Rohypnol

von Andrew Hutchinson 
3,4 Sterne bei30 Bewertungen
Rohypnol
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A

Die Vorschusslorbeeren kann ich nicht nachvollziehen.

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Inhaltsangabe zu "Rohypnol"

Schlechte Menschen tun böse Dinge

Nimm dir, was du kriegen kannst. Im Zeitalter des maßlosen Konsums fallen auf der Suche nach dem nächsten schnellen Kick alle Hemmungen. Schuld, Moral oder Verantwortung sind den jungen Protagonisten in Rohypnol fremd. Sie begeben sich auf Trips voller Zerstörungswut und kaltblütiger Gewalt - ohne Gewissen, ohne Gnade. Andrew Hutchinsons preisgekrönter Debütroman ist das gnadenlos realistische Porträt eines selbst ernannten Monsters.

* Ein schonungslos provokanter Roman in der Tradition von Clockwork Orange, Fight Club
und Trainspotting
* Hugh Jackman (X-Men) hat sich die Filmrechte gesichert
* Ein schockierender und wichtiger Roman zum Thema Jugendgewalt

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453675674
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:287 Seiten
Verlag:Heyne, W
Erscheinungsdatum:02.06.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rohypnol von Andrew Hutchinson.

    Der Erzähler dieses Romans ist Mitglied einer Gruppe von jungen Männern, die ihre Freizeit damit verbringen junge Frauen mittels des Betäubungsmittels Rohypnol zu vergewaltigen.

    Die Opfer waren dran, jetzt reden die Täter. Ich hatte überlegt dieses Buch nicht zu rezensieren. Da mir das reallerdings wichtiger ist als das zensieren, habe ich mich entschlossen es doch zu tun.

    Ausgesucht habe ich mir das Buch übrigens wegen den tollen Cover und natürlich in bester Katarina-Manier, ohne den Klappentext zu lesen. Erst wollte ich es zurück bringen, aber dann bildete es einen so schönen Kontrast zu Lucky von Alice Sebold. Denn beim Lesen des Tathergangs, aus Sebolds Feder, fragte ich mich so oft, was denkt sich dieser Mann eigentlich – woher kommt dieser Drang einen anderen Menschen zu erniedrigen. Rohypnol versprach also Antworten zu liefern.

    Ich bin über dieses Buch geteilter Meinung. Einerseits ist es interessant und gut geschrieben. Andererseits fragte ich mich beim Lesen ständig: Wie kommt ein Mann um die 30 dazu sich in das kranke Gehirn eines minderjährigen Vergewaltigers hinein versetzen zu wollen und das dann auch noch ästhetisch verpackt dar zu bieten?!

    Ich lese schon gerne mal auf der extremen Seite, spätestens seit Unfun ist das kein Geheimnis mehr. Während Falbakken seine Splatter-Prosa jedoch noch humorvoll und mit einem ironischen Augenzwinkern dar bringt, scheint dieses Buch es todernst zu meinen. Eine authentisch wirkende Geschichte mit Vergewaltigern als Helden, die, preisgekrönt, nun auch noch verfilmt werden soll – bin ich die einzige, der das sauer aufstößt?!

    Der Autor gibt dann im Nachwort eine halbherzig gesellschaftskritische Erklärung für seine Themenwahl. Im Laufe des Buches hat mir das allerdings schmerzlich gefehlt. Die Täter kommen nicht ungeschoren davon – so viel verrate ich einfach mal, hoffe ich doch, das dieses Buch von niemandem sonst gelesen wird. Allerdings sind die Charaktere zu flach, um der Geschichte Tiefgang zu geben. Die Erniedrigungen junger Frauen an denen die Protagonisten beteiligt sind, scheinen diese völlig kalt zu lassen. Nicht eine einzige der Figuren hat genügend Mehrdimensionalität um ihre eigenen Handlungen zu hinterfragen. Diese Schwäche in den Charakteren versucht der Autor damit zu umgehen, dass er die Protagonisten in die Oberschicht verlegt – denn dort ist ein solches Verhalten an der Tagesordnung?!

