Andree Hesse

 4.2 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Der Judaslohn, Das andere Blut und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andree Hesse

Andree Hesse wurde 1966 in Braunschweig geboren und wuchs bei Celle auf. Bevor er sich an der Filmhochschule in München einschrieb, erlernte er das Sattlerhandwerk. Seit 1998 arbeitet Andree Hesse als freier Autor und Übersetzer und lebt in Berlin. Nach "Der Judaslohn" erschien im Winter 2006 "Das andere Blut" - Andree Hesses zweiter Kriminalroman.

Alle Bücher von Andree Hesse

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Der Judaslohn

Der Judaslohn

 (17)
Erschienen am 01.09.2006
Das andere Blut

Das andere Blut

 (16)
Erschienen am 22.01.2008
Die Schwester im Jenseits

Die Schwester im Jenseits

 (11)
Erschienen am 17.11.2009
Der Diversant

Der Diversant

 (2)
Erschienen am 20.03.2017
Die Schwester im Jenseits

Die Schwester im Jenseits

 (0)
Erschienen am 20.10.2017
Das andere Blut

Das andere Blut

 (0)
Erschienen am 20.10.2017
Der Judaslohn

Der Judaslohn

 (0)
Erschienen am 20.10.2017
Das andere Blut

Das andere Blut

 (1)
Erschienen am 26.04.2007

Neue Rezensionen zu Andree Hesse

Neu
B

Rezension zu "Der Diversant" von Andree Hesse

Der Diversant - die Geschichte eines Menschen in einem anderen Deutschland
baerbel2017vor einem Jahr

Am Ende des Buches traten mir Tränen in die Augen. Dabei gab es während des Lesens so viele Stellen zum Schmunzeln, sich erinnern, zum wütend werden. Von Anfang an – und das meine ich wörtlich – hat es mich angezogen, mitgenommen. Weil hier ganz einfach das Schicksal eines ganz einfachen Menschen – aufgewachsen in der damaligen DDR – erzählt wird, ohne es ideologisch zu verbrämen. Es gehört eine Menge Mut dazu, die eigenen Wünsche und Unzulänglichkeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und es gehört eine Menge Einfühlungsvermögen des Autors dazu, die Geschichte zu schreiben ohne moralische oder politische Werte in den Vordergrund zu rücken.

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Buecherherbsts avatar

Rezension zu "Der Diversant" von Andree Hesse

Aus Leichtsinn zum Staatsfeind
Buecherherbstvor 2 Jahren


Als Mensch, der in ein vereintes Deutschland hineingeboren wurde oder zumindest die Zweistaatigkeit als Kind nur am Rande miterlebt hat und in einem Bewusstsein des Europas ohne Grenzen aufgewachsen ist, dieses im Alltag oder auch nur im Urlaub lebt, ist die Welt der deutschen Teilung kaum vorstellbar. Entgegengesetzte Ideologien, diametrale Ausrichtungen mit verfeindeten Verbündeten, eine Grenze, die zunächst nur patrouilliert, dann mit einer Mauer oder gar Panzern geschützt wurde – all das erscheint selbst beim Spaziergang entlang der (heute künstlerisch gestalteten) Berliner Mauer vollkommen irreal.


Die vollständige Rezension unter https://buecherherbst.wordpress.com/2017/04/17/rezension-andree-hesse-der-diversant/?frame-nonce=f71359c39a

Andree Hesse versucht in Der Diversant, diesen Teil der deutschen Geschichte ein Stück greifbarer zu machen. Er erzählt die wahre Geschichte seines Onkels – so wird es zumindest in dem an die Geschichte anschließenden Epilog dargelegt -, der in den 1950er Jahren in der DDR aufwuchs. Es ist eine Zeit, in der der Zweite Weltkrieg erst wenige Jahre vorüber war, die meisten Menschen die Erinnerung daran verdrängen wollten und die beiden frisch gegründeten deutschen Staaten stellvertretend für die ideologischen Systeme um die Vormacht in der Mitte Europas rangen; die einen dem Kommunismus zugeneigt, die anderen der westlichen, marktwirtschaftlich geprägten Demokratie. Beide Gesellschaften waren noch jung und auf der Suche nach der eigenen Identität.

In der gleichen Phase befindet sich Meiner, der Ich-Erzähler. Während die Gesellschaft ihm keinen Halt geben, versucht er seine Position im Leben zu finden. Die meisten Menschen in seiner Umgebung haben tiefe Wunden von den beiden Weltkriegen davongetragen, physisch oder mindestens psychisch. Da ist beispielsweise Bauer Grothe – bei ihm hütet Meiner als Zehnjähriger in den Ferien die Schafe -, der nur noch ein gesundes Bein hat, da ihm das andere zerschossen wurde; Meiners Opa wurde bereits im Ersten Weltkrieg durch ein Bajonett am Kinn verletzt; sein Vater erlitt im Zweiten Weltkrieg an der Ostfront einen Kopfschuss, woraufhin ihm die Schädeldecke ersetzt werden musste und er dauerhaft halbseitig gelähmt ist.

[...]

Wirkungsvoll und zugleich beängstigend gibt Andree Hesse mit Der Diversant einen spannenden, düsteren Einblick in ein Kapitel deutscher Geschichte, das viel zu selten literarisch beleuchtet wird. Die unmittelbare Nachkriegszeit aus ostdeutscher Perspektive ist im Vergleich zur überdrüssig abgehandelten Nazizeit oder auch den späteren Jahren der DDR, insbesondere jenen rund um die Wende, ein unbedrucktes Blatt Papier. Hesse verzichtet – glücklicherweise – darauf, den Westen rein als Sehnsuchtsort und einzigen Ausweg aus der sich immer stärker abschottenden DDR darzustellen. [...]

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Reneesemees avatar

Rezension zu "Das andere Blut" von Andree Hesse

Mal ein Celler-Krimi
Reneesemeevor 5 Jahren

Ein schöner Krimi der in der schönen Altstadt von Celle spielt.
Und durchaus hörenswert ist.

Inhalt:
Irgendwann kommt die Nacht, die keinen Morgen mehr kennt. Ein „Pferderipper“ geht um, und die siebzehnjährige Kira sorgt sich um ihr Tier. Doch am Morgen nach der Nachtwache wird sie selbst tot nahe der Koppel gefunden. Ist das Mädchen dem Geistesgestörten in die Quere gekommen? Dann stellt sich heraus, dass Kira schwanger war, und Kommissar Arno Hennings beginnt, auch im privaten Umfeld zu ermitteln – einer Welt, in der eigene Regeln zu gelten scheinen. Denn die feine Familie der Ermordeten weiß ganz offenbar mehr, als sie zugibt.


In Celle geht ein Pferderipper um der die Pferd misshandelt und Arno Henning ermittelt. Doch der Mörder hat es nicht nur auf die Pferde abgesehen, nein auch ein 17 jähriges Mädchen Kira muß dran glauben.
Arno Henning deckt bei seinen Ermittlungen so einige Geheimnisse auf.

Doch auch privat hat er einiges zu klären.

Es ist ein durchaus spannender Krimi mit so manchen geheimnissen.

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