Geborene Freaks

von Andrew Kaufman 
3,9 Sterne bei14 Bewertungen
Geborene Freaks
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Skurile Geschichte, gut geschrieben, sympathische Figuren.

Absolute Leseempfehlung. Lustige, skurrile Familiengeschichte.

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Inhaltsangabe zu "Geborene Freaks"

Die Freaks waren immer schon ein bisschen merkwürdig, aber niemand ahnt, dass sie von ihrer eigenen Großmutter verflucht wurden. Eigentlich hatte Oma nur vorgehabt, jedem ihrer Enkelkinder bei der Geburt eine spezielle Gabe mit auf den Weg zu geben. Diese »Geschenke« ihrer Großmutter stellen sich jedoch bald als Flüche heraus, die das Leben der jungen Freaks ruinieren. Als Großmutter im Sterben liegt, hat sie einen letzten Wunsch: Ihre Enkelin Angie soll ihr helfen, alle Geschwister in ihrem Krankenhauszimmer zu versammeln, um das Geheimnis um die gutgemeinten Flüche zu lüften ..

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715275
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:10.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Absolute Leseempfehlung. Lustige, skurrile Familiengeschichte.
    Absolute Empfehlung!

    Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar aus dem btb-Verlag.

    Die Freaks waren immer schon ein bisschen merkwürdig, aber niemand ahnt, dass sie von ihrer eigenen Großmutter verflucht wurden. Eigentlich hatte Oma nur vorgehabt, jedem ihrer Enkelkinder bei der Geburt eine spezielle Gabe mit auf den Weg zu geben. Diese »Geschenke« ihrer Großmutter stellen sich jedoch bald als Flüche heraus, die das Leben der jungen Freaks ruinieren. Als Großmutter im Sterben liegt, hat sie einen letzten Wunsch: Ihre Enkelin Angie soll ihr helfen, alle Geschwister in ihrem Krankenhauszimmer zu versammeln, um das Geheimnis um die gutgemeinten Flüche zu lüften ..

    Andrew Kaufman ist Autor, Filmemacher und Radioproduzent. Mit seinem ersten Roman »Alle meine Freunde sind Superhelden« gelang ihm ein internationaler Überraschungserfolg. Zuletzt erschien bei btb »Geborene Freaks«. Kaufman lebt mit seiner Familie in Toronto.

    Dieser fantasievolle Roman ist mein erstes Buch von Andrew Kaufman und ich hoffe, er schreibt noch viele weitere, tolle Geschichten. Ich habe die Geschichte sehr genossen, sie hat mich in eine andere Welt mitgenommen und aufgeheitert, als es mir nicht sehr gut ging.

    Grob gesagt geht es hier um fünf Geschwister, die jeder für sich, und doch irgendwie zusammen, ihre Familiengeschichte aufarbeiten. Sie alle sind von ihrer Großmutter (von ihren Enkeln "der Hai" genannt), aus rein guter Absicht, mit einem Fluch belegt worden. Angie kann immer verzeihen, Lucy verirrt sich nie, Richard meidet die Gefahr, Abba verliert nie die Hoffnung und Kent ist der geborene Kämpfer. Hört sich ja erstmal gut an, hat den Geschwistern aber so einige Nachteile und missliche Situationen im Alltag eingebracht.

    Der Roman hat mich an eine "On-the-road"-Geschichte erinnert, nach und nach habe ich sämtliche Familienmitglieder kennengelernt und konnte in ihr jeweiliges Leben und ihre Art und Weise schnuppern, mit ihren jeweiligen Flüchen umzugehen. Dass der Vater der Kinder bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, hat die Mutter nie überwunden, und jeglichen Kontakt Bezug zur Realität und ihrer Familie verloren, sie lebt in einem Pflegeheim.

    In Rückblenden werden Ereignisse aus der Kindheit der Geschwister erzählt, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. ich mag Bücher sehr gerne, die auf mehreren Zeitebenen spielen, das wurde hier sehr gut umgesetzt, zu keiner Zeit hatte ich Schwierigkeiten, die Ebenen auseinander zu halten und konnte alle Zusammenhänge gut erkennen.

