Andreas Weber

 4.2 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Alles fühlt, Lebendigkeit und weiteren Büchern.

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Neu erschienen am 23.10.2018 als Hardcover bei Nicolai Publishing & Intelligence GmbH.

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Neu erschienen am 02.10.2018 als Taschenbuch bei Bibliothek der Provinz.

Alle Bücher von Andreas Weber

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Alles fühlt

Alles fühlt

 (9)
Erschienen am 22.04.2008
Lebendigkeit

Lebendigkeit

 (4)
Erschienen am 06.10.2014
Mehr Matsch!

Mehr Matsch!

 (2)
Erschienen am 17.02.2012
Rotes Sofa

Rotes Sofa

 (1)
Erschienen am 01.04.2008
Radau

Radau

 (1)
Erschienen am 01.02.2012
Herr Weber auf Safari

Herr Weber auf Safari

 (1)
Erschienen am 01.10.2013
Biokapital

Biokapital

 (1)
Erschienen am 30.01.2010

Neue Rezensionen zu Andreas Weber

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Rezension zu "Mehr Matsch!" von Andreas Weber

Ein Plädoyer an alle Eltern, Großeltern und Erzieher!
Flohvor 4 Jahren

In einer TV-Sendung bin ich über eine Thematik und damit gekoppelter Buchvorstellung des Familienvaters und Autors Andreas Weber zu seinem Titel „Mehr Matsch!: Kinder brauchen Natur“ gestoßen und war in hellster Aufmerksamkeit. Dieser Autor spricht mir mit seinem Buch und seiner wahren Thematik und Gesichtspunkten aus der Seele, und genau dieser Buchvorstellung zu "Mehr Matsch!: Kinder brauchen Natur" bin ich prompt gefolgt und durfte erstaunliches, wissenswertes, fragwürdiges, kontroverses und beklemmendes Lesen. Aber ich durfte trotz all der blanken Wahrheit und den Tatsachen auch viele Tipps, Ratschläge und Erfahrungen annehmen und kennenlernen. Dieses Buch überzeugt mich durch seinen Wahrheitsgehalt, die Forschungsergebnisse, eigene Erfahrung aus der Familie und Umfeld des Autors und neueste Wissenschaft und die positiven Auswirkungen der Natur und des freien Spielens. Offen, ehrlich und schonungslos, dennoch bestärkend, aufbauend und mutmachend! Ganz großartig für alle Eltern, Großeltern, Erzieher und Interessierten.
Erschienen im Ullstein Verlag (http://www.ullsteinbuchverlage.de/)

Inhalt / Beschreibung:
" Kinder lieben und brauchen Natur. Doch heute strolchen sie kaum mehr im Freien herum. Eine Katastrophe für die Gesellschaft, sagt der Philosoph und Biologe Andreas Weber. Denn nur im Kontakt mit der Natur entfalten sich seelische, körperliche und geistige Potentiale, die Kinder zu erfüllten Menschen werden lassen."

Themenschwerpunkte:
Zu folgenden Themenschwerpunkten geht der Autor und Familienvater Andreas Weber in die Offensive und zeigt ein schonungsloses und zunächst vernichtendes Bild unserer gesellschaftlichen Entwicklung mit dem höchstem Gut: Kinder und die kindliche Entfaltung und Entwicklung! Gelobt sein aber auch, dass An. Weber auch beginnt, das Umdenken und Wachrütteln zu starten. Wahre Worte, die nachdenklich stimmen und motivieren. Hier teilt der Autor eigene Erfahrungen, Recherchen und Forschungsinhalte, gibt Ratschläge und Informationen unter anderem zu diesen brisanten Themen:
* Ständige Bewachung und Anleitung durch die Eltern
* Folgen aus Fernsehen, Spielekonsole und Stubenhockerei
* eigene Kreativität
* Wind und Wetter
* Tiere, Natur und Matsch
* freie Entfaltung und freies Spielen
* Ursprung und Herkunft
* Natur und Vegetation
* Fördern und Überfordern
* alte Familienmodelle
* Wissenschaft und Forschung
* Spätfolgen und Entwicklungsauffälligkeiten
* ein Blick in die Zukunft, ein Blick zurück in die Vergangenheit
* und vieles vieles mehr.....!

Meinung:
Auch ich bin Mutter einer 23 Monate alten Tochter und eines 4 Wochen alten Babys. Freizeit, Natur, Förderung und Entwicklung sind auch in unserer Familie ein Thema. Für mich und meinem Mann stand schnell fest, dass wir unseren Kindern möglichst oft und authentisch die Natur, die Tiere und natürlichen Lebensräume mit Dreck, Matsch und Vegetation zeigen und erleben lassen wollen. Doch ist das in unserer Gesellschaft wirklich noch so einfach wie einst in der eigenen Kindheit? Wird einem nicht ständige Vorsicht und Angst vor Keimen und Infektionen oder Gefahren des Verletzens aufgezeigt und eingeredet?
Als ich den oben genannten TV Bericht und die Buchvorstellung zum Thema sah, war ich sofort mit dem Autor und seinen Äußerungen konform. Klar kann man endlos kontrovers und mit Argumenten ziellose Diskussionen führen, aber aus mir sprach mein Herz und Bauchgefühl und genau meine Denkweise teilte auch der Autor, sodass ich auf sein Buch sehr neugierig wurde. Trotz des festen Standpunktes, welchen Andreas Weber vertritt nimmt er sich die Muße und die Objektivität auch die andere Seite zu betrachten, zu analysieren und auch hier zahlreiche Blickwinkel zu schaffen. Was hat unsere Gesellschaft so verändert? Wo sind die Auswirkungen zu sehen? Welche Vorteile und Zugewinne gibt es? Was für negative Auswirkungen und Folgen hat das überwiegend drin stattfindende Leben? Hier könnte ich endlos Palavern, aber ich möchte eigentlich nur dieses wunderbar verdeutlichende und wahre Buch empfehlen und jedem nahe legen, dem das Thema ebenfalls am Herzen liegt! Es lohnt sich wirklich!

Neben den eigenen Erlebnissen des Autors als Vater zweier Kinder bietet das Buch zudem auch wertvolle Passagen aus Wissenschaft und Forschung. Mir gefallen zudem die vereinzelten Statistiken, Referenzen und Mahnmale, die das Gelesene untermalen. Ein Ratgeber, wie er aus dem Herzen der Eltern geschrieben wurde. Das Themenspektrum ist recht groß. Hier spricht nicht nur die Theorie, hier sprechen der Alltag und das wirkliche Leben. Damals und Heute. Mutig, offen, provokativ, kontrovers, mahnend, erschütternd, und umsichtig widmet sich Andreas Weber auch tabuisierteren Themen und spricht offen und aufzeigend den Leser/die Eltern an.

„Früher verboten Eltern ihren Sprösslingen, drinnen herumzutoben. Heute untersagen sie ihnen, vor die Tür zu gehen.“

Andreas Weber legt mit Mehr Matsch! ein eindringliches Plädoyer dafür vor, Kinder wieder frei und unbefangen in der weiten Natur spielen zu lassen! Ohne Eltern, ohne Anleitung, ohne Grenzen (naja fast ohne Grenzen…). Der Bewegungsraum unserer Kinder hat sich nach Andreas Webers Recherchen statistisch belegbar in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch verengt und auf gewisse Böden begrenzt. Kinder werden zur Schule gefahren, sie werden in den Musikunterricht gebracht, zu Freunden kutschiert und zum Spielen an Spielplätze manövriert.
Weber folgt mit diesem Ansatz Richard Louvs Thesen von 2005 in dem jetzt im Beltz-Verlag auf Deutsch erschienenen Buch 'Das letzte Kind im Wald?'. Selbst die Forschung hat eine Reihe von Belegen dafür, dass der Bezug zur Natur und den Tieren, und dessen Lebensraum für Kinder absolut notwendig ist. Wo kommt die Nahrung ursprünglich her? Wo und wie wächst etwas, wo leben die Tiere, wie ist die Nahrungskette? … Waldorfschulen, Waldkindergärten und Naturexkursionen sind bereits gute Ansätze. Aber muss man Natur erst wirklich wieder erlernen?

Natur ist nach Weber der Raum, in dem „Kinder ganz von allein zu Menschen werden“, und damit trifft er nicht nur einen philosophischen Gedanken, er trifft mitten ins Schwarze!

Die Kindheit zwischen Frühförderung, Schule, Spielekonsole, Spielplatz, Fernseher und Autositz zeigt Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder von Heute. Um die vorige Jahrhundertwende kannten deutsche Kinder etwa hundert Bewegungsspiele, der „Hampelmann und Hüpfkästchen“ waren ohne Probleme zu meistern. Heute beherrschen viele Kinder diese Motorik kaum bis spät. Kinder werden zu Bewegungsmuffeln, sie neigen zu Übergewicht und Eingeschränktheit.
Am Ende des Buches gibt er dreißig Tipps für Eltern und zwanzig für Lehrer, wie sie sich mit den Kindern und für die Kinder die Natur zurückerobern können. Wer einen Garten hat, soll die Kinder im Matsch spielen lassen. Wer keinen hat, soll in den Wald gehen und die Natur aufsuchen. Familien können öfter ein Picknick im Freien machen, eine Beet-Kiste auch auf dem Balkon aufstellen, Haustiere halten. Natur fängt schon im kleinen Rahmen an.
Weber legt mit seinem Plädoyer eine umfassende, mitreißende Arbeit vor.

Das Cover:
Das gewählte Cover ist stimmig und treffend. Kinder, die Spielen und glücklich sind. Frei, kameradschaftlich und verbunden. Und: sie sind matschig und dreckig! Das Cover und die Gestaltung passen zum Gesamtkonzept. Das Kind im Fokus.

Der Autor:
" Andreas Weber, Jahrgang 1967, ist Philosoph und Biologe. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Berlin. 2007 erschien Alles fühlt. Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften und 2008 Biokapital. Die Versöhnung von Ökonomie, Natur und Menschlichkeit."

Fazit:
Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich. Ehrlich, offen, zwar wenig gefühlvoll und aber ganz nah bei den Eltern. Dieses Buch gibt Rückhalt, macht Mut und Hoffnung. Das, was wir heute umsetzen, zeigt schon morgen dicke Früchte! Den Kindern zu Liebe! Dieses Buch möchte ich ans Herz legen und lobe die wunderbare Wortgewandtheit und die schlagfertige Recherche des Autors. Er schreibt mir aus der Seele und teilt meine Meinung! Hier gebe ich gern eine unbedingte Kaufempfehlung!

Kommentare: 4
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M

Rezension zu "Lebendigkeit" von Andreas Weber

Plädoyer für eine Haltung der verbindenden Liebe
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Plädoyer für eine Haltung der verbindenden Liebe

Wenn Weber sein Buch mit „Eine erotische Ökologie“ untertitelt, dann verweist er damit nicht auf ein eng verstandenes Verständnis der Erotik rein im Sinne sexueller Leidenschaft, sondern nutzt den Begriff im Verweis auf die „unbändige Kraft der Fülle und schöpferischer Energie“, welche in der umfassend verstandenen Erotik freigesetzt werden.

„Ohne Bindung kein Leben“, diesen Grundsatz des Lebens stellt er seinen Ausführungen voraus.
Alle Vorgänge in der Biosphäre sind Vorgänge in Beziehungen, die Art und Weise der Beziehungen, die Werte, die der einzelne seinen Beziehungen gibt und die Weise, in der er diese dann praktisch gestaltet prägen das Leben (nicht nur das eigene).

Weber öffnet diesen, in der Gegenwart mehr und mehr als rein „privat“ verstandenen Beziehungsbegriff damit in die Weite des biologischen Raumes und führt den Leser in eine beziehungsorientierte „Schubkraft zur Weltbeschreibung und Welterfahrung“.

Die „Liebende Praxis“ ist für ihn ein „Erkenntnisinstrument“, genau jene Art und Weise, „hineingebend“ die Welt zu verstehen, die aktuell zu sehr abgespalten, zu abstrakt betrachtet wird. Wovon bereits die Sprache mit ihren ständig biologisch-technischen Begrifflichkeiten zur Weltbeschreibung schon beredt Zeugnis ablegt.

Sich selbst als Teil des große Ganzen nicht nur rational zu begreifen, sondern auch emotional zu verstehen und damit dem Drang zu sich selbst und zur Fülle, zur Individuation und zur Verbindung zu vereinen, das ist Webers Ziel.

Dem er sehr verständlich, teils poetisch, aber durchgehend „lebensnah“ im Buch nachgeht.

„Leben in intensiver Form ist immer eine Praxis der Liebe“.
Eine Form der Verbindung mit allem Lebendigem, dass dem Inneren des Menschen deutlich mehr entspricht als die Aufteilung der Natur, der Ressourcen, ja auch der menschlichen Bindungen in funktionale Raster.

In der Praxis führt Weber dabei mitten hinein in „Liebesgeschichten“ mit den Elementen der Natur, mit der Luft (und ihrer Tragfähigkeit), mit dem Wasser und seinen sanften Berührungen (Berührungen sind ja eines der Kernelemente jeder Erotik) und vielen anderen natürlichen Elementen mehr.

Wobei in allen Hinführungen und konkreten Beispielen Weber die Auffassung des Lebens „als eines zusammenhängenden Netzes von Beziehungen“ betont und mannigfaltig beschreibt. Verbunden mit dem (inneren wie äußeren) „Lachen“ als „Stimme des Glücks“.

Sicher ist die Sprache des Buches, gerade für eher nüchtern veranlagte Leser, gewöhnungsbedürftig und wirkt an manchen Stellen schwülstig bis kitschig oder ein stückweit zu esoterisch „bewusst“ angehaucht.

Aber es lohnt sich, sich auf die dahinter liegenden Gedankengänge einzulassen, denn der mitschwingenden Verweis auf die zunehmende Bindungslosigkeit und Isolierung des Menschen (zumindest in den modernen industriellen Gesellschaften), die nicht nur das Erleben der Natur betrifft, sondern mehr und mehr auch tief im zwischenmenschlichen Beziehungsgeflecht seine (trennenden) Spuren hinterlässt, benennt präzise eine Entwicklung, die offenkundig keine sonderlich konstruktiven Folgen nach sich zieht (betrachtet man allein nur die zunehmende, allgemein Gewalttätigkeit oder die Etikettierung so ziemlich jeden Lebensbereiches vor allem mit Preisschildern).

Eine interessante Lektüre, auch wenn man Weber nicht in allen „äußeren“ Beispielen „innerlich“ folgen möchte.

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L

Rezension zu "Rotes Sofa" von Andreas Weber

Rezension zu "Rotes Sofa" von Andreas Weber
Lese_suchtvor 7 Jahren

„Rotes Sofa – Inklusive Taxigeschichten“ von Andreas Weber ist eine Sammlung lustiger und anekdotischer Kurzgeschichten und Erzählungen, von der verschwundenen WG-Mitbewohnerin Annegret, von den Gedanken vieler, unbewusst in Korrelation stehender Personen – morgens um acht in Deutschland, von der Natur und natürlich inklusive humorvoller Taxigeschichten, so wie das Leben sie schreibt. Das Buch ist so vielfältig wie schlicht geschrieben und gibt alltägliche Geschichten auf skurrilste Weise wieder.
Fazit: Setzt euch entspannt auf’s Rote Sofa, schaut euch Kung-Fu-Filme an und lest dabei Andreas Webers Buch!

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