Andreas Straub Einfach billig

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Inhaltsangabe zu „Einfach billig“ von Andreas Straub

Aldi - das ist das Vorbild aller Discounter und für viele Kunden inzwischen Kult. Aldi setzt Maßstäbe. Auch im Negativen, wie der ehemalige Aldi-Süd-Manager Andreas Straub in diesem Buch enthüllt. Extrem hoher Arbeitsdruck, Einschüchterung und Willkür, Entlassungen als Personalpolitik, perfide Überwachungsmethoden und Spitzeleien, Kostendruck und umfassende Kontrolle: Straub liefert einen schockierenden Alltagsbericht aus der Innenwelt der Billigpreise. 'Ein mutiges und aufrüttelndes Buch, das nach sofortigen Veränderungen verlangt.' Günter Wallraff

Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie Ihren Lebensmittelladen mit anderen Augen sehen - garantiert!

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  • Rezension zu "Einfach billig" von Andreas Straub

    Einfach billig
    Duffy

    Duffy

    30. December 2012 um 15:23

    Eigentlich waren ja immer Lidl und Netto oder Schlecker die Bösen. Aldi fand eigentlich in der kritischen Berichterstattung gar nicht statt, obwohl man auch hier vermuten muss, dass ein paar Leichen im Keller liegen. Aber Aldi hatte auch immer so einen kleinen "In"- und Szenestatus. Wie dem auch sei, der Herr Straub hat bei Aldi gelernt und gearbeitet und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben. Das Interessante daran ist, dass das ein Buch über eine Ebene bei einem Unternehmen ist, die nicht die üblichen Schatten wirft. Während man sich bei den kleinen Verkäufern und Aushilfskräften schon klar ist, dass sie ausgebeutet werden, kann man sich das auf den höheren Ebenen nicht so richtig vorstellen. Dass es hier aber ebenso knallhart zugeht wie unten, ist zwar nachvollziehbar aber steht nicht unbedingt auf der Agenda. Bei Aldi ist auch diese Ebene ein Bolzplatz für Kleinkriege unter den Mitarbeitern, angelegt durch die Vorgaben der "Unternehmensphilosphie" Und so findet denn auch Druck ohne Ende, Mobbing, übelste Gängelung, Angst und Konkurrenz pur statt. Das alles beschreibt Straub ziemlich genau und es ist schon erschreckend, was da alles zutage tritt. Es ist auch glaubwürdig, denn unter normalen Umständen würde sich eine Führungskraft wohl eher nicht von Aldi trennen, denn die Bezahlung in diesem Konzern ist überdurchschnittlich. 330 Seiten später wissen wir mehr über Aldi, das seine beiden Gründer zu den reichsten Deutschen gemacht hat. Und Herrn Straub arbeitslos. Der hat nun ein sehr erhellendes und interessantes, teilweise spannendes Buch geschrieben. Sicher kein unnötiges. Und so fließend, wie er schreibt, kann man ihm prognostizieren, dass er auch ein guter Romanautor wäre. Aber das nur nebenbei. Wer denn mal hinter die Kulissen des Aldi schauen möchte, ist hier bestens bedient. Das ist ein gutes Sachbuch und käme auch ohne die Werbung eines Vorworts von Günter Wallraff aus. Wenn das aber hilft, ist nichts dagegen einzuwenden.

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  • Rezension zu "Einfach billig" von Andreas Straub

