Andrew H. Vachss

 4.4 Sterne bei 66 Bewertungen
Autor von Kata, Shella und weiteren Büchern.

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Andrew H. VachssKata
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Kata
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 (12)
Erschienen am 01.03.1994
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 (7)
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Andrew H. VachssDie Schritte des Falken
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Andrew H. VachssHard Candy
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Hard Candy

Neue Rezensionen zu Andrew H. Vachss

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Holdens avatar

Rezension zu "Pennerklatschen" von Andrew H. Vachss

Lieber für Penner klatschen
Holdenvor einem Jahr

Eine Graphic novel, die frösteln macht: Nach dem Terror habe sich große Teile der Gesellschaft in die unterirdischen Tunnelsysteme zurückgezogen, wo sich verschiedene Banden bildeten, die in verschiedenen Tunnelabschnitten herrschen, so zB die Game boys oder die Dancing girls in ihren Sextunneln (!). Durch Zufall wird Rajah, damals Anführer der Game boys, weil er die meisten Abzeichen hat, von einem Obdachlosen angerempelt und mit Rotwein befleckt. Als der Wohungslose daraufhin einfach so "abgeballert" wird, kommt das einem Videospiel gleich, so einfach geht das! Bald breitet sich "Pennermord" wie eine Seuche aus, weil jeder sich hervortun will und dafür typische Abzeichen gewinnen will. Als Beweis für das grausame Abschlachten gelten bald abgeschnittene Ohren, die man an einer Kette um den Hals trägt....Erinnert frappierend an "Uhrwerk Orange" oder den "Herrn der Fliegen", ich möchte eine verfilmung anregen (von Tarantino?).

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Joachim_Tieles avatar

Rezension zu "Kata" von Andrew H. Vachss

Ein Privatdetektiv auf der Suche nach Kinderschändern - hart und realistisch
Joachim_Tielevor 2 Jahren

In den 80ern und 90ern waren die Krimis von Andrew Vachss legendär, insbesondere die um den Privatdetektiv Burke, schon damals für viele Leser zu hart, weil zu realistisch, aber gelesen wurden sie. Inzwischen will wohl keiner seiner ehemaligen deutschen Verlage mehr etwas von ihm wissen, denn alle Titel sind hoffnungslos vergriffen (und auch als Ebooks nicht erhältlich)... Die Romane der Serie waren von Anfang an verstörend, aber sie zeigen auch, dass sich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts, was die vom Publikum akzeptierten Zumutungen durch anspruchsvolle Unterhaltung angeht, einiges geändert hat. Fast sind sie wohl inzwischen als historische Romane anzusehen, allerdings nicht im Sinne des aktuellen luschigen Genrekitsches, sondern über eine Vergangenheit, die nicht nur nicht sehr weit zurückliegt, sondern noch nicht einmal vergangen ist. Sie wird nur anders wahrgenommen.

Autor Andrew Vachss ist ein New Yorker Rechtsanwalt, der sich nicht nur auf die Vertretung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat, in allen Rechtsbereichen von Familien- bis zum Strafrecht, ob sie Opfer sind oder Täter, sondern exklusiv in diesem Bereich tätig ist (oder war, denn inzwischen ist er über Siebzig). Dies konnte er sich, so geht die Fama, nur leisten, weil seine Kriminalromane so außerordentlich erfolgreich waren, dass er die Minivergütungen für Anwälte im Bereich des Kindesrechts sozusagen wegstecken konnte. Als Marketingbotschaft war das natürlich klasse: der Käufer der Romane würde also nicht nur tolle Krimis kaufen, sondern die im amerikanischen Rechtsystem traditionell Schwächsten unterstützen.

Ein Stück weit ist das natürlich Quatsch. Vachss ist Kriminalschriftsteller reinsten Wassers und als solcher durch die harte Schule gegangen, denn seine Romane wurden jahrelang von allen Verlagen abgelehnt, und an einen späten Erfolg, nämlich die Tatsche, dass Kata überhaupt je bei einem Verlag herauskommen würde, wollte der Autor zunächst kaum glauben. Er sah ihn als eine einzigartige und voraussichtlich eher unwiederbringliche Möglichkeit, sein Thema, Kindesmissbrauch als organisiertes Massenverbrechen, außerhalb  juristischen Fachartikel oder Sachbücher darzustellen. Als viel zu vollgepackt sah er den Erstling später selbst an, und er hätte vieles gekürzt, hätte er da bereits die Chance gesehen, sein Thema in einer Fortsetzungsreihe zu behandeln.

Andererseits ist tatsächlich ein toller Reihenerstling entstanden, der einen ganz eigenen New Yorker Stadtkosmos beschreibt, die selbstgewählte Familie von Außenseitern eines nicht zugelassenenn und in seinem Vorgehen gelegentlich selbst höchst kriminellen Privatdetketivs. Burke, der im Roman keinen Vornamen hat, weil ihm, der in einer staatlichen Einrichtung aufgewachsen war, tatsächlich niemand einen Vornamen gegeben hatte, Mama Wong, die Inhaberin eines Chinarestaurants, dessen größte Sorge es ist, bei New-York-Touristen nicht beliebt zu werden, damit die Fassade für mancherlei andere Akivitäten nicht gestört wird, Max, der Stille, ein kampfsporterprobter taubstummer Tibeter, der selbst Mama Wong gelegentlich suspekt ist, ein älterer Farbiger namens Prof, bei dem nicht sicher ist, ob die Abkürzung für Professor oder für Propheth steht, der Maulwurf, lichtscheuer Besitzer eines Schrottplatzes und technisches Genie, Michelle, ein Transsexueller, der sich auf dem Strich das Geld für eine Geschlechtsumwandlung verdient, aber auch gerne für Burk als Sekreteärin arbeitet, etwa wenn es darum geht, einen komplizierten Telefonschwindel durchzuziehen...

Im ersten Fall ist Flood Burkes Klientin, auf der Suche nach einem Säuglingsvergewaltiger, der das Kind einer Freundin und diese selbst auf dem Gewissen hat, die selbst vor Gewalttätigkeiten bin hin zu Mord nicht zurückschreckt, aber hier die Hilfe eines noch abgebrühteren Spezialisten braucht, um ihre Rache ausleben zu können. Vachss' Krimis um Burke sind alle brutal realistisch und im Jahrhundert des eher zartbesaiteten Als-Ob-Realismus auch in Thrillern und Kriminalromanen vergriffen, dafür bereits  für wenige Cents antiquarisch erhältlich. Das Gesamtwerk des Verfassers wird aber nach wie vor von einer sehr guten (auf Deutsch wie auf Englisch) und aktuell gehaltenen Webseite begleitet, die den Krimiautor genauso behandelt, wie den Juristen und Fachautor zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, einschließlich der Bereiche dieses Verbrechenskomplexes, die für viele wahrscheinlich als unvorstellbar gelten (http://www.vachss.de/ - mit Leseproben zu den meisten Büchern).

26.07.2017 - Joachim Tiele

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Bluebelle" von Andrew H. Vachss

Rezension zu "Bluebelle" von Andrew H. Vachss
thursdaynextvor 7 Jahren

Tough , cool, knallhart, knasterfahrenes Strassenkind mit weichem Keks (ne sorry , Innenleben latürnich !) und von Pansy und anderen netten Mädels um den Finger zu wickeln bekämpft der Outlaw Burke das Böse , immer aus der Illegalität herausoperierend aber mit loyalen Kumpels wie dem Prof. , Max , dem Maulwurf, Michelle, Mama "Die meisten Asiaten sind Fatalisten - Mama war fatal " und besten Undergroundverbindungen. Burke zu erreichen ist nicht einfach, er selektiert seine Aufträge. Manchmal stolpert er aber auch einfach hinein.
Vachss lakonische Schreibe ist genial. Die Fälle monströs und nichts für Seelchen.
Der Jargon authentisch, zumindest für mich "Bürger" passt es. Action von Anfang bis Ende,
außerhalb des Gesetzes, aber hoher Ethik.
5 Sterne Action aus den 80gern.

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