Andrew Brown Würde

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 18 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(2)
(6)
(2)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Würde“ von Andrew Brown

Belüge deinen Nächsten wie dich selbst Kapstadt, die Mutterstadt Südafrikas, die Schöne mit den vielen Gesichtern. Während im Schatten des Tafelbergs Flüchtlinge ums Überleben kämpfen, korrupte Polizisten ihr Gehalt aufbessern und das organisierte Verbrechen blüht, frisst der Alltag an Richard Calloways Glück: Eine triste Vorstadtidylle, eine eintönige Ehe und Dinnerparties, auf denen man sich nichts zu sagen hat. Doch dann übernimmt der Anwalt einen Fall, der sein Leben für immer verändern wird: Ein russischer Geschäftsmann soll einen Jungen überfahren haben. Der Augenzeuge ist verschwunden. Und die Aktenlage ist undurchsichtig. Als Richard dann auch noch auf die sinnliche nigerianische Einwanderin Abayomi trifft, wagt er sich Schritt für Schritt hinaus aus seinem Alltag. Doch auch der kleinste Schritt kann ein Schritt zu viel sein. Und manchmal gerät man in einen Strudel, aus dem es kein Entkommen gibt ... Ein sprachgewaltiger, hoch spannender Roman über die Wahrheit, die keiner kennt, die Gerechtigkeit, die brüchig ist, und die Würde, die man schnell verlieren kann. Andrew Brown spielt grandios mit unserer Wahrnehmung – so dass der Leser am Ende selbst nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Auf der Shortlist für den renommierten Commonwealth Writer's Prize

Ein Bild des modernen Südafrikas mit vielen Schattenseiten.

— Arun

Mein Kopft schwirrt vor Gedanken, ich bin in einer emotionalen Gefühlsmischung gefangen, sprachlos und nachdenklich. Auf "Würde" sollte man sich tief einlassen und Andrew Brown hat mich schwer beeindruckt. Puh...

— Binea_Literatwo

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Wider mal ein richtig spannender Psychothriller mit überraschenden Wendungen. Mit dem Ende hätte ich ja nie gerechnet.

nastiwho

Die Party

Ganz kurzweilige Unterhaltung - unbedingt lesenwert!

Callso

Sea Detective: Der Sog der Tiefe

Zu langatmig und weitschweifig um wirkliche Spannung aufkommen zu lassen.

twentytwo

Die Kinder

Die Augen lassen sich täuschen, das Bauchgefühl nicht,... (Seite 16)

ChattysBuecherblog

Der Zerberus-Schlüssel

Einfach nur genial

Vampir989

Durst

Einfach nur genial...

Pokerface

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Würde von Andrew Brown

    Würde

    Angel10

    20. May 2013 um 15:40

    Der Roman spielt in Kapstadt, Südafrika. Richard Calloway, Anwalt, befindet sich in ener persönlichen Krise. Sein Job, seine Familie, die Dinnerpartys seiner Frau langweilen ihn. Sein Klient Svritsky, ein Russe, überfährt einen farbigen Jungen und begeht Fahrerflucht. Richard bekommt ihn gegen Kaution frei, obwohl es Zeugen für den Unfall gibt, die die Polizei aber noch nicht gefunden hat. Svritsky empfiehlt ihm zur Entspannung eine Massage. Da lernt er Abayomi kennen, eine junge Frau, die mit ihrem Mann Ifasen und ihrem kleinen Sohn aus Nigeria vor politischer Verfolgung geflohen ist und in Kapsatadt ums nackte Überleben kämpft. Ifasen, ausgebildeter Lehrer, verkauft Plastikmobiles und Abayoumi, auch gebildet, verdient ihr Geld mit erotischen Massagen. Der Leser erfährt einiges über den Bürgerkrieg und die bittere Armut in Nigeria, ebenso kommen Korruption und das organisierte Verbrechen in Südafrika zur Sprache Ifasen wird eines Tages grundlos, angeblich wegen Drogenbesitztes, verhaftet. Die unmenschlichen Bedingungen in südafrikanischen Gefängnissen werden geschildert. Richard, verliebt in Abayoumi, hilft Ifasen aus dem Gefängnis zu bekommen. Er weiß allerdings nicht, dass es ihr Mann ist. Auf den letzten Seiten kommt es zu einer Katastrophe und der Leser erfährt, wer hinter allem steckt. Meiner Meinung nach ist "Würde" ein sehr eindringliches Buch, was sicher nicht den Massengeschmack trifft. Einen Stern Abzug gibt es für die ausschweifende Beschreibung der Midlife crises, was beinahe dazu geführt hätte, das Buch ungelesen zur Seite zu legen.

