Andrew Brown

 4.1 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Würde, Schlaf ein, mein Kind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andrew Brown

Eine Stimme der Gerechtigkeit, eine Stimme der Literatur: Andrew Brown wird 1966 im südafrikanischen Kapstadt geboren. In den 1980er Jahren ist er in der UDF aktiv, der United Democratic Front, die während der Apartheid gegen die Rassentrennung einsetzt, und wird mehrere Male festgenommen. Heute ist er als Anwalt tätig – eben an jenem Gericht, dass ihn seinerzeit vor einer langjährigen Gefängnisstrafe bewahrte. Zusätzlich ist er regelmäßig als Reservepolizist in Kapstadt im Einsatz. Auch im literarischen Bereich hat sich der Südafrikaner als sehr erfolgreich erwiesen. Als eines seiner bis heute besten Werke gilt „Schlaf ein, mein Kind“, das mit dem Sunday Times Fiction Prize ausgezeichnet wurde, dem wichtigsten Literaturpreis Südafrikas. Der Roman erzählt von Detective Eberard Februarie, dem ein Fall keine Ruhe lässt. Als die Leiche einer jungen weißen Frau im Fluss treibend gefunden wird, steht der Täter schnell fest: ein illegaler Einwanderer aus Burundi. Doch Februarie glaubt nicht an diese Lösung und stellt gemeinsam mit der Polizistin Xoliswa eigene Nachforschungen an. Das Buch zeigt auch Jahre nach dem ursprünglichen Erscheinen 2009 und tausende Kilometer vom Handlungsort der Geschichte entfernt noch eine erschreckende Aktualität. Zurecht gilt Brown als eine der wichtigsten neuen Stimmen der südafrikanischen Literatur. Andrew Brown ist verheiratet und hat mit seiner Ehefrau drei gemeinsame Kinder.

Alle Bücher von Andrew Brown

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Andrew BrownWürde
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Würde
Würde
 (12)
Erschienen am 13.08.2012
Andrew BrownSchlaf ein, mein Kind
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Schlaf ein, mein Kind
Schlaf ein, mein Kind
 (7)
Erschienen am 06.07.2009
Andrew BrownDie Kunst der botanischen Illustration
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Die Kunst der botanischen Illustration
Die Kunst der botanischen Illustration
 (4)
Erschienen am 18.04.2016
Andrew BrownTrost
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Trost
Trost
 (4)
Erschienen am 11.04.2016
Andrew BrownTeuflische Saat
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Teuflische Saat
Teuflische Saat
 (3)
Erschienen am 09.07.2018
Andrew BrownColdsleep Lullaby
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Coldsleep Lullaby
Coldsleep Lullaby
 (0)
Erschienen am 17.06.2014
Andrew BrownMusic Technology and Education: Amplifying Musicality
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Music Technology and Education: Amplifying Musicality
Andrew BrownChurch and Society in England 1000-1500
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Church and Society in England 1000-1500
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 (0)
Erschienen am 17.10.2003

Neue Rezensionen zu Andrew Brown

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E

Rezension zu "Teuflische Saat" von Andrew Brown

Spannender Thriller über den Südsudan
evaczykvor einem Monat

Der Südsudan, jüngster Staat der Welt mit blutiger Vergangenheit und ungewisser Zukunft, ist der Schauplatz des spannendenThrillers "Teuflische Saat". Die Suche nach einer seltenen Pflanze wird zu einer Reise zu Abgründen und tödlicher Gefahr.

Gabriel Cockburn ist ein Protagonist, der auch aus einem Roman von John Le Carré stammen könnte: Wissenschaftler am Botanischen Institut, nicht mehr jung, noch nicht alt, dessen Ehe ebenso eingefroren scheint wie seine Karierre. Ein unauffälliger Mann mit milder Midlife Crisis, der es im Triller “Teuflische Saat” des südafrikanischen Schriftstellers Andrew Brown nichtsdestotrotz schafft, das Interesse von Geheimdiensten, Militärs und Waffenhändlern auf sich zu ziehen, als er auf der Suche nach einer ganz bestimmten Pflanze in den Südsudan reist.

