Andrej Kurkow

 3.9 Sterne bei 356 Bewertungen
Autor von Picknick auf dem Eis, Pinguine frieren nicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andrej Kurkow

Literatur im Zeichen der Geschichte: Andrej Kurkow wurde 1961 in St. Petersburg geboren und lebt seit seiner Kindheit in Kiew, Ukraine. Er studierte am dortigen Fremdspracheninstitut und spricht wohl 11 Sprachen. Danach war Kurkow als Redakteur, Gefängniswärter und Kameramann tätig. Er verfasste mehrere Drehbücher und seit 1996 schreibt er auch Romane. Seit 1988 ist er Mitglied des Londoner PEN-Clubs. Seine Bücher handeln vom Leben in der postsowjetischen Gesellschaft.

Alle Bücher von Andrej Kurkow

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Cover des Buches Picknick auf dem Eis (ISBN: 9783257603194)

Picknick auf dem Eis

 (121)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches Pinguine frieren nicht (ISBN: 9783257234732)

Pinguine frieren nicht

 (57)
Erschienen am 26.07.2005
Cover des Buches Ein Freund des Verblichenen (ISBN: 9783257233674)

Ein Freund des Verblichenen

 (36)
Erschienen am 29.08.2003
Cover des Buches Der Milchmann in der Nacht (ISBN: 9783257606027)

Der Milchmann in der Nacht

 (26)
Erschienen am 24.09.2014
Cover des Buches Die letzte Liebe des Präsidenten (ISBN: 9783257606034)

Die letzte Liebe des Präsidenten

 (24)
Erschienen am 24.09.2014
Cover des Buches Der wahrhaftige Volkskontrolleur (ISBN: 9783852186795)

Der wahrhaftige Volkskontrolleur

 (26)
Erschienen am 25.11.2011
Cover des Buches Petrowitsch (ISBN: 9783257233223)

Petrowitsch

 (15)
Erschienen am 30.08.2002
Cover des Buches Der Gärtner von Otschakow (ISBN: 9783257242478)

Der Gärtner von Otschakow

 (14)
Erschienen am 28.08.2013

Neue Rezensionen zu Andrej Kurkow

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Rezension zu "Graue Bienen" von Andrej Kurkow

Wunderbares Buch zum Nachdenken
schlumpitschi_liebt_buechervor 3 Monaten

Der Bienenzüchter Sergej lebt in einen kleinen Dorf mitten in der grauen Zone, mitten im Kriegsgebiet.
Als der Frühling abbricht beschließt er seine Bienen in eine Gegend zu bringen wo sie in Ruhe Nektar sammeln können. Denn das Wichtigste in Sergejs Leben sind seine Bienen.

Mir hat das Buch echt gut gefallen.

Das Buch habe ich genossen, weil so viele schöne Sätze und Phrasen verwendet wurden, das ich einfach tief in die Geschichte hineingezogen wurde.

"Die Luft würde sich mit süßem Summen füllen, das vertraut und friedlich war und die Welt der Menschen, der Bienen liebte, gemütlich und heimelig machte."
Das ist nur eines der vielen Stellen im Buch, die ich liebe.

Sergej den Protagonisten mochte ich sehr, seine Liebe zu den Bienen ist einfach nur süß.

Das Buch ist die ganze Zeit über sehr melancholisch, aber irgendwo auch hoffnungsvoll. 

Es wird sicher nicht das letzte Buch von diesen tollen Autoren mit der schönen Sprache gewesen sein.

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Rezension zu "Picknick auf dem Eis" von Andrej Kurkow

Viktor und sein trauriger Pinguin
Tommywienvor 7 Monaten

Klappentext

Als Tagträumer hat es Viktor schwer im Kiew der Neureichen und der Mafia: Ohne Geld und ohne Freundin lebt er mit dem Pinguin Mischa und schreibt unvollendete Romane für die Schublade. Zum Überleben verfasst er für eine große Tageszeitung Nekrologe über Berühmtheiten, die allerdings noch gar nicht gestorben sind. Wie jeder Autor möchte Viktor seine Texte auch veröffentlicht sehen. Ein Wunsch, der beängstigend schnell in Erfüllung geht.

Eindruck und Bewertung

Andrej Kurkow war mir bisher noch kein Begriff. Mir ist aufgefallen, dass ich bisher die gesamte russische Literatur nicht auf meinen Radar hatte.  Dieses Buch aus dem Jahr 2000 ist mir zufällig in die Hände gefallen und schrie förmlich danach meinen Lesehorizont zu erweitern und ich bin dem Zufall unendlich dankbar.   

Wenn man sich den Klappentext dieses Buches durchliest, stellt man sehr schnell fest, dass man sich auf die Geschichte einlassen muss. Ein Autor, der Nachrufe über noch lebende Persönlichkeiten verfasst und zusätzlich seine Wohnung mit einem Königspinguin teilt, den er vor einiger Zeit aus dem Kiewer Zoo bekommen hat – das schreit förmlich nach Fantasie. Ich muss zugegeben, ich war mir bei dieser Inhaltsangabe auch nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist. Aber ich war neugierig und habe mich auf das Experiment eingelassen.   Wenn man sich nämlich auf diese Geschichte einlässt, dann erwartet einen eine zeitlose, frische Geschichte die teilweise fern jeder Realität ist aber ihr gleichzeitig erschreckend nahe wirkt. Der Roman ist mit einer derartigen Leichtigkeit geschrieben, dass man als Leser nur von einem Kapitel zum nächsten fließt, ständig begleitet von dem traurig dreinblickenden Pinguin. Der Pinguin ist zwar eine Nebenfigur in diesem Roman, nimmt aber in der Wahrnehmung einen riesen Raum ein. Der Pinguin Mischa kommt beinahe in jedem Kapitel vor. Mit jedem Kapitel wächst die Neugier über Mischa. Mein Highlight ist aber die Hauptfigur Viktor. Anfangs wirkte er auf mich ziemlich teilnahmslos, doch dies ändert sich mit Fortdauer des Romans. Die aufbauende Entwicklung seines Wesens, wurde perfekt niedergeschrieben.  Ich empfinde die Art und Weise, wie dieses Werk geschrieben wurde als große Kunst. Wenn man es schafft, eine derart antirealistische Geschichte am Rande absoluter Absurdität dem Leser fesselnd als leichte Kost zu verkaufen, dann  gebührt dem Autor, aber auch der Übersetzerin Christa Vogel, mein tiefster Respekt. Eine ruhige Geschichte über das korrupte, mafiöse Kiew, deren melancholischer Stimmung man nicht entfliehen kann.  Gerne würde man den einen oder anderen Wodka mittrinken.

Autor

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Sein Roman ›Picknick auf dem Eis‹ ist ein Welterfolg. Kurkow lebt als freier Schriftsteller in Kiew und arbeitet auch für Radio und Fernsehen.

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Rezension zu "Graue Bienen" von Andrej Kurkow

Sergej zwischen den Fronten
sar89vor 10 Monaten

Sergej lebt in der grauen Zone, das heisst er lebt irgendwo im Niemandsland zwischen Prorussischen Separatisten und ukrainischen Soldaten. Nur Sergej und sein Feind aus Kindheitstagen Pascha sind im Dorf geblieben. Paschka wird ihm im Verlauf der Zeit ungewollt ans Herz wachsen. Sergej ist passionierter Imker und die Gesundheit seiner Bienen geht über alles. Momentan können sie nicht so gut ausfliegen und Sergej bricht mit ihnen zusammen auf und lässt Paschka allein im Dorf. So gerät Sergej bei seinen verschiedenen Stationen unabsichtlich zwischen Religions- und Nationalitätsfronten, lernt das Wort Flüchtling kennen, obwohl er keier ist und versteht oft die Welt nicht mehr. 


Ich mag Sergej sehr, diesen.einfachen Mann, der in Ruhe seinen Garten bewirtschaften und seine Bienen pflegen will. Also nur Frieden will aber zur falschen Zeit am falschen Ort wohnt, einen Kollegen mit der falschen Religion kennt etc. All dies macht seinen Alltag mühsam, lässt ihn aber im Vergleich zu anderen nicht verbittern und resignieren. Das Buch zeigt auch, das Krieg nicht immer unmittelbar sein muss, sondern auch indirekt das Leben extrem mühsam für die zivilen Bewohner macht, die irgendwie überleben und zurecht kommen müssen. Mich störte einzig, dass es ab und zu schon ziemlich Längen hat aber vielleicht ist dies auch absichtlich um die zähen und langen Tage zu zeigen. Alles in allem eine Leseempfehlung!

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Zusätzliche Informationen

Andrej Kurkow wurde am 23. April 1961 in St. Petersburg (Russland) geboren.

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von 6 Lesern aktuell gelesen

von 5 Lesern gefolgt

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