Eine Dystopie mit Ausflügen in die Vergangenheit der Protagonistin, in der die Erde aufhörte sich zu drehen und die Welt zweiteilte.... Bildsprache war super und die Charaktere interessant. Leider fehlte mir die Spannung zwischendurch und das "Große-drum-herum" kam zu kurz.
Andrew Hunter Murray
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Andrew Hunter Murray
The Last Day
The Last Day: Sunday Times Bestseller
Isaiah: A 12-Week Study (Knowing the Bible)
Neue Rezensionen zu Andrew Hunter Murray
Auf "The last day" von Andrew Hunter Murray bin ich aufgrund des eindrucksvollen Covers und farbigen Buchschnitts aufmerksam geworden. Als ich dann den Klappentext las, war mein Interesse erst recht geweckt, da dieser einen spannenden Endzeitthriller verspricht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit dem Beginn des Romans so meine Probleme hatte, da der Autor sich hier zunächst etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten verliert. Nach dem ersten Viertel des Romans nimmt die Handlung aber deutlich an Fahrt auf und wird bis zum Ende des Romans überaus spannend und abwechslungsreich.
Der Roman spielt in der nahen Zukunft. Nachdem die Erde aufgehört sich zu drehen, ist mittlerweile nur noch in Großbritannien Leben möglich. Die Welt ist nicht mehr die, die sie mal war. Die britische Wissenschaftlerin Ellen Hopper erhält eine Nachricht vom einem Mann, den sie eigentlich immer vergessen wollte. Und obwohl sie diese zunächst ignoriert, spricht sie doch mit ihm. Von ihm erfährt sie ein dunkles und verhängnisvolles Geheimnis, das bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Während Ellen Hopper versucht dem Geheimnis vollends zu lüften wird sie von der Regierung gejagt, die mit allen Mitteln versucht das Geheimnis zu vertuschen.
Ellen Hopper ist als Figur perfekt, gerade weil sie eine Figur ist, bei der man sich etwas abmühen muss sich in sie hineinzuversetzen. Sie ist niemand, mit dem man direkt Mitleid empfindet, da sie etwas gefühlskalt und abweisend ist. Gleichzeitig merkt man aber auch sehr schnell, dass in ihr mehr steckt, als es auf den ersten Blick erscheint. Das Einzige, was mir persönlich an ihrer Darstellung der Figur störte war, dass der Autor sie immer nur als Hopper benannte. Dadurch wird sie etwas zu sehr auf Abstand gehalten und kann gegebenenfalls zu wenig Sympathiepunkte bei den Lesern gewinnen.
Die Handlung in diesem Roman ist abgesehen vom Beginn extrem spannend. Insbesondere als der Autor die Handlung nicht mehr zu vielen wissenschaftlichen Erklärungen überlastet, sondern die wissenschaftlichen Erläuterungen schrittweise mit in die Handlung mit einbindet. ergibt vieles ihren vollen Sinn.
Andrea Hunter Murray schafft es mit seinem Roman eine dystrophische, aber auch erschreckend realistische Welt zu erschaffen, die nahelegt was uns blühen könnte, wenn die Erde sich aufhört zu drehen. Mit einer sehr großen Detailtreue sorgt er für eine Kulisse, die man real vor Augen hat, die einen teils erschreckt, teils aber auch verwundert.
Andrew Hunter Murrays Schreibstil ist sehr abwechslungsreich. Abgesehen vom Beginn lässt man sich von seinen Worten durch die Handlung tragen und mag das Buch kaum aus der Hand legen, weil man wissen möchte, ob die Welt von morgen eine Zukunft hat und wie diese aussehen wird.
Fazit:
"The last day" von Andrew Hunter Murray ist ein erschreckend realer Endzeitthriller. Und auch wenn der Beginn zunächst nicht so recht überzeugt und die Hauptfigur vielleicht nicht jedermanns Sache ist, ist dies einer der Romane, die man ungern aus der Hand legt.
Und auch wenn nicht alle Fragen zum Schluss beantwortet werden, verzeiht man dem Autor dies aufgrund eines im Grunde wirklich schlüssigen Endes. Ein Thriller in einer Welt von morgen, wo jeder um sein eigenen (Über-) Leben kämpft.
Meiner Meinung nach hat dieser Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient!