    Der soziale Stand der Protagonisten nimmt der Geschichte zusätzlich die Anbindung an die Realität. Als Mitglied der Mittelklasse fühlt man sich nicht angesprochen, wenn von Ober- oder Unterschicht die Rede ist – traut ihnen aber gleichsam viel an sozialem Fehlverhalten zu. So depersonalisiert der Autor das Problem, welches er eigentlich erörtern wollte. Und verfehlt somit seine Zielsetzung für den Roman völlig. Was zurück bleibt ist lediglich ein Buch in dem Vergewaltigungen vorgeführt werden, als wären sie ein neuer Jugendtrend.

    Finger weg! Dieses Buch ist nichts als gute PR für Vergewaltiger. Sowas musst Du Dir nicht ins Regal stellen. Es reicht schon, dass ich das getan habe.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Rohypnol" von Andrew Hutchinson

    Der Erzähler dieses Romans ist Mitglied einer Gruppe von jungen Männern, die ihre Freizeit damit verbringen junge Frauen mittels des Betäubungsmittels Rohypnol zu vergewaltigen.
    Die Opfer waren dran, jetzt reden die Täter. Ich hatte überlegt dieses Buch nicht zu rezensieren. Da mir das re allerdings wichtiger ist als das zensieren, habe ich mich entschlossen es doch zu tun.
    Ausgesucht habe ich mir das Buch übrigens wegen den tollen Cover und natürlich in bester Katarina-Manier, ohne den Klappentext zu lesen. Erst wollte ich es zurück bringen, aber dann bildete es einen so schönen Kontrast zu Lucky von Alice Sebold. Denn beim Lesen des Tathergangs, aus Sebolds Feder, fragte ich mich so oft, was denkt sich dieser Mann eigentlich – woher kommt dieser Drang einen anderen Menschen zu erniedrigen. Rohypnol versprach also Antworten zu liefern.
    Ich bin über dieses Buch geteilter Meinung. Einerseits ist es interessant und gut geschrieben. Andererseits fragte ich mich beim Lesen ständig: Wie kommt ein Mann um die 30 dazu sich in das kranke Gehirn eines minderjährigen Vergewaltigers hinein versetzen zu wollen und das dann auch noch ästhetisch verpackt dar zu bieten?!
    Ich lese schon gerne mal auf der extremen Seite, spätestens seit Unfun ist das kein Geheimnis mehr. Während Falbakken seine Splatter-Prosa jedoch noch humorvoll und mit einem ironischen Augenzwinkern dar bringt, scheint dieses Buch es todernst zu meinen. Eine authentisch wirkende Geschichte mit Vergewaltigern als Helden, die, preisgekrönt, nun auch noch verfilmt werden soll – bin ich die einzige, der das sauer aufstößt?!
    Der Autor gibt dann im Nachwort eine halbherzig gesellschaftskritische Erklärung für seine Themenwahl. Im Laufe des Buches hat mir das allerdings schmerzlich gefehlt. Die Täter kommen nicht ungeschoren davon – so viel verrate ich einfach mal, hoffe ich doch, das dieses Buch von niemandem sonst gelesen wird Allerdings sind die Charaktere zu flach, um der Geschichte Tiefgang zu geben. Die Erniedrigungen junger Frauen an denen die Protagonisten beteiligt sind, scheinen diese völlig kalt zu lassen. Nicht eine einzige der Figuren hat genügend Mehrdimensionalität um ihre eigenen Handlungen zu hinterfragen. Diese Schwäche in den Charakteren versucht der Autor damit zu umgehen, dass er die Protagonisten in die Oberschicht verlegt – denn dort ist ein solches Verhalten an der Tagesordnung?!
    Der soziale Stand der Protagonisten nimmt der Geschichte zusätzlich die Anbindung an die Realität. Als Mitglied der Mittelklasse fühlt man sich nicht angesprochen, wenn von Ober- oder Unterschicht die Rede ist – traut ihnen aber gleichsam viel an sozialem Fehlverhalten zu. So depersonalisiert der Autor das Problem, welches er eigentlich erörtern wollte. Und verfehlt somit seine Zielsetzung für den Roman völlig. Was zurück bleibt ist lediglich ein Buch in dem Vergewaltigungen vorgeführt werden, als wären sie ein neuer Jugendtrend.
    Finger weg! Dieses Buch ist nichts als gute PR für Vergewaltiger. Sowas musst Du Dir nicht ins Regal stellen. Es reicht schon, dass ich das getan habe.

