Andreas Ulrich Das Engelsgesicht

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Inhaltsangabe zu „Das Engelsgesicht“ von Andreas Ulrich

Ein Mafia-Killer bricht sein Schweigen: Authentische Einblicke in die unbarmherzige Welt des organisierten Verbrechens. Wer gegen die Omertà, das Schweigegelübde, verstößt, ist so gut wie tot. Doch der Mann, den sie "Engelsgesicht" nannten, lebt. Der Sohn italienischer Gastarbeiter wuchs im Ruhrgebiet auf und soll rund 30 Menschen auf dem Gewissen haben. Seit deutsche Fahnder ihn fassten, redet er und hat mit seiner Lebensbeichte viele Mafiosi vor Gericht gebracht. Die deutsch-italienische Geschichte einer kriminellen Karriere ist so spannend, dass einem der Atem stockt. Giorgio Basile, geboren 1960, kam als Kleinkind aus Süditalien mit seinen Eltern nach Mülheim an der Ruhr. Als seine Mutter den Vater verläßt und sich einem Mann aus ihrem Heimatdorf zuwendet, kommt Basile in Kontakt mit der kalabrischen Mafia. Im Gefolge des Stiefvaters baut er in Mülheim ein kriminelles Netzwerk auf. 1986 wird er im Zusammenhang mit einem Raubmord verurteilt und nach Verbüßung der Strafe nach Italien abgeschoben. Mit dem Mord an seinem Stiefvater beginnt Basiles Aufstieg in der Geheimgesellschaft. Seine Mafia-Karriere verläuft von nun an rasant: Er baut einen internationalen Drogenhandel auf und räumt skrupellos Gegner aus dem Weg. 1998 wird er in Bayern erneut festgenommen. Die Ermittler überreden ihn, Kronzeuge zu werden. Seine Aussagen bringen zahlreiche Mafiabosse hinter Gitter. Mit schonungsloser Offenheit schildert er sein Leben in der »ehrenwerten Gesellschaft« und rechnet ab mit dem Mythos Mafia. Andreas Ulrich hat Giorgio Basiles Geschichte aufgezeichnet und umfangreiche eigene Recherchen angestellt. Sein Buch erlaubt einen seltenen, höchst spannenden Einblick in das Binnenleben einer Verbrecherorganisation.

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  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    bensia1985

    04. November 2012 um 18:19

    Darum geht´s: Giorgio Basile, geboren 1960, kam als Kleinkind aus Süditalien mit seinen Eltern nach Mülheim an der Ruhr. Als seine Mutter den Vater verläßt und sich einem Mann aus ihrem Heimatdorf zuwendet, kommt Basile in Kontakt mit der kalabrischen Mafia. Im Gefolge des Stiefvaters baut er in Mülheim ein kriminelles Netzwerk auf. 1986 wird er im Zusammenhang mit einem Raubmord verurteilt und nach Verbüßung der Strafe nach Italien abgeschoben. Mit dem Mord an seinem Stiefvater beginnt Basiles Aufstieg in der Geheimgesellschaft. Seine Mafia-Karriere verläuft von nun an rasant: Er baut einen internationalen Drogenhandel auf und räumt skrupellos Gegner aus dem Weg. 1998 wird er in Bayern erneut festgenommen. Die Ermittler überreden ihn, Kronzeuge zu werden. Seine Aussagen bringen zahlreiche Mafiabosse hinter Gitter. Mit schonungsloser Offenheit schildert er sein Leben in der »ehrenwerten Gesellschaft« und rechnet ab mit dem Mythos Mafia. Fazit: Wer mal einen Blick hinter die Kulissen der Mafia werfen möchte und nicht nur das was Hollywood einem präsentiert, der liegt mit diesem Buch genau richtig!

