Andreas Wunn

 4.1 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von In Brasilien geht`s ohne Textilien, Mutters Flucht und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Mutters Flucht

 (2)
Neu erschienen am 12.10.2018 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Andreas Wunn

In Brasilien geht`s ohne Textilien

In Brasilien geht`s ohne Textilien

 (4)
Erschienen am 14.01.2013
Mutters Flucht

Mutters Flucht

 (2)
Erschienen am 12.10.2018
Brasilien für Insider

Brasilien für Insider

 (1)
Erschienen am 29.04.2014

Neue Rezensionen zu Andreas Wunn

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Dominikuss avatar

Rezension zu "Mutters Flucht" von Andreas Wunn

Vergangenheit im Banat
Dominikusvor 2 Monaten

Andreas Wunns Mutter stammt aus dem Banat einem Gebiet in Jugoslawien. Sie war noch ein 5jähriges Kind, als sie 1947 mit Mutter und Bruder und Großmutter nach Deutschland flüchten mussten.

Der Autor unternimmt 2017 mit seiner jetzt 75jährigen Mutter eine Reise in die Vergangenheit. Er sucht nach Antworten und daraus entsteht der Roman „Mutters Flucht“.

Die ersten Stationen sind die Flüchtlingslager in denen die Flüchtlinge wohnten, bevor sie eine Wohnung bekamen.

Dann geht es weiter über Ungarn nach Serbien und von den Lagern, aus denen sie flüchteten. Gleichzeitig erfahren sie und wir, wie ab 2015 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanista , den gleichen Weg wie vor 70 Jahren über die Grenze, nahmen.

Die Mutter erinnert sich an Kleinigkeiten, aber sie schiebt vieles von sich. Eine Flucht bedeutet für Kinder, das sie traumatisiert sind.


Andreas Wunn schildert diese Reise mit gut konstruierten Fakten. Eine eindrucksvolle Geschichte der Donauschwaben.




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Shanna1512s avatar

Rezension zu "Mutters Flucht" von Andreas Wunn

Packend und ergreifend
Shanna1512vor 2 Monaten

Aus dem Klappentext Wann immer ich an die Flucht meiner Mutter denke, sehe ich das Sonnenblumenfeld vor meinem Auge. Und irgendwo darin stelle ich mir meine schlafende Mutter vor und den Hund und die Grenzsoldaten. Eigentlich hat meine Mutter nie wirklich von früher erzählt. Nicht von ihrer Kindheit als Deutsche in Jugoslawien, nicht von der Flucht, nicht vom Ankommen in Deutschland. Für sie war das Dorf, in dem sie geboren wurde, ein untergegangener Sehnsuchtsort. Kann ein Ort Heimat sein, an den man sich kaum erinnert? Als Kind aus einer Flüchtlingsfamilie war ich gespannt, wohin mich die Reise von Andreas Wunn und seiner Mutter führt. Meine Familie väterlicherseits stammt allerdings aus Ostpreußen und nicht aus dem Banat. Hier musste ich das Internet befragen, wo genau dieses liegt. Mir war die Region gänzlich unbekannt. Von der Volksgruppe der Donauschwaben hatte ich allerdings schon gehört. Neu war mir, dass sie zum Teil auch aus der Pfalz stammten. Interessant fand ich, dass das Ende der Flucht Hauenstein war. Die Schuhstadt ist gerade mal 50 km von meinem Wohnort entfernt. Somit hatte mich das Buch endgültig gepackt. Der flüssige Schreibstil hat sein übriges dazu beigetragen. Der Autor hat so bildhaft und lebhaft geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, auf dem Rücksitz ihres Golf zu sitzen. Sehr gut hat mir gefallen, dass er auch immer wieder die heutige Flüchtlingspolitik mit einbezogen hat. Seine Mutter ist vor 70 Jahren über die Balkanroute nach Deutschland gekommen, die seit 2015 wieder in aller Munde ist. Was mich immer wieder überrascht hat war, dass ich mehr als einmal in den Aussagen seiner Mutter, Sätze aus meiner eigenen Familie wiedergefunden habe. Nach vorne schauen und nicht zurück... Auch verschiedene Verhaltensmuster sind mir mehr als bekannt. Wobei sich die nicht nur auf meinen Teil der Flüchtlingsfamilie beziehen, sondern ich denke es hat was mit der Nachkriegsgeneration zu tun. Ein Beispiel: Sie hat die Briefe ihres Großvaters weggeworfen denn: „Sie lagen nur rum“. Das könnte auch meine Mutter gewesen sein. Was soll man mit dem Kram, was vorbei ist, ist vorbei.... Das Unverständnis von Herrn Wunn könnte von mir sein. Ich fand das Buch sehr informativ und könnte mir vorstellen, dass es ganz wunderbar als Lehrmittel in Schulen eingesetzt werden könnte. Vielleicht würde damit mehr Verständnis für Flüchtlinge geweckt werden. Danke auch für die Fotos im Anhang. Sie haben der Geschichte ein Gesicht gegeben. Ich vergebe 5 Sterne.

Kommentare: 3
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Lesezeichenfees avatar

Rezension zu "In Brasilien geht`s ohne Textilien" von Andreas Wunn

Fee empfiehlt: In Brasilien gehts ohne Textilien
Lesezeichenfeevor 7 Monaten

Fees Schnellcheck
In Brasilien geht’s ohne Textilien
Ein Deutscher in Rio de Janeiro
Andreas Wunn
Heyne
8,99 Euro
255 Seiten

Fees Inhalt

Andreas Wunn wird als Auslandskorrespondent des ZDFs nach Brasilien geschickt. Seine Reportagen sieht man des öfteren im Auslandsjournal. Er erlebt dort allerlei wundersame Sachen und erzählt davon in vielen kleinen Kapiteln, die man wie Kurzgeschichten zwischendurch lesen kann. 

Fees Meinung

Der Autor erzählt witzig und humorvoll seine Erlebnisse in Brasilien. Vor allem jetzt, wo die Weltmeisterschaft in Brasilien stattfindet, ist das Buch besonders interessant. Ich hatte viel Spaß und sehr viel zum Staunen. Gut fand ich, dass die Leute alles viel relaxter sehen. Wenn die Schlange an der Kasse zu lange dauert, unterhalten sie sich und ärgern sich nicht. Undenkbar in Deutschland, aber eine gesunde Lebenseinstellung, wie ich finde. Man kann sich die Menschen, denen er dort begegnet sehr gut vorstellen. Manches sollte man aber nicht glauben, denn das klingt dann doch zu unwahrscheinlich, anderes ist wiederum erstaunlich und interessant. Das Buch hatte ich sehr schnell ausgelesen, so kurzweilig ist es geschrieben. Lustig fand ich auch seinen Versuch, oben ohne und nur mit Badehose bekleidet in den Supermarkt zu gehen. Als seine Freundin fragt, wo er bleibt, entschließt er sich, den Versuch abzubrechen. Absolut lustig und eben typisch deutsch. 

Der einzige Kritikpunkt, der dem Buch 1 Stern Abzug bringt, ist, dass ich nicht so richtig laut lachen konnte, eher staunen.

Fees Fazit

Ein Buch das ich mit 4 Sternen empfehlen kann, da es sehr kurzweilig und gut zu lesen ist. 

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