Andrew Blum Kabelsalat

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Inhaltsangabe zu „Kabelsalat“ von Andrew Blum

Das Internet ist ein Ding zum Anfassen. Wir sind ständig online, ziehen Daten aus der Cloud, alles funktioniert wireless. Was das heißt, hat Andrew Blum nie richtig verstanden. Doch als ein Eichhörnchen die Internetleitung in seinem Garten anknabbert, wird ihm klar: So analog ist digital. Andrew folgt dem Kabel und eine faszinierende Reise zu den verborgenen Orten und Knotenpunkten des World Wide Web beginnt ... Andrew Blum besucht die physischen Kathedralen der digitalen Welt und vollbringt das Wunder, dass wir uns das »Zauberding« Internet endlich vorstellen können. Er führt uns beispielsweise durch den DE-CIX in Frankfurt, einen gigantischen Knotenpunkt, den fast alle deutschen Mails auf ihrem Weg in die Welt passieren. In die monumentalen Datenspeicher von Google, Microsoft und Facebook, die ganzen Städten gleichen und in denen Nanosekunden eine Ewigkeit bedeuten. Und wir sehen Kabel, die in abgeschiedenen Küstenorten im Ozean verschwinden, wo sie am Meeresgrund die Kontinente miteinander verbinden. Letztlich ist das Internet so real wie jedes Straßen- oder Eisenbahnnetz zuvor – und genauso angreifbar. Wir alle sind online. Wir sollten wissen, was das bedeutet.

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  • Rezension zu "Kabelsalat" von Andrew Blum

    Kabelsalat
    melvil

    melvil

    11. January 2013 um 13:53

    Ein sowohl technisches, als auch philosophisches Sachbuch. Andrew Blum bereist Internetknoten, geheime Rechenzentren und einen Strand, an dem gerade Glasfaserkabel zu einem anderen Kontinent verlegt werden. Er schildert dabei nicht nur, wie die einzelnen Teile des Internets physikalisch miteinander verbunden sind, sondern beispielsweise auch, welche Geschäftsprozesse dazu führen, dass Internetprovider ihre Netze miteinander verbinden, und wie der Bau riesiger Rechenzentren von Google und Facebook mitten in Oregon die umliegenden Gegenden beeinflusst. Auf jeden Fall lesenswert.

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  • Rezension zu "Kabelsalat" von Andrew Blum

    Kabelsalat
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. November 2012 um 10:53

    Das physische Internet Wie sehr und wie weit das Internet Teil des alltäglichen Lebens ist, sei es im Beruf oder auch rein privat zu Hause, das stellt sich vor allem dann heraus, wenn es einmal nicht zur Verfügung steht. Umgehend macht sich dann so gut wie jeder, dem der Blackout im Raume steht, auf, das Problem schnellstmöglich zu lösen. Mal mehr, mal weniger hektisch. Andrew Blum, der New Yorker Journalist, geht bei der „Problembewältigung“ allerdings eine Vielzahl von Schritten weiter als der normale Nutzer des Internet. Einer, der vor allem die Dinge sich „räumlich“ vorstellen will, der folgt dann zunächst einmal ganz einfach dem Kabel, welches das Internet in sein Haus transportiert und macht sich dann auf den Weg, der physischen Seite des Internet weiträumig nachzugehen. Nachdem der Techniker zunächst die Störquellen natürlich im Haus gesucht hat. Wie kann das sein, fragt sich Blum zu Beginn, dass das „leistungsfähigste Informationsnetzwerk aller Zeiten“ von den Nagezähnen eines Eichhörnchens umgehend außer Kraft gesetzt werden kann? Eine ganz andere Form von Reisebericht ist es somit, die Blum in seinem Buch vorlegt und, vorweg gesagt, eine durchaus interessante Reise, die Blum sprachlich verständlich zu schildern versteht. Getreu nach dem Zitat von William Gibson „Irgendwie wusste ich, dass der virtuelle Raum hinter all den Computerbildschirmen ein einziges Universum war“ (und noch ist, wie man im Buch nachlesen kann). Es gibt sie, die physische Welt hinter den Bildschirmen, eine „Welt aus Kabeln und den Räumen dazwischen“. Und so schildert Blum die Welt des „Rohrsystems“ (eine bildliche Beschreibung, für die ein amerikanischer Senator 2066 von der technisch versierten „Gemeinde “ ausgelacht wurde und dennoch ein absolut physisch zutreffendes Bild, wie Blum aufzeigt). Eine Welt, die mit einer Vielzahl realer „Eigentumsverhältnissen“ ausgestattet ist und somit nicht als „Datenautobahn“ gedacht werden kann, sondern eher als die LKW´s auf einer Autobahn. „Datentransporter“ eben. Viele einzelne Netzwerke drängen sich in ein und dasselbe Kabel und leiten ihre Datenpakete dort weiter. Neben der „virtuellen“ Ebene der Informationsübertragung führt Blum daher im Buch sowohl zur physischen Ebene der Maschinen und Kabel, durch die „Signale“ transportiert werden, als auch an geographische Orte, von welchen diese Signale ausgehen, an welchen solche Signale gebündelt und umgeleitet werden und an welche diese Signale letztendlich angelangen. So wie in ein altes Gebäude in Milwaukee, „rappelvoll mit Internet“. Blum folgt zudem den Spuren des Internet nicht nur räumlich, wie in Milwaukee schon deutlich wird, sondern auch zeitlich. Er bietet einen Abriss der Geschichte des Internet und erläutert an konkreten Orten, wie und wann die Netzwerkstruktur entstanden ist. Bis eben dahin, das manche Schächte in Großstädten so mit Kabeln vollgestopft sind, dass sie „hervorquellen wie Schlangen“. Sicher ist die Materie teils sehr trocken, das schlägt sich auch sprachlich im Buch nieder. In der ständigen Rückkoppelung aber an die physische Welt und konkrete Orte gelingt es Blum durchaus, den Leser neugierig zu halten und im Gesamten den Aufbau, die „Landkarten“ und die „Schnittstellen“ des weltweiten Netzes plastisch vor Augen zu führen. Ein durchaus gehaltvolles und anregendes Buch, das dem Leser die physische Struktur des Internet umfassend nahebringt.

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