Andrej Kurkow

 4 Sterne bei 521 Bewertungen
Autor von Picknick auf dem Eis, Samson und Nadjeschda und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andrej Kurkow

Literatur im Zeichen der Geschichte: Andrej Kurkow wurde 1961 in St. Petersburg geboren und lebt seit seiner Kindheit in Kiew, Ukraine. Er studierte am dortigen Fremdspracheninstitut und spricht wohl 11 Sprachen. Danach war Kurkow als Redakteur, Gefängniswärter und Kameramann tätig. Er verfasste mehrere Drehbücher und seit 1996 schreibt er auch Romane. Seit 1988 ist er Mitglied des Londoner PEN-Clubs. Seine Bücher handeln vom Leben in der postsowjetischen Gesellschaft.

Neue Bücher

Cover des Buches Tagebuch einer Invasion (ISBN: 9783709981795)

Tagebuch einer Invasion

 (11)
Neu erschienen am 23.11.2022 als Gebundenes Buch bei Haymon Verlag.

Alle Bücher von Andrej Kurkow

Cover des Buches Picknick auf dem Eis (ISBN: 9783257603194)

Picknick auf dem Eis

 (130)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches Samson und Nadjeschda (ISBN: 9783257072075)

Samson und Nadjeschda

 (94)
Erschienen am 27.07.2022
Cover des Buches Pinguine frieren nicht (ISBN: 9783257603200)

Pinguine frieren nicht

 (58)
Erschienen am 23.04.2013
Cover des Buches Graue Bienen (ISBN: 9783257245547)

Graue Bienen

 (48)
Erschienen am 24.02.2021
Cover des Buches Ein Freund des Verblichenen (ISBN: 9783257610611)

Ein Freund des Verblichenen

 (38)
Erschienen am 28.07.2021
Cover des Buches Der Milchmann in der Nacht (ISBN: 9783257606027)

Der Milchmann in der Nacht

 (27)
Erschienen am 24.09.2014
Cover des Buches Die letzte Liebe des Präsidenten (ISBN: 9783257606034)

Die letzte Liebe des Präsidenten

 (24)
Erschienen am 24.09.2014
Cover des Buches Der wahrhaftige Volkskontrolleur (ISBN: 9783852186795)

Der wahrhaftige Volkskontrolleur

 (26)
Erschienen am 25.11.2011

Neue Rezensionen zu Andrej Kurkow

Cover des Buches Tagebuch einer Invasion (ISBN: 9783709981795)
J

Rezension zu "Tagebuch einer Invasion" von Andrej Kurkow

Die Invasion aus Sicht eines Ukrainers
Jutta_Frenzel_Dettweilervor einem Tag

Der Inhalt des Buches beginnt schon mehrere Wochen vor der Invasion der russischen Truppen in der Ukraine. Dadurch werden Hintergründe des Krieges deutlich und es wird klar, dass dieser Krieg nicht so einfach von Himmel gefallen ist.


In der weiteren Erzählung wird deutlich, dass die ehemaligen Sowjetstaaten durchaus eine eigene Kultur, Sprache und Geschichte haben und diese Staaten Wert darauf legen eigenständig zu sein und zu bleiben. 


Dies macht den vehementen Widerstand des ukrainischen Volkes gegen die russischen Invasoren verständlicher.


Gleichzeitig wird aber auch das tagtägliche Leben der Ukrainer während des Krieges beschrieben, ihre Ängste, ihre Freuden und die Veränderungen, welche das Volk durchstehen muss.


Ich habe aus dem Buch sehr viel gelernt, vor allem, dass ich meine alten Vereinheitlichungen der Völker im Osten komplett neu uberdenken muss.


Ich würde das Buch jedem empfehlen, der im Kopf immer noch alle Staaten der ehemaligen Sowjetunion in einen Topf wirft und gar nicht verstehen kann, was nun am Einmarsch der Russen so schlimm sein soll.

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Cover des Buches Graue Bienen (ISBN: 9783257070828)
Shimonas avatar

Rezension zu "Graue Bienen" von Andrej Kurkow

Bienenzüchter mit Herz erhält sich heile Welt inmitten des Krieges
Shimonavor 10 Tagen

Der ICH-Erzähler, aus der Sicht des Protagonisten erzählt, erlebt seine ganz persönlichen Abenteur im Donbas der Ukraine, im Herzen Europas.

Drei Jahre nach dem 'offiziellen' Beginn des Krieges beginnt die Handlung.