Denn gerade dort gilt es für den britischen Auslandsgeheimnis MI6 und einen hohen Luftwaffenoffizier, Beweismittel für eine Dronenoperation aus der Welt zu schaffen, die Großbritannien international kompromittieren könnte.

Cockburn betrachtet es schon als mittlere Krise, wenn er auf dem Weg ins Botanische Institut im heimischen Bristol an Verkehrsrowdies gerät. Beim Joggen hängt ihn seine herbe Ehefrau Jane locker ab. Ginge es nicht um den angestrebten Lehrstuhl und Professorentitel, nie wäre er auf die Idee gekommen, eine Forschungsreise nach Afrika zu unternehmen.

Und dann ausgerechnet in den Südsudan, den jüngsten unabhängigen Staat der Welt. Cockburn ist schon in der Hauptstadt Juba außerhalb seines Elements und erregr in dem von Gewalt und ethnischen Konflikten zerrissenen Land mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb sein kann. Denn wer reist schon in den Südsudan, ohne Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, einer UN-Einrichtung oder Journalist zu sein? Cockburn mag sein Umfeld als höchst exotisch empfinden – für südsudanesischen Behörden, aber auch die örtlichen Expats ist er der Exot.

Die Suche nach der Pflanze führt Cockburn in den Norden, nahe der Grenze zum Sudan, von dem sich der Südsudan 2011 nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg abgespalten hat. Im ölreichen Bundesstaat Unity mag offiziell kein Krieg mehr herrschen, die Macht der Milizen ist ungebrochen, wie Cockburn auf die harte Tour lernen muss. 

Als Übersetzerin auf der beschwerlichen Reise begleitet ihn die Südsudanesin Alek, die ihn mit spöttischer Distanz behandelt und, wie Gabriel zunehmend dämmert, auf der Reise ihre eigene Agenda verfolgt. Sie ist die eigentliche, die handelt – er der Fremde, der lange Zeit nur passiv folgt und verzweifelt versucht, sich aus dem unwirtlichen Land mit seiner extremen Armut, den schlechten Straßen undvöllig ungewohnten Verhältnissen einen Reim auf seine Umgebung zu machen.

Es gibt Länder, da liegen herbe Schönheit und das Grauen, Menschlichkeit und Gewalt eng nebeneinander. Länder wie Südsudan, Somalia oder der Ostkongo, wo jahrelange Gewalterfahrung Krieg und Brutaliät für die örtliche Bevölkerung zum Alltag gemacht hat. Länder, wo Neuankömmlinge aus der westlichen Wohlstandsgesellschaft entwder völlig verzweifeln oder für immer verändert werden.

Brown hat nicht nur einen spannenden Thriller über ein Land als Spielball der Mächte geschrieben, er zeichnet auch glaubwürdig und überzeugend die Entwicklung des leicht weltfremden Wissenschaftlern, der mit einem Übermaß an Realität weit außerhalb des bisher Gekannten konfrontiert wird.

Er hat ganz offensichtlich auch gründlich vor Ort recherchiert und zeigt ein Afrika weit entfernt von den Erfahrungen von Safari-Touristen. Der Lernprozess Cockburns ist auch eine Anklage gegen die Gleichgültigkeit, mit der die internationale Öffentlichkeit den Südsudan behandelt – nicht erst, seit der Konflikt in Syrien die Schlagzeilen bestimmt.

“Teuflische Saat” bietet weitaus mehr als spannende Unterhaltung. Das Buch zeigt – ohne den erhobenen pädagogischen Zeigefinge – ein realistisches Bild des Südsudan und des Konfliktpotentials durch Rohstoffe, historische Konflikte und Einflusssphären in einem Land, in dem traumatisierte Binnenflüchtlinge auch Jahre nach der Unabhängigkeit die Sicherheit von Flüchtlingslagern suchen.

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Haverss avatar

Rezension zu "Teuflische Saat" von Andrew Brown

Und jeder hat eine Mission...
Haversvor 2 Monaten

Wer kennt sie nicht, die Bilder aus dem Südsudan, die uns mit den Nachrichten ins Haus geliefert werden. Ein Land, vom Krieg verwüstet. Lager, in denen Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Zuständen hausen. Hunger und Elend. Kein Land, in das man freiwillig reisen würde. Es sei denn, man hätte eine Mission zu erfüllen.

