Andrew H. Vachss Kata

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(7)
(1)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Kata“ von Andrew H. Vachss

Die pummelige Blondine will Rache. Rache für das von einem Vietnamveteran getötete Kind ihrer Freundin. Deshalb kommt sie zu Burke. Und deshalb lehnt Burke, der Glücksspieler, Ex-Sträfling, Militaria-Händler, Schwindelkünstler und Privatdetektiv ohne Lizenz, den Auftrag ab. Bis Flood ihm ihre Narben zeigt. Danach ist Burke ihr williger Bluthund auf der Jagd nach Cobra, dem Babyschänder. Einer Jagd, die den Detektiv und seine mörderische Klientin in die finstersten Straßen New Yorks führt.

Vergriffen, aber günstig im Antiquariat erhältlich... So hart konnten Krimis vor wenigen Jahren noch sein...

— Joachim_Tiele

Stöbern in Krimi & Thriller

Oxen. Das erste Opfer

Ein gelungener Auftakt zu einer spannenden Trilogie.

twentytwo

Die Attentäterin

Geht einem unter die Haut. Erschreckend realistisch. Die erste Hälfte ist aber schleppend.

jackiherzi

Sie zu strafen und zu richten

Spannender Thriller mit interessantem Plot und überraschendem Ende. Leider jedoch mit ein paar zwischenzeitlichen Längen...

mareike91

Origin

Primitiv. Protas agieren wie unbedarfte Teenager, konstruierte, unglaubwürdige Handlung, dürftige Sprache. Paar gute Ideen, aber insg flach.

Wedma

Die 13. Schuld

Nanu - so kenne ich Patterson gar nicht! Der flapsige Sprachstil hat die Spannung etwas abgeflacht.

Mrs_Nanny_Ogg

Unter Fremden

Eine spanedne Geschichte, die mitreißt und zum nachdenken anregt

Diana182

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Privatdetektiv auf der Suche nach Kinderschändern - hart und realistisch

    Kata

    Joachim_Tiele

    In den 80ern und 90ern waren die Krimis von Andrew Vachss legendär, insbesondere die um den Privatdetektiv Burke, schon damals für viele Leser zu hart, weil zu realistisch, aber gelesen wurden sie. Inzwischen will wohl keiner seiner ehemaligen deutschen Verlage mehr etwas von ihm wissen, denn alle Titel sind hoffnungslos vergriffen (und auch als Ebooks nicht erhältlich)... Die Romane der Serie waren von Anfang an verstörend, aber sie zeigen auch, dass sich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts, was die vom Publikum akzeptierten Zumutungen durch anspruchsvolle Unterhaltung angeht, einiges geändert hat. Fast sind sie wohl inzwischen als historische Romane anzusehen, allerdings nicht im Sinne des aktuellen luschigen Genrekitsches, sondern über eine Vergangenheit, die nicht nur nicht sehr weit zurückliegt, sondern noch nicht einmal vergangen ist. Sie wird nur anders wahrgenommen. Autor Andrew Vachss ist ein New Yorker Rechtsanwalt, der sich nicht nur auf die Vertretung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat, in allen Rechtsbereichen von Familien- bis zum Strafrecht, ob sie Opfer sind oder Täter, sondern exklusiv in diesem Bereich tätig ist (oder war, denn inzwischen ist er über Siebzig). Dies konnte er sich, so geht die Fama, nur leisten, weil seine Kriminalromane so außerordentlich erfolgreich waren, dass er die Minivergütungen für Anwälte im Bereich des Kindesrechts sozusagen wegstecken konnte. Als Marketingbotschaft war das natürlich klasse: der Käufer der Romane würde also nicht nur tolle Krimis kaufen, sondern die im amerikanischen Rechtsystem traditionell Schwächsten unterstützen. Ein Stück weit ist das natürlich Quatsch. Vachss ist Kriminalschriftsteller reinsten Wassers und als solcher durch die harte Schule gegangen, denn seine Romane wurden jahrelang von allen Verlagen abgelehnt, und an einen späten Erfolg, nämlich die Tatsche, dass Kata überhaupt je bei einem Verlag herauskommen würde, wollte der Autor zunächst kaum glauben. Er sah ihn als eine einzigartige und voraussichtlich eher unwiederbringliche Möglichkeit, sein Thema, Kindesmissbrauch als organisiertes Massenverbrechen, außerhalb juristischen Fachartikel oder Sachbücher darzustellen. Als viel zu vollgepackt sah er den Erstling später selbst an, und er hätte vieles gekürzt, hätte er da bereits die Chance gesehen, sein Thema in einer Fortsetzungsreihe zu behandeln. Andererseits ist tatsächlich ein toller Reihenerstling entstanden, der einen ganz eigenen New Yorker Stadtkosmos beschreibt, die selbstgewählte Familie von Außenseitern eines nicht zugelassenenn und in seinem Vorgehen gelegentlich selbst höchst kriminellen Privatdetketivs. Burke, der im Roman keinen Vornamen hat, weil ihm, der in einer staatlichen Einrichtung aufgewachsen war, tatsächlich niemand einen Vornamen gegeben hatte, Mama Wong, die Inhaberin eines Chinarestaurants, dessen größte Sorge es ist, bei New-York-Touristen nicht beliebt zu werden, damit die Fassade für mancherlei andere Akivitäten nicht gestört wird, Max, der Stille, ein kampfsporterprobter taubstummer Tibeter, der selbst Mama Wong gelegentlich suspekt ist, ein älterer Farbiger namens Prof, bei dem nicht sicher ist, ob die Abkürzung für Professor oder für Propheth steht, der Maulwurf, lichtscheuer Besitzer eines Schrottplatzes und technisches Genie, Michelle, ein Transsexueller, der sich auf dem Strich das Geld für eine Geschlechtsumwandlung verdient, aber auch gerne für Burk als Sekreteärin arbeitet, etwa wenn es darum geht, einen komplizierten Telefonschwindel durchzuziehen... Im ersten Fall ist Flood Burkes Klientin, auf der Suche nach einem Säuglingsvergewaltiger, der das Kind einer Freundin und diese selbst auf dem Gewissen hat, die selbst vor Gewalttätigkeiten bin hin zu Mord nicht zurückschreckt, aber hier die Hilfe eines noch abgebrühteren Spezialisten braucht, um ihre Rache ausleben zu können. Vachss' Krimis um Burke sind alle brutal realistisch und im Jahrhundert des eher zartbesaiteten Als-Ob-Realismus auch in Thrillern und Kriminalromanen vergriffen, dafür bereits für wenige Cents antiquarisch erhältlich. Das Gesamtwerk des Verfassers wird aber nach wie vor von einer sehr guten (auf Deutsch wie auf Englisch) und aktuell gehaltenen Webseite begleitet, die den Krimiautor genauso behandelt, wie den Juristen und Fachautor zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, einschließlich der Bereiche dieses Verbrechenskomplexes, die für viele wahrscheinlich als unvorstellbar gelten (http://www.vachss.de/ - mit Leseproben zu den meisten Büchern). 26.07.2017 - Joachim Tiele