    Der Schreibstil ist in so skurril und absurd, aber auf eine liebreizende Art und Weise. Manchmal habe ich beim Lesen den Kopf geschüttelt, aber meistens musste ich grinsen, und meine Laune wurde richtig angehoben. Irgendwie habe ich so das Gefühl gehabt, dass ich genau dieses Buch in dem Moment gebraucht habe. Wir beide haben super zusammen harmoniert.

    Einem Buch, das mir so viele tolle Emotionen schenken kann, kann ich nur 5 Sterne geben. Wer außergewöhnliche Familiengeschichten mag und gerne lachen möchte, ist hier sehr gut beraten.

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    YukBooks avatar
    YukBookvor einem Jahr
    Eine schrecklich verrückte Familie

    Eine Großmutter liegt im Sterben und möchte ein letztes Mal ihre Enkelkinder bei sich versammeln. Diese Romanidee ist sicher nicht neu. Etwas anders ist die Lage in der Geschichte von Andrew Kaufman, denn die Großmutter liegt in einer Klinik in Vancouver und hat ihren Todestag selbst festgelegt. Nicht nur das: Im Augenblick des Todes will sie den Fluch ihrer Enkelkinder zurücknehmen.

    Angie Freak, die jahrelang keinen Kontakt zur Familie hatte, bekommt die bedeutsame Aufgabe, ihre Geschwister Lucy, Richard, Kent und Abba innerhalb von drei Tagen zusammenzutrommeln. So beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Kanada, bei der sie ein skurriles Familienmitglied nach dem anderen aufliest.

    Durch eingeschobene Rückblenden erfahren wir, wie die Geschwister als Kinder zusammenlebten. Eine besonders schöne Szene beschreibt, wie sie an einem regnerischen Tag auf dem Dachboden eine Stadt aus Pappe bauten und sie „Rainytown“ nannten. Man erinnert sich dabei an seine eigene Kindheit, in der man viele verrückte Dinge anstellte. Nach dem Tod des Vaters bricht die Familie jedoch auseinander und jede Figur verarbeitet den Einschnitt im Leben auf andere Weise. Erst auf der der gemeinsamen Reise zum Sterbebett der Großmutter kommen sich die Geschwister wieder näher.

    Was die Situationskomik und die schrulligen Eigenschaften der Figuren angeht, beweist der Autor viel Fantasie und eine Vorliebe für Märchenhaftes. Auch die Idee, sie mit unterschiedlichen Flüchen zu belegen, ist originell, jedoch nicht sehr überzeugend umgesetzt. Daraus hätte man mehr machen können. So war die abenteuerliche und wendungsreiche Familienzusammenführung unterhaltsam zu lesen, doch mir fehlte der emotionale Tiefgang.

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    JayLaFleurs avatar
    JayLaFleurvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein kurzweiliger Roman über den Zusammenhalt von fünf Geschwistern. Ein sehr skurriler Road-Trip!
    „Geborene Freaks“ von Andrew Kaufman


    http://bookish-jay.blogspot.de/2017/08/geborene-freaks-von-andrew-kaufman.html


    Inhalt
    Die Familie Freak war schon immer merkwürdig, doch niemand ahnt, dass ihre Großmutter all ihre Enkel mit einem Segen belegt hat. Später stellt sich heraus, dass der Segen ein Fluch ist - ein Flegen also. Die Großmutter bittet Angie zu sich ins Krankenhaus, denn sie liegt im Sterben und möchte, dass Angie all ihre Geschwister zusammentrommelt. Alle Geschwister müssen in der Sekunde von Großmutter’s Tod am Sterbebett sein, damit der Fluch von ihnen genommen wird…
    Schafft es Angie, ihre in die Welt zerstreuten Geschwister zusammenzubekommen? Oder wird es eine absolute Katastrophe?


