Andrej Djakow

 4.3 Sterne bei 68 Bewertungen
Autor von Die Reise ins Licht, Die Reise in die Dunkelheit und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Andrej Djakow

Die Reise ins Licht

Die Reise ins Licht

 (32)
Erschienen am 09.05.2011
Die Reise in die Dunkelheit

Die Reise in die Dunkelheit

 (20)
Erschienen am 13.08.2012
Hinter dem Horizont

Hinter dem Horizont

 (14)
Erschienen am 11.11.2013
Dunkelheit - Die St.-Petersburg-Trilogie

Dunkelheit - Die St.-Petersburg-Trilogie

 (5)
Erschienen am 11.04.2016

Neue Rezensionen zu Andrej Djakow

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Rezension zu "Die Reise ins Licht" von Andrej Djakow

Definitiv einer der besseren "Metro 2033" Romane
Serkalowvor einem Jahr

Ich liebe postapokalptiysche Geschichten seit ich »Mad Max 2« gesehen habe. Das Sujet hat einerseits das archetypische eines Westerns, lässt andererseits aber ungeheuer viel Freiheit in der Gestaltung, da auf jegliche historische Korrektheit verzichtet werden kann.
Meist sind sie in der Art des zynischen Neowestern, denn auch wenn die Rollen klar verteilt scheinen, wer in einer Welt, in der jeder um’s Überleben kämpft, kann schon als Held bezeichnet werden.

Mich interessierten auch nie die Stories, in denen irgendwie lang und breit erklärt wird, wie es zu den geschilderten Umständen kam. Einfach rein in die Geschichte und gut ist. (Vielleicht muss ich dazu erwähnen, dass ich »Mad Max 2« in einer Art Überraschungsvorstellung sah und nicht wusste, was auf mich zu kam. Und dann dieser Einstieg!)

»Metro 2033« von Dmitry Glukhovsky ist für mich bis heute eines der stärksten Bücher des postapokalyptischen Szenarios. Ich habe nie die direkten Nachfolgebände von Glukhovsky selbst gelesen. Die Geschichte war für mich mit dem ersten Band zu Ende erzählt. Und zwar verdammt gut zu Ende gebracht.

Die sog. »St. Petersburgtrilogie« von Andrej Djakow reizte mich von daher mehr. Denn allein der Wechsel des Schauplatzes, schien mir vielversprechend.

Wie man dem Klappentext entnehmen kann, führt uns Djakow aber nicht nur in eine andere Stadt, sondern auch weit aus der Metro hinaus, bis auf’s Meer. Das macht er allerdings gut. Sehr gut.
Unser Protagonist, wird in seiner unfreiwilligen Reise mit den knallharten Stalkern, von einem Schrecken in den nächsten geworfen. Ein wenig musste ich bei den ganzen Prüfungen aus Mutanten, Monstern, unwegsamen Gelände, Schlaflosigkeit und Kannibalen an ein Buch denken, dass wir als Kinder des Eisernen Vorhangs in der Schule lesen mussten. (»Wie der Stahl gehärtet wurde«)
Moralapostel mögen sich vielleicht fragen, ob ein Zwölfjähriger wirklich so etwas erleben und überleben würde. Ob er wirklich so handeln würde, wie es Gleb irgendwann tut. Im o. g. Szenario ist es durchaus plausibel.

Djakow gönnt sich den interessanten Luxus, nicht nur eine spannende, actionreiche Story über den Kampf ums nackte Überleben zu erzählen, sondern beginnt etliche Kapitel auch mit beinahe philosophischen Gedankenspielen. Und hier liegt auch eine der Stärken von »Die Reise ins Licht«. (Vom wirklich guten Twist am Ende, der mit dem des ersten »Metro 2033« durchaus mithalten kann, mal abgesehen.)
Der Autor nutzt das postapokalyptische Sujet zu einer Abhandlung über die Menschlichkeit. Was ist es, was uns als Menschen ausmacht? Eine mögliche Antwort verbirgt sich darin, dass unser zwölfjähriger Junge, nach unendlichem Töten und Kämpfen, die Frage für sich beantworten kann, undd seine Reise, die eigentlich eine Reise in die Finsternis ist, doch noch zu einer Reise ans Licht wird.

