Andrew Blencowe

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Andrew BlencoweDie Göttin des Schicksals
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Die Göttin des Schicksals
Die Göttin des Schicksals
 (4)
Erschienen am 15.04.2014

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kreszenzs avatar

Rezension zu "Die Göttin des Schicksals" von Andrew Blencowe

Wenn Fetisch auf große Weltpolitik trifft
kreszenzvor 10 Monaten

Was wäre, wenn die Geschichte ab 1940 ganz anders verlaufen wäre und Nazi-Deutschland den Weltkrieg gewonnen hätte? Dieses Gedankenspiel gibt es schon länger. Bereits 1962 erschien der Roman „Das Orakel vom Berge“ von Philip K. Dick, später erfolgreich als „The Man in the High Castle“ verfilmt. Das 1992 veröffentlichte „Vaterland“ von Robert Harris, das ebenfalls verfilmt wurde.

Mit „Die Göttin des Schicksals“ hat Autor Andrew Blencowe nun eine Neuinterpretation dieses Themas abgeliefert und sein Augenmerk darauf gelegt, wie genau Deutschland und Japan den Krieg bereits 1941 erfolgreich gewinnen konnten.

Man muss dem Autor lassen, dass die Hintergrundinformationen sehr gut recherchiert sind. Geschickt verwebt der Autor dabei Realität und Fiktion. Er nimmt uns mit auf geheime Treffen großer Politiker aber auch zu Ränkeschmiedereien deutscher und japanischer Agenten, die tatsächlich so oder so ähnlich stattgefunden haben könnten. Der Nachteil für den Leser: der Roman liest sich stellenweise wie ein trockenes Sachbuch, teilweise gibt es ellenlange Monologe, die nur Zahlen und Fakten beinhalten - konzentriertes Lesen ist gefragt. Lässt man sich darauf ein, erfährt man einige Hintergrundinformationen über das weltweite Wirtschaftssystem, v. a. aber das amerikanische, und warum Amerika bereits nach dem Ersten Weltkrieg so angeschlagen war, dass ein weiterer unausweichlich war.

Aufgelockert wird die trockene Geschichte durch erotische Eskapaden, denn auch „Romeo-Agenten“, bzw. hier vor allem die weibliche Variante sind tagtägliche Praxis der Nachrichtendienste, wie auf Wikipedia nachzulesen ist. Beim Lesen durchblickt man aber schnell den ausgeprägten Fetisch des Autors: hochhakige Riemchenpumps, Seidenstrümpfe, der vollständige Verzicht auf Unterwäsche und steife Nippel, am besten wenn sie an großen Brüsten dran sind. Nicht nur die Männer, nein vor allem die Frauen sind in diesem Buch allzu gerne allzeit bereit und setzen beherzt ihren Körper und ihre Lust für das Vaterland ein.

Ehrlich gesagt fand ich diese Kapitel mit der Zeit wesentlich interessanter und ansprechender als den Rest den Romans, auch wenn er noch so gut recherchiert war. Vielleicht sollte sich der Autor eher auf das Schreiben erotischer Literatur verlagern.

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Sigismunds avatar

Rezension zu "Die Göttin des Schicksals" von Andrew Blencowe

Absolut enttäuschend!
Sigismundvor 2 Jahren


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kingofmusics avatar

Rezension zu "Die Göttin des Schicksals" von Andrew Blencowe

Was wäre...
kingofmusicvor 2 Jahren

...wenn dieses Buch nie das Licht der Welt erblickt hätte? Es wäre keinem aufgefallen und es hätte auch keiner vermisst.


Wie ein Autor in der heutigen Zeit ein Buch mit einem so primitiv und falsch daherkommenden Frauenbild (alle Frauen sind ständig auf der Jagd nach dem Höhepunkt) herausbringen kann ist selbst mir als Mann schleier- und rätselhaft.


Ich habe bisher ganze zwei Bücher abgebrochen (dieses eingeschlossen) und das tue ich nur, wenn ich merke, dass ich und das Buch überhaupt keine Freunde werden. Leider gehört „Die Göttin des Schicksals“ von Andrew Blencowe dazu.


Dabei war der (utopische) Grundgedanke (was wäre gewesen, wenn Japan und Deutschland den 2. Weltkrieg gewonnen hätten) durchaus ein interessanter und diskussionsanregender Stoff. „Versaut“ wird die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes durch das oben erwähnte „die ewig lüsterne Frau“ sowie die hölzern wirkende Sprache (was aber auch an der Übersetzung liegen kann).


Wenn ich für dieses E-Book hätte bezahlen müssen – ich hätte mich schwarz geärgert…


Finger weg von diesem Buch!!!

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