    Meinung
    Das war wahrscheinlich der skurrilste Roman, den ich je gelesen habe! Total freaky, wie die Familie Freak eben ist. Dabei lernt der Leser die fünf Geschwister mit all ihren verrückten Neigungen kennen, indem er sie alle auf einem Road-Trip begleitet. Die Fünf sind dabei so unterschiedlich wie sie nur sein können. Und ich finde genau das an dem Buch so klasse.

    Die fünf Geschwister Angie, Lucy, Richard, Abba und Kent sind alle auf ihre ganz besondere Art liebenswürdig beschrieben. Auch oder gerade weil sie alle einen „an der Klatsche“ haben, sind sie mir sehr sympathisch gewesen. Es sind alles außergewöhnliche Figuren, die Andrew Kaufman hier erschaffen hat. Diese so unterschiedlichen Charaktere haben für mich den Witz der Geschichte ausgemacht - das Verhalten der Geschwister untereinander, die aberwitzigen Dialoge zwischen ihnen. Mir hat es sehr viel Spaß bereitet, diese fünf Chaoten zu begleiten.

    „Angie beugte sich wieder vor und erbrach noch einmal wegen der vielen Ausrufezeichen. Zum ersten Mal in ihrem Leben fand sie Zeichensetzung zum Kotzen.“ 
    (Zitat S. 93)

    Der Schreibstil von Andre Kaufman ist schön leicht und flüßig zu lesen. Er beschreibt nicht nur die Gegenwart der Fünf, sondern lässt auch sehr vieles in Rückblenden aus der Vergangenheit mit in die Geschichte einspielen. Im letzten Drittel der Geschichte kommen noch so einige überraschende Wendungen an den Tag und als Leser habe ich schnell gemerkt, dass jeder noch so kleine Hinweis im Verlauf der Geschichte einen Sinn ergab.

    Trotz allem Positiven bleibt das Buch für mich kurzweilig. Für mich gab es keinen besonderen, emotionalen Tiefgang, auch wenn es einige emotionale Momente zwischen den Geschwistern gab.


    Fazit
    Es ist und bleibt ein kurzweiliger Roman über den Zusammenhalt von fünf Geschwistern. Ein sehr skurriler Road-Trip! Ich vergebe an „Geborene Freaks“ drei von fünf Sternen.


    Weitere Informationen
    Originaltitel: Born Weird
    Verlag: btb-verlag.de
    Seiten: 320
    Erscheinungsdatum: 10. Juli 2017
    Preis: 10,00€
    Taschenbuch
    ISBN: 978-3-442-71527-5

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    Shiro_91s avatar
    Shiro_91vor einem Jahr
    Geborene Freaks

    Ein besonderes Buch und besondere Charakter. Man kann einfach nicht aufhören dieser Geschichte zu folgen. Zunächst lernen wie Angie kennen, die gerade auf dem Weg zur Großmutter ist, da diese - wieder einmal im sterben liegt - doch diesmal offenbart die alte Dame Angie, dass die besonderen Gaben die jedes der fünf Geschwister zur Geburt erhalten hat, als regelrechten Fluch darstellt und sich im Laufe des Lebens und heranwachsen nicht besonders von Vorteil erweist. Denn nicht nur Angie hat mit diesen Folgen zu kämpfen, denn sie muss im wahrsten Sinne des Wortes jedem verzeihen, ihre Geschwister sind da nicht weniger "gesegnet".
    So entführt Andrew Kaufman die Leser des Buches auf einen unterhaltsamen, irrationalen und nicht ganz ernst zunehmenden Road Trip nicht nur quer durch die USA. Menschliche und Emotionale Momente die einen zum nachdenken bringen, sondern auch zugleich herzlich und lustig zugleich die Tränen in die Augen treiben kann. Ich mochte die Charakter alle sehr sehr gerne, denn obwohl sie Geschwister sind und jeder ihren eigenen Weg eingeschlagen haben, machen sie sich gemeinsam auf, um am Sterbebett der Großmutter zu sein und um letztlich die Gaben bzw Flüche loszuwerden und das schweißt sie abermals zusammen.
    Glaubt man dennoch, mit dem erreichen, dass sie die Geben loswerden sei die Geschichte vorbei, so wird man eines besseren belehrt, denn es gilt noch herauszufinden ob der totgeglaubte Vater der ihnen auf dem Grabstein ein Rätsel hinterlassen hat, auch wirklich nicht mehr unter den Lebenden weilt. Ihr seht auch wenn es nicht voller fantastischer Aspekte und knallharter Action ist, reist es doch einen mit sich und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Man kann sich wunderbar in die Figuren, die beschrieben werden hineinfühlen und hat auch das ganze Buch über einen sehr guten Bezug zu ihnen. Es wird keineswegs langweilig und man kann nicht umhin, die Lektüre in einem durchzulesen, weil man kaum glauben kann was man da liest. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, das gerade so ein Buch mich so dermaßen an den Seiten kleben lässt wie dieses, zu Anfang hatte ich nicht das Gefühl, dass es mich überzeugen könnte, doch ich wurde mit jedem Kapitel eines besseren Belehrt. 
    Eine überzeugende Storyline, mit verschrobenen, streitenden, irrsinnigen und liebevollen Figuren, die ein Abenteuer erleben, auf die sie nicht wirklich vorbereitet waren ( und der Leser auch nicht ). 

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    Literaturwerkstatt-kreativs avatar
    Literaturwerkstatt-kreativvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein super schönes, schräges und humorvolles Buch.
    Freaks

    "Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert
    Geborene Freaks“ von Andrew Kaufman

    „Zu ihrem Namen kamen die Freaks durch eine Kette von Ereignissen, die manche Leute Zufall, andere hingegen Schicksal nennen würden.“

    Denn bei einem ihrer Vorfahren, dem Engländer Sterling D. Frenk, war bei seiner Auswanderung nach Kanada durch einen Beamten in seinem Nachnamen das n durch ein a vertauscht worden. Aus Frenk wird Freak. Jahrzehnte später hat dieser Schreibfehler immer noch Bestand. Und ein wenig freakig ist die Familie Freak dann auch.

    Die Großmutter der Familie, die von allen nur der Hai genannt wird, hat ihren 5 Enkelkinder jeweils zur ihrer Geburt einen Segen mitgeben.

    Richard meidet Gefahr

    Lucy kann sich nicht verirren

    Abba verliert nie die Hoffnung

    Angie vergibt immer allen

    Kent ist der Kämpfer

    Dieser Segen stellt sich allerdings letztendlich als Fluch heraus.

    „Fluch + Segen = Flegen“

    Da die Großmutter nun im Sterben liegt und auch exakt genau weiß wann sie sterben wird, beauftragt sie die schwangere Angie, die Geschwister zu suchen, um sich mit ihnen - genau zur Todesstunde - im Krankenzimmer einzufinden, damit sie den Fluch von ihnen Enkeln zurück nehmen kann.

    Angie macht sich darauf hin auf den Weg um ihre Geschwister zu finden. Diese haben sich nämlich 8 Jahre lang, seit dem Tag als ihr Vater mit dem Auto verunglückte und ihre Mutter darauf hin wahnsinnig wurde, nicht mehr gesehen. Ein verrückter Roadmovie beginnt, denn Angie bleiben nur noch wenige Tage, bis zur Todesstunde ihrer Großmutter.

    Fazit:

    Es ist mein erster Roman den ich von Andrew Kaufmann gelesen habe und er hat mir ausgesprochen gut gefallen.

    Eine wunderschöne, skurrile Geschichte über fünf verfluchte Geschwister, die nach langer Zeit wieder aufeinandertreffen. Peu à peu lernen wir Sie kennen. In schönen Rückblenden gewährt uns der Autor Einblick in ihre Kindheit. Dabei lernen wird jedes einzelne „Freak-Kind“ mit seinen Eigenarten und dem Großmütterlichen „Segen“ genauer kennen. Durch den Schreibstil des Autors ist es Ihm gelungen, das mir alle Geschwister ans Herz wuchsen. Er hat seine Protagonisten wunderbar beschrieben und sie mit Ecken und Kanten versehen. Dabei bringt er auch immer wieder die Geschwister-Konstellation ins Spiel.