Auf jeden Fall werde ich auch die nächsten beiden Bände in Augenschein nehmen, denn Djakows Ausflug ins »Metro 2033 Universum« gehört zu den besseren Werken der postapokalyptischen Geschichten.

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Jaris avatar

Rezension zu "Hinter dem Horizont" von Andrej Djakow

Andrej Djakow - Hinter dem Horizont
Jarivor 2 Jahren

"Hinter dem Horizont" ist der dritte Teil von Djakows Trilogie aus dem Metro2033-Universum. Blöderweise ist es mir mal wieder passiert, dass ich den letzten Teil einer Reihe vor den anderen Bänden gelesen habe. Dennoch habe ich eigentlich alles verstanden, nur viele der Hinweise auf frühere Erlebnisse der Figuren kenne ich noch nicht, doch nun freue ich mich umso mehr darauf, diese mit den lieb gewonnen Charakteren noch erleben zu dürfen. 
Während sich in Glukhovskys Moskau erst Artjom an die Oberfläche traut, so wird hier gleich eine ganze Expedition losgeschickt. Wir erleben also mit, was nach dem Krieg an der verseuchten Oberfläche vor sich gegangen ist. Die Gruppe um Taran, Gleb und die anderen erlebt hier ein Roadmovie der ganz besonderen und ganz gefährlichen Art.
Djakow versucht eine Antwort zu finden, was die Strahlung mit unserer Erde macht. Was geschieht mit den Tieren, den Pflanzen? Dabei treffen wir auf Gefahren, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von Mutanten, seltsamer Watte und natürlich anderen Menschen, die stets die grösste Gefahr, aber eben auch die grösste Hoffnung darstellen.
Die Charaktere, die wir kennenlernen, sind alle sehr unterschiedlich, haben ihre Stärken und Schwächen. Während ihrer Reise machen sie alle eine persönliche Veränderung durch. Die ist eine der Punkte, die mir an Djakows Geschichte so gefallen. Alle müssen sich am Riemen reissen, über ihre Schatten springen und sich verändern, um das Ziel ihrer Expedition zu erreichen. Nur Aurora wirkt dagegen etwas blass und erst am Ende hat sie ein paar grössere Sätze. Ihre Rolle ist mir noch unklar, aber vielleicht ändert sich das mit der Lektüre der anderen zwei Titel?
Wer es auch in Büchern actionreich und cineastisch mag, der wird hier seine Freude haben. Denn die Crew kommt mal zum Durchatmen, hinter jedem Schneehaufen wartet bereits das nächste Abenteuer. Doch wirkt es keinesfalls überlastet, denn genauso stelle ich mir diese Reise auch vor. Aus irgendeinem Grund schickt man ja die Stalker raus, weil es für die meisten gewöhnlichen Menschen zu gefährlich ist.

Mir hat dieses Buch wirklich imponiert, das Lesen konnte nicht schnell genung gehen, weil ich einfach wissen musste, was denn nun aus unseren Helden wird. Das Konzept, dass unterschiedliche Autoren eine ganze Welt zusammenbauen und man dadurch immer neue Winkel kennenlernen kann, ist einfach toll. Ich freue mich auf die anderen Bücher Djakows und natürlich alle anderen Titel der Metro-Reihe.

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SillyTs avatar

Rezension zu "Dunkelheit - Die St.-Petersburg-Trilogie" von Andrej Djakow

Ein Buch wie ein Actionfilm
SillyTvor 3 Jahren

Wir schreiben das Jahr 2033, die Welt ist zerstört, denn die großen dieser Welt haben es geschafft, den berühmten roten Knopf zu drücken. Ein Leben an der Erdoberfläche ist kaum möglich, da beinahe alles verstrahlt ist und von mutierten Tieren bevölkert wird. Der zwölfjährige Waise Gleb gehört zu den Menschen die in den russischen Metrotunneln von St. Petersburg leben. Als eines Tages der Stalker Taran auftaucht und den Menschen in den Tunneln hilft, verlangt er als Lohn den Waisenjungen. Gleb ist zunächst entsetzt, doch ihm bleibt nichts anderes übrig, als Taran zu folgen. Dieser nimmt ihn mit, in eine ihm völlig neue Welt, voller Gefahren und bringt ihm bei, mit Waffen umzugehen, denn diese sind unabkömmlich, wenn man an die Erdoberfläche will. Gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Stalker begeben sie sich auf eine gefährliche Reise quer durch St. Petersburg, denn es heißt, dass im Hafen von Kronstadt eine Arche auf Überlebende wartet und sie in Sicherheit bringt. Doch die Reise birgt viele Gefahren und manch eine ist näher, als man denkt (Achtung, die Zusammenfassung beinhaltet nur Teil 1, da ich nicht spoilern möchte).

