Andrew Michael Hurley Loney

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Inhaltsangabe zu „Loney“ von Andrew Michael Hurley

The Loney – ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: Möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen.

Der Zwang den Bruder zu beschützen

— bk68165

Rezension bezieht sich auf die Hörbuch-Ausgabe

— Freizeitleser2

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  • Der Zwang den Bruder zu schützen

    Loney

    bk68165

    21. November 2016 um 08:54

    Tonto ist es von klein auf gewohnt seinen Bruder zu schützen. Auch wenn Hannie vom Alter her der größere Bruder ist, ist Hannie krank. Er spricht nicht und ist leicht zurückgeblieben. Mit seinem Bruder kann er jedoch auf seine Art und Weise kommunizieren. Und auch nach dem der Priester der Gemeinde gestorben ist, schafft es Tontos und Hannies Mutter den neuen Priester dazu zu bringen wieder eine Pilgerreise an den gleichen Ort zu machen. The Loney soll Hannie endlich heilen! Doch es kommt alles anders. The Loney und vor allem Cold Barrow ist ein Ort, den jeder gerne vergessen möchte. Hier geschahen schlimme Sachen. Und Tonto hat sich eine gute Geschichte parat gelegt, die er zu jederzeit vollständig abrufen kann. Die Frage ist nur, wird er diese Geschichte je brauchen und wir man ihm glauben? 30 Jahre später könnte es soweit sein. Tonto ist zwischenzeitlich ein gebrochener Mann, der immer noch meint seinen Bruder schützen zu müssen. Hannie hingegen ist heute ein Mann Gottes und hat seine eigene Familie. Aber die Erinnerungen kommen hoch. Also die Stimme zum Hörbuch passt perfekt. Der Sprecher hat es geschafft ab dem ersten Satz genau die düstere Stimmung rüber zu bringen, die das Buch verbreitet. Für das Buch kann ich leider nur 3 Sterne vergeben. Mir war die Geschichte einfach zu langweilig und viel zu langatmig. Viele Sachen werden nur angedeutet und einen wirklich roten Faden konnte ich leider auch nicht erkennen. Die Charaktere im Buch sind mir auch zu blass geblieben. Obwohl gerade von den Brüdern viel erzählt wird, konnte ich mir kein Bild von den beiden machen. Also von mir gibt es hier leider keine Leseempfehlung!

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  • Ich habe das Buch vorgezogen

    Loney

    Selest

    27. October 2016 um 22:52

    Ein Kind das nicht der Norm entspricht, geistig nicht mit den anderen mithalten kann und es vorzieht in der eigenen Welt zu bleiben.Einzig sein jüngerer Bruder kommt ab und an zu ihm durch und kümmert sich fast vorbildlich um ihn. Die Mutter will die Hoffnung nicht aufgeben, im Gegenteil sie nimmt das ganze als Strafe Gottes und setzt alle Hoffnung  in den Glauben und in die jährlich Pilgerfahrt. Somit ist das Buch schon mehr als religös angehaucht und damit sollte man rechnen,wen man zu lesen beginnt. Wir haben hier viel Bibel und einige Rituale die sicher in ihrer Anwendung fraglich sind. Vor allem da das Bild des Jungen recht klar zu sein scheint und somit weniger durch Wunder zu heilen ist. Aber gerade damit spielt der Autor, überzieht vielleicht auch ab und an, aber ich denke das ist gewollt und für mich auch wirklich eine große Leistung.Für ein Erstlingswerk sehr atmosphärisch und dicht in der Schreibweise so das man ab und an denkt ""wohw wie kann man nur, wie kommt man auf die Idee , gehts der Frau noch gut".Ich hatte das Hörbuch von Vorablesen und da war auch so etwas mein Problem, ich musste mir wirklich das Buch holen, den allein mit dem hören ist es nicht wirklich angekommen. Der Sprecher ist für mich monoton und zu langsam so das ich da nicht wirklich lange folgen konnte.

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  • Keinen richtigen Zugang gefunden

