Andrew Michael Hurley Loney

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Inhaltsangabe zu „Loney“ von Andrew Michael Hurley

The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine brüchige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: möge Hanny, äußerlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemüt, von seiner Krankheit erlöst werden. Dreißig Jahre später legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys jüngerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt drängt die Vergangenheit mit Macht an die Oberfläche und droht, ihm den Boden unter den Füßen wegzureißen. Dieser ungewöhnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespür für Zwischentöne Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsätzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung.

Spannung und Grauen sucht man hier vergebens - da hatte ich mehr erwartet!

— ConnyKathsBooks
ConnyKathsBooks

Etwas langweilige scheinbare Mysterygeschichte, auf die ich bis zuletzt vergeblich wartete. Zu viel Religion für meinen Geschmack

— Bibliomania
Bibliomania

Ein langatmiges Drama, ohne eine befriedigende Auflösung.

— twentytwo
twentytwo

Sehr geradlinig geformte Fanatismus-Story, die trotz zurückhaltender Erzählweise, ganz viel Power mit sich bringt.

— Zwischen.den.Zeilen
Zwischen.den.Zeilen

Unheimlich atmosphärische, düstere und christlische Geschichte, die erst zum Ende hin ihr volles Potential entfaltet und Spannung entfesselt

— Raven
Raven

Atnosphärisch dichtes Buch, dessen Handlung mich jedoch nicht packen konnte.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Düster-atmosphärisches Buch mit einigen Längen, aber grandiosen Landschaftsbeschreibungen und einer wundervollen Geschwisterbeziehung

— Devona
Devona

Eine Rückführung ins Jahr 1976 geprägt von Glauben und Unglauben, Handlungen und Misshandlungen. Düster und atmosphärisch.

— Kerstin_KeJasBlog
Kerstin_KeJasBlog

Leider nicht mein Fall, ich bin einfach nicht richtig rein gekommen.

— MsChili
MsChili

Nicht mein Fall

— lesefix213
lesefix213

Stöbern in Romane

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  • Unglaublich gut!

    Loney
    Line1984

    Line1984

    23. June 2017 um 16:59

    Ich hatte schon viel über dieses Buch gehört und wirklich jeder war beeindruckt und begeistert. Das wiederum machte mich neugierig denn ich musste einfach wissen welche Story sich hinter diesen geheimnisvollen Cover verbirgt.Ich begann mit dem lesen und war sofort in der Story drin. Bald schon hatte es der Autor geschafft und mich in die Story gezogen, ich konnte dieses Buch nicht mehr zur Seite legen, denn es entwickelte eine unglaubliche Sogwirkung.Die Atmosphäre im Buch ist ziemlich düster doch das passte einfach.Man könnte meinen das es sich hierbei um einen richtigen Horrorroman handelt doch das ist nicht ganz richtig. Dieses Buch ist düster, mysteriös und auch erschreckend.Ich erlebte eine Gemeinschaft auf Pilgerreise, doch diese Gemeinschaft erinnerte mich stark an eine Sekte. Wer von ihnen meint es wirklich ernst? Und wer von ihnen kehrt der Gemeinschaft den Rücken?Tonto und sein jüngerer Bruder Hanny, dieser ist geistig zurückgeblieben, sind unter ihnen. Die Mutter der beiden will sich mit der Erkrankung ihres Sohnes nicht abfinden und so Pilgern sie immer wieder von einem Gläubigen zum nächsten um sich dort für Hanny einzusetzen.Sie ist der festen überzeugung das Hanny in "The Loney" geheilt werden kann. Tonto ist der einzige der mit seinem fast Erwachsenen Bruder kommunizieren kann. Gemeinsam streifen die beiden durch die Küstenlandschaft.Der Schreibstil des Autorin ist sehr flüssig, dadurch liest sich dieses Buch überaus angenehm. Gleichzeitig schafft er es in den Leser in den Bann der Story zu ziehen. Gleich zu beginn ist die Spannung sehr hoch doch der Autor schafft diese geschickt aufrecht zu erhalten. Mit der düsteren Atmosphäre und der Spannung packt einem das Buch und lässt seinen Leser nicht mehr los.Durch geschickte Wendungen wusste ich nie was mich auf der nächsten Seite erwarten würde.Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet und wirkten auf mich absolut authentisch.Die Handlung ist der Wahnsinn. Sie packte mich, sie fesselte mich, sie machte mich sprachlos, sie machte mich wütend, sie war schockierend. Hätte ich gewusst wie gut dieses Buch ist dann hätte ich es schon sehr viel früher gelesen.Ich bin mehr als beeindruckt, ein wahres Meisterwerk.Klare und uneingeschränkte Empfehlung!Fazit:Mit "Loney" ist dem Autorin ein Debüt gelungen welches mich völlig begeistert hat.Der flüssige Schreibstil, die düstere und spannende Handlung voller Wendungen und vielschichtige Charaktere überzeugten mich völlig.Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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  • Spannung und Grauen sucht man hier vergebens

