Andrew Michael Hurley

 3.4 Sterne bei 112 Bewertungen
Autor von Loney, Teufels Tag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Andrew Michael Hurley

Andrew Michael Hurley, geboren 1975, lebt nach Stationen in Manchester und London in Lancashire, wo er Englische Literatur und Kreatives Schreiben unterrichtet. Sein erster Roman Loney wurde im Januar 2016 mit dem Costa Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Andrew Michael Hurley

Cover des Buches Loney (ISBN:9783548289878)

Loney

 (85)
Erschienen am 01.12.2017
Cover des Buches Teufels Tag (ISBN:9783550050459)

Teufels Tag

 (11)
Erschienen am 26.10.2018
Cover des Buches Loney (ISBN:9783957130457)

Loney

 (7)
Erschienen am 09.09.2016
Cover des Buches The Loney (ISBN:9781473619838)

The Loney

 (9)
Erschienen am 07.01.2016

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Rezension zu "Teufels Tag: Roman" von Andrew Michael Hurley

Düster, aber eindringlich
Alraunavor 8 Monaten

Ein Buch, das ich erst einmal wirken lassen musste.

Was ich auf jeden Fall sagen kann, die Geschichte ist düster, aber eindringlich. Wir gehen mit dem Autor in die Endlands auf den Hof der Familie des Hauptprotagonisten John. Zu Beginn musste ich mich ziemlich konzentrieren, um die Namen aller vorkommenden Personen miteinander in Einklang zu bringen und den richtigen Familien zuzuordnen. Aber irgendwann war ich dann im Lesefluss und das hat mir keine Schwierigkeiten mehr bereitet.

Die Geschichte lebt von der teils unbarmherzigen Natur und Umgebung, von den kauzigen Menschen, die das Leben auf den Höfen hart und bitter gemacht hat und von der Hoffnung, die mit John und Kat einzieht.

Nach dem Klappentext hatte ich erst etwas anderes erwartet, irgendwie ein bisschen Horror. Aber das sucht man hier vergeblich. Ja ich muss sagen, es ist auch nicht immer besonders spannend. Aber es ist ja auch ein Roman und kein Krimi oder Thriller. Das Buch bringt uns das teils recht archaische Leben in den Endlands näher. Es springt zwischen Johns Vergangenheit und der Gegenwart hin und her. Das bringt Abwechslung und auch zumindest hin und wieder ein wenig Spannung in die Geschichte.

Dennoch hat mich die Geschichte gefesselt und ich mochte das Buch. Es ist anders, ja. Aber anders ist nicht schlechter. Ich habe mich sogar teils wohlgefühlt zwischen den kauzigen Menschen. Ihre Lebensart ist mir fremd, aber auch ein beeindruckend. Sie opfern quasi ihr Leben für den Hof, für die Endlands und deren Fortbestehen. Das hat mich einerseits beeindruckt, andererseits aber auch ein wenig schockiert, dass sich bei ihnen alles um den Hof und die Arbeit dreht, aber wenig um die eigenen Wünsche oder Bedürfnisse.

Kein Wunder, dass man seine Rituale braucht, um den Teufel fernzuhalten. Denn in den Endlands ist das Leben alles andere als einfach. Es ist hart und fordert seine Opfer, in unterschiedlicher Art und Weise.


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Rezension zu "The Loney" von Andrew Michael Hurley

Tolles Buch!
buch_kativor 9 Monaten

The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. Dorthin pilgert 1976 eine religöse Gruppe rund um den Pfarrer Father Bernard. Mit dabei die Kinder Tonto und sein Bruder Hanny, der dort von einer Krankheit geheilt werden soll. Das Buch startet allerdings mit der Gegenwart und der Nachricht, dass man in dem Landstrich Jahre später eine Babyleiche findet. 
Wie das alles zusammen hängt, erzählt der Icherzähler Tonto im Rückblick. Immer mehr wird deutlich, dass  jeder Teilnehmer ein Geheimnis hatte und man ahnt schon, dass es bis zum Ende noch einige Überraschungen und Wendungen gibt. Die Sicht von Tonto ist auch sehr subjektiv geprägt und er war schließlich noch ein Kind sodass am Ende noch viel Spielraum für eigene Interpretationen bleibt. 
Spannende Geschichte, düstere Sprache und viel Atmosphäre, bei der man die Spannung förmlich spürt. 

