Wassermanns Zorn

von Andreas Winkelmann 
4,1 Sterne bei233 Bewertungen
Wassermanns Zorn
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Positiv (180):
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Dieser Thriller macht Lust auf mehr

Kritisch (10):
SaskiaFFMs avatar

Ende nicht überzeugend und der Schreibstil lag auf dem Niveau eines Groschenromans. War echt enttäuscht...:-(

Alle 233 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Wassermanns Zorn"

Er will spüren, wie du dich windest. Wie du zuckst. Wie du stirbst.

Er ist der Wassermann. Und er will mit dir tanzen.

Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit einem Prostituiertenmord befassen. Die Leiche liegt eingekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses. Auf dem Bauch der Toten ist ein Name eingebrannt. Eine grausige Botschaft an Kriminalhauptkommissar Stiffler, Manuelas Chef. Deren Eifer, den Fall aufzuklären, wird nicht von allen gern gesehen.

Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor Manuelas Augen. Eine unsichtbare Macht zieht das Opfer auf den See hinaus. Was wartet unten in der Tiefe?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499258534
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.02.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.08.2012 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Aglayas avatar
    Aglayavor 10 Monaten
    Zäher Krimi mit unrealistischer Wendung


    Eine Prostituierte wird ermordet aufgefunden, auf ihrem Körper eine Grussbotschaft an den Polizisten Stiffler. Was hat er mit dem Mörder zu tun, und kann er ihn aufhalten, bevor er erneut zuschlägt?

    Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive in der dritten Person erzählt. Durch die Perspektivenwahl erhält der Leser Einblick in die Gefühle und Gedanken der Figuren, ohne aber sonderlich viel zu erfahren, da dem Leser viele Tatsachen lange vorenthalten werden. Ich dachte sogar über lange Zeit hinweg, dass ich einen Vorgängerband mit mehr Infos verpasst hätte, da mit wichtige Fakten fehlten, respektive die erst spät kamen. Wirklich anfreunden konnte ich mich nur mit wenigen Figuren. Vorallem der leitende Ermittler Eric Stiffler war mit gleich von Beginn weg unsympathisch. Er ist ein sexistischer Macho, der wichtige Erkenntnisse vor seinen Kollegen verschweigt und die Ermittlungen manipuliert (gegen Ende des Krimis wird auch klar, weshalb). Bei der Gestaltung der Figur hatte der Autor wohl einige Filme im Kopf, so heisst er gleich wie eine der Figuren aus "American Pie" und kann es wie Marty McFly aus "Back to the Future" nicht ausstehen, wenn ihn jemand einen Feigling nennt. Die Polizei-Neueinsteigerin Manuela Sperling fand ich zu Beginn ganz nett, ihr ewiges Geplapper und ihre nervöse Art gingen mir aber bald auf die Nerven. Am besten hat mir noch der Taxifahrer Frank gefallen, auch wenn der wohl die unrealistischste Figur war: welche Behörde würde wohl einen Narkoleptiker, der immer wieder ohne Vorwarnung plötzlich ohnmachtsgleich einschläft, als Taxifahrer arbeiten lassen?!

    Die Handlung ist aus drei Strängen zusammengesetzt, die sich nach und nach ineinander verflechten. Da geht es einerseits natürlich um die Ermittlungen zum Mord an der Prostituierten, andererseits um den Taxifahrer Frank und drittens um die Vergangenheit des titelgebenden "Wassermanns". Zwischen den Strängen gibt es viele recht abrupte Szenenwechsel, die das Verständnis etwas schwierig gestalteten. Zur Auflösung gibt es noch eine grosse Wende in der Geschichte, die ich aber ziemlich an den Haaren herbeigezogen fand und mich nicht überzeugen konnte. Auch der Mörder konnte mich nicht begeistern, er wird mit so übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet, dass er schlussendlich anstatt beängstigend nur noch lachhaft wirkt. Bis es aber so weit ist und der Fall aufgeklärt wird, muss sich der Leser erst noch durch die ziemlich zähe Geschichte kämpfen, die sich ohne grosse Spannung in die Länge zieht.

    Der Schreibstil des Autors Andreas Winkelmann lässt sich flüssig lesen, auch wenn mich die übergangslosen Szenenwechsel wie erwähnt öfters ins Stocken gebracht haben und die Namen der Figuren stellenweise nervig oft genannt wurden. A propos Namen: ein Kollege der Ermittler heisst Andreas Bader. Auch wenn sich der RAF-Terrorist anders geschrieben hat, wirkt die Aussage "den Namen habe ich noch nie gehört" doch unfreiwillig komisch.

    Mein Fazit
    Zäher Krimi mit unrealistischer Wendung zum Schluss.

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    Frau-Aragorns avatar
    Frau-Aragornvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieser Thriller macht Lust auf mehr
    Nie wieder werde ich unbedacht in einem See schwimmen

    Der Wassermann holt sich junge, blonde Frauen, um mit ihnen zu baden. Ihnen bleibt nur der Tod, ihm die Rache. Denn mit dem Töten allein erklärt sich seine Motivation nicht. Das einzige was er will ist Rache an Erik Stiffler, dem Polizist, der sein Leben zerstört hat.

     

    Dies war mein erstes Buch von Andreas Winkelmann, mein letztes wird es nicht gewesen sein.

    Der  Spannungsaufbau dieses Thrillers erfolgt nach einem sehr eignen Stil: Oft sind hintereinanderliegende Kapitel scheinbar miteinander verknüpft und erst wenn man ein paar Zeilen gelesen hat, merkt man, dass sich die Handlung auf einen anderen Protagonisten an einen anderen Ort verlegt hat. Ich finde das erfrischend und es erzeugt kurzfristig eine sehr hohe Spannung, die dadurch noch verstärkt wird, dass man wieder ein Weilchen lesen muss, um die Handlung beim ersten Protagonisten weiterzuverfolgen.

    Auch insgesamt herrscht in diesem Thriller ein gut aufgebauter Spannungsbogen und das Ende ist sowohl überraschend, als auch fesselnd.

    Durch die wechselnde Sicht der Protagonisten wird dieses Gefühl, dass die Handlung sich aufeinander zubewegt und letztendlich eskaliert noch verstärkt. Wirklich gut und interessant gemacht.

    Bei den Protagonisten liegt aber auch wirklich das einzige kleine Manko, was mich dazu bringt nur vier Sterne statt fünf zu geben. Bezüglich der Polizistin Manuela finde ich die Darstellung gut und sympathisch, allerdings auch unauthentisch, da sie für ihr Alter einfach schon viel zu viel von sich hält. Außerdem ist ihr schnelles Aufsteigen in der Mordkommission zu unrealistisch für ihr Alter. Erik Stiffler ( und sorry: Wie kann man einem Protagonisten einen solch verbrauchten Namen geben?!? Unglückliche Wahl) hingegen ist einfach ein riesen Arschloch, an das man sich emotional überhaupt nicht binden kann. Die Szenen um Frank und Lavinia haben emotional das Buch gerettet.

    Was mich auch ein wenig gestört hat, ist dass man überhaupt nicht weiß, wo das Buch spielt. 

    Die Sicht des Täters fand ich gut gemacht und nachhaltig unglaublich gruselig. Nie wieder werde ich ein stehendes Gewässer mit den selben Augen sehen können, wie vor dem Buch.

     

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    Leseherzs avatar
    Leseherzvor einem Jahr
    Fang den Wassermann

    Eine junge Polizistin kommt in ein Ermittler-Team und befasst sich gleich mit einem Prostiuiertenmord. Doch für Manuela Sperling ist dies kein einfacher Start – nicht nur weil es gleich diese Art von Mord ist, sondern der leitende Kopf des Teams, Eric Stiffler, versucht sie auszuboten. Doch sie will den Fall lösen, stößt jedoch auf Gegenwehr, als eine weitere Leiche gefunden wurde.

    Währenddessen sucht Frank Engler eine junge Frau und spürt, dass sie in Gefahr ist. Auch er gerät in Lebensgefahr, als er auf Manuela Sperling und den beiden Kollegen übern Weg läuft.

    Können sie den Wassermann aufhalten, der in einem See sein Unwesen treibt?

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor 3 Jahren
    Wassermanns Zorn

    Eine eigentlich gute Kriminalgeschichte, die dann aber doch ein paar Punkte aufwies, die sie für mich deutlich schlechter werden ließ.

    Die Mordserie und auch die Hintergründe der Taten und das Motiv des Täters fand ich vollkommen logisch und auch gut durchdacht. Zumal es in diesem Fall sehr passend war, dass man immer wieder in Bruchstücken den Täter, als auch seine Vergangenheit kennenlernt. Eigentlich mag ich es nämlich nicht, zu früh schon den Täter zu kennen und zu viel über ihn zu wissen, aber in diesem Fall kamen die Informationen in genau der richtigen Dosierung.

    Von diesem Punkt her fand ich den Roman auch ziemlich gelungen und interessant gemacht. Anders war es aber mit den Kommissaren, da ich die Idee hinter diesen, beziehungsweise ihrem Verhalten eher komisch fand.

    Zu Beginn war ich beispielsweise fest überzeugt, dass Eric Stiffler der Protagonist sein wird und auch stärker im Fokus steht, da er doch eher aufwendig eingeführt wird. Die Wandlung seiner Rolle im Lauf des Romans, die ich einfach nicht wirklich gelungen fand und wodurch der Roman für mich nicht ganz so gut wurde, war einfach seltsam und zu brachial und erreichte damit, dass ich den Roman weniger stimmig fand. Vom Charakteraufbau her war der Roman jedoch wieder ziemlich gelungen, da diese meist doch eine sehr eigene Persönlichkeit hatten und nicht einfach nur nach Schema F gestaltet wirkten. Und bei manchen von ihnen habe ich auch noch so manche Überraschung erleben dürfen, die ich so nie erwartet hatte und die auch irgendwie stimmig war.

    Auch wenn mir im Roman ein paar Kleinigkeiten missfallen haben, war er dennoch spannend und das Lesen hat mir auch Spaß gemacht, obwohl ich das Ende dann doch ebenso wie Eric Stiffler etwas seltsam und nicht 100% stimmig fand. Aber auf jeden Fall ein Krimi, den man gut lesen kann, auch wenn er nichts Besonderes ist.

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    gagamauss avatar
    gagamausvor 3 Jahren
    der zornige Wassermann

    Melanie Sperling ist neu bei der Mordkommission. Und wie ein Spatz ist sie wendig, aufmerksam, frech und neigt zum Plappern. Schnell muss sie erkennen, dass ihr neuer Chef, Hauptkommissar Stiffler, nicht nur körperlich keinen Arsch in der Hose hat. Dem Alkohol durchaus zugetan ist er zu allem Übel auch noch einer dieser Typen von der alten Schule, die glauben, Frauen hätten nichts bei den Mordermittlungen verloren. Und nicht nur deshalb will er Melanie aufs Abstellgleis schieben. Er hat auch Sorge, dass sie herausfindet, wie sehr die neue Mordserie mit ihm persönlich zusammenhängt, wieviel er wirklich vor den Kollegen zu verbergen sucht und dass er eigentlich befangen ist für diese Ermittlungsarbeit.
    Der "Wassermann" indess mordet um eben diesen Kommissar Stiffler zu treffen. Deshalb ertränkt er Frauen, die dem Kommissar nahe standen oder stehen und meldet ihm telefonisch den Vollzug der Tat und den Ort, an dem die Leichen zu finden sind. Aber der Wassermann ist eindeutig ein Psychopath, der sich zwar rächen will, dem aber das Töten und speziell das Ertränken jede Menge Lust bereitet und der schon in seiner Kindheit ein Rädchen locker hatte.
    Während Melanie also mit Spürsinn und Hartnäckigkeit dem Wassermann immer näher kommt, und während ihr Chef in Alkohol und Selbstmitleid versinkt, und der Mörder bereits um sein nächstes Opfer kreist, lernen wir zwei weitere Personen kennen. Lavinia, ein ehemaliges Callgirl, die sich nichts sehnlicher wünscht, als nach Spanien auszuwandern und Traumatisches in der Vergangenheit zurückzulassen und Frank, der an der Schlafkrankheit leidet und immer mehr zum heilichen Star des Krimis wird.
    Die Geschichte wird zügig mit häufigem Wechsel zwischen den Akteuren erzählt. Der Schreibstil ist durchaus angenehm und mit einer kleinen Dosis Tiefgang, die jeden Krimi gut zu Gesicht steht. Der Plot hat bis zum Schluss noch einige überraschende Wendungen parat und der Autor scheut auch nicht davor zurück 2 Hauptpersonen ins Grab zu schreiben.
    Mir hat der Krimi gut gefallen und werde mir jetzt mal die Vorgänger besorgen müssen.

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    MissStrawberrys avatar
    MissStrawberryvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gut lesbar, aber kein Pageturner und somit Geschmackssache.
    Tanzender Wassermann?

    Der Stil von Andreas Winkelmann liest sich leicht und flott, jedoch sind einige Protagonisten einfach zu simpel gezeichnet. Manuela Sperling ist 1,63 m groß (klein), wiegt knappe 50 Kilo und lässt sich viel zu viel gefallen. Das perfekte Bild der ausgenutzten, armen Praktikantin. Das krasse Gegenteil dazu ist Eric Stiffler (musste dieser Name wirklich sein?) - ein Macho sondergleichen, der frauenfeindliche Sprüche von sich gibt - und das, obwohl er für seine eigene Frau (die ihm trotzdem davongelaufen ist) so viel Verständnis aufgebracht hatte und deren Vorgeschichte Stiffler sehr genau kennt. Seine Kollegen bewundern ihn auch noch für seine blöden Sprüche. Sehr überzogen, sehr unreal. Insgesamt erreichen die Protagonisten einfach keine Tiefe, bleiben alle wischiwaschi und man hat das Gefühl, Andreas Winkelmann hatte keine große Lust, die Personen plastisch wirken zu lassen. Schade - da war sehr viel Potenzial, das nicht genutzt wurde.

    Gerade Frank hätte sehr viel lebendiger werden können, doch auch er und seine Narkolepsie werden nur mit wenigen Strichen gezeichnet. Zu wenig Grundmaterial, um es auszufüllen. Mir drängt sich das Gefühl auf, dass Winkelmann hier einfach zu viele einzelne Komponenten miteinander verweben wollte und dabei den Überblick und das Gefühl für die Geschichte verloren hat.

    Paradoxer Weise liest sich das Buch trotzdem lockerflockig. Nur geht es eben nicht so unter die Haut, wie es hätte können. Die Spannung kommt so auch etwas zu kurz. Immer mal wieder ist ein Hauch davon da, aber erst die letzten 50 Seiten fesseln wirklich - um den Leser dann mit so einigen Fragen zurückzulassen. Es fehlt einfach die Begründung, warum gewisse Protagonisten so handeln, wie sie eben gehandelt haben. Einzig der Wassermann ist durchdacht aufgebaut und - ACHTUNG SPOILER - macht seinem Namen alle Ehre, denn er beendet sein Werk wie geplant und entschwindet wieder.

    Fazit: Ein Krimi, bei dem nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft worden ist. Gut lesbar, aber kein Pageturner und somit Geschmackssache.

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    gesils avatar
    gesilvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: hat doch recht eigene Protagonisten
    Wenn die Vergangenheit dich einholt

    Manuela Sperling hat es als Neue bei der Polizei nicht leicht: Gleich an ihrem ersten Tag wird im Fluss die Leiche einer Prostituierten gefunden – ertränkt und mit einer grausigen Botschaft für Manuelas Chef versehen.

    Doch der Eifer, mit dem Manuela den Fall untersuchen will, stößt auf wenig Wohlwollen. Im Gegenteil, Kriminalhauptkommissar Stiffler versucht alles, um sie aus dem Fall zu drängen. Was hat ihr Chef zu verbergen?

    Da ertrinkt erneut eine Frau direkt vor ihren Augen. Wie von einer unsichtbaren Macht gezogen, gerät sie immer weiter hinaus auf den See und unter die Wasseroberfläche. Stiffler dreht durch …



    „Wassermanns Zorn“ war mein erster Thriller von Andreas Winkelmann. „Höllental“ wartet noch darauf, von mir gelesen zu werden.

    Die Protagonisten, die uns Herr Winkelmann hier präsentiert, sind schon recht eigen – allen voran Manuelas neuer Chef Hauptkommisar Stiffler. Schnell wird deutlich, dass er Manuela bei den Ermittlungen nicht dabei haben möchte und betraut sie mit Routinearbeiten. Werden diese nicht wie gewünscht von ihr ausgeführt – sie delegiert die Arbeiten zum Teil weiter – reagiert Stiffler äußerst ungehalten und macht sich damit verdächtig.

    Mit Hilfe des Taxifahrers Frank, der unter Narkolepsie leidet und mit einem der Opfer befreundet war, kommt Manuela dem Wassermann und damit Stifflers Geheimnis auf die Spur.

    Andreas Winkelmann schreibt interessant und seine Protagonisten sind durchaus realistisch. Gut konnte ich mit Manuela mitfühlen, wie es sich unter einem Chef arbeiten – oder eben nicht arbeiten – lässt, der noch der Meinung verhaftet zu sein scheint, dass Frauen an den Herd gehören und bei der Polizei schon mal gar nichts verloren haben.

    Nun bin ich gespannt, wie mir weiteres aus der Feder des Autors gefallen wird.

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    scarlett_oharas avatar
    scarlett_oharavor 4 Jahren
    Etwas enttäuschend

    Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, weil ich die bisherigen Bücher von Andreas Winkelmann einfach genial fand. Doch irgendwie bin ich mit dem zornigen Wassermann nicht so recht warm geworden.

    Aber der Reihe nach: Protagonistin ist die junge Kommissarin Manuela Sperling, frisch von der Polizeischule direkt zum Praktikum in der Mordkommission. Ihr unmittelbarer Vorgesetzter ist Hauptkommissar Eric Stiffler, mit dem sie aber von Anfang an nicht sonderlich gut auskommt. Gleich am ersten Tag muss sie sich mit dem Mord an einer Prostituierten befassen, die ertränkt worden ist, auf ihrem Bauch aber eine Nachricht des "Wassermanns" an Stiffler trägt.Damit wird eine Mordserie Gang gesetzt, deren Opfer allesamt Frauen sind, die in irgendeiner Beziehung zu Stiffler stehen. Manuela findet Zusammenhänge zu einem alten Fall heraus, die ihren Chef ziemlich belasten. Doch die Abteilung scheint voll hinter Stiffler zu stehen. Wem kann sie überhaupt vertrauen? Nur der Kollege Nielsen scheint auf ihrer Seite zu stehen. Und dann wäre da noch Frank Engler, ein durch Narkolepsie gehandicapter Taxifahrer. Können sie zusammen den Wassermann fassen?

    Die Story ist ganz gut gelungen und wird auch halbwegs logisch zum Ende aufgelöst, auch wenn ein paar Fragen offen bleiben. Es gibt auch noch ein paar überraschende Wendungen, so dass alles nicht zu vorhersehbar ist. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, das Buch lässt sich gut weglesen.

    Aber die Figuren dieses Buches sind meiner Meinung nach der große Schwachpunkt dieses Buches. Sie bleiben irgendwie fremd und bieten kein großes Identifikationspotential. Ganz im Gegenteil: der KHK Stiffler ging mir einfach nur auf die Nerven. Er ist so derart unsympathisch. Und der Leser erfährt auch nicht wirklich, warum er so geworden ist wie er ist. Der Erklärungsversuch mit der tragischen Vergangenheit seiner Exfrau scheint mir doch ziemlich schwach. Auch der Name ist schlecht gewählt, ich mußte beim Lesen immer an diese schwachsinnige Filmfigur aus "American Pie" denken.

    Die Figur des Narkoleptikers Frank Engler finde ich irgendwie sehr weit hergeholt und ziemlich unglaubwürdig. Dass man mit dieser Krankheit Taxi fahren kann, kann ich nicht wirklich glauben. Ich würde nicht zu jemandem mit dieser Erkrankung ins Auto steigen wollen.

    Zum Schluss noch die Hauptperson Manuela Sperling. Sie bleibt merkwürdig blass und konturlos. Der Leser weiß nicht allzuviel über ihr Privatleben und kann sich dementsprechend auch nicht wirklich gut in sie hineinversetzen. Sie kommt meines Erachtens einfach etwas zu kurz in diesem Buch. Man erfährt zum Beispiel wesentlich mehr über eines der Opfer: ihre Vergangenheit, ihre Ängste, ihre Träume. So wird Lavinia Wolff zur eigentlichen Bezugsperson in diesem Buch, die Frau, mit der man mitfiebert und mitleidet.

    Fazit: für mich das bisher schwächste Buch von Andreas Winkelmann. Allerdings reicht das immer noch zu soliden 3 Sternen. Es gibt wesentlich schlechtere Thriller.

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    monsters avatar
    monstervor 4 Jahren
    Volltreffer

    Bei diesem Buch passt einfach alles. Die Aufmachung ist anspruchsvoll; tolles Cover und ein super Titel.
    Die Character der Hauptdarsteller werden differenziert und glaubwürdig geschildert. Auch die eigentlich Guten haben ihre Fehler. Allen voran natürlich Hauptkommissar Stiffler, der nicht nur extrem voreingenommen und arrogant gegenüber weiblichen Mitarbeitern ist, sondern auch ein Feigling vor dem Herren, der gerne mal sein eigenes Süppchen kocht und dem Alkohol mehr als zugetan ist. Also wirklich kein Held. Da ist Melanie Sperling, die neue Praktikantin, schon weitaus liebenswerter, macht einen tuffen und klugen Eindruck und ist voll bei der Sache, wenn es um die Lösung des vertrackten Falles geht. Dann gibt es noch den Mörder, den Wassermann, der schon als Kind eine seelische Störung hatte und der seit seinem ersten Mord einen grenzenlosen Hass auf Stiffler hat.
    Mir war der Liebste aber Fank Engler, gestraft mit einer schweren Schlafkrankheit, Taxifahrer und fast gescheiterte Existenz, der sich in Lavinia verguckt, das nächste Opfer, das der Wassermann bereits verfolgt und beobachtet. Frank ist für mich der eigentliche Held, weil er seine Krankheit meistert und immer wieder hartnäckig versucht, seiner Angebeteten zu helfen - uneigennützig und gutmütig.
    Der Plott ist in hohem Tempo erzählt, welches durch häufige Wechsel der Erzählperspektive noch erhöht wird.
    Winkelmann hat sich zu den Vorgängern gesteigert und seine Sprache ist wirklich über dem Durchschnitt der deutschen Thrillerszene. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Bis zum Ende spannend und mit einem guten und zufriedenstellenden Schluss-Akkord.

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    KatharinaJs avatar
    KatharinaJvor 4 Jahren
    Leider nicht so spannend wie ich erwartet hatte

    „Er ist der Wassermann und er will mit dir tanzen…“

    Gleich an ihrem ersten Tag bei der Kripo wird Manuela Sperling einem Prostituiertenmord zugeteilt. Die Frau wurde ertränkt und mit einer grausigen Botschaft für Manuelas neuen Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler, aufgefunden. Die übereifrige Manuela macht sich auf dem Präsidium schnell unbeliebt. Als jedoch eine weitere Frau direkt vor ihren Augen ertrinkt, erkennt Manuela zwei Dinge; Warum hat ihr Chef nicht eingegriffen und den Tod der Frau zu verhindern versucht anstatt tatenlos zuzusehen - Was verbirgt er? Die zweite Erkenntnis jedoch treibt ihr Gänsehaut über den Körper – Dort draußen im See ist etwas das schwimmt wie ein Fisch und die Frauen mit unbarmherziger Kraft unter Wasser zieht um sie zu töten.

    „Halte dich vom Gorreg fern
    Dort lebt der Nöck in kalter Tiefe,
    du siehst in nicht, doch kannst ihn hörn,
    ganz so als ob der Tod dich riefe“

    Andreas Winkelmann schrieb mit „Wassermanns Zorn“ ein ganz nettes Buch was für mich aber definitiv kein Thriller war. Die Geschichte plätschert ohne Spannungsbogen vor sich hin und das Ende ist dann ziemlich undurchsichtig und nicht ganz nachvollziehbar. Da ich mich jedoch kurzweilig unterhalten gefühlt habe, gebe ich noch drei Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Alchemillas avatar

    Ich habe das Buch "Wassermanns Zorn" im Rahmen der Leserunde gewonnen und nun da meine Rezi dazu online ist, möchte ich das tolle Buch gerne wandern lassen.

    Der Inhalt:

    Manuela Sperling ist neu bei der Polizei.

    Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche eingekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt - ertränkt.

    Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler.

    Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird.

    Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen.

    Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche.

    Und Stiffler dreht durch...

    Meine Wanderbuchregeln:

    Dies ist meine erste Wanderbuchrunde.

    1. Bitte behandelt das Buch wie euer eigenes und geht vorsichtig damit um.

    Es hat schon leichte Leserillen, sollte aber bitte nicht beschmutzt oder beschädigt werden (z.B. eingerissene Seiten, Flecken).

    2. Jeder hat zwei Wochen Zeit, um das Buch zu lesen.

    Lesezeitverlängerung ist nach Absprache kein Problem, meldet euch dann einfach hier im Thread, falls es länger dauern sollte.

    3. Bitte meldet euch hier, wenn das Buch bei euch angekommen ist und auch, wenn ihr es zu eurem Nachfolger geschickt habt.

    4. Kümmert euch bitte eigenständig um die Adresse eures Nachfolgers.

    Im Idealfall schreibt ihr ihn dann schon an, wenn ihr das Buch erhalten habt, damit unnötige Verzögerungen vermieden werden.

    5. Wenn das Buch verloren geht, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.

    6. Die Teilnehmerzahl ist vorerst auf 15 Teilnehmer begrenzt.

    Die Teilnehmerliste:

    1. Aki_Dark

    2. Dunkelblau

    3. Yara_liest

    4. anyways

    5. Mohnbluemchen

    7. Taluzi

    8. Lutra

    9.  justitia

    10. flaschengeist 1962

    11. Murkelchen

    12. Biene2004

    13. Meli8582-Hier ist das Buch gerade!

     

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    Der neue Thriller von Andreas Winkelmann, dem Autor der Bestseller «Blinder Instinkt» und «Bleicher Tod»

    Gleich an ihrem ersten Tag in der Abteilung Mord muss sich Praktikantin Manuela Sperling mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen. Eingekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt ihre Leiche – ertränkt. Aber das Wasser in der Lunge des Mordopfers stammt nicht aus dem Fluss, und auf dem Bauch der toten Frau finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft – ausgerechnet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Bald steht sie mit ihrem Eifer im Präsidium ziemlich allein da, nur der nette Kollege Peter Nielsen ist auf ihrer Seite. Da ertrinkt erneut eine junge Frau, direkt vor Manuelas Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und ihr Chef dreht durch...

    Wer von euch hat Lust auf diese Leserunde? Ich bin gespannt auf eure Antworten zu der Frage: Wovor habt ihr am meisten Angst? Sind es vielleicht sogar tiefe Gewässer? Und wenn ja, warum?
    Wir verlosen wieder 10 Exemplare unter denjenigen, die bis einschließlich 10. Januar eine Antwort posten.

    Ich freue mich auf eure Antworten,
    eure Leonie
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    AndreasWinkelmanns avatar

    Er will dich spüren. Wie du dich windest. Wie du zuckst. Wie du stirbst.
    Er ist der Wassermann. Und er will mit dir tanzen ...



    Ja, lasst uns ein wenig tanzen. Mit Worten und Emotionen. Mit Spannung, Thrill und purem Grauen. Traut euch ruhig, denn anders als der Wassermann bin ich nicht zornig, sondern ganz wild darauf, mit Euch meine erste Leserunde bei lovelybooks zu starten. Das Leben eines Schriftstellers in seinem kleinen Büro unterm Dach ist seeeehr einsam. Also, löchert mich mit Fragen, lasst uns während der einzelnen Leseabschnitte lebhaft diskutieren, und wenn Ihr mögt, dann hinterlasst nach der Lektüre von Wassermanns Zorn euren Leseeindruck. Der Wunderlich Verlag stellt dafür 20 Exemplare zur Verfügung. Was Ihr dafür tun müsst? Erzählt mir unter der Rubrik "Dunkle Wasser" von Euren Ängsten und Erlebnissen. Das interessiert mich brennend, und wer weiß, vielleicht finde ich darunter Inspiration für eine neue Geschichte?


    Ich freue mich auf euch. 
    Andreas Winkelmann
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    Letzter Beitrag von  LiebeLebeLesevor 6 Jahren
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