    Loney
    ConnyKathsBooks

    ConnyKathsBooks

    12. April 2017 um 10:27

    "Tonto, die Wahrheit ist nicht immer in Stein gemeißelt. Im Grunde sogar nie. Es gibt verschiedene Versionen von ihr. Und manchmal ist es vernünftig, die Version, die man den anderen zeigt, sorgfältig auszuwählen." (S. 334)In der Karwoche 1976 pilgert eine kleine Glaubensgemeinschaft unter Führung ihres neuen Fathers Bernard nach Moorings, einem Anwesen nahe der rauen nordenglischen Küste und dem berüchtigten Ort The Loney. Nur hier, so glaubt die Mutter des kranken Hanny, wird ihr Sohn endlich Heilung finden und hofft auf die Kraft des Schreins von Saint Anne. Doch dann bemerken Hanny und sein jüngerer Bruder Tonto beim Spielen seltsame Vorgänge in einem abgelegenen Haus. 30 Jahre später enthüllt ein plötzlicher Erdrutsch genau dort die Leiche eines Babys. Was ist damals passiert? "Loney" ist das Debüt des britischen Autors Andrew Michael Hurley. Ein Roman, der viel verspricht, mich aber enttäuscht zurückließ und einfach nicht meiner war. Alles beginnt schon mit den verwirrenden Namensbezeichnungen. Bis ich begriffen habe, dass Mummer und Farther für Mutter und Vater stehen, dauerte es eine Weile, ebenso, dass Hanny auch Andrew genannt wird. Farther habe ich zudem häufig verwechselt mit Father. So fiel mir bereits der Einstieg recht schwer und es wurde nicht besser, eher im Gegenteil.Denn die Geschichte plätschert meistens nur vor sich hin, Spannung und Grauen sucht man hier vergebens und ich war oft kurz davor, das Buch abzubrechen. Der Autor springt auch munter zwischen den Zeiten und Orten hin und her, was es dem Leser nicht gerade leicht macht, zu folgen. Besonders das extrem religiöse Gehabe von Hannys Mutter ging mir irgendwann echt auf die Nerven, ihre Rituale, an denen sie unbedingt exakt festhalten will und ihre nicht nachvollziehbaren Vorbehalte gegenüber Father Bernard. Auch keine der anderen Figuren konnte mich überzeugen, selbst Hanny und sein Bruder Tonto nicht, der als Ich-Erzähler fungiert.Irgendwie wollte ich dann aber doch noch wissen, was es mit dem Baby auf sich hat und hielt tapfer bis zum Schluss durch. Doch die dahinter steckende Wahrheit und Lösung des Rätsels fand ich jetzt auch nicht gerade weltbewegend, selbst wenn diese recht mysteriös ausfällt und noch viele Fragen aufwirft. Insgesamt kann ich daher "Loney" nicht empfehlen. Ein langweiliges Buch, dessen Status als Geheimtipp mir völlig unverständlich ist. Von mir nur 2 Sterne.

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  • Loney

    Loney
    gsimak

    gsimak

    02. March 2017 um 19:08

    Meine MeinungDie Geschichte wird aus der Sicht von Tonto erzählt. Ich hatte Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Aber nach ein paar Seiten legte ich das Buch nur noch beiseite, um alltägliche Dinge zu verrichten. Die kleine brüchige Glaubensgemeinschaft hatte mich in ihren Bann gezogen. 1976Eine religiöse Gruppe fährt mit ihren neuen Father von London zur nordenglischen Küste "Loney!"Seine Schäflein betrachten ihn misstrauisch. Hat er doch sogar nichts mit dem verstorbenen Pfarrer Wilfred gemein. Auf Loney herrscht eine Düsternis, die einem samt Regen beim Lesen in die Glieder kriecht.Nicht alle waren mit dieser Reise einverstanden. Hanny ist der ältere von zwei Brüdern. Jedoch kann er nicht sprechen und sein Geist ist der eines Kindes geblieben. Sein jüngerer Bruder Tonto kümmert sich liebevoll um ihn.Viele Dinge auf der Insel muten gruselig an. Hanny und sein kleiner Bruder Tonto haben eine Begegnung mit einem zwielichtigen Ehepaar und einer jungen schwangeren Frau.Wir haben es hier mit einer Gruppe von Menschen zu tun, die zum Teil sehr fanatisch agieren. Mir kam oft der Gedanke, es mit einer Sekte zu tun zu haben.Hanny soll erlöst vom Schwachsinn werden und endlich reden. Abhilfe erhofft man sich von der heiligen Anna. Ihretwegen pilgert man schließlich zur Wallfahrtskirche.Hannys Mutter scheint den extremen Glauben zu brauchen. Menschen die es lockerer sehen, sind in ihren Augen des Teufels.Beim Lesen dachte ich mir oft, wer es von diesen, ach so Gläubigen, wirklich ernst meint. Der neue Father war mir eigentlich sympathisch. Ich denke, vom Fasten hielt er nicht allzu viel. Auch den strengen Glauben von Hannys Mutter konnte er nicht nachvollziehen. Menschen, wie sie verschiedener nicht sein könnten, verbringen gemeinsam Zeit in dem düsteren Haus Mooring.Ich war mir sicher, dass noch einige Dinge ans Tageslicht kommen, die man niemals vermuten würde.Besonders gespannt war ich, was es mit dem plötzlichen Tod von Father Wilfred auf sich hatte.Wie beim Klappentext schon erwähnt, wird nach 30 Jahren die Leiche eines Babys gefunden.FazitFather Bernard pilgert mit einer Gruppe Gläubigen an einen Ort, um einen geistig zurückgebliebenen Jungen zu heilen, der nicht sprechen kann. Eine gläubige Mutter kann nicht akzeptieren, dass ihr Sohn nicht der Norm entspricht.Eine düstere Atmosphäre ist ständiger Begleiter in dieser Geschichte.Die Erzählung spielt überwiegend im Jahr 1976. Sie wird aus der Sicht von Tonto erzählt. Tonto hat in der Gegenwart einiges zu verarbeiten.Mir hat der Schreibstil und seine speziellen Protagonisten eine schlaflose Nacht beschert.Nach anfänglichen Schwierigkeiten bin ich freiwillig mit gepilgert und habe das Gruseln gelernt. Sturm und Regen peitscht über das Haus  hinweg, indem sich Menschen befinden, von denen ich lange nicht wusste, wie ich sie einordnen muss. Sind sie verlogen, fanatisch, abhängig oder einfach nur böse? Rund um Mooring ist es düster. Vor allem im Wald .....Ob mir das Ende gefallen hat? Ich kann nicht ja sagen. Aber, das gesamte Buch ist ein richtiges Highlight für mich. Mit so einem fantastischen Buch habe ich nicht gerechnet. Ich empfehle "Loney" auch Lesern, die nichts von der Kirche halten. Für mich ist das Buch eine Mischung aus Drama, Thriller, Fanatismus, Horror und Mystery.Danke Michael Hurley