    Einfach billig
    Franziska Wolf

    Franziska Wolf

    13. June 2012 um 08:55

    Ein mutiges Buch voller Zivilcourage - unbedingt lesen! Der Schulleiter, der für den Autor Vorbild und Mentor ist, muss stolz auf seinen ehemaligen Schüler sein: Andreas Straub beschreitet mit diesem Buch einen mutigen Weg und hinterlässt Spuren im positiven Sinn in seinem Leben: Zivilcourage. ALDI EINFACH BILLIG ist einfach zu lesen, ergreifend und erschütternd. „Fahr einfach. Und sei bitte still, denke ich nur. Aber der Taxifahrer erzählt unaufhörlich weiter. Von seinen Kindern, von seinem neuen Flachbildfernseher, über Fußball und davon, dass Taxifahren eigentlich das Allerletzte sei, er aber dennoch nichts anderes lieber tue. Und abermals schaut er mich prüfend an: >Sie sehen nicht gut aus. Nein, wenn ich Sie mir genau anschaue, sehen Sie gar nicht gut aus.< Kein Wunder, denn ich bin gerade entlassen worden.....“ Andreas Straub schreibt lebendig, einfühlsam und verständlich mit viel wörtlicher Rede, im Präsens, also im Hier und Jetzt – als Leserin erlebe ich seine vier Jahre ALDI hautnah mit. Ein nüchternes Thema spannend geschrieben wie ein Krimi. An einigen Stellen finde ich mich selbst: „Das schmale Sortiment befreit ihn (mich) von der Reizüberflutung und dem ständigen Druck im Supermarkt, sich (mich) entscheiden zu müssen.“ Ich kaufe gerne bei ALDI. Eine ALDI-Filiale ist übersichtlich. Ich weiß genau, wo was zu finden ist. Mit gutem Gewissen packe ich Produkte hoher Qualität zu günstigen Preisen in meinen Einkaufswagen. Mein Wagen strotzt vor bio-Ware und obwohl ich mich fast ausschließlich vegan ernähre, fülle ich bei ALDI meinen Einkaufswagen meist randvoll mit frischen Waren besser als im Bioladen. Warteschlangen an der Kasse sind kein Problem. Die Aldi-Mitarbeiterinnen arbeiten immer zügig und effektiv und selbst beim Rausgeld vertraue ich ihnen blind. Umso erschütternder ist es für mich, zu erfahren, wie menschenverachtend mit diesen Mitarbeiterinnen umgegangen wird. Das Lesen des Buches fordert ein Umdenken. Es verlangt eine Veränderung zum Besseren, wie der Autor es sich wünscht. Das Buch zeichnet ein realistisches Bild über unzumutbare Arbeitsbedingungen bei meinem Lieblingsdiscounter. Lässt Verhältnisse sichtbar werden, die mir als ALDI – Fan bisher verborgen waren: hoher Leistungsdruck, Einschüchterung, Entlassung als Personalpolitik und Überwachung. Ich wünsche mir, dass dieses Buch viele Leser erreicht, damit sich die Arbeitsverhältnisse für die Mitarbeiter verbessern.

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  • Leserkommentare zu Einfach billig von Andreas Straub

    Aldi - Einfach billig: Ein ehemaliger Manager packt aus
    Mille

    Mille

    via eBook 'Einfach billig'

    Ich habe dieses Buch durch Zufall in der örtlichen Buchhandlung gesehen. Erst habe ich mir gedacht, dass es sich wieder um ein Buch handelt, welches nur systematisch die Unternehmen schlecht machen soll. Beim zweiten Hinsehen entdeckte ich aber das ein ehemaliger Manager dieses Buch geschrieben hat. Meine Interesse war geweckt. Ich dachte mir das ich es lieber erstmal nicht kaufen sollte, denn als Schüler sitzt das Geld nicht gerade sehr locker, außerdem stand das Wochenende vor der Tür. Zu Hause angekommen habe ich dann ganz interessehalber den Buchtitel gegooglet und mir einige Passagen durchgelesen. Tja und dann hatte es mich. Wirkliche Lust wieder in die Stadt zu fahren um es mir zu kaufen hatte ich auch nicht und bis nach dem Wochenende zu warten wollte ich dann auch lieber nicht. Ich habe es mir also schnell als eBook geladen. Das Lesen ging fast wie von selbst, ich habe es verschlungen. Meine Wochenendsplanung wurde kurzerhand auf den Haufen geworfen. Die super genauen Ausführungen, gekoppelt mit der vielen wörtlichen Rede, versetztem mich nahezu mit in die Situation. Ich habe mitgefiebert. Das ich durch das viele Lesen das Pokalfinale völlig vergessen hatte bemerkte ich leider erst als Dortmund schon gewonnen hatte. Naja was solls. Gefasst und erstaunt von den vielen Eindrücken und dem nahezu abschlachten der Filialleiter hatte ich keine Zeit für Fußball. Ja und nun ist Sonntag, das Buch ist komplett gelesen und ich kann wohl nie wieder einen Aldi Mark betreten, ohne an dieses Buch zu denken. Andreas Straub hat eine super Buch geschrieben, welches Zum Nachdenken anregt und klarmacht, dass man sich nach der Schule oder nach dem Studium lieber nicht bei Aldi oder anderem Dicountern bewerben sollte. Mir war das Buch jeden Cent Wert.

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