Note: 2- (💗💗💗💗)
Achtung, dieser Text kann Spoiler enthalten
Ich liebte das Setting und die Grundidee. Eine Welt in der nichts mehr so ist. Im wahrsten Sinne des Wortes ist alles zum Stillstand gekommen, die Erde dreht sich nicht mehr. Der letzte Tag ist angebrochen. Oder eben auch die letzte Nacht, es kommt ganz drauf an, wo man sich grade befindet.
Wobei es hier auch für mich den ersten Logikfehler gab, wenn ich mich nicht irre. Denn die erste würde ja, auch wenn sie in ihrer eigenen Rotation stehen bleibt, weiterhin um die Sonne kreisen und daher würde dennoch jederzeit überall mal Tag bzw Nacht herrschen. Also ein Tag müsste genau genommen 356 Tage lang sein? Nur weil die Erde sich nicht mehr dreht …
Nun gut, dass sei dahingestellt und eventuell ja, keine Ahnung. Darauf will ich jetzt nicht mehr noch weiter eingehen. Aber es störte mich irgendwie.
Auf der einen Seite herrscht dauerhaft Nacht. Es ist kalt, eisig. Die Menschen sind nicht fähig zu überleben, da dort nichts wachsen kann. Es ist dauerhafte Nacht.
Auf der anderen Seite ist es unerträglich heiß, die Sonne vernichtet jedes Leben, geht nie unter und spendet keinen Schatten, wodurch sich die Wüste immer weiter ausdehnt.
Dazwischen ein feiner Streifen, auf dem gelebt werden kann. Gefangen in der ewigen Dämmerung, weder wirklich Tag noch Nacht. Doch hier kann die Menschheit überleben und ist auf der Suche nach einer Möglichkeit, die Ressourcen zu retten und nicht unterzugehen.
Auch fand ich es sehr schade, dass der Hintergrund dieser Welt, leider sehr in den Hintergrund gerutscht ist. Es war ehr ein Thema am Rande und das Buch hätte auch ohne dieses Szenario spielen können. Was ich tatsächlich sehr schade fand, da ich mich vor allem darauf gefreut hatte. Denn auch wenn ich einem guten Thriller gelegentlich nicht abgeneigt bin, möchte ich diese doch in seinem besonderen Setting haben. Und auch wenn es hier irgendwie gegeben habe, war es doch häufig im Hintergrund. Zum Beispiel eben die Tatsache, dass Treibstoff eigentlich sehr knapp war, Dr. Hopper aber dennoch in einem Helikopter abgeholt wurde direkt am Anfang des Buches und eigentlich immer, wenn es darauf ankam, ein PKW zur Verfügung stand. Hier hätte ich mir Alternativen gewünscht. Zum Beispiel in Kombination mit der Solarenergie da auch Großbritannien, welches in der Zone lag in welcher überlebt werden konnte, dauerhaft die Sonne schien. Warum wurde das nicht mehr aufgenommen? Das hat mir schon stark gefehlt und ich habe mir eigentlich viel mehr davon erhofft. Auch davon, wie diese Umstände
Dennoch gab es immer wieder ein paar Seiten, die schon fast übergequollen sind vor Infos und die ich geradezu in mich aufgesaugt habe, zusammen mit einem wirklich schönen und flüssigen Stil, der einem das Abtauchen in die Welt sehr einfach gemacht hat.
Auch Frau Dr. Ellen Hopper, welche die Protagonisten in diesem Setting ist, war für mich sehr gut zu greifen und ich habe schnell Zugang zu ihr gefunden. Eventuell auch, da recht schnell thematisiert wurde, warum sie sich vor Nähe zu anderen so verschließt und irgendwie auf Abstand geht. Ich konnte mich sehr gut in dieses Gefühl hineinversetzen und es nachvollziehen. Im Allgemeinen wirkte ihre Figur auf mich sehr in sich schlüssig und hatte keine großen Widersprüche. Es passte zusammen und war harmonisch aufgebaut. Was auch zu der ein oder anderen Entscheidung führte, welche ich nicht so ganz gut fand, bei der ich mich nur fragte – warum? Aber es war schlüssig und passte zu Hopper, ohne übertrieben oder fehl am Platz zu wirken. Was ich sehr mochte.
Am Ende war das Ende für mich ein wenig zu simpel und „schön“ für all das, was passierte und mir fehlte einfach dieses „Endzeitszenario“, welches mir erhofft hatte. Wodurch ich auch am Ende zwei Sterne abgezogen habe.