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • Loney

    Loney
    urmeli

    urmeli

    05. December 2016 um 16:05

    Zu Lebzeiten des Pfarrers Wilfred fuhr die Gemeinde jedes Jahr zu Ostern als Pilgerfahrt nach The Loney, einem kleinen Küstenort in England. Und jedes Jahr wurde Hanny in eine Grotte mit heiligem Wasser gebracht um dort von seinen Leiden erlöst zu werden. Hanny redet nicht, ist geistig zurückgeblieben und während er für die Erwachsenen unverständlich ist, weiß nur sein jüngerer Bruder, Tonto genannt, mit ihm umzugehen. Nach Pfarrer Wilfreds plötzlichem Unfalltod (oder war es doch Selbstmord?) ist der neue und junge Pfarrer mit der Gemeinde zu dieser Pilgerfahrt aufgebrochen. Doch er erfüllt nicht die Erwartungen, es wird nicht ständig gebetet, er möchte auch Kontakt zu den Menschen im Ort. Doch diese sind, wie der Ort selbst, seltsam, sehr eigenbrötlerisch und gewalttätig. Auf den Streifzügen, die die Brüder unternehmen kommen sie an ein besonderes Haus mit einer jungen Frau und dem neugeborenen Baby. Nach diesem Zusammentreffen ändert sich für Hanny alles - er spricht. Dieses wird der wundersamen Quelle zugeschrieben, doch liegt es wirklich daran? Eine mysteriöse Handlung, sehr detailgenau und liebevoll beschriebene, sehr unterschiedliche Charaktere machen diesen besonderen Roman aus. Die Handlung springt in verschiedenen Zeiten und die Schreibweise passt sich dieser Zeit an.

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  • Loney

    Loney
    twentytwo

    twentytwo

    02. December 2016 um 20:40

    Mit dem Tod von Pater Wilfred finden die alljährlichen Osterwallfahrten seiner Anhängerschaft nach Loney, einem einsam an der Nordwestküste Englands gelegenen Landstrich,ein jähes Ende. Erst Jahre später beschließt die Gruppe gemeinsam mit dem neuen Pfarrer Bernard erneut zu einer Wallfahrt aufzubrechen. Der Ort wirkt, nicht zuletzt durch das schlechte Wetter, noch trostloser als früher und eine bedrückte Stimmung macht sich breit. Während die Erwachsenen sich im Haus beschäftigen, nutzen die beiden Söhne der Familie Smith jede Gelegenheit sich die Zeit am Strand zu vertreiben. Alte Erinnerungen kommen hoch und vermischen sich mit der immer unheimlicher wirkenden Gegenwart. Am Tag, als die Gruppe sich auf den Weg zu der heiligen Quelle macht, die den von Geburt an sprachlosen Hanny heilen soll, spitzt sich die Lage zu und endet mit der Abreise eines der Paare. Vollkommen demotiviert beschließt man am nächsten Morgen ebenfalls nach London zurückzukehren. Zeit genug für die beiden Jungen sich ein weiteres Mal davonzustehlen. Und wie schon zuvor geraten sie in eine unheilvoll bedrückende Situation, die sie zwischen Übersinnlichkeit und Spuk, erneut in den Sog der geheimnisumwitterten Landschaft und ihrer Bewohner hineinzieht. Letztendlich weiß aber keiner genau was sich in diesen wenigen Stunden ereignet hat, denn die Ereignisse entziehen sich ihrer Erinnerung. Erst Jahre später, als die Vergangenheit wie ein dunkler Schatten zurückkehrt, beginnen sie zu begreifen was sich damals wirklich zugetragen hat.FazitEin düsteres und beklemmendes Buch, das viele Fragen über Religion, Glaube und Hoffnung aufwirft und durch seine Langatmigkeit die quälende Situation effektvoll verstärkt.

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  • The Loney

    Loney
    sternenstaub178

    sternenstaub178

    20. November 2016 um 11:22

    Laut Klappentext verspricht das Buch eine düstere, spannende Geschichte. Darauf hatte ich mich auch gefreut. Am Anfang lernt man erstmal die Charaktere kennen und es waren mir erstmal zu viele Namen. Spannung kam am Anfang auch noch nicht so richtig auf erst am Ende des ersten Kapitels, was für ein Buch eigentlich ein gutes Zeichen ist und den Leser zum Weiterlesen animieren soll. Doch auch im weiteren Verlauf der Geschichte kam die Spannung nicht so in Fahrt. Es wurde mir zu viel Drumherum erzählt. Was mich jetzt noch am Lesen hielt war, dass ich wissen wollte, was es den mit the loney auf sich hatte. Zwischendurch hatte ich immer wieder Hoffnung, dass die Geschichte doch noch in Fahrt kommt, was dem Autor leider nicht so gut gelungen ist. Trotz allem fand ich das Buch nicht schlecht.

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  • ...dieser Fanatismus!!!

    Loney
    Zwischen.den.Zeilen

    Zwischen.den.Zeilen

    15. November 2016 um 11:06

    In "Loney" erwarten den Leser jede Menge sinnlose Absurditäten, krankhafte Ideologien, Religionsfanatismus und eine durchwegs unmoralische Story. Würde nicht Hurley auf dem Einband stehen, könnte man durchaus glauben, man hätte es mit einem früheren "King" zu tun (nur harmloser/zurückhaltender), so einfühlsam, so präziese, so vorsichtig wird hier erzählt. Kurze Anmerkung: Die Geschichte - wie im Klappentext angeführt - als "...unheimlich" (Telegraph) oder als "...meisterhafte Exkursion ins Grauen." (Sunday Times) zu bezeichnen, finde ich doch ein klein wenig übertrieben bzw. irreführend. (...egal wie subtil das Ganze auch ist.) Leider wird dem Leser hier zu Beginn eine völlig verquere Erwartungshaltung nahegelegt, die sich womöglich auf die schlussendliche Bewertung/Weiterempfehlung auswirken könnte. Die Aussage "Selten sind Debütromane so vollendet, mit einer solchen Stilsicherheit geschrieben..." trifft hingegen zu 100% zu. Man muss sich immer wieder mal vor Augen führen, dass man es hier mit einem DEBÜT zu tun hat!! (...das übrigens im Januar 2016 mit dem Costa Book Award für das beste Debüt des Jahres ausgezeichnet wurde*) In Anbetracht dessen, darf - meiner Meinung nach - mit dem Autor nicht zu hart ins Gericht gegangen werden, weswegen er von mir einen kleinen Bonuspunkt zugeschanzt bekommt. Es werde also Gnade vor Recht ergehen. 😉 Gott sei Dank (...jetzt geht's bei mir auch schon los!😂) hat der Autor, bzw. seine Erstlingsgeschichte, keinerlei Pluspunkte nötig, da ohnehin schon viele Komponenten miteinander harmonieren. Ich muss nach Beenden der Lektüre wirklich offen zugeben, dass Andrew Michael Hurley ganz vieles richtig gemacht hat: o) Er definiert und strukturiert seine Handlungsabläufe ganz klar. (Der altbekannte, so oft vermisste "rote Faden" ist vorhanden!) o) Er hat seine - aus der Ich-Perspektive gezeichnete - Hauptfigur bestens im Griff und weiß somit ganz genau wo die Reise mit ihr hingehen soll/wird. Zwar lässt er sie eher im Hintergrung agieren, schanzt ihr sozusagen eine eher passive Rolle zu, versucht aber trotzdem ihr den nötigen Spielraum für Dialoge und Weiterentwicklungen zu lassen. o) Er ist ein wirklich talentierter Erzähler, der sich zwar mit Bedacht vorantastet und oftmals eine Spur zu extrem auf der Bremse steht,...dennoch mit seinem ganz eigenen "Sound" zu überzeugen weiß. ------------------------------------------ Ich gebe euch kurz ein Beispiel: 'Billy war ein ortsbekannter Trinker. Sein tiefer Absturz gehörte wie das Wetter fest zur Mythologie der Gegend, und er war ein gefundenes Fressen für Menschen wie Mummer and Father Wilfred, die ihn als Kürzel dafür verwendeten, was der Alkohol mit einem anstellen konnte. Billy Tapper war keine Person, er war eine Strafe.' ------------------------------------------ Okay, der Autor erfindet zwar das Rad nicht neu (...ein ähnliches Storybild findet sich bereits bei Wiley Cash - 'Fürchtet euch',...), hat aber dafür jede Menge Gespür für seine Figuren, deren Backgrounds und den Auswirkungen zueinander übrig! Manchmal sogar, war die Story so...abartig, dass ich an Terri Gilliams "Tideland", oder - in Bezug auf das Setting - an "MadMax" oder "The Road" erinnert war. Kritikpunkt: Man hätte die knapp 400 Seiten etwas komprimieren, bzw. auf spannungstechnischer Seite noch mehr ausbauen können/dürfen. Hin und wieder hätte es der Geschichte ganz gut getan, wenn der Autor "schneller zum Punkt gekommen wäre". Außerdem bleibt am Ende die Frage: "Was will er mir mit diesem Buch sagen??" Fazit: Da ich Debütromane im Allgemeinen sehr zu schätzen weiß, ich mir die Schwierigkeit beim Schreiben des Erstlings durchaus vorstellen kann, und Hurley seine 'Hausaufgaben' mehr als gut gemacht hat, bleibt mir abschließend nichts anderes übrig, als dieses unfassbar schräge Werk mit Lob auszustatten. Die Story ist natürlich aufgrund der stark dominierenden Schwerpunktthematik, äußerst speziell konzipiert, deshalb enthalte ich mich diesmal der Aussprache einer Empfehlung. Ich kann aber dennoch für mich sprechen und sagen: 'The Loney' ist neben 'The Dry' (Jane Harper) - ganz klar - eines der stärksten Bücher in diesem Jahr! (*Costa Book Award im Detail: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Costa_Book_Award)

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  • Glaube ist alles

    Loney
    Fornika

    Fornika

    13. November 2016 um 17:08

    Die Karwoche wird vom harten Kern einer kleinen Gemeinde traditionell für eine Wallfahrt genutzt. Ziel ist Loney, ein kleines Fleckchen an der rauen Küste. Im Jahr 1976 reist die Gemeinde noch verbissener an, der neue Pastor Farther Bernard muss sich erst in die eingeschliffenen Traditionen einfinden und außerdem soll Hanny endlich von seiner Stummheit geheilt werden. Mit Gottes Hilfe natürlich, der in dem nahegelegenen Schrein schon einmal Wunder vollbracht haben soll.  Hurley hat eine dichte Atmosphäre geschaffen, die einen wirklich in den Bann zieht. Düster und neblig wie Loney selbst, kalt und ungemütlich wie die Stimmung unter den Gemeindemitgliedern. Der Stil ist sehr klar, aber etwas distanziert. Was diesen Roman so besonders macht sind die leisen Zwischentöne, mit denen die Beziehungen der Protagonisten gezeichnet werden. Der Autor nimmt uns mit in eine sehr gläubige Gemeinschaft, in der zwar augenscheinlich bibeltreu gelebt wird, aber auch Härte regiert. Erzählt wird aus der Sicht von Hannys jüngerem Brüder Tonto, der über die Geschehnisse reflektiert ohne zu werten. Die Handlung lässt sich Zeit, trotzdem war ich über weite Strecken von ihr gefesselt. Vom Ende war ich leider nicht ganz so angetan, mir erschien der Bruch zum vorherigen Geschehen dann doch etwas hart. Trotzdem würde ich Loney jedem empfehlen, der langsame, atmosphärische Geschichten mag. Hurley sollte man auf jeden Fall im Auge behalten.

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  • Dranbleiben!

    Loney
    Raven

    Raven

    04. November 2016 um 11:25

    Das Buch "Loney" von Andrew Michael Hurley ist 384 Seiten lang und beim Ullstein Verlag erschienen.Ein sehr schönes Hardcoverband mit schwarzer Färbung und Bändchen. Der Schutzumschlag ist weiß mit einem sehr interessanten Coverbild. Die Leseseiten sind mitteldick, die Schriftgröße etwas zu klein.Loney ist ein seltsamer, düsterer Ort. ein unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Küste. 1976 pilgert eine Gruppe extrem gläubiger Menschen dort hin, die um eine Heilung beten und hoffen. Hanni, der außen schon ein Mann ist, aber immer noch im inneren sehr kindlich, soll endlich sprechen können und zu einem normalen Jugendlichen heranreifen. Hanni sieht das Ganze als Abenteuerreise und spielt lieber mit seinem Bruder Tonto am Strand. Aber die Mutter, die sehr extremistisch und fanatisch ist, hält Hannis Zustand für eine Prüfung von Gott, die sie unbedingt bestehen muss. Dreißig Jahre ist die Reise her und nun reißt ein Erdrutsch ein Haus bei Loney ein und gibt eine Babyleiche frei. Tonto erinnert sich an die Reise von damals, die er all die Jahre verdrängt hat. Das Buch ist wirklich sehr besonders und ich glaube das nicht jeder Leser damit zurechtkommt. Bis zum Mittelteil wollte ich es tatsächlich selbst schon weglegen. Es hat von Anfang an einen sehr düsteren, melancholischen und atmosphärischen Schreibstil, jedoch ist bis zur Mitte des Buches nichts nennenswertes geschehen. Es dümpelte zwischen extremistischem, fanatischen Glauben und regelrechten Hill Billies von Menschen hin und her und ich dachte mir nur noch Oh Götter, der Glaube ist so krank, wenn man ihn in diese Richtung hin auslebt und war es tatsächlich so und wieviele Menschen mag es heute noch geben die genauso leben und denken? Es hat mich stark zum Grübeln gebracht. Ich weiß das die Erziehung damals eine noch striktere, noch gläubigere war, jedoch gibt es auch heute noch viele Menschen die ähnlich ticken, was mich durchaus beunruhigt. Aber mehr war eben bis Mitte Buch nicht zu finden und auch als ich es dreiviertel beendet hatte, tat mir bloß der arme Hanni sehr leid, dessen Zustand man einfach nicht akzeptieren wollte, den man einfach nicht als Gott gewollt und so geboren hinnehmen und lieben konnte. Bis dato hätte ich dem Buch 3 Sterne gegeben für den wunderschönen Schreibstil, die Atmosphäre und einfach weil es mich geistig immer wieder anregte, aber es brach nichts an Spannung oder etwas Individuelles hervor. Aber wer sich tapfer durchbeisst wird dann im letzten Viertel des Buches überrascht, denn da wird dann alles aufgeklärt, die Ereignisse überschlagen sich, es kommt zu unerwarteten Wendungen und es schockiert. Ich saß gebannt mit offenem Mund vor dem Buch und konnte nicht fassen was es mir aufeinmal offenbarte und es auch bis zum Ende dann nicht mehr weglegen. Es klingt noch lange nach. ich bekomme die Geschichte nicht mehr aus meinem Kopf. Ich grübel noch immer, obwohl ich es bereits ein paar Tage beendet habe, was tatsächlich für sich spricht. Fazit: Fanatisch, extremistisch, religiöses Buch mit einem sehr schönen Schreibstil. Wundervoll düster atmosphärisch und melancholisch. Unbedingt Dranbleiben! Das volle Potential des Buches entfaltet sich erst im letzten Viertel. Es klingt noch lange nach und regt zum Grübeln an. Nicht für jeden Leser geeignet, aber dennoch eine Empfehlung!

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  • Kommt die Wahrheit ans Licht?

    Loney
    Greedyreader

    Greedyreader

    29. October 2016 um 16:51

    In Andrew Michael Hurleys stark beachtetem, mehrfach ausgezeichnetem Debütroman geht es um eine 30 Jahre und teilweise noch länger zurückliegende Geschichte, die Ich-Erzähler “Tonto“, dessen Vornamen der Leser nie erfährt, in langen Rückblenden erzählt.Nach schweren Herbststürmen, die einen Erdrutsch auslösen, wird am Fuß der Klippen auf Coldbarrow im Nordwesten Englands die Leiche eines Babys gefunden. Der Erzähler hat immer versucht, die damaligen Ereignisse zu vergessen und gehofft, dass sie niemals ans Licht kommen würden. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen älteren Bruder Andrew Smith, genannt Hanny zu schützen und zwar so übertrieben, dass er sich seit längerer Zeit in Therapie befindet. Was ist damals geschehen?Jahrelang nahm die Familie Smith mit anderen Mitgliedern der Gemeinde St. Jude´s in London in der Karwoche an religiösen Freizeiten zusammen mit dem Gemeindepfarrer Father Wilfred teil, bis dieser Brauch aus verschiedenen Gründen für einige Jahre ruhte. Nachdem der Pfarrer plötzlich und unter mysteriösen Umständen verstorben war, wollten einige Mitglieder der Gemeinde, allen voran Mrs Smith, die Pilgerreisen wieder aufnehmen und an den alten Ort zurückkehren. Die Mutter der Jungen praktiziert einen extremen fanatischen Katholizismus, der sie Father Bernard, den neuen umgänglichen und weltgewandten Priester, ablehnen lässt. In ihren Augen kann er dem verstorbenen Father Wilfred, der Hölle und Verdammnis predigte und seine Ministranten sadistisch bestrafte, nicht das Wasser reichen. Die Gruppe mietet ein baufälliges altes Haus namens Moorings in dem The Looney genannten Gebiet zwischen zwei Flussmündungen. Es ist eine gefährliche Gegend, denn die unkalkulierbaren Gezeitenwechsel haben schon viele Menschen das Leben gekostet. Höhepunkt der Pilgerfahrt ist der Aufstieg zum Schrein der Heiligen Anna, wo die Gruppe um die Heilung von Tontos älterem Bruder Hanny beten will. Ein Wunder soll ihn von seiner Stummheit heilen. Das Wunder bleibt aus. Dafür erleben die Jungen verstörende Dinge in Thessaly auf der vorgelagerten Insel Coldbarrow, wo sie auf merkwürdige Menschen treffen. Nicht nur hier praktizieren Einheimische heidnische Rituale. Es passieren rätselhafte und übernatürliche Dinge: ein Busch blüht zur Unzeit, es geschehen Wunderheilungen, Mitglieder der Gruppe finden einen die Kreuzigung Christi parodierenden Totempfahl .Der Autor malt eine Wortkulisse, beschreibt die wilde Schönheit der Landschaft und schafft eine Atmosphäre des Unheimlichen, Bedrohlichen. Hurleys Roman gehört in die Tradition der Gothic Novel, des Schauerromans, der seine Blütezeit in der zweiten Hälfte des 18. Und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte, aber der Autor setzt die Elemente des Genres sparsam und unaufdringlich ein. Am Ende gibt es nicht für alles eine eindeutige Erklärung. Entscheidend ist, dass die damaligen Ereignisse die Betroffenen, vor allem die beiden Jungen, für immer verändert haben.Der Roman behandelt neben der Familiengeschichte eine Vielzahl von Themen: alle Aspekte des Glaubens inklusive religiösem Fanatismus und Aberglauben sowie Verlust desselben, Schuld und Vergebung. Es passiert nicht viel, und der Roman hat durchaus einige Längen, aber die atmosphärische Dichte und die für einen Debütroman erstaunliche sprachliche Qualität sind beeindruckend. Anders als alles, was man so kennt, aber durchaus empfehlenswert.      

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  • Düsterer, aber etwas langatmiger Roman

    Loney
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. October 2016 um 21:39

    Die Mitglieder einer Kirchengemeinde machen in der Karwoche einen Ausflug in den düsteren Landstrich „The Loney“. Dort soll Gott zu Ostern ein Wunder wirken, und zwar an Hanny, der nicht sprechen kann und auch geistig etwas zurückgeblieben ist. Jahre später ruft die Entdeckung einer Babyleiche die Erinnerungen an jene Zeit in Hannys Bruder Tonto wach. Eine bedrohliche Atmosphäre Die Beschreibung der kargen Landschaft von „The Loney“ gehört definitiv zu den Stärken des Buches. Andrew Michael Hurley versteht es, Bilder entstehen zu lassen und eine düstere, beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Eine subtile Bedrohung liegt über dem Geschehen. Selbst wenn gerade nichts Aufregendes geschieht, beschleicht einen als Leser stets die Vorahnung, dass etwas Schreckliches geschehen muss. Die ersten seltsamen Ereignisse lassen nicht lange auf sich warten. Sind es nur dumme Streiche oder ernstzunehmende Warnungen? Von Glauben, Zweifeln und religiösen Konflikten Da eine Kirchengemeinde im Mittelpunkt von „The Loney“ steht, spielt die Religion eine große Rolle in diesem Buch. Wie ein Schatten liegt die Erinnerung an den verstorbenen Father Wilfred über allem. Aber war er wirklich das leuchtende Vorbild, das so viele in ihm sehen wollen? Und war sein Tod wirklich ein Unfall? Sein Nachfolger Father Bernard hat es es jedenfalls schwer, von den Gläubigen anerkannt zu werden. Vor allem Tontos und Hannys Mutter ist alles andere als begeistert von dem jungen Priester. Wenn es nach ihr ginge, müsste er alles ganz genauso machen wie sein Vorgänger, ohne jede Abweichung. Ihr Glaube stützt sich auf Rituale und feste Abläufe. Außerdem glaubt sie so fest an ein Wunder, dass sie manchmal sogar über die Bedürfnisse ihres Sohnes hinweggeht. Entsprechend vermisst sie am eher lockeren Father Bernard ein gewisses Maß an Strenge und lässt kaum eine Gelegenheit aus, um ihn auf seine Versäumnisse aufmerksam zu machen. Am Konflikt zwischen diesen beiden zeigt sich die Diskrepanz zwischen verschiedenen Glaubensauffassungen, die selbst innerhalb desselben religiösen Überbaus oft schwer miteinander vereinbar sind. Düsterer Roman mit Längen „Loney“ hat mich durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, was sich allerdings weniger auf die Emotionen hinsichtlich des Gelesenen als auf meine Haltung zu dem Buch bezieht. Die Atmosphäre finde ich großartig, und viele Konflikte sind gut herausgearbeitet. Allerdings ist es dem Buch nicht gelungen, mich dauerhaft in die Geschichte hineinzuziehen. Zwischen einzelnen mysteriösen Geschehnissen gibt es einige Längen, und erst gegen Ende gab es wenige Passagen, bei denen ich wirklich über mehrere Seiten unbedingt weiterlesen musste. Auch wirkt das Buch auf mich etwas unrund. Dass Spuren auch mal ins Nichts führen oder der tatsächliche Hergang mancher Ereignisse im Dunkeln bleibt, finde ich nicht negativ, im Gegenteil. Hier kam bei mir aber kein so rechtes Interesse am Weiterrätseln auf. Außerdem bleibt fast zu viel offen, und das schreibe ich, obwohl ich offene Enden grundsätzlich gerne mag. Insgesamt sehe ich „Loney“ als ein stilistisch ansprechendes Buch mit subtilen Grauen, das mich auf inhaltlicher Ebene jedoch nicht zu packen vermochte.

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  • Empfehlenswerter Genremix