    Mehr
  • Rezension zu "Würde" von Andrew Brown

    Würde

    sabatayn76

    24. December 2012 um 11:52

    'Die Seele meines Landes ist durch und durch verfault.' Inhalt: Stefan Svritsky hat einen Jungen überfahren, ihn sterbend auf der Straße zurück gelassen und hat dann Fahrerflucht begangen. Es gibt zwar einen Zeugen für den Unfall, aber diese Person hat einen falschen Namen und eine falsche Adresse angegeben, ist unauffindbar. Der Anwalt Richard Calloway vertritt Svritsky und verliert nach und nach die Kontrolle über sein eigenes Leben. Mein Eindruck: Der Roman 'Würde' ist durch die parallelen Erzählstränge (Calloways Leben und die Verteidigung seines Klienten Svritsky, die Geschichte um die nigerianischen Einwanderer Ifasen und Abayomi) sehr abwechslungsreich und spannend. Hier kann man neben der eigentlichen Handlung viel über Nigeria, Südafrika, die extremen Unterschiede zwischen Arm und Reich und das Leben auf dem afrikanischen Kontinent erfahren. Die Anzahl der Protagonisten bleibt sehr überschaubar, die Figuren selbst wurden sehr überzeugend charakterisiert, obwohl sie meiner Meinung nach bisweilen wenig nachvollziehbar handeln, ihr Verhalten wenig Sinn ergibt. Inhaltlich ist 'Würde' oft schonungslos, brutal und erschüttert, wirkt aber stets sehr realistisch. Ich habe schon sehr viel über Afrika gelesen, habe hier Neues entdeckt, aber auch über Altbekanntes gelesen. Mein Resümee: Ein spannender Roman, der zudem Einblicke in die Geschichte Nigerias und die Zustände in Südafrika bietet. Sehr empfehlenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Würde" von Andrew Brown

