Seit dem 24. Februar 2022, dem Tag an dem die russischen Armee die Ukraine überfallen hat, ist Autor Andrej Kurkow ein verlässlicher Chronist des Krieges. Abermals beschreibt er wie in einem Tagebuch die Situation Menschen in der Ukraine. Der in diesem Buch betrachtete Zeitraum umfasst April 2024 bis April 2025. Also ist nicht mehr ganz aktuell, vor allem was die politische Situation mit Donald Trump und den USA betrifft, die mit ihrem eigenen Krieg gegen den Iran, das Interesse an der Ukraine (sollten sie es jemals eines gehabt haben) verloren haben.
In unser aller Erinnerung ist die Demütigung Selenskyjs im weißen Haus durch einen völlig unberechenbaren Präsidenten Trump.
Andrej Kurkow ist ein genauer Beobachter, der nicht nur die Reaktionen des Westens oder Russlands und Putins beschreibt, sondern auch das Leben der Soldaten, die seit Monaten nicht mehr bei ihren Familien sein können, betrachtet. Er gibt tiefe Einblicke in das Leben der ukrainischen Bevölkerung, die zwischen Hoffen und Bangen schwankt. Zudem gibt Kurkow eine, wie mir scheint, realistische Stimmung der innenpolitische Lage wieder. Präsident Selenskyj steht an manchen Tagen mit dem Rücken zur Wand und die eine oder andere Entscheidung gefällt nicht allen.
Obwohl das Tagebuch mit April 2025 endet, gibt es noch ein Nachwort mit September 2025. Es ist davon auszugehen, dass uns Andrej Kurkow weiter auf dem Laufenden halten wird.