    Mehr
    • 6
  • Rezension zu "Kata" von Andrew H. Vachss

    Kata

    dyke

    26. January 2010 um 17:27

    Mit Kata führt ins Andrew Vachss in ein New York, dass aus John Carpenters „Die Klapperschlange“ stammen könnte. Nur ist es keine Fiktion, sondern Realität. Wie dem Nachwort von Oliver Huxly zu entnehmen ist, sind Vachss Romane seinen Fallakten entnommen. Als ANwalr vertritt er ausschließlich Kinder und Jugendliche. In diesem Sumpf, in dem der Schmerz die einzige Wahrheit ist, sofern man ihn jemand anderem zufügt, lebt Burke, Ex-Heimkind, Ex-Söldner, Ex-Sträfling, Berufsverbrecher, Privatdetektiv ohne Lizenz „unter dem Radar“. Sein einzige Ziel ist: zu Überleben. Er zeigt keinerlei Gefühle, außer Angst, die er zur Waffe umformt. Er ist nicht gewältig, es sein denn ohne würde er nicht Überleben. Er vertreibt sich die Zeit mit Pansy, seiner neapolitanischen Mastiff-Hunde-Dame, Pferdewetten und kleinen Betrügereien an den Freaks. Und mit seiner Familie, Mama Wong, die Besitzerin eines China-Restaurants, Max der Stille, ein taubstummer tibetanischer Krieger, Michelle, ein Transsexueller, der sein Geld für eine Operation auf dem Strich verdient, den Maulwurf, ein Basteler, der das wissend er Welt im Kopf hat und dem Prof, seinem Knastlehrer. Bis Flood in sein Leben tritt. Sie sucht jemand, der ihr hilft einen bestimmten Mann zu finden, der die Tochter ihrer Freundin missbrauchte und tötete und am Tod ihrer Freundin schuld ist. Sie will nur eins Rache. Nach anfänglicher Ablehnung ist er bereit ihr zu helfen, aber nur zu seinen Bedienungen, denn sie kenne die Gesetze und Regeln dieses Sumpfes nicht. So zumindest seine Begründung. So nimmt die Geschichte ihren Lauf, ein wahrer hard-boiled-Krimi. Hart, dreckig, obszön bis zur Schmerzgrenze, in einer Sprache, die an einen Geheimcode erinnert. Heutige Autoren von Serienkiller und Psychopathen-Romanen könnten sich aus kurzen Nebenhandlungen Ideen für ganze Romane holen. Trotzdem lugt, bei all der Aggressivität und Wut des Romans, immer wieder zwischen den Sätzen, in Gesten ein kleine Blüte der Zärtlichkeit auf, die einfach rührt. Am Ende des Romans steht: Mir brach das Herz. Das klingt alles wie ein Liebeserklärung an den Roman. So etwas ist es wohl auch. Und beim 2 Mal noch intensiver als vor 15 Jahren.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks