Es ist atemberaubend, wie präzise, klug und knapp der 1983 in Bonn geborene Autor schreibt, wie lässig, schön und schnörkellos.

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