Meine Meinung:

Erstmal war ich ja ein bisschen erstaunt, wie in dieses "Büchlein" alle drei Teile einer Trilogie passen sollten, doch tatsächlich hat dieses Buch nahezu 1150 Seiten. Allerdings kam es mir gar nicht so lang vor, denn Andrej Djakow verfügt über einen extrem spannenden und mitreißenden Schreibstil und je weiter die Geschichte voranging, desto mehr wurde ich gefesselt. Dabei ist es teilweise schon sehr brutal und widerwärtig, ohne das der Autor das bis ins kleinste Detail wiedergibt. Nein, er versteht es ausgezeichnet, das Schlimmste nicht auszusprechen und trotzdem hatte ich ständig die Bilder des Geschehens vor Augen. Der Spannungsbogen ist hoch und es gelingt auch noch diesen immer wieder zu steigern. Es gibt Wendungen, die ich in keinster Weise erahnen konnte und die mich teilweise richtig geschockt haben. Das komplette Setting ist so entsetzlich, aber auch erschreckend realistisch, so dass man wirklich nur hoffen kann, dass ein Atomkrieg niemals ausbrechen wird. Während man die Protagonisten Taran und Gleb begleitet, erfährt man sehr viel über die derzeitige Lebenslage, aber es gibt auch Rückblicke teils durch Erzählungen oder z.B. durch den Fund eines Tagebuches aus der Zeit von Tag X und danach. Auch diese Rückblicke bleiben durchweg glaubwürdig dargestellt und wirken auch dadurch wieder beängstigender. Da dieses Buch gleich drei Bände umfasst, ist das Hauptthema jeweils etwas anders gestaltet, bleibt aber überwiegend actionreich und lebendig. Ich hatte immer wieder das Gefühl, durch das extrem lebhafte Kopfkino, einen Actionfilm gemeinsam mit meinem Mann zu schauen. 

Die Protagonisten begleiten uns durch alle drei Teile, so dass man auch wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann und sie sind mir doch näher gekommen, auch wenn ich mich nicht mit ihnen identifizieren konnte, was aber eher an der geschilderten Lage der Welt liegt. Die Charaktere sind vielfältig und es gibt verschiedene "Völker" die in den unterschiedlichen Stationen St. Petersburgs leben, auch dieses klingt erschreckend realistisch. Eins wird absolut klar beim Lesen, der Mensch ändert sich nie, denn auch in diesen Situationen haben die Menschen es nicht geschafft, sich zusammen zu raufen und zusammen zu halten. Das einzige, was mich hier wirklich gestört hat, waren die unglaublich vielen unterschiedlichen Charaktere, bei denen ich immer mal wieder überlegen musste, wer das denn nun gerade war und zu wem er gehört. Ansonsten sind selbst diese 1150 Seiten regelrecht vorbei geflogen und ich war schneller mit dem Buch durch, als ich dachte.

Mein Fazit:

Actionreich, mit guten Beschreibungen und einem flüssigen, mitreißenden Schreibstil, der dieses doch sehr umfangreiche Buch zum Pageturner werden läßt. Schön ist, dass man gleich alle drei Teile der Trilogie in einem hat und somit auch gleich alles verschlingen kann. Trotzdem sind die Bände an für sich abgeschlossen, denn keines der Bücher endet mit einem Cliffhanger und man könnte das Buch auch durchaus unterbrechen, wenn man das denn wollte. Die Charaktere sind sehr glaubwürdig dargestellt, gerade mit dem Wissen, dass sie doch täglich um ihr Überleben kämpfen, versteht man die Härte mit denen sie teilweise agieren. Wer also gerne viel Action hat und Endzeitromane mag, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. Ich für mein Teil halte es so ein bisschen für ein Männerbuch (falls man das so pauschal sagen kann), da doch sehr viel und detailreich beschrieben gekämpft wird. Es gibt vier von fünf Sterne!

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