Der Roman zeichnet sich durch Stille, Einsamkeit, Freundschaften im positiven wie im negativen Sinne, Pragmatismus der einfachen Leute und schwarzen Humor aus. Sergej, der Imker, hier Bienenzüchter genannt, war mir durchweg symphatisch. Ein Charakter mit Herz und Hilfsbereitschaft, der mir sicher länger im Gedächtnis bleiben wird.

Sergej lebt in der sogenannten 'grauen Zone', am Grenzgebiet im Osten der Frontlinie. Sein Leben ist eng mit seinen geliebten Bienen verwoben. Er beschließt schließlich, seine Bienen aus der Kriegszone zu bringen und reist auf die paradiesische Krim. Dort angekommen, muss er feststellen, dass sich nicht nur die Menschen, sondern sogar seine Bienen verändert haben. Daher beschließt er schließlich in sein zu Hause zurückzukehren. 

Einiges blieb offen in dieser Geschichte. Das fand ich jedoch sehr passend, da dieser Krieg in der Ukraine noch offen ist und ein Ende leider lange nicht in Sicht. Ein perfekter Roman, der sehr gut in unsere aktuelle Zeit passt.

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Cover des Buches Samson und Nadjeschda (ISBN: 9783257072075)
varietys avatar

Rezension zu "Samson und Nadjeschda" von Andrej Kurkow

Weder Krimi noch Liebesgeschichte
varietyvor einem Monat

Ich kam relativ gut in das Buch rein, aber hatte wahrscheinlich völlig falsche Erwartungen. Ich dachte, es wäre ein ukrainischer Krimi mit einer Liebesgeschichte, leider weit gefehlt. Schreiben kann Kurkow natürlich und das sogar sehr gut. Die Handlung und die Figuren haben mich einfach streckenweise überzeugt. So war der Roman keine der beiden Kategorien zuzuordnen!

Samson kam sehr sympathisch (aber auch etwas naiv?) rüber und bei Nadjeschda war ich gespannt, wie sie sich entwickeln würde. Mit der Zeit interessierte mich diese Frage immer weniger.

Die Stadtkarte von Kiew habe ich kaum zu Rate gezogen, weil mich der Plot mehr interessierte als der Schauplatz der einzelnen Szenen.

Ich wusste zu Beginn nicht, wie ich bei der Lektüre mit dem Vergleich zur jetzigen Situation in der Ukraine umgehen werde. Ich habe da auch etwas mehr „diskrete Verweise“ erwartet. Natürlich ist das Buch schon 2020 erschienen, aber die Krim ist ja auch schon früher von den Russen besetzt worden. Ein Satz stach da heraus: „Erstaunlich, wie man hier nichts von der Geschichte spürt […], die, die jetzt gerade die Welt verändert. Man spürt nichts vom Krieg, dabei bereitet unsere Armee sich gerade auf die entscheidende Schlacht vor.“ (S. 74) Da musste ich leer schlucken! Ansonsten eine leise Enttäuschung.

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Gespräche aus der Community

Andrej Kurkow weiß um die Kraft des Erzählens. In seinem „Tagebuch einer Invasion“ erzählt der ukrainische Autor jene Geschichten aus der Ukraine, die in den Tagesmeldungen keinen Platz finden. Er zeigt historische Kontinuitäten auf und macht den Kampf der Ukrainer*innen um Selbstbestimmung begreifbar.

Liebe Leser*innen,

über ein halbes Jahr ist es nun her, seit Russland die Ukraine angegriffen hat. Der erste Schock ist der Gewissheit gewichen, dass dieser Krieg keine Befürchtung mehr ist, sondern Realität. Er bestimmt das Leben der betroffenen Menschen, ihre Gedanken beim Aufwachen, den Tag über, vor dem Einschlafen und auch nachts. Der Krieg verändert alles.

Andrej Kurkow hat in dieser Zeit Tagebuch geschrieben und erzählt von den Menschen in der Ukraine. Von ihrem täglichen Kampf um Selbstbestimmung. Von ihren Hoffnungsmomenten, ihren Träumen aber auch von ihrer Trauer und der Wut.
 

Wir sind sehr neugierig auf euer Feedback zu „Tagebuch einer Invasion“ und wünschen euch viel Glück bei der Verlosung!

Euer Haymon-Team

53 BeiträgeVerlosung beendet
akashacookies avatar
Letzter Beitrag von  akashacookievor 2 Monaten

Zusätzliche Informationen

Andrej Kurkow wurde am 23. April 1961 in St. Petersburg (Russland) geboren.

Community-Statistik

in 571 Bibliotheken

auf 78 Merkzettel

von 16 Leser*innen aktuell gelesen

von 7 Leser*innen gefolgt

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