Andreas Völker Stromzeit

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Inhaltsangabe zu „Stromzeit“ von Andreas Völker

Eine Autobiografie. Tatsachenbericht aus dem ehemaligen evaangelischen Kinderheim Schloss Beuggen.

Deutschland, Ende der 1960er Jahre. Jugendliche, Hippies und Studenten brechen mit der Kriegsgeneration, revoltieren gegen Autoritäten und kämpfen für ihre Freiheit. Sie hören Rockmusik, tragen lange Haare und suchen nach einem neuen, von gesellschafltichen Tabus und Zwängen befreiten Leben.

Doch im evangelischen Kinderheim "Schloss Beuggen" in Rheinfelden bei Lörrach werden die Kinder von ihren religiös-fanatischen Erziehern von diesen Entwicklungen abgeschnitten. Mit brutaler Strenge, körperlicher und psychischer Gewalt sollen sie zu "gläubigen, anständigen" Menschen "erzogen" werden.

Andreas Völker war von August 1967 bis Oktober 1970 in jenem Heim untergebracht und schildert in diesem autobiografischen Bericht seine erschütternden Erfahrungen. Dieses offenherzige, berührende Zeugnis über die damalige Situation in einem deutschen Kinderheim erzählt zugleich die spannenden und abenteuerlichen Erfahrungen eines Jungen an der Schwelle zwischen Kindheit und Jugend.

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  • Rezension zu "Stromzeit" von Andreas Völker

    Stromzeit

    Buecherfee82

    04. September 2011 um 16:12

    Mit Stromzeit ist es Andreas Völker ziemlich gut gelungen ein schönes, trauriges und sehr fessendes Buch zu schreiben. Von seinen Eltern wird er von ein Heim ins andere gesteckt, weil er unter anderem in der Schule nicht aufpasst, was damals als unerzogen galt. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt niemand wusste, ist dass Andreas Völker ADS hat, dieses wurde jedoch erst im späten erwachsenen Alter diagnostiziert. Das Buch handelt von der Zeit im Kinderheim Schloss Beuggen, in denen die Religion, Gehorsam und Sittlichkeit an oberster Stelle standen. Mädchen und Jungen waren immer streng voneinander getrennt. Die Jungs mussten im Garten helfen, das Schloss schrubben und in der Küche mit anpacken. Unachtsamkeit, Tollpatschigkeit und Faulheit wurden bestraft. Schläge war für die meisten Erzieher das einzige Wahre. Dabei war es egal, ob es Ohrfeigen gab, Backpfeifen mit dem Schlüsselbund, oder Schläge mit dem Stock. Jeder, der nicht gefühlslos ist, bekommt während des lesens Mitleid mit den Jungs, oder Haß auf Jungs, die andere nieder machten. Ziemlich oft habe ich mir gewünscht, ich könnte Andreas adoptieren und ihm die Aufmerksamkeit und Liebe schenken, die er als kleiner Junge so gebraucht hätte. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Stromzeit" von Andreas Völker

    Stromzeit

    Verlag_Christian_Lauber

    08. August 2011 um 21:00

    "Ein Eintauchen in die dumpfe Vor-68er Atmosphäre eines kirchlichen Kinderheims verlangt Andreas Völkers autobiografischer Bericht „Stromzeit" seinem Leser ab. Man gerät bei der Lektüre unweigerlich in den emotionalen Strudel ebenso abwegiger wie brutaler Erziehungsmethoden der späten 60er sowie der ausweglosen Verzweiflung des Protagonisten und seiner Leidensgenossen. Nicht nur die religiös verbrämten systematischen Misshandlungen von Schutzbefohlenen im evangelischen Kinderheim Schloss Beuggen machen betroffen, auch die völlig unkritische Haltung einer weitgehend obrigkeitshörigen Öffentlichkeit öffnet die Augen für die Abgründe einer Zeit, in der körperliche Züchtigung und seelische Grausamkeit zum anerkannten pädagogischen Instrumentarium gehörten und gutgläubige Eltern ihre eigenen Kinder ohne zu hinterfragen an zweifelhafte Autoritäten, oft auch im Schatten des Kirchturms, auslieferten..." Christian Kretz, bruchsal.org

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