Andreas von Arnauld

 4,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Weil Bücher unsere Welt verändern, Völkerrecht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andreas von Arnauld

Andreas von Arnauld ist Professor für öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völker- und Europarecht an der Christian-Albrechts-Universität Kiel sowie geschäftsführender Direktor des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht. Von Arnauld ist Mitherausgeber der Zeitschrift »Die Friedens-Warte« und hat zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Aufsätze zu Menschenrechten, Europäischer Integration sowie den Grundlagen des Rechts verfasst.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andreas von Arnauld

Cover des Buches Weil Bücher unsere Welt verändern (ISBN: 9783806237474)

Weil Bücher unsere Welt verändern

 (2)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Völkerrecht (ISBN: 9783811471429)

Völkerrecht

 (1)
Erschienen am 16.10.2014

Neue Rezensionen zu Andreas von Arnauld

Cover des Buches Weil Bücher unsere Welt verändern (ISBN: 9783806237474)Sikals avatar

Rezension zu "Weil Bücher unsere Welt verändern" von Andreas von Arnauld

Aussagekräftiger Titel, der neugierig macht
Sikalvor 2 Jahren

Die beiden Autoren Andreas von Arnauld, Professor für öffentliches Recht, sowie Christian Klein, Dozent und Akademischer Rat für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal, haben hier eine interessante Sammlung literarischer Werke zusammen getragen.

 

Als ich den Titel dieses Buches entdeckte, war sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Die Autoren stellen 99 Bücher vor, die die kulturelle und soziale Entwicklung Deutschlands mitbestimmt haben. Wobei vor allem der durch die deutsche Sprache geeinte Kulturraum als Grundlage genommen wurde und nicht Deutschland als Nationalstaat zählt.

 

„… Dabei spielt die Literatur eine ganz herausragende Rolle, wenn es um Neuerungen im Denken, um kulturellen und gesellschaftlichen Wandel geht.“

 

Die Vorstellung der Bücher erfolgt chronologisch, beginnt bei Homers „Ilias“  (700 v. Chr.) und endet bei Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ (2006). Dazwischen findet man eine Vielfalt an Texten, die unterschiedlicher nicht sein können – politische Publikationen, naturwissenschaftliche Aufsätze, Philosophisches und Wissenschaftliches ebenso wie beispielsweise auch Harry Potter oder die Blechtrommel sowie Hitlers „Mein Kampf“, um nur einige zu nennen.

 

Die jeweiligen Texte werden inhaltlich vorgestellt, immer nur auf einigen wenigen Seiten, bevor auch ein Bogen zur Gegenwart gespannt wird, um die Bedeutung der Bücher herauszuarbeiten. Hierbei konnte ich viel Neues für mich entdecken und werde wohl immer wieder das Buch als Nachschlagewerk verwenden.

 

Der Schreibstil ist äußerst sachlich gehalten. Man merkt den Autoren ihr enormes Wissen und gute Recherchearbeit an. Ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein Zitatennachweis ergänzen perfekt, sodass man sich auch weiter informieren könnte und das ein oder andere vorgestellte Buch gleich mal lesen kann.

 

Was mir hier wirklich gefehlt hat, ist ein Inhaltsverzeichnis. Dies würde ein Nachschlagen sehr erleichtern.

 

Man kann durchaus diskutieren, ob die vorgestellten Werke tatsächlich eine solche Bedeutung haben, wie ihnen hier zugesprochen wird. Ich finde, dieses Buch weist eine sehr gelungene Sammlung auf und empfehle es für alle Literaturinteressierten gerne weiter. 4 Sterne

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Cover des Buches Weil Bücher unsere Welt verändern (ISBN: 9783806237474)Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Weil Bücher unsere Welt verändern" von Andreas von Arnauld

Eine beeindruckende Vorstellung bedeutender Werke
Igelmanu66vor 2 Jahren

»Will man also verstehen, wie eine Gesellschaft entstanden ist, wodurch sie geformt wurde und was sie ausmacht, kommt man an Büchern nicht vorbei.«

 

Als ich dieses Buch entdeckte, sprach mich der Titel sofort an. Als leidenschaftliche Leserin bin ich natürlich davon überzeugt, dass Bücher eine enorme Bedeutung haben und immer schon hatten. Und nach kurzem Nachdenken hatte ich gleich einige Werke parat, die ich als weltverändernd bezeichnen würde. Ich war sehr neugierig, welche Bücher mir hier begegnen würden!