    „Keiner von ihnen bemerkte, dass ihre Anordnung ihrer Geburtenfolge entsprach“

    Auch die Art, wie sie miteinander umgehen ist einfach herrlich. Immer, wenn sie sich darüber nicht einig sind wie es weiter gehen soll, ruf einer „Abstimmen“ und dann wird abgestimmt. Und danach stellt keiner mehr das Abstimmungsergebnis in Frage. Oder, - eine andere wunderschöne Szene aus ihrer Kindheit ist bei mir hängen geblieben, als etwa an einem verregneten Tag auf dem Dachboden eine Stadt aus Pappe aufgebaut wurde und die Geschwister sie "Rainytown" nennen. Und über Jahre bauen sie an dieser Stadt weiter. An diesen Szenen merkt man, das die Verbundenheit aus ihrer Kindheit noch genauso vorhanden ist, als sie Jahre später wieder aufeinander treffen. Herrlich und wunderschön von Andrew Kaufmann beschrieben. Zu seinem wunderschönen Schreibstil kommt dann auch noch sein schön skurriler Humor, genau wie ich ihn liebe. Ich habe sehr viel gelacht bei diesem Buch. Das Cover mit dem Elefantenhinterteil ist natürliche ein Eyecatcher und hatte auch bei mir Sogwirkung.

    Ein wunderschöner, kreativer, skurriler, humorvoller Roman mit märchenhaften Elementen.

    Ich kann diesen Roman jedem ans Herz legen, der gerne mal etwas „Freakiges“ lesen möchte.


    www.literaturwerkstattkreativblog.wordpress.com/2017/08/07/freaks


    Besten Dank an den Btb Verlag für das Rezensionsexemplar.

    Kommentare: 2
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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein absurder Roman mit exzentrischen Charakteren, der für Kopfschütteln und Lachanfälle sorgt - sehr unterhaltsam geschrieben
    Ein absurder Roman mit exzentrischen Charakteren, der für Kopfschütteln und Lachanfälle sorgt


    Durch einen Ablesefehler von Frenk in Freak umbenannt, war die Familie Freak seit der Einwanderung von England nach Kanada von jeher anders als die Durchschnittsfamilie. Kurz vor ihrem Tod eröffnet Großmutter Annie Freak ihrer jüngsten Enkelin Angie, dass sie Angie und ihre vier Geschwister zur Geburt jeweils mit einer gut gemeinten Eigenschaft ausgestattet hat, die sich als "Flegen" (Fluch + Segen) herausgestellt hat. Oma Freak möchte dies rückgängig machen und bittet deshalb Angie, bis zu ihrem Tod in knapp zwei Wochen die Geschwister bei ihr am Krankenbett zu versammeln. Die hochschwangere Angie ist skeptisch, wird von ihrer Großmutter aber derart unter Druck gesetzt, dass sie dieser glaubt. Knapp einem Flugzeugabsturz entkommen, macht sie sich auf den Weg, ihre Geschwister einzusammeln, die in Kanada bzw. dem fiktiven Königreich Uplifta verstreut leben und zu denen sie zum Teil seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. 


    Angies Fluch ist, dass sie jedem verzeihen muss, was sich vor allem negativ auf ihr Liebesleben auswirkt. Männer nehmen sie nicht wirklich ernst und betrügen sie, das sie ihnen ohnehin vergeben wird. Schwester Lucy hat einen ausgeprägten Orientierungssinn, Abba verliert  nie die Hoffnung, Richard wittert jegliche Gefahr für sch und Kent ist eine Kämpfernatur - alles Eigenschaften, die eigentlich positiv sind und hilfreich sein sollten, das Leben der Geschwister bislang allerdings stark beeinträchtigt und negativ beeinflusst haben. 
    Lucy hat Angst sich zu verlieren und stürzt sich von einem Sexabenteuer ins nächstem um sie emotional nicht binden zu müssen, Abba lebt als Königin von Uplifta in ihrem rosa Schloss in einer eigenen Traumwelt, Richard scheut jedes Risiko und kann deshalb keine Beziehungen aufbauen und Kent neigt zu gewalttätigen Ausbrüchen. 


