Projekt: Atlantis

von Andreas Wilhelm 
4,1 Sterne bei47 Bewertungen
Projekt: Atlantis
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darkchyldes avatar

Gelungener Abschluss der Projekt-Trilogie, der allerdings um einiges phantastischer und technischer ausgefallen ist, wie die Vorgänger.

Hier gefiel mir das Switchen zwischen den verschiedenen Handlungssträngen gar nicht und hat den Lesefluss ein wenig gehemmt. Ansonsten wiede...

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Inhaltsangabe zu "Projekt: Atlantis"

Knisternde Spannung, packende Action und geheimnisvolle Mystik in der Tiefsee

Ein uralter Mayacodex und ein verloren geglaubtes Schriftstück von Platon veranlassen das ungleiche Forscherteam Peter Lavell und Patrick Nevreux zu einer abenteuerlichen Expedition. Nordöstlich der Bahamas suchen sie in mehr als 3 000 Metern Tiefe nach Atlantis. Bald schon heften sich zwielichtige Gestalten an ihre Fersen. Dennoch wagen sie eine gefährliche Tauchfahrt in ein riesiges Höhlensystem, das endlich alle Fragen um die rätselhaften Archive des Wissens beantworten könnte …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442374540
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:14.06.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    darkchyldes avatar
    darkchyldevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gelungener Abschluss der Projekt-Trilogie, der allerdings um einiges phantastischer und technischer ausgefallen ist, wie die Vorgänger.
    Alles hat ein Ende...

    Alles hat ein Ende…

    …so auch die sehr unterhaltsame und spannende Projekt-Trilogie von Andreas Wilhelm.

    Während wir in PROJEKT: BABYLON den beiden höchst sympathischen Hauptcharakteren Peter Lavell (britischer Historiker) und Patrick Nevreux (Ingenieur, Abenteuer und Schatzsucher) nach Frankreich folgten, begaben wir uns in Teil 2, dem PROJEKT: SAKKARA, in Ägypten auf die Spuren des Pharaos Echnaton. Im vorliegenden 3. Teil, dem PROJEKT: ATLANTIS, finden nun alle Handlungsstränge zusammen und offene Fragen werden beantwortet.

    Worum es in diesem Teil geht:

    Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit das ungleiche Forscherduo Peter Lavell und Patrick Nevreux ihr letztes gemeinsames Abenteuer in Ägypten überstanden hat. Aber immer noch beschäftigt sie eine Frage: Gibt es eine Quelle der Weisheit, die alle alten Kulturen beeinflusst hat? Nachdem Patrick mitten im Urwald auf ein goldenes Buch mit unbekannten Schriftzeichen stößt und Peter in alten Schriftrollen neue Hinweise auf Atlantis findet, setzen die beiden alles auf eine Karte: sie chartern ein Forschungsschiff und stürzen sich in ein neues Projekt. Auf und unter dem Meer…

    Wenngleich dieser letzte Teil wesentlich technischer und vor allem auch phantastischer daherkommt, als die beiden Vorgänger, blieb der Schreibstil doch flüssig und leicht verständlich. Die Trilogie als Ganzes betrachtet ist eine gelungene und spannende Kombination aus alter Geschichte, ein wenig Indiana Jones, Mystik und Abenteuer. Gerade die Mischung aus gut recherchierten Fakten und Fiktion macht sehr viel Spaß. Am Ende der Bücher findet sich jeweils ein Kapitel, in dem der Autor darüber aufklärt, was wissenschaftlich belegt und was seiner Phantasie entsprungen ist. Muss man natürlich nicht lesen, ich persönlich fand das aber sehr interessant und habe dadurch einige Dinge entdeckt, über die ich mich im Anschluss noch genauer informiert habe.

    Punktabzug gab es lediglich dafür, dass mir in allen 3 Teilen manche Dinge dann doch zu vorhersehbar waren. Die eine oder andere überraschende Wendung hätte der Gesamtgeschichte ganz gut getan. Ansonsten kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!

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    Manfred_SHs avatar
    Manfred_SHvor 6 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Mit Atlantis endet nun die Trilogie (Babylon, Sakkara, Atlantis). All das Rätselraten hat nun ein Ende. Wenn in den beiden Büchern zuvor noch nicht klar wird, um was es sich wirklich handelt, so hat es hier eine zufriedenstellende Auflösung. Unsere Hauptpersonen gelangen dahin, wo sie hingelangen sollten.
    Doch zuvor haben sie spannende Abenteuer und Erkundungen zu überstehen. Das Buch liest sich flüssing und durchgehend spannend. Jagerei und Ballerei kommt erst ganz zum Schluss vor und störte mich nur gering. Abgesehen von den besonderen Verhältnissen gab es noch ein paar Ungeremtheiten, die rein physikalisch nicht funktionieren können. Aber das störte nicht weiter, sodass ich die Trilogie als ein gelungenes Werk beurteilen kann und es gern gelesen habe.
    Wie in den anderen beiden Büchern, lernt man auch hier und wer möchte erkundigt sich dann noch tiefer.
    In jedem Fall empfehlenswert!

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    wildfires avatar
    wildfirevor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    hiermit findet die projekt-trilogie ein passendes ende. patrick nevreux und peter lavell finden unabhängig von einander hinweise wo atlantis zu suchen ist. hier in dem buch finden sie es tatsächlich,obwohl reichlich phantastisch und utopisch geschrieben. aber nichtsdestotrotzdem eine spannende geschichte. auch wenn man heute weiß das atlantis vermutlich troja (oder eine andere antike zivilisation)war. die im buch kurz erwähnten christlichen fundamentalisten(kreationisten) sind keine erfindung des autoren,die gibts wirklich,vornämlich in den usa(wikipedia).

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    HelgaRs avatar
    HelgaRvor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    3.Teil der Trilogie um Prof.Peter Lavell und Patrick Nevreux.
    Ich bin sehr traurig, dass nun die Reise mit Peter und Patrick zu Ende ist, ich hätte sehr gerne noch weiter mit ihnen geforscht. Wieder ein wunderschönes Cover und auch die Innenseiten der Buchdeckel, welche genau zum Inhalt des Buches passen.

    Auch im dritten Teil ist der Anfang teilweise etwas langatmig, da es vorrangig um die wissenschaftlichen Aspekte geht, aber danach nimmt die Spannung so rasant zu, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.

    Eine fantastische Geschichte, in der Nähe der Bahamas, um die Suche nach dem sagenumwobenen Atlantis. Prof. Peter Lavell und Patrick Nevreux versuchen mit Tauchgängen dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Aber sie sind natürlich wieder einmal nicht alleine, das US-Militär lässt sie nicht aus den Augen, der Kubaner Nuno Gonzáles ist hinter den Schätzen her und eine eigenwillige Journalistin will eine Story über die Expedition schreiben.

    Diese Geschichte hat mich total gefesselt, die Realität ist mit der Fiktion so wunderbar kombiniert, dass man richtig darin versinkt. Peter und Patrick, wie immer ein wunderbares Gespann, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kommt. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen, über die ich mich sehr gefreut habe.

    Die Welt unter Wasser ist einfach so fantastisch beschrieben, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufgetaucht wäre. Der sogenannte rote Faden hat sich durch alle drei Bände gezogen. Am Ende des Buches war ich glücklich und traurig zugleich und ich bedaure es sehr, dass es keine Fortsetzung mehr gibt. Bin aber schon sehr auf das neue Buch gespannt.

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    Todesroses avatar
    Todesrosevor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Selten stand ich so unschlüssig, so ratlos einem Buch, oder besser einem leeren Blatt Papier ( das noch eine Rezi werden will) gegenüber!
    Eigentlich bin ich A.Wilhelm sehr positiv gesonnen. Ich war überrascht, wie gut, logisch und doch phantasiereich ein deutscher Autor ein Fantasybuch schreiben kann und daraus sogar eine Mini- Reihe macht.Zwar mussten schon bei Projekt Sakkara einige kleine Abstriche gegenüber seinem Erstling Projekt Babylon gemacht werden. Dies war aber absolut hinnehmbar, weil immer noch gut und unterhaltsam geschrieben.
    Beim Abschluß der Trilogie , also bei Projekt Atlantis,hatte ich den Eindruck, es wären zwei Autoren am Werk. Ich quälte mich bis zur Hälfte des Buches durch, um es dann ge- und entnervt ins Regal zu stellen. Was sollte das? Wollte Wilhelm Schätzing schlecht und langweilig nachmachen?Bis dato war ich völlig enttäuscht. Aber irgendwie ließ es mich einfach nicht in Ruhe.
    Und siehe da, Wilhelm,wie ich Ihn schätze, war wieder da! Spannung,mystische Fantasy und endlich wieder handfeste und überzeugende Charaktere. Warum nicht gleich so?
    Schlußfazit : Trotz ärgerlicher Schwächen im dritten Teil immer noch eindeutig zu empfehlen. Kaum ein junger deutscher Autor weckt soviel Hoffnung, das das Fantasygenre auch hierzulande eine erfolgreiche und spannende Zukunft hat.
    Und das ist doch auch schon viel, also wiedereinmal:
    Lesen -Nachdenken- Genießen!

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    ciceros avatar
    cicerovor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Phantastisches Ende einer spannenden Suche - pro und contra:
    .
    Rezension bezieht sich auf: Projekt: Atlantis: Roman (Gebundene Ausgabe)
    Das Forscherduo Peter und Patrick, wie immer ergänzt um eine Frau, macht sich in diesem dritten und letzten Band der Projekt-Trilogie dazu auf, das letzte und größte Geheimnis zu ergründen: Atlantis.
    .
    Da das Thema Atlantis im Gegensatz zu Templern oder Ägyptern z.Z. noch wenig real vorzuzeigende Substanz aufzuweisen hat, weitet sich die Story dieses Mal zu einer phantastischen Geschichte aus, die eines Jules Verne würdig gewesen wäre (man denkt unwillkürlich an "20000 Meilen unter dem Meer" oder die "Reise zum Mittelpunkt der Erde"). Leider geht dabei ein wenig der Zauber verloren, der in den beiden ersten Bänden davon ausging, dass das Mystische sich sehr eng in das Bekannte und Erforschte einbettete. Die Gratwanderung zwischen Wissenschaft, Pseudo-Wissenschaft und Esoterik wurde in diesem dritten Band leider deutlich verfehlt.
    .
    Es ist aber dennoch eine grandiose Abenteuergeschichte. Gut gefallen hat auch die realistische Darstellung eines Meeresforschungsprojektes: Das Schiff, die Technik, die Mannschaft, die Organisation. Auch das Verhalten der Medien wurde gut getroffen. Ganz amüsant war die Darstellung typischer Phänomene, wie es sie in der real existierenden Atlantis-Forschung tatsächlich gibt: Die Skeptiker, die Spinner, die Hochstapler, die verkannten Seriösen, die Selbstzweifel, die Euphorie, und noch einmal: die Medien und ihr ganz spezieller Blinkwinkel.
    .
    In einem Punkt stiftet der Autor unnötig Verwirrung (Nachwort): Das Atlantis des Romans entspricht zwar durchaus einem Teil des Mythengeflechts, das sich im Laufe der Jahrhunderte um das Thema Atlantis gesponnen hat - aber es wäre erwähnenswert gewesen, dass dieses Atlantis natürlich nicht dem originalen, von Platon beschriebenen Atlantis entspricht. Im Roman wurde vielmehr auf Vorstellungen von Atlantis zurückgegriffen, wie sie Ignatius Donnelly, mehr noch, wie sie Esoteriker und Theosophen im Laufe der Zeit sich frei zusammengedichtet haben. Wer sich hingegen auf eine realistische Weise mit dem originalen Atlantis des Platon beschäftigen möchte, dem sei z.B. folgendes Buch empfohlen: Thorwald C. Franke: Mit Herodot auf den Spuren von Atlantis - Könnte Atlantis doch ein realer Ort gewesen sein?
    .
    Weitere Schwächen sind:
    .
    Das Verhalten des Kommandanten des Marine-Stützpunktes ist unrealistisch: Es ist kaum anzunehmen, dass ein professioneller Soldat nicht misstrauisch wird, wenn ein Außenstehender plötzlich über militärische Interna Bescheid weiß - und als Familienvater praktisch seine ganze Karriere aufs Spiel setzt, vielleicht sogar Gefängnis riskiert.
    Etwas unlogisch war, dass die dunkle Trennschicht diesmal für die Elektronik durchlässig war. Diese für den Fortgang der Handlung wichtige Frage hätte man anders umschiffen müssen.
    Ebenfalls etwas schwach motiviert war die Auffindung nicht von einer, sondern gleich von zwei Textquellen zu Atlantis. Wie es aussieht, hätte die aus Alexandria vollkommen genügt. Wozu dann die andere?
    In Projekt Atlantis führen plötzlich vier Brücken zum Zentrum von Atlantis, während in den ersten beiden Bänden der Grundriss der Anlage nur einen solchen Zugang zum Zentrum aufweist, wie es ja auch der Beschreibung Platons entspräche.
    Etwas enttäuschend war, dass keine näheren Inhalte aus dem vollständigen Manuskript des Platon-Dialoges Kritias präsentiert wurden. Man kann nicht die Auffindung einer so heißen Textquelle postulieren, aber dann kaum daraus zitieren.
    Schließlich kann man noch den philosophischen Gehalt der Trilogie beleuchten: Alles in allem gut gemeint, aber doch etwas seicht. Liebe, Mitmenschlichkeit und Verantwortung als Werte sind ja nicht ganz neu. Problematisch wird es mit dem Motto "Wage zu wissen": Denn Wissen erschließt sich dem Menschen in der realen Welt nicht aus telepathischen Archiven, sondern aus langwierigen Lern- und Denkanstrengungen, die teils harte Desillusionierungen und Enttäuschungen erfordern. Von einer solchen realistischen Erkenntnisphilosophie war aber kaum etwas zu sehen. Am beeindruckendsten war vielleicht die Verwandlung von Patrick im zweiten Band, die im dritten Band dann leider etwas unterging.
    .
    Alles in allem:
    .
    Die Projekt-Trilogie von Andreas Wilhelm ist ungeachtet gewisser Schwächen längst dabei, ein Kult zu werden wie die Bücher von Dan Brown. Es ist die Spannung der bildungsschwangeren Schnitzeljagd in mysteriösen Gefilden, die es wohl ausmacht. Formal ist da außerdem nicht nur die Prägung von wiederkehrenden Motiven in den drei Romanen, sondern es ist auch die Homepage mit Trailer und eigens komponierter Musik: Man kann es kaum erwarten, bis man im Kinosessel sitzt, die Werbung vorbei ist, der Saal noch ein wenig dunkler wird, der Vorhang noch ein Stück weiter zur Seite rückt, und dann in völliger Dunkelheit diese Musik zu erklingen beginnt ... - was ein Feeling!

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    ciceros avatar
    cicerovor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Phantastisches Ende einer spannenden Suche - pro und contra: Das Forscherduo Peter und Patrick, wie immer ergänzt um eine Frau, macht sich in diesem dritten und letzten Band der Projekt-Trilogie dazu auf, das letzte und größte Geheimnis zu ergründen: Atlantis.

    Da das Thema Atlantis im Gegensatz zu Templern oder Ägyptern z.Z. noch wenig real vorzuzeigende Substanz aufzuweisen hat, weitet sich die Story dieses Mal zu einer phantastischen Geschichte aus, die eines Jules Verne würdig gewesen wäre (man denkt unwillkürlich an "20000 Meilen unter dem Meer" oder die "Reise zum Mittelpunkt der Erde"). Leider geht dabei ein wenig der Zauber verloren, der in den beiden ersten Bänden davon ausging, dass das Mystische sich sehr eng in das Bekannte und Erforschte einbettete. Die Gratwanderung zwischen Wissenschaft, Pseudo-Wissenschaft und Esoterik wurde in diesem dritten Band leider deutlich verfehlt.

    Es ist aber dennoch eine grandiose Abenteuergeschichte. Gut gefallen hat auch die realistische Darstellung eines Meeresforschungsprojektes: Das Schiff, die Technik, die Mannschaft, die Organisation. Auch das Verhalten der Medien wurde gut getroffen. Ganz amüsant war die Darstellung typischer Phänomene, wie es sie in der real existierenden Atlantis-Forschung tatsächlich gibt: Die Skeptiker, die Spinner, die Hochstapler, die verkannten Seriösen, die Selbstzweifel, die Euphorie, und noch einmal: die Medien und ihr ganz spezieller Blinkwinkel.

    In einem Punkt stiftet der Autor unnötig Verwirrung (Nachwort): Das Atlantis des Romans entspricht zwar durchaus einem Teil des Mythengeflechts, das sich im Laufe der Jahrhunderte um das Thema Atlantis gesponnen hat - aber es wäre erwähnenswert gewesen, dass dieses Atlantis natürlich nicht dem originalen, von Platon beschriebenen Atlantis entspricht. Im Roman wurde vielmehr auf Vorstellungen von Atlantis zurückgegriffen, wie sie Ignatius Donnelly, mehr noch, wie sie Esoteriker und Theosophen im Laufe der Zeit sich frei zusammengedichtet haben. Wer sich hingegen auf eine realistische Weise mit dem originalen Atlantis des Platon beschäftigen möchte, dem sei z.B. folgendes Buch empfohlen: Thorwald C. Franke: Mit Herodot auf den Spuren von Atlantis - Könnte Atlantis doch ein realer Ort gewesen sein?

    Weitere Schwächen sind:

    Das Verhalten des Kommandanten des Marine-Stützpunktes ist unrealistisch: Es ist kaum anzunehmen, dass ein professioneller Soldat nicht misstrauisch wird, wenn ein Außenstehender plötzlich über militärische Interna Bescheid weiß - und als Familienvater praktisch seine ganze Karriere aufs Spiel setzt, vielleicht sogar Gefängnis riskiert.
    Etwas unlogisch war, dass die dunkle Trennschicht diesmal für die Elektronik durchlässig war. Diese für den Fortgang der Handlung wichtige Frage hätte man anders umschiffen müssen.
    Ebenfalls etwas schwach motiviert war die Auffindung nicht von einer, sondern gleich von zwei Textquellen zu Atlantis. Wie es aussieht, hätte die aus Alexandria vollkommen genügt. Wozu dann die andere?
    In Projekt Atlantis führen plötzlich vier Brücken zum Zentrum von Atlantis, während in den ersten beiden Bänden der Grundriss der Anlage nur einen solchen Zugang zum Zentrum aufweist, wie es ja auch der Beschreibung Platons entspräche.
    Etwas enttäuschend war, dass keine näheren Inhalte aus dem vollständigen Manuskript des Platon-Dialoges Kritias präsentiert wurden. Man kann nicht die Auffindung einer so heißen Textquelle postulieren, aber dann kaum daraus zitieren.
    Schließlich kann man noch den philosophischen Gehalt der Trilogie beleuchten: Alles in allem gut gemeint, aber doch etwas seicht. Liebe, Mitmenschlichkeit und Verantwortung als Werte sind ja nicht ganz neu. Problematisch wird es mit dem Motto "Wage zu wissen": Denn Wissen erschließt sich dem Menschen in der realen Welt nicht aus telepathischen Archiven, sondern aus langwierigen Lern- und Denkanstrengungen, die teils harte Desillusionierungen und Enttäuschungen erfordern. Von einer solchen realistischen Erkenntnisphilosophie war aber kaum etwas zu sehen. Am beeindruckendsten war vielleicht die Verwandlung von Patrick im zweiten Band, die im dritten Band dann leider etwas unterging.

    Alles in allem:

    Die Projekt-Trilogie von Andreas Wilhelm ist ungeachtet gewisser Schwächen längst dabei, ein Kult zu werden wie die Bücher von Dan Brown. Es ist die Spannung der bildungsschwangeren Schnitzeljagd in mysteriösen Gefilden, die es wohl ausmacht. Formal ist da außerdem nicht nur die Prägung von wiederkehrenden Motiven in den drei Romanen, sondern es ist auch die Homepage mit Trailer und eigens komponierter Musik: Man kann es kaum erwarten, bis man im Kinosessel sitzt, die Werbung vorbei ist, der Saal noch ein wenig dunkler wird, der Vorhang noch ein Stück weiter zur Seite rückt, und dann in völliger Dunkelheit diese Musik zu erklingen beginnt ... - was ein Feeling!

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    cvcoconuts avatar
    cvcoconutvor 8 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Wahrscheinlich der beste, der drei Teile. Ich hab ihn regelrecht verschlungen. War nur traurig, das damit die Geschichte der beiden Professoren zu Ende sein soll.

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    andreadresslers avatar
    andreadresslervor 9 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Leider nicht mehr so fesselnd wie die zwei "Vorgänger " dieser Triologie !
    Trotzdem immer noch lesenswert !

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Projekt: Atlantis" von Andreas Wilhelm

    Peter Lavell und Patrick Nevereux stecken also in ihrem dritten (und leider auch letzten) Abenteuer, das sie wieder einmal zum Wissen der Menschheit und zu sehr alten Kulturen führt... Zugegeben, dieser Teil lag mir thematisch noch einen Tick besser als der Vorgänger, bei dem das Abenteuer in Ägypten spielt. Hier also kommen Peter und Patrick in den westlichen Atlantik, nahe dem Bermudadreieck, und forschen nach Hinweisen auf eine längst vergangene Kultur, die des angeblich versunkenen Atlantis'.
    Natürlich geraten die beiden wieder in allerlei seltsame Umtriebe, stoßen auf unfreundliche Zeitgenossen und sogar das US-amerikanische Militär, doch ihr Entdeckungs- und Forschergeist gibt auch dieses Mal nicht auf! Und so kann man sie bei äußerst erstaunlichen Entdeckungen begleiten...

    Das Buch ist sehr spannend und enthält meines Erachtens genau die richtige Mischung aus einem alten Mythos, spannenden Abenteuern, filmreifer Action und echter Wissenschaft. Die alte Legende um das versunkene Atlantis wird erzählt, ihre erste Nennung durch Platon in seinen Texten Kritias und Timaios 'erklärt', aber auch die Verklärung des Ganzen zu allerlei esoterischen Vermutungen. So wurde immerhin mein Interesse an dieser uralten Geschichte (wieder) geweckt - und das finde ich für ein Buch, an das ich mit Unterhaltungsinteresse herangehe, schon erstaunlich. Zudem finde ich, dass "Projekt Atlantis" ein sehr gelungenes Ende für die Trilogie um Peter und Patrick findet - auch wenn ich - ja, ich gestehe Wink - ein wenig traurig bin, dass es nicht weiter geht.
    FAZIT: Für mich eine sehr gelungene Variante des (modernen) Abenteuerromans!
    Und als kleiner Hinweis: wer noch keinen Band der Projekt-Trilogie gelesen hat, die/der ist besser beraten, sich an die Reihenfolge zu halten. 'Projekt Atlantis' lässt sich zwar eigenständig lesen, aber man nimmt sich dabei sehr viel vom Vergnügen, da in jedem Band der Faden um das Wissen der Menschheit wieder aufgegriffen wird...

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