 

Tatsächlich staunte ich schon bald über die enorme Vielfalt. Konkret werden 99 Bücher vorgestellt, chronologisch geordnet, sich über einen Zeitraum von fast 3.000 Jahren erstreckend. Die Texte kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen, umfassen Literatur, viele wissenschaftliche Texte, Reden, Lexika, Gesetzestexte und anderes mehr.

Bei der Auswahl der Texte hatten die Autoren nach eigener Aussage darauf geachtet, dass die Werke eine Bedeutung für Deutschland haben mussten.
»Sie alle haben Einfluss auf gesellschaftliche Veränderungen und auf die Herausbildung zentraler Vorstellungen genommen oder den Zeitgeist in besonders wirkmächtiger Weise eingefangen.«
Allerdings ist so eine Auswahl natürlich immer subjektiv, vermutlich wird die Menge der Bücher, bei der Einigkeit ob ihrer Bedeutung herrschen würde, begrenzt sein. Ich stieß auf so manches, mit dem ich gerechnet hatte, anderes war eine völlige Überraschung. Und während mir eine Reihe von Werken bekannt oder sogar gut bekannt waren, hörte ich von anderen zum ersten Mal. Umso interessanter, welche Bedeutung von ihnen ausging!

 

Den Beginn machte Homer’s „Ilias“, geschrieben um 700 v. Chr. und der letzte Eintrag gehört, recht aktuell, zu „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling. Jedes Werk wird detailliert vorgestellt, mit einer Inhaltsangabe und einer Einordnung in den zeitlichen Kontext. Dabei wird dann herausgearbeitet, worin die spezielle Bedeutung des Buchs lag und es wird eine Brücke zur Gegenwart geschlagen um zu überprüfen, ob diese auch heute noch so oder anders existiert. Da gab es dann einige sehr alte Bücher, die mich wirklich überraschten!

Aber ohnehin bin ich auf so einiges gestoßen, was mich überraschte. Dürer war für mich immer „nur“ ein Künstler. Dass er auch ein Lehrbuch der angewandten Geometrie geschrieben hat, wusste ich nicht. Ich staunte über den ersten „Atlas“ und über die Pioniertätigkeit von Maria Sibylla Merian. Ein paar Werke aus der damaligen DDR waren mir ebenfalls unbekannt und ich bin froh, diese Bildungslücke geschlossen zu haben.

Bei den vielen verschiedenen Themen gibt es natürlich Bereiche, die den einzelnen nicht so sehr interessieren. Bei mir waren das konkret die philosophischen Werke. Andere Themen waren dafür umso fesselnder.

 

Der Stil war durchgehend sehr sachlich und nüchtern, bei einem reinen Sachbuch ist das aber für mich ok, zumal ich alles als gut verständlich geschrieben empfand.

Im Anhang findet sich eine sehr hilfreiche Auflistung aller Werke mit fürs Nachlesen empfohlenen Ausgaben. Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis gleich zu Beginn, das wäre für die Übersichtlichkeit und ein leichteres Auffinden gut gewesen.

 

Fazit: Eine beeindruckende Vorstellung bedeutender Werke. Obwohl mich bei der großen Themenvielfalt nicht jedes fesseln konnte, war dieses Buch für mich sehr lesenswert.

 

»Dabei spielt die Literatur eine ganz herausragende Rolle, wenn es um Neuerungen im Denken, um kulturellen und gesellschaftlichen Wandel geht. Es waren eben häufig Bücher, die Veränderungen einleiteten oder ganz wesentlich verstärkten, indem sie revolutionäre Ideen und Gedanken propagierten, indem sie neue Weltsichten und Erkenntnisse verbreiteten, kulturelle Muster und Verhaltensregeln etablierten oder eine Stimmung, die in der Luft lag, so verdichteten, prägende Situationen und Zustände so pointiert auf den Punkt brachten, dass es die Leser ins Herz traf.«

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