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Rezension zu "Teufels Tag" von Andrew Michael Hurley

Teufels Tag
SigiLovesBooksvor 9 Monaten

John Pentecost, der als Hauptprotagonist diese Geschichte in der Ich-Form erzählt, besucht mit Katherine (Kat), seiner schwangeren Frau, seine Familie bzw. seinen Dad (Dadda) in den Endlands im nördlichen England (früher zu Yorkshire, seit den 70er Jahren zu Lancashire gehörend), um dem Vater beim Abtrieb (der Schafe aus den Mooren) zu helfen.Eine Beerdigung steht bevor: Der Gaffer, John's Großvater ist gestorben und der Devil's Day steht bevor.....


Anfangs muss sich der Leser sehr konzentrieren, um alle ihm vorgestellten Personen der 3 Familien auf den Endlands-Höfen, die das harte und karge Leben in einem Tal der Hochlandmoore seit Jahrhunderten zusammenschweißte, auseinander halten zu können. Die Atmosphäre und detaillierten Beschreibungen sowohl der einzelnen Charaktere als auch der spröden, unwirtlichen Landschaft, die recht düster wirkt zuweilen, machen diese Anstrengung jedoch mehr als wett.

Während den Sturzakers alles angelastet wird, was sich kurz vor dem Devil's Day ereignet, erfahren John und Kat von einer Tat des Gaffers, die Kat veranlasst, umgehend mit John nach Suffolk, ihr Zuhause, zurückkehren zu wollen. John jedoch ist der Meinung, sie werden gebraucht und der Vater schafft es nicht alleine, den Hof zu bewirtschaften. Sie solle "das Alte in der Vergangenheit lassen, wo es hingehöre". Während sich John auf den Tag des Teufels freut, da er mit Ritualen verbunden ist, die er aus seiner Kindheit kennt, ist Kat durch das mysteriöse Verhalten von Grace beunruhigt, die ihrer Meinung nach etwas im Schilde führt - ob dies stimmt?

Durch ein Ereignis während den Zeremonien und dem Tanz bekommt die Geschichte eine unheimliche Note. Tags darauf findet der Abtrieb statt, bei dem alle Bewohner mithelfen und es wird immer deutlicher, dass John bleiben will, wohingegen Kat sich sträubt - und fürchtet.

Ein zuweilen schaurig anmutender und archaischer Roman um die Hofgemeinschaft in einem völlig abgelegenen Tal der Endlands, der jedoch mit einem hoffnungsvollen Kapitel endet: Der Ich-Erzähler John Pentecost geht mit seinem blinden Sohn (erst zum Schluss kann man einen Namen einordnen, der immer wieder anklang, was ich ungewöhnlich fand) zu seinem Lieblingsort: Dem Waldgebiet Greenhollow, das sich nach dem Brand nach und nach erholen wird.....

Der Roman hat viele Rückblenden und springt daher in den Zeiten - der Kindheit und der Gegenwart von John - an die man sich jedoch gewöhnt und die mitunter spannend sind. Fesselnde Naturbeschreibungen, die einen großen Anteil am Roman einnehmen, lassen das Hochmoor praktisch vor dem inneren Auge entstehen, aber auch die archaischen Bräuche und das Eingebunden sein, das harte Leben auf den Höfen der Endlands, das nur bewältigt werden kann, wenn alle zusammenstehen, lassen John erkennen, wo sein Platz ist, seine Lebensaufgabe, der er sich stellen will.

Fazit:

Ungewöhnlich, spannend, düster, geheimnisvoll, mit poetischen und fast philosophischen, sprachlich kraftvollen Textstellen; zum Nachdenken anregend, kurzum: Lesenswert! Von mir erhält "Teufels Tag" 4 *.



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