    Würde

    LibriHolly

    07. March 2012 um 13:23

    This is Africa. Richard Calloway, Rechtsanwalt in der "Midlife-Crisis", lebt mit seiner Frau Amanda abgeschottet in einer Luxus-Wohnanlage in einem Vorort von Kapstadt. Die Ehe besteht nur noch aus Gewohnheit, die beiden Eheleute haben sich längst nichts mehr zu sagen. Sie liebt Dinnerpartys, er hasst sie und auch der neu gekaufte SLK bringt Richard nicht die erhoffte Befriedigung. Jenseits dieser reichen Welt gibt es jedoch auch noch eine andere im Schatten der Tafelberge. Eine Welt voll Gewalt, Korruption und Hass. Ein täglich Kampf ums nackte Überleben. In dieser Welt lebt Abayomi mit ihrem Mann Ifasen und ihrem gemeinsamen Sohn Khalifah. Sie sind Immigranten aus Nigeria und als solche ist es für sie nicht einfach eine Arbeit zu finden, obwohl beide hochgebildet sind. So bleibt nichts anderes als Einkunftsquelle übrig, als dass Abayomi Tag für Tag ihren Körper als Edelprostituierte verkauft, während ihr Mann auf der Straße Plastikmobilees feilbietet. Diese beiden Welten prallen jäh aufeinander, als Richard den Fall eines zwielichten russischen Geschäftsmannes übernimmt, der unter dem Verdacht steht, eine Fahrerflucht mit Todesfolge begangen zu haben. Durch ihn lernt Richard Abayomi kennen und sein bisheriges Leben gerät völlig aus den Fugen. Es ist für ihn ein Schritt in eine neue Welt, die er bis dato so nicht kannte. Vielleicht ein Schritt zuviel? So nimmt ein gefährliches Spiel seinen Lauf, ein Spiel in dem die Grenzen zwischen Recht und Unrecht verschwimmen, ein Spiel um das nackte Überleben in einer Welt voll Fremdenhass und Korruption. In seinem neuen Roman beschäftigt sich Andrew Brown mit der Flüchtlingsproblematik in Südafrika. Es geht um Gerechtigkeit, die nicht für jeden gilt und schon gar nicht für Immigranten. Es geht um Wahrheit und Lüge und die feine Grenze dazwischen. Und zu guter letzt geht es auch um die Würde eines jeden Menschen. Die Würde, die Abayomi und Ifasen trotz ihrer aussichtslosen Lage verzweifelt zu bewaren versuchen und die Würde, die Richard dabei ist zu verlieren. Der Roman kommt sehr leise und unspektakulär daher. Die Handlung kommt dabei nur sehr langsam in Schwung. Bei den Schilderungen der einzelnen Gerichtsszenen merkt man zwar, dass Brown selbst Anwalt ist und weis von was er spricht, aber eine gewisse Detailverliebtheit hemmt dabei doch erheblich den Spannungsaufbau. Auch die sehr ausführlich geratenen Schilderungen des von Bürgerkrieg geschüttelten Nigerias sind dabei nicht sehr förderlich. Doch Durchhalten zahlt sich am Ende aus, wartet der Roman doch mit einem überraschenden und durchaus temporeichen Schluß auf. Fazit: Man erfährt in diesem Roman sehr viel über die herrschende politische Lage in Südafrika und Nigeria. Zudem erhält man, sozusagen aus erster Hand, Einblicke in die südafrikanische Gerichtsbarkeit und die Zustände in den Gefängnissen. Leider bleibt jedoch dabei die Spannung etwas auf der Strecke.

    Mehr
  • Rezension zu "Würde" von Andrew Brown

    Würde

    Leserrezension2010

    24. August 2010 um 13:19

    A130 Würde von Andrew Brown Kategorie: Allgemein Faszinierendes Mosaik aus Afrika: "Würde" von Andrew Brown “…This is Africa. Es gibt keine Lösung, boet (Afrikaans für Bruder). Nur das Problem….“ Was wissen wir wirklich über den schwarzen Kontinent - seine unterschiedlichen Stämme und Völker auf über 50 Staaten verteilt, seine instabilen Demokratien, Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, Vuvuzelas, Ghana - Weltmeister der Herzen 2010? Die Frage, was wir wirklich über Afrika wissen, stellt Richard Calloway, erfolgreicher Anwalt, in eintöniger Ehe im Vorstadtidyll in einem eingezäunten Reichen-Ghetto am Rande Kapstadts lebend, seinen gelangweilten weißen Dinner-Gästen eines Abends. Richard Calloway ist die Hauptfigur in Andrew Browns Roman “Würde”. Andrew Brown gilt als die neue Stimme der Literatur Südafrikas und war mit diesem, seinem aktuellen Roman auf der Shortlist des renommierten Commonwealth Writer’s Prize vertreten. Der als Anwalt und Reservepolizist tätige Brown fasziniert durch seine Authentizität. Brown verstrickt seine Figur Richard Calloway in einen Dschungel aus Wirklichkeit, Gewalt und Emotionen und skizziert ein zerrissenes Bild Südafrikas: Weißer Reichtum, bittere Armut schwarzer Immigranten aus Nigeria und Mozambique, aufstrebende Ureinwohner, Korruption, Lügen, Widersprüchlichkeit – kaum zu überwindende Aufgaben bei der Einigung eines wohl immer noch geteilten Landes oder sogar des ganzen schwarzen Kontinents? Mitten darin agieren die Hauptfiguren: Neben besagtem Anwalt die nigerianische Immigrantin Abayomi, ihr unschuldig im Gefängnis sitzender Mann Ifasen, der korrupte Inspektor Jeneker, der Gelegenheitsgauner Sunday und Calloways undurchsichtiger russischer Mandant Stefan Srvitsky. Immer wieder begegnen sich diese Akteure, und man ahnt, dass am Ende alle Beteiligten ein gemeinsames Schicksal teilen werden. Es ist kaum vorstellbar, dass die Story wahr sein könnte, zu beklemmend und doch auch wieder real wirken die Szenen, welche Brown in schneller werdenden Abläufen zueinander stellt. Anfangs ist es schwierig in die Thematik einzutauchen, die Figuren zu greifen - letztendlich zeichnet der Schriftsteller ein faszinierendes Mosaik aus Korruption, Verbrechen und den Protagonisten selbst – ein Bild Südafrikas und seiner Immigranten – spannend und raffiniert. Ein echter Pageturner. This is Africa. Erschienen am 28. Juni 2010 im btb Verlag.