Wie George Bartholomew, Leutnant der Royal Air Force, der dort einen Drohnenangriff auf ein ziviles Ziel vertuschen will. Er sucht nach den Überresten des Schrapnells, um die Urheberschaft der Bombe zu verschleiern. Angetrieben von der Furcht vor ernsthaften Konsequenzen macht er sich trotz gesundheitlicher Probleme auf den Weg. Aber zu seinem Leidwesen entwickelt sich diese Expedition nicht wie geplant.

Oder wie der englische Botaniker Gabriel Cockburn, der nach der Intervention eines Kollegen davon besessen ist, eine ganz spezielle Pflanze im Südsudan aufzutreiben. Falls er diese nicht findet, sieht er sein bisheriges Forschungsprojekt in Gefahr. Aber dazu muss der egozentrische Wissenschaftler nach Afrika reisen.

Vor Ort wird letzterer von einer jungen Frau unter die Fittiche genommen, die sich ihm als Führerin anbietet. Die junge Sudanesin hat Schreckliches gesehen, aber überlebt. Doch nun ist auch sie auf einer Mission und verfolgt schlussendlich ganz andere Ziele, als Cockburn zu seiner seltenen Pflanze zu bringen.

„Teuflische Saat“, der vierte Roman des Südafrikaners Andrew Brown, wird zwar als Thriller beworben, aber das ist er beileibe nicht. Dafür hat die Story viel zu viele Längen, ist schwerfällig und kommt kaum in die Gänge. Es ist ein politischer Roman, und auch der Autor verlangt offensichtlich von sich, eine Mission zu erfüllen. Er möchte uns Lesern für die Lage im Südsudan sensibilisieren. Aufzeigen, was in dem afrikanischen Land geschieht, wer die Geschäfte macht und von ihnen profitiert. Zumindest das ist ihm gelungen, denn auch wenn der Bürgerkrieg im Südsudan weit entfernt erscheint und als afrikanisches Problem abgetan wird, tragen doch die westlichen Regierungen durch ihre Waffenlieferungen durchaus dazu bei, dass er nicht so schnell beendet wird. Aber dann könnten ja auch die Rüstungsfirmen keine Geschäfte mehr machen!

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Claudia_Poesies avatar

Rezension zu "Die Kunst der botanischen Illustration" von Andrew Brown

botanische Illustration
Claudia_Poesievor 2 Jahren


In dem Buch "Die Kunst der botanischen Illustration" von Andrew Brown werden ausgewählte Pflanzenporträts des Chelsea Physic Garden gezeigt. Dabei handelt es sich vor allem um wundervolle Aquarelle. Der Chelsea Physic Garden ist ein historischer botanischer Garten in Großbritannien, der 1673 gegründet wurde und zunächst als Apothekergarten für Studenten und Forscher diente. Im 17. Jahrhundert begann man Bildersammlungen der großen Pflanzenwelt des Garten anzufertigen, die nicht nur der Kunst dienen, sondern auch wertvoll für Botaniker zur Bestimmung und Benennung der Pflanzen sind. In diesem Buch befinden sich 78 Illustrationen, die alle in den letzten 20 Jahren von Mitgliedern der Chelsea Physic Garden Florilegium Society angefertigt wurden. Mehr über die Bedeutung der botanischen Illustration und Geschichte des Garten erfahren wir in den einleitenden Texten im Buch.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da man nicht nur wundervolle Illustrationen betrachten kann, sondern auch noch einiges über die Geschichte des Chelsea Physic Garden erfährt. Zudem wird jede Illustration von einem Text begleitet, in dem man etwas über die Charakteristika und Verwendung in der Volksheilkunde und Medizin der einzelnen Pflanzen lernt. Ich werde mir die Illustrationen wahrscheinlich noch einige Male anschauen, da ich vor allem die Aquarelle sehr schön und inspirierend finde. Außerdem hat mich das Buch auch dazu motiviert mal wieder in den Garten zu gehen und mir die Pflanzen dort mal genauer anzuschauen. Dort habe ich das Buch dann auch auf einer Decke auf dem Rasen mit noch größerer Freude gelesen.

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