Mutters Flucht

von Andreas Wunn 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Mutters Flucht
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Inhaltsangabe zu "Mutters Flucht"

»Wann immer ich an die Flucht meiner Mutter denke, sehe ich das Sonnenblumenfeld vor meinem Auge. Und irgendwo darin stelle ich mir meine schlafende Mutter vor und den Hund und die Grenzsoldaten. Eigentlich hat meine Mutter nie wirklich von früher erzählt. Nicht von ihrer Kindheit als Deutsche in Jugoslawien, nicht von der Flucht, nicht vom Ankommen in Deutschland. Für sie war das Dorf, in dem sie geboren wurde, ein untergegangener Sehnsuchtsort. Kann ein Ort Heimat sein, an den man sich kaum erinnert?«

Jahrzehntelang hat Andreas Wunns Mutter dazu geschwiegen, wie sie nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Gebiet Jugoslawiens nach Deutschland floh. Auch über ihre Wurzeln — jene der Donauschwaben im Banat — sprach sie nicht viel. 2017 endlich beschließt Wunn, zusammen mit seiner Mutter eine Reise in die Region ihrer Kindheit zu machen: entlang ihrer damaligen Fluchtroute, die heute als »Balkan-Route« bekannt ist. Entstanden ist die so anrührende wie spannende Erzählung eines Nachkriegsschicksals, aber auch die persönliche Wiederentdeckung eines fast vergessenen Stücks deutscher Geschichte, die vor Jahrhunderten begann und nach dem Zweiten Weltkrieg endete.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783550050367
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Ullstein Buchverlage
Erscheinungsdatum:12.10.2018

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    Dominikuss avatar
    Dominikusvor 10 Tagen
    Vergangenheit im Banat

    Andreas Wunns Mutter stammt aus dem Banat einem Gebiet in Jugoslawien. Sie war noch ein 5jähriges Kind, als sie 1947 mit Mutter und Bruder und Großmutter nach Deutschland flüchten mussten.

    Der Autor unternimmt 2017 mit seiner jetzt 75jährigen Mutter eine Reise in die Vergangenheit. Er sucht nach Antworten und daraus entsteht der Roman „Mutters Flucht“.

    Die ersten Stationen sind die Flüchtlingslager in denen die Flüchtlinge wohnten, bevor sie eine Wohnung bekamen.

    Dann geht es weiter über Ungarn nach Serbien und von den Lagern, aus denen sie flüchteten. Gleichzeitig erfahren sie und wir, wie ab 2015 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanista , den gleichen Weg wie vor 70 Jahren über die Grenze, nahmen.

    Die Mutter erinnert sich an Kleinigkeiten, aber sie schiebt vieles von sich. Eine Flucht bedeutet für Kinder, das sie traumatisiert sind.


    Andreas Wunn schildert diese Reise mit gut konstruierten Fakten. Eine eindrucksvolle Geschichte der Donauschwaben.




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    Shanna1512s avatar
    Shanna1512vor 20 Tagen
    Packend und ergreifend

    Aus dem Klappentext Wann immer ich an die Flucht meiner Mutter denke, sehe ich das Sonnenblumenfeld vor meinem Auge. Und irgendwo darin stelle ich mir meine schlafende Mutter vor und den Hund und die Grenzsoldaten. Eigentlich hat meine Mutter nie wirklich von früher erzählt. Nicht von ihrer Kindheit als Deutsche in Jugoslawien, nicht von der Flucht, nicht vom Ankommen in Deutschland. Für sie war das Dorf, in dem sie geboren wurde, ein untergegangener Sehnsuchtsort. Kann ein Ort Heimat sein, an den man sich kaum erinnert? Als Kind aus einer Flüchtlingsfamilie war ich gespannt, wohin mich die Reise von Andreas Wunn und seiner Mutter führt. Meine Familie väterlicherseits stammt allerdings aus Ostpreußen und nicht aus dem Banat. Hier musste ich das Internet befragen, wo genau dieses liegt. Mir war die Region gänzlich unbekannt. Von der Volksgruppe der Donauschwaben hatte ich allerdings schon gehört. Neu war mir, dass sie zum Teil auch aus der Pfalz stammten. Interessant fand ich, dass das Ende der Flucht Hauenstein war. Die Schuhstadt ist gerade mal 50 km von meinem Wohnort entfernt. Somit hatte mich das Buch endgültig gepackt. Der flüssige Schreibstil hat sein übriges dazu beigetragen. Der Autor hat so bildhaft und lebhaft geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, auf dem Rücksitz ihres Golf zu sitzen. Sehr gut hat mir gefallen, dass er auch immer wieder die heutige Flüchtlingspolitik mit einbezogen hat. Seine Mutter ist vor 70 Jahren über die Balkanroute nach Deutschland gekommen, die seit 2015 wieder in aller Munde ist. Was mich immer wieder überrascht hat war, dass ich mehr als einmal in den Aussagen seiner Mutter, Sätze aus meiner eigenen Familie wiedergefunden habe. Nach vorne schauen und nicht zurück... Auch verschiedene Verhaltensmuster sind mir mehr als bekannt. Wobei sich die nicht nur auf meinen Teil der Flüchtlingsfamilie beziehen, sondern ich denke es hat was mit der Nachkriegsgeneration zu tun. Ein Beispiel: Sie hat die Briefe ihres Großvaters weggeworfen denn: „Sie lagen nur rum“. Das könnte auch meine Mutter gewesen sein. Was soll man mit dem Kram, was vorbei ist, ist vorbei.... Das Unverständnis von Herrn Wunn könnte von mir sein. Ich fand das Buch sehr informativ und könnte mir vorstellen, dass es ganz wunderbar als Lehrmittel in Schulen eingesetzt werden könnte. Vielleicht würde damit mehr Verständnis für Flüchtlinge geweckt werden. Danke auch für die Fotos im Anhang. Sie haben der Geschichte ein Gesicht gegeben. Ich vergebe 5 Sterne.

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    Die Reise von Mutter und Sohn in eine vergessene deutsche Vergangenheit – von TV-Moderator Andreas Wunn

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