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  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    Tookalook

    14. September 2011 um 18:04

    Jeder hat schon einmal von ihr gehört, jeder meint sie zu kennen und ist gleichzeitig fasziniert und abgestoßen. Spätestens seit Coppolas „Der Pate“ ist die italienische Mafia abendfüllendes Thema und sorgt regelmäßig für neue Schlagzeilen. Es gibt wenig Organisationen, um die sich solch eine Fülle an Mythen, Legenden und Verklärungen ranken wie um die Mafia. Doch obwohl wir ins unserem Alltag täglich in irgendeiner Form mit Italien konfrontiert werden, sei es durch Geschäfte, Mitbürger oder Produkte, halten die meisten die Mafia nach wie vor für eine weit entfernt gelagerte Thematik, irgendwo verortet in den USA oder Italien. Die Realität erscheint leider wesentlich näher und düsterer. Andreas Ulrichs Sachbuch „Das Engelsgesicht“, bereits 2005 erschienen, zeigt auf, dass mit den ersten italienischen Gastarbeitern nicht nur Pizza, Eis und Dolce Vita Einzug in die BRD hielten, sondern auch die Mafia in all ihren Ausprägungen. Er schildert die authentische Geschichte von Giorgio Basile, in den 1960ern mit seinen Eltern aus Süditalien in das Herz des deutschen Wirtschafswunders, das Ruhrgebiet, eingewandert. Nach der absolvierten Schlosserlehre kommt er über seinen Stiefvater in Kontakt mit der kalabrischen Version der Mafia, der 'Ndrangheta. In Mülheim an der Ruhr baut er sich nach und nach inmitten der Gesellschaft ein eigenes kriminelles Netzwerk auf. Von der Öffentlichkeit unbemerkt und gern in Anspruch genommen umfasst sein kleines Imperium bald Pizzerien, Diskotheken und Eiscafés. Unter dem Deckmantel der Legalität wird hier vor allem Geld aus Süditalien gewaschen. Doch es bleibt nicht bei bloßer Finanzkriminalität. Nach internen Streitigkeiten erhält Basile den Auftrag, seinen eigenen Stiefvater zu töten. Nach diesem Mord beginnt sein steiler Aufstieg innerhalb der 'Ndrangheta. Innerhalb weniger Jahre entwickelt sich Basile zum führenden Auftragskiller der Mafia. Seine blutige Spur zieht sich quer durch Europa, durch die Niederlande, Deutschland und Italien. Am Ende kontrolliert er eines der größten Netzwerke für Drogenhandel innerhalb der EU, mit Umsätzen in Millionenhöhe. Doch kein Platz auf dem Thron währt ewig, 1998 wird Basile festgenommen und wird zum Kronzeugen in zahlreichen Mafia-Prozessen. Der Spiegel-Autor Andreas Ulrich hat mit Giorgio Basile, mittlerweile unter ständiger Bewachung und unter falschem Namen im Zeugenschutzprogramm lebend, zahllose Gespräche geführt und in seinem Buch dokumentiert. Schonungslos offen schildert Basile seinen blutigen Lebenslauf und räumt mit dem Mythos auf, die Mafia sei ein rein italienisches Problem. Es wird kein grausames Detail seiner Taten ausgespart, was umso beklemmender wirkt, da es sich hier keineswegs um Fiktion handelt. Dramaturgisch etwas gestrafft, aber nie unglaubwürdig oder unseriös, gibt Ulrich die Lebensbeichte eines skrupellosen Auftragsmörders wieder. Immer noch lesenswert und erschreckend aktuell, insbesondere der die Schlagzeilen beherrschenden Mafiamorde innerhalb Deutschlands. Denn spätestens nach der Lektüre dieses Buches sollte es jedem etwas bewusster sein, dass die Mafia manchmal eben doch näher ist als einem lieb sein kann. Björn Tookalook.de

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  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    Blomquist

    08. May 2010 um 22:13

    Das die "Trangeda" kein Zirkel kauziger, aber im Grunde doch liebenswürdiger alter Herren ist, kann sich jeder vorstellen, auch ohne dieses Buch gelesen zu haben. Dann erfährt er allerdings nichts darüber, wie fürchterlich unehrenhaft diese Ehrenwerte Gesellschaft in Wahrheit ist. Der Leser muss sich jedoch darauf einstellen, dass er den Killer Giorgio garnicht unsympathisch findet. Einen Mann, der sich nicht einmal die Mühe macht, die Frage nach dem "Perche?" zu beantworten, bevor er in den Kopf schießt.

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  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    Avatarus

    25. February 2010 um 22:45

    Interessante Erzählungen eines Killer der Mafia. Der Pizzabäcker von nebenan erzählt seine Geschichte. Sehr interessant, wie nüchtern mit solchen Dingen umgegangen werden kann.