    Mehr
  • Rezension zu "Würde" von Andrew Brown

    Würde

    lokoschade

    22. July 2010 um 08:09

    Was war das nun? Ein Krimi oder ein Thriller? Eine Immigrantengeschichte aus Nigeria? Eine Bestandsaufnahme der südafrikanischen Gesellschaft? Es war von allem was. Klappentext: Belüge deinen Nächsten wie dich selbst Kapstadt, die Mutterstadt Südafrikas, die Schöne mit den vielen Gesichtern. Während im Schatten des Tafelbergs Flüchtlinge ums Überleben kämpfen, korrupte Polizisten ihr Gehalt aufbessern und das organisierte Verbrechen blüht, frisst der Alltag an Richard Calloways Glück: Eine triste Vorstadtidylle, eine eintönige Ehe und Dinnerparties, auf denen man sich nichts zu sagen hat. Doch dann übernimmt der Anwalt einen Fall, der sein Leben für immer verändern wird: Ein russischer Geschäftsmann soll einen Jungen überfahren haben. Der Augenzeuge ist verschwunden. Und die Aktenlage ist undurchsichtig. Als Richard dann auch noch auf die sinnliche nigerianische Einwanderin Abayomi trifft, wagt er sich Schritt für Schritt hinaus aus seinem Alltag. Doch auch der kleinste Schritt kann ein Schritt zu viel sein. Und manchmal gerät man in einen Strudel, aus dem es kein Entkommen gibt ... Ein sprachgewaltiger, hoch spannender Roman über die Wahrheit, die keiner kennt, die Gerechtigkeit, die brüchig ist, und die Würde, die man schnell verlieren kann. Andrew Brown spielt grandios mit unserer Wahrnehmung – so dass der Leser am Ende selbst nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Auf der Shortlist für den renommierten Commonwealth Writer's Prize Fazit: Ein gut zu lesendes, spannendes Buch das sowohl das Schicksal der nigerianischen Flüchtlinge beleuchtet als auch die Willkürlichkeit der südafrikanischen Polizei. Diese Themen wurden angsprochen, aber m. E. zu wenig darauf eingegangen. Der Roman hätte nicht unbedingt in Kapstadt spielen müssen, diese Geschichte hätte sich überall zutragen können. Aber man kommt natürlich als Leser nicht umhin, sich einmal mehr Gedanken um das Land am Kap zu machen. Und der kritische Leser weiß auch dass es noch unzählige Jahre brauchen wird, eh dieses wunderbare Land frei ist von jahrhunderterlanger menschenverachtender Politik. (dk)

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks