Ein Kind wird entführt - reicher russischer Adel. Die Eltern behaupten, dass ein Waldwesen dafür verantwortlich wäre. Peter Grant bezweifelt das und verfolgt den Fall weiter. Als dann jedoch sein Chef ( Nightingale ) entführt wird, wird es für ihn dringender und persönlicher. Auf einmal findet er sich in einem Netz aus Intrigen wieder.
Leider vermasselt der 2. Band der Flüsse von London Reihe was ich am ersten so mochte: Eine übersichtliche Ansammlung von
Protagonisten mit denen man mitfühlen kann und ein schlichter Fall der sich als komplexer herausstellt, als man dachte. Weder machte es mir Band 2 leicht zu sehen, wer hier wer ist (ich kenne die ganzen Charaktere noch nicht gut genug um sie bei einem Zeichenstil der die Menschen sehr ähnlich aussehen lässt wieder zu erkennen) noch war der Fall simpel gestrickt. Im Gegenteil, er ist hochpolitisch und Freund und Feind mischen sich hier schnell. Durch ständig wechselnde Perspektiven wird das nochmal komplizierter. Auch Rückblicke waren dabei was meine Verwirrung nur noch verstärkte.
Ich hatte wirklich Mühe der Geschichte zu folgen und brach auf den letzten Seiten tatsächlich ab. Hin und wieder gibt es sogar rein russische Textzeilen die mein Verständnis jetzt nicht gerade verstärkten.
Weder verstand ich was an dem Fall jetzt wirklich spannend war (kannte ich das Mädchen und ihre Familie ja gar nicht) noch wer neben Peter jetzt alles darin verwickelt war.
Generell fehlt mir ein Verständnis für die einzelnen Charaktere die diese Reihe ausmachen: Neben Peter gibt es noch eine Art Flussgöttin die Leute in ihren Bann ziehen kann, ein Hausmädchen mit bösem Blick und Messern und den mysteriösen Mr Nightingale von dem immer nur gesprochen wird, der aber fast nie gezeigt wird. Ich würde ehrlich gesagt gerne verstehen wer all diese Leute sind, doch da der Fokus hier irgendwie mehr auf den "Bösewichten" der Geschichte lag, schaffte ich das nicht.