    Loney
    Devona

    Devona

    25. October 2016 um 08:16


  • Traumata

    Loney
    Kerstin_KeJasBlog

    Kerstin_KeJasBlog

    14. October 2016 um 22:23

    Einsam oder ursprünglich? Vermutlich beides, diese Gegend um Coldbarrow, den Felsen bei Thessaly und dem sandigen Abschnitt um „The Loney“.„Ein plötzlicher Nebel, ein Murmeln des Donners über dem Meer, der Wind, der seine Ernte aus alten Knochen und Abfall über den Strand trieb, reichte manchmal aus, um einen das Gefühl zu vermitteln, dass sich etwas ereignen würde. Nur was genau wusste ich nicht.“ (Buch Seite 49) Genau so habe ich auch dieses Buch und die Geschichte empfunden – da ist etwas im Busch. Geheimnisse, die so weit zurückliegen und nun, durch die Erzählungen von dem erwachsenen Tonto, Stückchenweise hervorgeholt werden. Aber erst einmal kurz zur Geschichte:Karwoche 1976, die Gruppe um die Kinder Tonto und Hanny pilgern wie alljährlich an die Küste Nordenglands. Eine Pflichtveranstaltung für die Erwachsenen und ein Abenteuer für die 2 Jungs, denkt man. In der düsteren Atmosphäre, geprägt vom Glauben und Unglauben, entspringt eine unheilvolle Geschichte, die nun 30 Jahre später, aufgearbeitet werden. Ein Geheimnis, dass viele andere enthält und so furchtbar ist, dass es ein Traumata auslöst um ein anderes zu „heilen“. Ich liebe dieses Buch. Diesen weißen, besonderen und edlen Schutzumschlag, der einem so ein bisschen Heile Welt vorgaukelt um dann im Inneren einer Geschichte zu begegnen, die genauso tiefschwarz ist wie das Buch. Tontos Erzählungen sind sehr eingängig. Er schildert diese Zeit seiner Kindheit und den damit verbundenen Menschen. Seine Mutter (Mummy) ist eine sehr gläubige Frau und ihr, wie sie meint von Gott, auferlegtes Schicksal ist der jüngere Sohn Hanny. Hanny spricht nicht, scheint zurückgeblieben aber ist doch ein cleverer Junge der die Welt mit seinen Augen sieht und in dem größeren Bruder Tonto einen Seelenverwandten der besonderen Art hat. Gerade die Verbindung dieser 2 Kinder wurden in dem Buch wunderschön beschrieben. Der Große, der auf den Kleinen aufpasst, ihn ohne Worte versteht und ihn schützt wo Schutz notwendig ist. Hannys „Behinderung“ konnte ich am Anfang gar nicht richtig zuordnen. Ist er nun autistisch veranlagt oder hat er ein Defizit das durch Krankheit oder Gendefekt verursacht wurde? Im Laufe der Geschichte wurde mir aber klar das nichts von alldem zutraf. Es war für mich mehr ein Verschließen des Jungen aufgrund dieses exzessiven Ausleben des mütterlichen Glaubens. Der Vater (Farther spielte da fast nur eine Statistenrolle) Erschreckend lasen sich viele der Szenen um die Geistlichen, den Menschen in dieser einsamen Gegend und den verschlungenen Pfaden um Legenden, Aberglaube und Missverständnisse. Es war ein Suchen nach dem Glauben und ein Weglaufen davor. Sehr intensiv in den Schilderungen. Viele der Protagonisten erscheinen einem anfänglich als belanglos und doch „spielen“ sich alle in ihren Rollen ein. Diese Elsa, hochschwanger, hat dabei eine sehr extreme Rolle und verwirrte nicht nur Hanny. Auch diese Männer Clement, Parkinson und Collier empfand ich als sehr gut dargestellt. Gerade sie fügten dieser Geschichte ein unheilvolles Etwas bei, dass wirklich bis ganz zum Schluß aufgehoben wurde um dann mit so einer brachialen Gewalt ein Traumata auslöste und löste. Ein Wunder? Nein, bestimmt nicht so, wie es alle in der Geschichte angesehen haben. Außer Tonto und Hanny – diese 2 Jungen, deren Geheimnis selbst 30 Jahre später immer noch in ihren Köpfen schwirrt und endlich raus will. Eine großartige Geschichte auf die man sich einlassen muss – offen und interessiert gegenüber der damaligen Zeit. In allen Belangen – dem Glauben, dem Irrglauben, den Handlungen und Misshandlungen, den Wünschen, den Träumen.Vieles hat mich erschüttert aber letztendlich wurde ich eingelullt durch diese Geschichte.Anspruchsvoll. Keine laute Geschichte, sondern eher ein leises literarisches Flüstern.Wie Ebbe und Flut offenbart und verbirgt sie. Mal mehr, mal weniger – aber immer wieder überraschend. Ein sehr gelungenes Debüt.c)K.B. 10/2016

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    • 2
  • bleibender Effekt

    Loney
    coffee2go

    coffee2go

    12. October 2016 um 09:30

    Kurze Inhaltszusammenfassung: Wie jedes Jahr verbringen Tonto und sein Bruder Hanny die Karwoche zum Fasten und Beten mit einer kleinen Gruppe ihrer Glaubensgemeinschaft und dem Pfarrer in einem abgelegenen Küstenort Loney. Vorrangiges Ziel ihrer Mutter ist es, Hanny von seiner Sprachbehinderung zu erlösen bzw. auf ein Wunder Gottes zu hoffen. Auf ihrer letzten gemeinsamen Pilgerreise geraten die beiden Jungen in eine unschöne Geschichte am Strand, die sie dann jahrelang zu verarbeiten und zu verdrängen versuchen, jeder auf seine Weise. Etwa 30 Jahre später, wird in den Medien vom Fund einer Babyleiche berichtet und die Ereignisse treten wieder in den Vordergrund, sodass sich Tonto und Hanny noch einmal mit den Geschehnissen auseinandersetzen müssen.   Meine Meinung zum Buch: Loney hat beim Lesen eine sehr düstere und unheilvolle Stimmung, man spürt schon auf den ersten Seiten, dass etwas geschehen wird und dies zieht sich auch bis zum Schluss durch. Sehr gut gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches und die detaillierten und genauen Beschreibungen der Personen und der örtlichen Gegebenheiten. Weniger gut gefunden habe ich, dass der religiöse Aspekt um Glaube, Aberglaube so stark in den Vordergrund gehoben wurde und im Verhältnis dazu, die Erlebnisse von Tonto und Hanny und auch ihr damaliges Schockerlebnis sowie die Zeit danach stark abgekürzt, beinahe nur angerissen, wurden. Dies hat mir vom Gleichgewicht nicht so gefallen, ebenso wie die Längen in der ersten Hälfte des Buches. Positiv erwähnen möchte ich auch noch, dass der Autor Zwischenräume für eigene Gedankengänge lässt, dadurch hat es für mich auch einen bleibenden Effekt.   Titel und Cover: Der Titel „Loney“ passt sehr gut zum Inhalt des Buches, sowohl zur düsteren Stimmung als auch zur verlassenen Gegend, in der sich die Geschehnisse ereignen. Das Cover ist minimalistisch und ansprechend gestaltet und lässt schon die Risse in der Fassade erkennen.   Mein Fazit: „Loney“ ist ein Buch mit dem man nicht sofort abgeschlossen hat, sobald man die letzte Seite gelesen hat, sondern dass auch danach noch beschäftigt.

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