    Der Roman ist ein Roadtrip, auf dem der Leser die Familienmitglieder der Freaks mit all ihren unterschiedlichen Spleens kennenlernt. Dabei erfährt man in Rückblenden einiges über die Kindheit der fünf Geschwister und ihre Eltern. Während Mutter Nicola nach dem Tod ihres Ehemanns jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben scheint und in einem Pflegeheim die Vorstellung lebt, Friseurin zu sein, wurde die Leiche von Papa Freak nach einem Unfall mit seinem geliebten Maserati nie gefunden. 
    Die Geschwister waren seit diesem tragischen Ereignis auf sich allein gestellt und umso schöner ist es zu lesen, dass sich die fünf durch die gemeinsame Reise zur Oma wieder annähern. 


    "Geborene Freaks" ist so liebenswürdig absurd geschrieben, dass man als Leser zwischen Kopfschütteln und Lachanfällen schwankt und unweigerlich weiterlesen muss. Es ist nicht nur eine Abfolge skurriler Situationen aufgrund der exzentrischen, schrulligen Charaktere, sondern eine Art modernes Märchen mit einer tiefer gehenden Botschaft über die Notwendigkeit des Zusammenhalts innerhalb der Familie und Geschwisterliebe, die nicht mit dem Ende der Kindheit aufhört sowie mit der Erkenntnis, dass man auch auf seltsame Weise glücklich sein kann. 

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    Buecher-Liebe-des avatar
    Buecher-Liebe-devor einem Jahr
    Zu freakig

    Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen. Die fünf Geschwister erhielten bei ihrer Geburt von ihrer Großmutter jeweils eine spezielle Gabe. Als die Großmutter im Sterben liegt, ist es ihr letzter Wunsch, diese Gabe wieder von ihren Enkelkindern zu nehmen, damit diese ein normales Leben führen können. Diesen Wunsch teilt die Großmutter – auch „der Hai“ genannt, Angie mit, als diese sie im Krankenhaus besucht.

    Angie macht sich sodann auf den Weg, ihre Geschwister davon zu überzeugen, mit ihr ins Krankenhaus zu kommen, damit alle fünf Geschwister am Bett der Großmutter versammelt sind, sobald diese sterben muss und so handelt dieses Buch insgesamt dann von einer Familienzusammenführung der etwas anderen Art.

    Mich konnte dieses Buch nicht überzeugen, da es mir irgendwie einfach zu wirr und zu freakig ist. Nicht alle der Geschwister scheinen unbedingt gut aufeinander zu sprechen zu sein, jedoch wird nicht so ganz aufgeklärt, warum dies so ist. Die Hintergründe werden zwar etwas angerissen, kommen aber einfach zu kurz.

    Auch die Kategorisierung in den Bereich Humor ist für mich nicht so recht nachvollziehbar. Ich wüsste jetzt zwar auch nicht, welche Bezeichnung so richtig passend ist, aber besonders lustig fand ich es jedenfalls nicht. Vielleicht geht dieser Humor auch einfach nur weit an meinem vorbei.

     

    Fazit

    Das Buch wird seinem Namen – „Freaks“ – doch sehr gerecht. Für meinen Geschmack ist jedoch einfach zu freakig.

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    jewis avatar
    jewivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Skurril und witzige Odyssee von fünf "verfluchten" Geschwistern die ihre Familiengeschichte aufarbeiten.
    Eine skurrile Oddysee durch Kanada

    Die fünf Freak-Geschwister haben durch ihre Großmutter – liebevoll „der Hai“ genannt - zu ihrer Geburt spezielle Fähigkeiten bekommen, den die Freaks „Flegen“ (Zusammensetzung aus Fluch und Segen) nennen:
    Angie kann immer vergeben, Lucy verirrt sich nicht, Richard meidet Gefahr, Abba verliert nicht die Hoffnung und Kent ist der Kämpfer.

