Andreas Weber Alles fühlt

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Inhaltsangabe zu „Alles fühlt“ von Andreas Weber

Seit jeher erklärt uns die Wissenschaft: Alle Lebewesen werden von Reflexen und Genen gesteuert. Doch was ist mit den Gefühlen? Lassen sie sich mit der Naturwissenschaft vereinbaren? Klar und packend erläutert Andreas Weber die Revolution der Lebenswissenschaften: Tiere und Pflanzen sind inniger mit uns verwandt, als wir jemals vermutet hätten. An ihnen erfahren wir zentrale Dimensionen unserer Gefühle. Daraus ergibt sich eine brisante Erkenntnis: Nur wenn wir die Natur bewahren, werden wir unsere eigene Humanität und Freiheit retten können.

Eines meiner Lieblingsbücher, das in leisen Klängen die Wahrheit des menschlichen Dilemmas hinausbrüllt.

— GuidoVobig

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  • Rezension zu "Alles fühlt" von Andreas Weber

    Alles fühlt

    Kaivai

    23. March 2007 um 20:59

    "In der schöpferischen Ökologie finden wir das Seelische überall.Jedes Ereignis hat eine Bedeutung für den lebenden Zusammenhalt des Körpers.Jeder Kontakt zur Welt errfolgt im Gefühl." Alles was lebt fühlt.Die Welt des Lebendigen wird im Inneren vom Fühlen bestimmt.Von außen betrachtet sehen wir unzählige Subjekte die ihrem Fühlen folgen.Das ist das warme Bild der Welt,das Andreas Weber in seinem Buch entwirft und er setzt es dem kalten Bild entgegen,das speziell in der neo-darwinistischen Biologie vorherrscht.Dort geht es um objektive Faktoren welche all die fühlenden Subjekte nur als Mittel zum Zweck benutzen.Bei Weber sind die Subjekte das objektive.Subjektiv objektiv ist auch seine Art zu schreiben.Wir folgen ihm zu den Stationen seines Lebens als Wissenschaftler und schauen und hören ihm zu,wie er in Estland oder Äthiopien oder da und dort aus den Pflanzen seiner Erinnerung einen Garten voller Erkenntnis schafft.Das ist sehr schön zu lesen und "Schönheit ist Heilung"."Heilung" heißt das sechste und letzte Kapitel seines Buches: dort wird ein gequälte Kaninchen zur Metapher und die Heilung verspricht sich Andreas Weber davon,daß in der Wissenschaft ein Umdenken von unten nach oben geschieht, daß nicht mehr die Objekte der Maßstab sind,an dem die Wirklichkeit gemessen wird,sondern die Subjekte und mit ihnen die Bedeutungen und die symbolischen Bezüge und mittendrin die Gefühle. "Es scheint,dass sowohl Quantenereignisse als auch Symbolbezüge jeweils Unterklassen einer noch tiefer als diese liegenden Verbundenheit sein könnten.Diese für uns unverständliche Matrix wäre der Leib der Welt,den wir offenbar nur in seinen Wirkungen,nicht in seinem Grundstoff kennenlernen können.Aber diese Matrix -gewissermaßen der Ozean des Seins- ließe sich dann eher nach dem Maßstab der Bedeutungen verstehen und weniger als in viele einzelne,nur mechanisch-kausal miteinander verbundene Ereignisse aufgetrennt.Die Tendenz zur >Widerspiegelung< (Rubinstein),von der wir schon gesprochen haben,wäre der eigentliche Grundcharakter. Vielleicht wird die Wissenschaft entsprechend einmal einen umgekehrten Reduktionismus propagieren und feststellen,dass auch Ursache-Wirkung-Ketten letzlich Symbole sind."

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