    Loney

    Marki

    13. October 2016 um 14:20

    Dieses Buch hat mich einerseits durch sein gelungenes Cover und den interessanten Plot neugierig gemacht. Durch den Babyleichenfund in Loney an seine Vergangenheit erinnert, erzählt  Tonto In Rückblicken die Geschichte seines behinderten großen Bruders Andrew und ihrer tiefgläubigen Eltern. Ihre Mutter will die Behinderung nicht akzeptieren und pilgert jedes Jahr mit ihren Kindern nach Loney. Dort muss sich Andrew  immer wieder Rituale über sich ergehen lassen damit er geheilt wird. Dieser Plot klang für mich spannend und mystisch, leider verliert sich der Roman in Langatmigkeit. Es wurde zwar eine gewisse Grundspannung aufgebaut, aber die wurde kaum bedient, es passierte einfach sehr wenig. Dagegen spielt der Glaube eine große Rolle, vor allem mit fanatischen Mutter wird dies dargestellt. Es fehlte mir eine gewisse Dynamik. Am Ende wurde es für mich etwas interessanter, aber als dann schließlich viele Fragen einfach unbeantwortet geblieben sind, war ich richtig enttäuscht. Denn sprachlich sticht der Roman positiv heraus. Der Autor schafft mit seinen Beschreibungen eine düstere Stimmung, die perfekt zum Roman passt. Auch die Charaktere sind tiefgründig und nachvollziehbar gezeichnet. Ein wirklich außergewöhnlicher Roman, der sicher Liebhaber finden wird, zu dem ich aber leider keinen richtigen Zugang fand. Zum Hörbuch: Der gewählte Sprecher Steffen Groth macht seinen Job sehr gut. Seine ruhige Stimme passt sehr gut zu diesem düsteren Roman. Er kann mit seiner Stimme gekonnt spielen, um die verschiedenen Charaktere darzustellen. Dabei übertreibt er es nicht, sondern bleibt natürlich.

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  • Religiöse Besessenheit

    Loney

    Maddinliest

    30. September 2016 um 22:52

    Ein mysteriöser Roman mit einer sehr düsteren Atmosphäre und dem Thema einer religiösen Besessenheit. The Loney ist die Endung eines Küstenstreifens in England. Ein trostloser Ort, dessen Bucht sich täglich schnell mit Wasser füllt und schon vielen Menschen zum Verhängnis wurde. Eine kleine Glaubensgemeinschaft zieht es in den 70er Jahren an diesen Ort, um dort für ein Mitglied der Gemeinde zu beten und auf dessen Heilung zu hoffen. Betroffener ist Andrew, auch Hanny genannt, der ältere zweier Brüder, der seit seiner Geburt noch kein Wort gesprochen hat. Die Mutter, welche fast schon einem religiösen Wahn erlegen ist, führt die Gruppe an. Ihr Fanatismus droht die Gemeinschaft zu teilen, aber in diesem Jahr geschehen noch weitere mysteriöse Gegebenheiten. Teilweise schon in Vergessenheit geraten werden sie durch den Fund eines menschlichen Kinderskeletts wieder wachgerufen. Was ist damals wirklich geschehen? Andrew Michael Hurley gelingt es in seinem Roman "Loney" ein äußerst mystische und bedrückende Stimmung aufzubauen. Diese wird zum einen durch den unfreundlichen Ort und zum anderen durch die religiöse Versessenheit einzelner Personen der Gemeinde erzeugt. Der Schreibstil des Autors ist bildreich und fordert vom Leser die volle Aufmerksamkeit. Die Protagonisten werden sehr ausführlich beschrieben und es ergeben sich interessante Charaktere, die der Geschichte ihre Würze verleihen. Aus meiner Sicht gab es aber im Verlauf der Geschichte einige Längen, die es zu überbrücken galt. Die Umsetzung der Hörbuchfassung ist meines Erachtens sehr gut gelungen. Mit Steffen Groth konnte eine Stimme gewonnen werden, die der nicht einfachen Aufgabe, die besondere Atmosphäre wiederzugeben, gewachsen ist. Seine ruhige und hervorragend pointierte Stimme passt hervorragend zu dem anspruchsvollen Text. Auch hier war es nicht immer einfach dem Geschehen zu folgen, aber es erleichterte die Aufgabe enorm Insgesamt handelt es sich bei "Loney" sicherlich um ein tiefgreifendes und und unheimliches Debut, welches aber aufgrund seiner Außergewöhnlichkeit die notwendige Aufmerksamkeit lohnt. Ich empfehle daher das Hörbuch gerne weiter, weise aber darauf hin, dass es nicht im Hintergrund konsumiert werden kann. Meine Bewertung lautet 4 von 5 Sternen!!

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  • Mysteriös!

    Loney

    Freizeitleser2

    25. September 2016 um 20:20

    Hanny, der in der Entwicklung verzögerte Bruder von Tonto, reist mit seiner streng gläubigen Familie in der Karwoche 1976 nach The Loney, einem einsamen Landstrich an der Küste Nordenglands. Die Familie verspricht sich durch die Pilgerreise die Heilung von Hanny. 30 Jahre später wird dort durch einen Erdrutsch eine Babyleiche freigelegt und in Tonto werden Erinnerungen an die damalige Reise geweckt. Die ausgefallene grafische Gestaltung des Covers von "Loney" (Andrew Michael Hurley) hat mich sofort angesprochen und neugierig auf das Buch gemacht. Ich besitze die Hörbuch-Ausgabe. Der Sprecher, Steffen Groth, liest die Geschichte souverän und mit angenehmer Stimme. Er versteht es, die düstere und bedrückende Stimmung der Geschehnisse aufzugreifen und zu transportieren. Der Sprecher ist es auch, dem es gelingt, die Spannung des Zuhörers an den Stellen, an denen man sich etwas mehr Handlung wünscht, aufrecht zu erhalten. Das Buch ist insgesamt gut gelungen.

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