  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    MichaelSterzik

    29. May 2009 um 23:41

    Omertà (italienisch) = Ehrenkodex der Mafia und auch andere organisatorischen Kriminellen Vereinigungen. Dieser Kodex verbietet es den aktiven als auch unaktiven, Tätern als auch Opfern, eine Aussage zu treffen die der Organisation, oder der "Familie" schaden könnte. Ein Bruch dieser stillschweigenden aber bindenden Versprechens ist gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Ein Urteil ohne Anwälte, ohne Verteidigung, ohne Ausreden - Endgültig! Giorgio Basile hat dieses "Gelübde", diese Omertà gebrochen und damit ist er des Todes. Töten wird ihn wahrscheinlich sein eigener Bruder - "Gott vergibt - die Mafia nie" heißt es in verschiedenen Regionen Italiens. Es klingt wie ein Krimi, es hört sich an wie ein zweitklassiger Mafiathriller, aber die Geschichte, die Lebensbeichte des Giorgio Basile ist keine Fiktion - es ist die bittere und ehrliche Biografie eines Profikillers, eines Mafiosi, eines Mörders, aber auch eines Menschen, eines liebenden Vaters der jetzt Kronzeuge nach italienischem Recht geworden ist und aus Angst vor Rache im Zeugenschutzprogramm des Staates sein restliches Leben verbringen wird. Er wird mit seiner Familie immer auf der Flucht sein und täglich wird die Angst ein ständiger Begleiter sein. Das Buch über das ich berichte ist dieses Jahr im Spiegel-Verlag erschienen. Der Autor "Andreas Ulrich" hat mehrere Stunden mit dem Mörder gesprochen und ihm seine Lebensgeschichte erzählt. Aufstieg und Fall eines Killers der Kalabresischen Ndrangheta. Ein Einblick in die Organisation und Strukturen dieser gefürchteten und legendären "Familienunternehmen". -Story-Geschichte- Wie wurde aus dem netten Gastarbeiterkind aus Süditalien ein berüchtigter, eiskalter Killer? Was musste oder ist geschehen damit jemand alle Skrupel und jegliche Moral fallen lässt und ohne Gewissensbisse töten kann? Und Jahre später, warum bricht genau dieser Schwerstkriminelle sein Schweigen, die Regeln der Ndrangheta - der Mafia und verurteilt sich damit selbst zum Tode? Was für ein "Mensch" ist dieser Giorgio Basilie - den man "Das Engelsgesicht" nennt? Giorgio Basile - geboren 1960 in Corigliano Calabro - in Süditalien kommt als Kleinkind mit seinen Eltern nach Mühlheim. Seine Kindheit ist hart, der Vater ein ungebildeter Arbeiter der seine Frustation an seinen Kindern und seiner Frau auslebt, seine Mutter sicherlich die stärke Person in dieser Ehe. Giorgio lernt schnell das "Geld" Macht und Ansehen bedeutet. Nicht zuletzt als seine Mutter sich mit einem sehr bekannten Mafiosi namens Antonio de Cicco einlässt und eine Liebesbeziehung beginnt. Der leibliche Vater toleriert aus Angst vor diesem Mann die Beziehung, auch deswegen verfolgt Girogio die kriminelle Karriere des Kalabresischen Mafiosi sehr genau. Die Mafia ist dabei sich in Deuschland ein Netzwerk aufzubauen, "La Piovra" - die Krake wie die Mafia auch genannt wird baut schnell ein Netz der Angst auf, schließlich leben viele Italiener als Gastarbeiter in Deutschland - Raub, Erpressung, Schutzgeld, Prostitution und bald wird auch der Drogenhandel fest in der organisierten Italienischen Kriminellen Hand sein. Zuerst nur als Chauffeur wird Giorgio langsam in den ehrenwerten Kreisen aufgenommen. Er beobachtet das Handeln des Stiefvaters sehr genau der in seinen Augen ein Respektierter Ehremann ist. Auf Besuchen in Süditalien lernt der junge Giorgio die Strukturen der Ndrangheta kennen, auch wichtige "Bosse" werden diesen von Cicco - seinen Ziehvater vorgestellt. Die ersten Schritte einer verhängnissvollen Karriere…! Als Giorgio`s Mutter schwanger wird, muß diese auf Drängen Ciccio`s der selbst verheiratet ist in Deutschland leben, nach katholischen Glauben ist die Familie heilig, und dieser Ausrutscher würde in dem Heimatdorf nicht zu ertragen sein. Giorgio und seine Mutter gehen zurück, diesmal aber mit Geld und Unterstützung der Mafia. 1979 überredet Ciccio seinen Schützling wieder nach Italien zu gehen. Er verführt Giorgio mit Geschichten von schönen Mädchen, gutem Essen, schnellen Autos , Geld, Respekt und Anerkennung. Und genau das wird er in den nächsten Monaten bekommen und er genießt es wenn fremde Leute ihm mit Achtung unterwürfig zunicken. Doch bald mit der Zeit begegnen ihn auch die wahren Seiten der Mafia. Ein Mann der sich mit der Ndrangheta angelegt hat, wird von Ciccio auf sein Grundstück gelockt und verprügelt. Der Ohnmächtiger Körper des Respektlosen Mannes wird in den Schweinestall geschleppt. Dieser wird von den hungrigen Schweinen bei vollen Bewußtsein getötet und gegessen, es bleibt nichts übrig, nicht viel…keine Beweise, keine Leiche, keine Fragen - nur ein namenlosen Grab mehr in Corigliano. In Laufe der Jahre baut sich Giorgio seine Position aus, er wird zwar Mitglied des "Clans" aber man bezeichnet ihn als "Joker" als nicht "getauftes Mitglied" der Mafia. Für diesen Clan, für diese ehrenwerte Familie begeht Giorgio seine ersten Morde, der erste Mord an seinem Ziehvater "Ciccio" bringt ihm großen Respekt ein. Der zweite Mord den er später zugibt geschieht auf Befehl und wird ohne zögern ausgeführt. Wenig später ist Giorgio in der Hierachie ein geachteter Mann der den Kokain-Handel beherrscht und über seine eigenen Vertrauten gebietet. Wie viele Morde Giorgio begeht sagt er nicht, er gibt nur vier vor Deutschen und Italienischen Behörden zu - der letzte Mord an seinem besten Freund belastet ihn selbst schwer, erstmalig beginnt er zu begreifen das die ehrenwerte Gesellschaft mit ihren Regeln, ihrem Kodex verlogen und falsch ist. Man vermutet das Giorgio Basile an ca. 30 Morden beteiligt war. Eines Tages wird auch Giorgio Basile verraten und verkauft. Die Deutschen Behörden verhaften diesen auf einem Bahnhof in München. Giorgio war wegen Drogengeschäften in Deutschland, die Falle schnappt zu. In der Zelle weitab von seiner geliebten Frau und seiner Tochter wird auch ein Killer zum Menschen und fühlt sich von der Organisation betrogen und in Stich gelassen. In Besprechungen mit Deuschen Behörden wird ihm klar das seine einzige Chance auf ein Leben mit seiner Familie darin besteht auszusagen gegen diejenigen für die er gedealt und gemordet hat. Er wird ein "Kronzeuge" und der einzige Schutz wird das Zeugenschutzprogramm der Italienischen Regierung sein….. -Kritik/Meinung- Giorgio Basile`s Aussagen verhelfen der Italienischen Staatsanwaltschaft die Ndrangheta einen empfindlichen Schlag zu versetzen. Die Richter und Staatsanwälte rechnen ab und erste Erfolge gegen den Internationalen Drogenhandel - ausgehend von Italien werden erzielt. Mehr möchte ich jetzt nicht über die Handlung erzählen. Dieses Buch ist nicht in Romanform geschrieben. Der bekannte Autor Andreas Ulrich der den Killer interviewt, sowie mit Zeitzeugen aus dem Heimatdorf spricht, hat seine Recherchen sauber und absolut eindrucksvoll betrieben. Vor allem sehr glaubhaft, nicht überzeichnet oder erdacht. Als Grundlage dienten primär die Interviews mit Basile. Das Lesen dieser nennen wir es mal ruhig Biografie eines Killers, erschreckte mich natürlich die Kaltblütigkeit dieses Mannes. Liest man jedoch wie er und unter welchen Voraussetzungen dieser aufgewachsen ist, empfindet man Mitleid, kein Verständnis jedoch. Und genau das empfindet auch der Killer persönlich. Aber…..er bereut seine Morde nicht, außer vielleicht den seines Freundes…aber ansonsten war es für ihn eine Pflicht - keinerlei Gewissensbisse wirken störend auf seine Psyche. Er sorgt sich nur um das Wohlergehen seiner Frau und seiner kleinen Tochter. Das waren die eigentlichen Gründe seine Kontakte zu verraten. Andreas Ulrich bietet mit seinem Buch einen umfassenden Eindruck in die kriminelle Welt der Mafia die von Filmen wie "Der Pate", "Allein gegen die Mafia" und "Good Fellas" einen Stempel aufgedrückt bekommen haben. Die richtige Welt, die wahre Welt der Mafia ist ein Universum von Verrat und Mord, von geleisteten Treueschwüren die nichts wert sind, von Skrupelosigkeit und Geldgier. Das Buch Bilder von Das Engelsgesicht / Ulrich, Andreas Giorgio Basile bei seiner Verhaftung liest sich fast wie eine Drehbuchvorlage, und es würde mich nicht wundern wenn die Aussagen dieses Killers, einmal verfilmt werden sollten. Als Zwischenbemerkung kann ich sagen, ist dieses Buch empfehlenswert, allerdings wird es wohl kaum jemanden wirklich interessieren. Glaubt man Basile`s Worten, so sind ca. 80 - 90 % aller Italienischen Restaurant in Deutschland in den Händen der Mafia. Viele, fast alle zahlen Schutzgeld, einige Pizzabäcker von nebenan sind wohl Killer und warten hin und wieder auf einen Einsatz. In den Restaurants wird Geld sauber gewaschen, es werden Kontakte gepflegt, Waffen und falsche Ausweise besorgt und so weiter. Ich denke jetzt das Giorgio Baile kein grausamer Mann ist, nichts und niemand ist nur böse oder nur gut. Das wäre ein zu weißes und geradezu unehrliches Klischee. Ich weiß nicht ob ich dem Italienischen Zeugenschutzprogramm vertrauen würde…? Basile weiß das ihm vielleicht nur noch wenige Jahre im Kreise seiner Familie verbleiben. Seinen Worten nach zu urteilen, ist die italienische Politik, die Wirschaft, ja selbst das Rechtssystem korrupt und alles andere als sicher. Er rechnet nicht damit eines natürlichen Todes zu sterben, aber selbst Angst hat er nicht um sich, sondern um seine Familie. Basile rechnet mit dem "märchenhaften" Mythos der Mafia ab. Mit seiner schonungslosen Offenheit verspricht und verleitet er vielleicht vielen ähnlichen Menschen wie er es selbst mal gewesen ist, mit den Morden aufzuhören und vielleicht sich zu stellen. Vielleicht ein kleiner Schritt….für manche ein etwas größerer. - Fazit - Wer wirklich einen Einblick in diese Schattenwelt haben möchte, dem sei dieses Buch zu empfehlen. Es verschönert nicht romantische Ansichten der Ehrenwerten Gesellschaft. Das Buch, der Autor bildet sich auch kein abschließendes Urteil über einen Mann den vielleicht der eine oder andere als Monster bezeichnen würde. Andreas Ulreich schreibt flott, informativ und obwohl es nicht spannend sein sollte, ist es genau das…..! Es ist eben das "Leben". Giorgio Basile - den sie "Das Engelsgesicht" nannten, ist kein Engel…bestimmt nicht, aber auch kein Teufel in der Gestalt eines Menschen. Ein Urteil über diesen Mann sollte jeder selbst fällen. Wenn Masken fallen….was bleibt dann übrig? -Autor- Andreas Ulrich geboren 1962 arbeitete in Hamburg jahrelang als Polizeireporter, bevor es ihm 1992 zum Spiegel-Verlag zog. Dort schreibt er im Deutschlandressort zuständig für Kriminalität und Terrorismus - Details zum Buch - Andreas Ulrich: "Das Engelsgesicht - Die Geschichte eines Mafia-Killers aus Deutschland" (Spiegel-Buchverlag, 19,90 Euro) erschienen am 11. November 2005 Buch, 300 S., Gebunden, Format: 156 x 222 mm, Sprache: Deutsch, Erschienen: September 2005 ISBN 3421058997 Lieben Gruß und danke fürs Lesen. Michael Sterzik

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  • Rezension zu "Das Engelsgesicht" von Andreas Ulrich

    Das Engelsgesicht

    hazweiozwei

    18. May 2008 um 20:36

    Ein faszinierend, erschreckender Blick hinter die Kulissen, der die mutmaßliche Realität auch in Deutschland nur erahnen läßt. Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Spannung pur!

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