Andrew Miller Friedhof der Unschuldigen

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Inhaltsangabe zu „Friedhof der Unschuldigen“ von Andrew Miller

Paris 1785: Der junge Ingenieur Jean-Baptiste Baratte erhält von höchster Stelle den Auftrag, den übel stinkenden Friedhof der Unschuldigen zu demolieren. Er engagiert einen Trupp hartgesottener Arbeiter aus Flandern, um die Skelette auszugraben und fortzuschaffen. Doch nicht nur Tod und Verwesung begegnen ihm. Auf dem Friedhof freundet sich Baratte mit dem weltgewandten Organisten einer leer stehenden Kirche an, durch den er Zugang zur zwielichtigen Schattenwelt von Paris erhält. Dort lernt er das Mädchen Héloïse kennen und verliebt sich in sie. Und auch ein Arzt, ein freundlicher Mann namens Guillotin, besucht die alten Ruhestätten auf der Suche nach anatomischen Studienobjekten. Während alledem künden bedrohliche Ereignisse von einer aufziehenden Gefahr.

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  • Friedhof der Unschuldigen

    Friedhof der Unschuldigen
    Themistokeles

    Themistokeles

    16. September 2013 um 08:56

    Was diesen Roman auf jeden Fall auszeichnet, ist eine sehr düstere und schwere Atmosphäre, die auch des Öfteren ein wenig ins Makabre abdriftet. Bei einem historischen Roman, der vor allen Dingen auch noch auf einer realen Begebenheit beruht, erwartet man so eine Stimmung vielleicht nicht unbedingt, jedoch lässt einen der Titel ja auch schon so einiges vermuten. Interessant ist vor allen Dingen, wie detailliert der Autor manches beschreibt, was mir als Leser gar nicht unbedingt immer so wichtig erschien und wiederum anderes eher nur zu umschreiben scheint, was ich für deutlich wichtiger gehalten hätte. Grundsätzlich ist es bei diesem Roman zum Beispiel so, dass die historischen Fakten, wie der wirklich einstmals real existierende Friedhof und seine Abschaffung, sowie die Vorwehen der Revolution nur am Rande der Geschichte spürbar sind, bzw. deren Bett zu sein scheinen, denn der Friedhof ist natürlich in der gesamten Geschichte allgegenwärtig. Worauf der Autor hingegen viel Wert gelegt hat, waren detaillierte Beschreibungen der Ausgrabungen, wie die Knochen aussahen, wie es roch, wie die Beschaffenheit der Gruben war etc. Es wird einfach extrem stark der Fokus auf die Gebeine selbst, den Friedhof und die Wirkungen beim Ausgraben auf die Männer geachtet. Zudem hatte ich irgendwie die ganze Zeit den Eindruck, dass vieles rund um diesen Abriss herum eher verschwommen war, etwas irreal wirkte und das einzig reale die Ereignisse auf dem Friedhof schienen. Und das obwohl doch auch einiges noch neben den Ausgrabungen in diesem Roman geschieht. Jedoch schien mir, desto verwirrte Jean-Baptiste durch die Arbeiten wurde, desto verwirrter wurde auch ich als Leser und irgendwie schienen sich daraus auch oft Längen zu entwickeln. An vielen Stellen schien mir irgendwann eigentlich nichts anderes mehr zu geschehen, als die Arbeiten, was extrem seltsam war und mitunter auch immer langweiliger wurde. Wobei der Autor auch einfach viel versuchte mit Bildern und Metaphern zu arbeiten, wodurch trotz scheinbar starker Emotionen der Charaktere, diese oftmals bei mir nicht ganz ankamen. Und was man immer bedenken sollte, die hautsächliche Emotion diese Romans ist eine eher sehr düstre Melancholie, die ihn extrem schwermütig wirken lässt. Und trotz allem, fand ich ihn nicht einmal richtig uninteressant, sondern wohl einfach nur anders. Ich würde nur keinem empfehlen, sich diese Geschichte anzutun, wenn er eh schon eher düster gestimmt ist, obwohl sie historisch nicht uninteressant ist. Was wohl bei mir auch noch dazu kam, dass auf mich alles ein wenig monoton wirkte, ist der Sprecher, dem ich zwar gut zuhören konnte, der mir aber hingegen manch anderem weniger gefallen hat, was aber auch wieder an der Geschichte gelegen haben kann. Das in diesem Fall genau zu bestimmen, fällt mir reichlich schwer. Ich konnte ihm aber sehr gut zuhören, was ja immer wichtig ist bei einem Hörbuch, zumal seine Stimme abgesehen von ab und an dieser Monotonie, sehr angenehm war.

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  • Schöner historischer Schmöker, der mich jedoch nicht komplett gepackt hat

    Friedhof der Unschuldigen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2013 um 17:04

    Jean-Baptiste Baratte kommt nach seinem Studium nach Paris. Er ist ein junger Ingenieur und lebt am Ende des 18. Jahrhunderts. Er bekommt eine wichtige Aufgabe zuteil, er soll den „Friedhof der Unschuldigen“ beseitigen. Die Knochen sollen ausgegraben werden und woanders gelagert werden, die Kirche abgerissen. Doch all das soll Geschehen, ohne das die Pariser Bürger etwas davon mitbekommen, denn trotz der krankmachenden Wirkung des Friedhofs, auf die Menschen, die in der Nähe leben, haben sie großen Respekt vor ihren Toten. Das Hörbuch „Friedhof der Unschuldigen“ wird von Frank Stöckle gelesen. Er hat eine sehr angenehme Stimme und liest das Buch wirklich auch sehr gut und betont – auch das Sprechtempo ist sehr angebracht. Man merkt direkt zu beginn, dass Andrew Miller einen wirklich wort- und bildgewaltigen Schreibstil inne hat, der das Paris am Ende des 18. Jahrhunderts wirklich vor den Augen auferstehen lassen kann. Ganz oft, habe ich wirklich aufgrund der gekonnten Wortwahl einfach nur begeistert gelauscht und über so viel Können gestaunt. Auch das Thema ist eigentlich sehr interessant ausgewählt. Andrew Miller wählt eine Zeit des Umbruchs für sein wirklich umfassendes historisches Werk. Kurz vor Beginn der französischen Revolution treffen hier verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen aufeinander. Neue Denkweisen treffen auf veraltete Sichtweisen, die Menschen hängen an ihrem Glauben und an ihren Toten. Fakt trifft auf Fiktion, denn es gab den Friedhof der Unschuldigen wirklich und auch die Tatsache, dass er demoliert wurde ist richtig. Die Gebeine, die auf diesem Friedhof lagen wurden in die Pariser Katakomben gebracht, wo man sie teilweise heute noch betrachten kann. Obwohl ich doch einige positive Punkte an Andrew Millers Werk gefunden habe, muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht ganz für sich gewinnen konnte und an manchen Stellen, war es mir auch einfach etwas so langwierig. Zu dem kommt noch das historische Bücher für mich diejenigen sind, zu denen ich am schlechtesten Zugang finde – und dennoch versuche ich es weiter. Alles in allem ist „Friedhof der Unschuldigen“ für Liebhaber von historischen Romanen sicherlich ein wahres Meisterstück, mich konnte die Geschichte leider nicht komplett packen. Und dennoch ist Andrew Miller mit seinen fast lebendigen Worten ein wahrer Meister!

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