    8 Jahre haben sich die Geschwister Freak nach der Familientragödie, in der ihr Vater mit dem Auto verunglückt & ihre Mutter verrückt geworden ist nicht mehr gesehen.

    Als Großmutter Freak im Sterben liegt, beauftragt sie die schwangere Angie, sich auf die Suche nach ihren Geschwistern zu machen und diese bis zu ihrem Geburtstag (und gleichzeitigen Todestag) zusammenzubringen, damit sie den Fluch aufheben kann.

    ***Buchkritik***

    „Zu ihrem Namen kamen die Freaks durch eine Kette von Ereignissen, die manche Leute Zufall, andere hingegen Schicksal nennen würden. Der junge Engländer Sterling D. Frenk überquerten Bord des isländischen Fischkutters Örlög den Atlantik, um nach Kanada auszuwandern. [...] Nach seiner Ankunft in Halifax betrat Sterling die frisch zusammengezimmerten Planken des Pier 21 und zeigte seine Papiere einem Einwanderungsbeamten vor, der just an diesem Morgen seine Zukünftige Frau kennengelernt hatte. In kreativer Hochstimmung (oder einfach aus Zerstreutheit) änderte der Beamte das n in Sterlings Nachnamen in ein a um.“ (Buchbeginn, S. 7)

    In diesen heiteren Worten beginnt die Geschichte, die vor lauter skurriler Ereignisse, Wortwitz und Überraschungen strotzt.

    Über das gesamte Buch lernt man die Geschwister Freak nach und nach kennen und schließt sie im Laufe des Buches ins Herz. Kleine Szenen und Situationen werden als Running Gag verwendet, beispielsweise erzählt Angie bei jeder neuen Begegnung mit einem ihrer Geschwister, dass sie ihre Großmutter im Krankenhaus besucht hat. Die Antwort ist immer die gleiche „Großer Gott! Warum?“ (der „Hai“ hat scheinbar in der Vergangenheit ordentlich Eindruck hinterlassen!)

    Außerdem ignorieren oder vergessen ihre Geschwister regelmäßig Angies Schwangerschaft. Immer wieder muss sie ihre Geschwister daran erinnern und in einigen Situationen um Hilfe bitten. Mal wird ihr Mal mehr, mal wird ihr mal weniger geholfen.

    Zentraler Kern sind Ereignisse aus der Kindheit die in Rückblenden erzählt werden. Immer wieder spielt „Rainytown“ eine Rolle, die Ferienbeschäftigung aus Kindertagen. Die Namen für die Gebäude, die die Geschwister gemeinsam bauen sind witzig gewählt (Dr. H.K. Fresse für eine Schönheitsklinik ist nur eins von unzähligen Beispielen).
    Einige Umstände werden nicht erklärt, beispielsweise, mit welchen Kräften die Großmutter diese Fähigkeiten vergeben konnte oder warum die Mutter nach den Ereignissen so neben sich steht und sich nie erholt hat. Mich hat dies aber im Fluss der Geschichte nicht gestört.
    Das Cover mit dem Elefantenhintern ist definitiv ein skurriler Hingucker, hat aber inhaltlich nichts mit dem Buch zu tun. Gefallen haben mir die kleinen Grafiken jeweils zu Beginn eines Kapitels, welche sich direkt auf den nachfolgenden Inhalt beziehen.
    Letztendlich ist „Geborene Freaks“ ein gelungenes Buch über den Wert von Familie und das Zusammenhalten untereinander.

    ***Fazit***

    Skurril und witzige Odyssee von fünf "verfluchten" Geschwistern die ihre Familiengeschichte aufarbeiten und zurück zu ihren Wurzeln finden.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Skurile Geschichte, gut geschrieben, sympathische Figuren.
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    kitty4s avatar
    kitty4vor 7 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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