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    fytschys avatar
    fytschyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Rohypnol" von Andrew Hutchinson

    SCHLECHTE MENSCHEN TUN BÖSE DINGE....ein sehr interessanten und auch schockierendes Buch. Dachte am Anfang ok es ist eine schrille geschichte wie der Klassiker Fightclub....ist es auch..genauso schräg geschrieben nur es handelt um die heutige Zeit die irgendwo auf der Welt auch so passiert (dazu gibt es eine Anmerkung vom Autor)...Meiner Meinung ein sehr gutes Buch...Hutchinson beschreibt einen sehr kleinen teil der realen Welt worüber keiner reden will oder auch keiner bescheid weiß.

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    Avataruss avatar
    Avatarusvor 8 Jahren
    Rezension zu "Rohypnol" von Andrew Hutchinson

    Heute im Buchhandel wollte ich mir etwas independent Lektüre kaufen, die etwas härter ist und wurde mit Rohypnol belohnt. Ich habe es auch sogleich durchgelesen. Rohypnol (K.O. Tropfen) wird von einer Clique benutzt, um Mädchen abzuschleppen und zu vergewaltigen. Im Zeitalter ihres New Punk dürfen sie alles, haben kein schlechtes Gewissen und kontern zu allem mit "Fuck You". Junge verzogene Bengels aus gutem Hause erziehen sich selber und lernen ohne Moral, Ethik und sozialem Gewissen "erwachsen" zu werden. Dieses Buch zeigt Gewalt von seiner schonungslosen Seite. Für mich nichts neues, denn so läufts. Junge Mädchen werden in der Disco mit K.O. Tropfen ausser Gefecht gesetzt, vergewaltigt und ausgesetzt und sie selber können sich an nichts erinnern. Die Gewalt und die Respektlosigkeit gegenüber anderen Menschen nimmt immer mehr zu und schlägt sich in den immer schwereren Verletzungen der Opfer nieder. Geringste Anlässe rechtfertigen das am Boden liegende Opfer zu treten. Heute habe ich von Joachim Bauer das Buch "Prinzip Menschlichkeit" zu Ende gelesen. Rohypnol zeigt das Ergebnis einer misslungenen Erziehung , die Bauer in seinem Buch skizziert. Bauer gibt die Antwort auf Rohypnol. Rohypnol soll erschrecken, aufrütteln und die Augen für die Realität öffnen. Passt auf eure Töchter auf, sagt es. Passt auf euch auf, sagt es und es sagt aus, dass die Jugend den Bach runter geht, wenn wir nicht etwas dagegen tun. Das Buch ist realistisch gehalten und könnte genauso passieren.

    Kommentare: 1
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    Markus22s avatar
    Markus22vor 9 Jahren
    Rezension zu "Rohypnol" von Andrew Hutchinson

    Ein schonungslos provokanter roman in der tradition von "clockwork orange"

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    freitaggibtsfischs avatar
    freitaggibtsfischvor 9 Jahren
    Rezension zu "Rohypnol" von Andrew Hutchinson

    rohypnol ist ein beruhigungs- und schlafmittel das in verbindung mit alkohol zu amnesien führen kann. daher wurde es vor allem in den 90ern als date-rape-droge mißbraucht. erzählt wird die geschichte einer jugend-gang in melbourne, aus sicht eines mitglieds. nachts wird auf der suche nach neuen opfern durch die clubs gezogen. es gibt keine moral, keine vergebung, kein mitleid. der andere zählt nichts mehr. purer egoismus, nur die eigenen bedürfnisse sind wichtig. ein schockierendes, nachdenkliches und sozialkritisches buch das in seinen schilderungen und gewaltdarstellungen sehr drastisch ist und den versuch wagt zu zeigen was in jemanden vorgeht der auf den rest der welt scheißt. was auf erschütternde weise sehr gut gelungen ist. großartiges buch!

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    A
    Arunvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Vorschusslorbeeren kann ich nicht nachvollziehen.
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    Power86s avatar
    Power86vor 3 Jahren
    MaRens avatar
    MaRenvor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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