Andreas Zwengel Die Welt am Abgrund

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Inhaltsangabe zu „Die Welt am Abgrund“ von Andreas Zwengel

Mysteriöse Zeichen, Schäden in europäischen Bergwerken: Ein Sonderermittler des Auswärtigen Amtes und ein Professor der Geschichte machen sich im Berlin der Kaiserzeit auf die Suche nach den Ursachen. Eine Begegnung in den U-Bahn-Tunnels der Stadt weist auf ein fremdes Volk hin, das in Höhlensystemen Europas lebt ... "Die Welt am Abgrund" - der Siegerroman einer Ausschreibung vom Onlinemagazin www.geisterspiegel.de

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    Die Welt am Abgrund
    daniel_bauerfeld

    daniel_bauerfeld

    16. July 2013 um 14:36

    Das Onlineportal Geisterspiegel.de schrieb 2008 in Zusammenarbeit mit dem Wismarer Persimplex Buchverlag einen Romanwettbewerb aus. Den Sieg errang Andreas Zwengel mit seinem vorliegenden Debüt Die Welt am Abgrund. Dabei handelt es sich um astreinen Steampunk, der jedoch nicht – wie gewohnt – im viktorianischen London angesiedelt ist, sondern mit einem überraschend neuem Setting aufwaten kann. Ausgangspunkt der Erzählung ist das chinesische Kaiserreich um 1900, welches zusehend unter den Einfluss europäischer Kolonialmächte gerät. Einen der historischen Hintergründe bildet u. a. der bekannte Boxeraufstand. Inmitten dieser Unruhen wird die Familie des Berliner Vermessungsingenieur Anton Slabon ermordet und dessen Tochter entführt. Die Spur des Verbrechens führt den Leser ins Deutsche Reich, wo sich das verschleppte Kind in Frankfurt einer Reihe von Test unterziehen muss. Diese werden durch eine geheimnisvolle Gruppierung durchgeführt. Die Tochter des Ingenieurs stellt sich dabei als übersinnlich begabtes Wesen heraus. Parallel geht der Geheimrat von Holstein mit dem ehemaligen Polizisten Walter Seyferd in Berlin mysteriösen Zeichen nach, die in ganz Europa im Untergrund erscheinen. So etwa auch in einem U-Bahnschacht der deutschen Hauptstadt, in welchem die beiden Ermittler zudem noch auf burgundisch sprechende Albinos stoßen. Die Zeichen erweisen sich als Karte und so kommen die beiden Ermittler einem jahrhundertealtem Geheimnis auf die Schliche. All die Vorkommnisse scheinen in einem großen Zusammenhang zu stehen. Inhaltlich bietet das Debüt einen wunderbaren Genremix, in welchem Luftschiffe und Reisen unter die Erde ebenso wenig fehlen, wie der Auftritt von Buffalo Bill persönlich. Verwoben wird dieser zunächst eher undurchsichtige Plot, welcher den Leser sowohl fordert als auch zum miträtseln einlädt, mit dem Charme des Wilhelminischen Zeitalters. Zudem punktet Zwengel mit seinem Wissen über die damalige Zeit, was seinem Debüt noch mehr Tiefe verleiht. Zudem gelingt es ihm, die Leser mit immer neuen Wendungen zu überraschen. Ein wahrhaft außergewöhnliches Werk, ganz in der Tradition und im Sinne des Steampunk. Ein wahrer Geheimtipp! Aber hoffentlich nicht mehr allzu lange. (c) Daniel Bauerfeld Diese Rezension erschien erstmals in der Nautilus Abenteuer & Phantastik Nr. 79 (Oktober 2010) www.fantasymagazin.de

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  • Rezension zu "Die Welt am Abgrund" von Andreas Zwengel

    Die Welt am Abgrund
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    20. August 2009 um 15:30

    Andreas Z. hat folgende Rezension eingereicht: Wenn heißblütige Helden sich mit dem rasenden Herz des chinesischen Boxeraufstandes mörderische Schlachten liefern und anderenorts bei Ausgrabungen überdimensionale Raupenbohrer sich zu Zeiten des Kaiserreiches mit schier unfassbarem Getöse durch dunkle, widerspenstige Gesteinsschichten quälen und seltsame Symbole undefinierbaren Ursprungs an voneinander unabhängigen Plätzen in Europa auftauchen, wenn bleiche Gestalten in dunklen unterirdischen Gängen wandeln und Buffalo Bills WildWestShow die letzte Rettung für die Welt oberhalb des Erdmittelpunktes ist – dann kann es sich nur um das phantastische Panoptikum des Andreas Zwengel handeln. Einen Husarenritt gleich jagt er uns durch Raum und Zeit, verwurschtelt aufs Gekonnteste Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ mit Stephen Kings „Feuerkind“ und der fiktiven Jungfernfahrt der ersten Berliner Untergrundbahn und so wild sich das zunächst auch anhören mag: beim Lesen des Buches nimmt man ihm jeden noch so kleinen (oder großen) Hakenschlag ab. „Die Welt am Abgrund“ ist ein wilder Genremix, ein reines Feuerwerk an Sujets. „Sie meinen, ganz Europa ist unterhöhlt?“ An der Schwelle zum 20. Jahrhundert häufen sich mysteriöse Zeichen. Grubenunglücke und Sabotageakte behindern in auffälliger Weise das Fortschreiten der industriellen Revolution. Während sich im chinesischen Raum der Widerstand offen zeigt, scheint andernorts im Geheimen interveniert zu werden. Wie sonst ließe sich die Häufung merkwürdiger Ereignisse erklären? Als dann auch noch über ganz Europa verteilt seltsam anmutende Zeichen entdeckt werden, sieht sich das Auswärtige Amt genötigt, den unheimlichen Vorkommnissen nachzugehen, in aller Heimlichkeit versteht sich. Ein desillusionierter Ex-Polizist und ein misanthropischer Gelehrter werden beauftragt, das Geheimnis zu lösen. [..]“Sie haben Angst, dass jemand von meiner Existenz erfährt.“ Was hat es mit dem seltsamen Mädchen auf sich, welches unvorstellbare Kräfte in sich birgt? Und woher kommt dieser ungewöhnliche Mann, der in einer fremden Sprache sich als ihr Vater zu erkennen gibt? „Was für ein Mensch bist Du nur?“ Wer ist diese ungewöhnlich schöne und gleichzeitig eiskalte Frau namens Marie Frost (Nomen est Omen!) und welche Ziele verfolgt sie? „Versprechen Sie mir, kein Aufsehen zu erregen?“ Das Undercoverduo Seyferd und Piscator muss mehr als einmal Kopf und Kragen riskieren (incl. eines unfreiwilligen Sanatoriumaufenthaltes), nur um schließlich unter Tage dem finalen Showdown beizuwohnen. Nur gut, wenn man da auf die Hilfe gestandener Cowboys zählen kann… „Die Welt am Abgrund“ ist ein Paradeexemplar der Steampunkbewegung. Schade nur, dass der Spaß nach nur 243 Seiten schon zu Ende ist;)

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