Silver: Rückkehr zur Schatzinsel

von Andrew Motion 
3,6 Sterne bei26 Bewertungen
Silver: Rückkehr zur Schatzinsel
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Den Schreibstil Stevensons zu reproduzieren hat der Autor geschafft, ihm ist aber entgangen, dass die "Schatzinsel" ein Abenteuerroman ist.

J

Eine wirklich gelungene Fortsetzung zu Stevensons "Schatzinsel". Der Stil bleibt dem Original treu und hat doch auch etwas eigenes. Spannend

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Inhaltsangabe zu "Silver: Rückkehr zur Schatzinsel"

Juli 1802: Am Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Jim junior unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen:

von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen – und von einem Mann mit einem Holzbein. Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf, Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters – Long John Silver. Der alters, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie sie einmal war.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866481886
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:mareverlag
Erscheinungsdatum:04.02.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    Gerhard2412s avatar
    Gerhard2412vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Passiert mir selten. Aber ich habe nach mittendrin abgebrochen. Gut geschrieben, gute Story - aber irgendwann wird es langweilig.
    Mittendrin abgebrochen ....

    Tja, warum nur 3 Sterne?  Im Grunde gut geschrieben, gute Story - aber leider wurde es mir langweilig. Ich hatte keine Lust mehr weiterzulesen. Schade drum - hatte mich sehr auf das Buch gefreut. Und ich denke, hier liegt der Grund für meinen Frust. Als Bub habe ich DIE SCHATZINSEL mit leuchtenden Augen verschlungen und ich hatte wohl gedacht, diese Faszination wieder zu finden.
    War aber nicht so - leider!  
    Bleibt das Marketinggeschick des Autors zu bewundern, der  - durch die Faszination des Original - sein Buch herrlich promotet. 
    Denke mit Schrecken an ähnliche, wahrscheinlich bald erscheinende Bücher  - z.B. über die Abenteuer des unehelichen Sohnes von Kapitän Ahab oder die junge Enkelin von Robinson Crusoe, die mitten im modernen London eine fast magische Anziehungskraft zu einem jüngeren Farbigen verspürt. Ihr ahnt, wer deren Großvater war?
    Ok - das war böse. Das wollte ich nicht. Letztendlich gebe ich die 3 Sterne wegen der geplatzten Illusion und nicht wegen des Schreibstils.

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    Wildponys avatar
    Wildponyvor 4 Jahren
    Silver - Rückkehr zur Schatzinsel

    Silver - Rückkehr zur Schatzinsel - Andrew Motion

    Kurzbeschreibung:


    Juli 1802: Am Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Jim junior unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen: von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen und von einem Mann mit einem Holzbein.
    Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf, Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters Long John Silver. Der alters­, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie sie einmal war . . .
     
    Mein Leseeindruck:
     
    Wenn ich ganz ehrlich bin hatte ich von dem Buch mehr erwartet.
    Es hat mir ab der Mitte sehr große Probleme bereitet dran zu bleiben.
    Irgendwie hatte es mich wirklich nicht gepackt.
     
    Wenn ich an das Hauptbuch: Die Schatzinsel denke, war meine Vorstellung wohl zu groß und meine Erwartungen zu hoch.
    Das hat aber überhaupt nichts mit dem Schreibstil des Autors zu tun, sondern wohl an der Tatsache, das ich die Schatzinsel als Teenager gelesen haben und in meiner Erinnerung das Buch damals einfach ein Highlight war.
    Irgenwie bin ich wohl zu alte für eine Fortsetzung und für Erzählungen dieser Art.
     
    Fazit:
     
    Für viele Fans der Schatzinsel bestimmt ein tolles Buch!
    Ich beziehe die drei Sterne nur auf mein eigenes Leseempfinden jetzt.
    Ich bitte auch dem Autor mir nicht böse zu sein.
    Normalerweise vergeben ich immer gern mehr Sterne und es bedrückt mich selbst jetzt es für dieses Buch es nicht so zu können.
    Aber ich möchte auch eine ehrliche Rezension abgeben.
    Bitte um Verständnis.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Schon wegen der wunderbaren Sprache und die philosophischen Gedanken lohnt es sich dieses Buch zu lesen! Mehr Gedankenfutter als Spannung.
    Posie in jedem Wort, jeder Zeile !

    Erster Satz
    Zu jener Zeit tanzte ich nach der Pfeife meines Vaters.
    Inhalt:
    Juli 1802: AM Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Der junge Jim unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen: von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen - und von einem Mann mit einem Holzbein. Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf,. Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters - Long John Silver. Der alters-, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie sie einst war...
    Meinung:
    Das allererste, was ich über dieses Buch los werden möchte, ist die einfach wunderschöne poetische Sprache, die mich unglaublich beeindruckt hat. Es ist wirklich ein Genuss, ein Buch mit einem dermaßen  gutem Stil lesen zu können. Auch die Gedanken, versteckt zwischen den Zeilen, über Moral, den Sinn des Lebens, Beziehungen zwischen Menschen, Menschlicher Verfall ..., haben mir sehr gut gefallen. Unter anderem auch, weil sie mich zum selber nachdenken inspiriert haben. Die Tiefe in diesem Buch über solche Themen war brillant, und mal eine Abwechslung  von auf hohe Verkaufszahlen auße Teenieromane mit eindeutig zu viel Kitsch, Dummheit und Oberflächlichkeit. Zwar gab es in diesem Buch auch an vielen Ecken etwas zum bemängeln, aber mit seiner ganzen Art, es es anders, als so mach anderes Buch. 
    Auch Botanik- und Naturfreunde werden an diesem Buch ihre Freude haben, da die Flora und Fauna der eindeutig tropischen Insel wunderbar detailliert beschrieben wurde, obwohl auch für manchen Geschmack doch etwas zu ausgefächert. ;)
    Kommen wir zu den Mangeln und Charakteren, was für ein Wunder, dass ich diese mal gleich in einem Satz erwähne! Jim, der uns mit seiner angenehmer, manchmal etwas jugendlich naiver, wobei da sollte ich ja nichts sagen (...), Stimme die Geschichte erzählt, ist mir ehrlich gesagt nicht ans Herz gewachsen. Vielleicht sind wir zu verschieden oder er ist einfach niemand, den ich besonders mögen würde. Vielleicht liegt es auch am Autor. Jedenfalls habe ich mit ihm und Natty nicht mitgefiebert, geschweige denn mitgefühlt, gehofft, gehasst, geliebt, gelitten... 
    Natty war mir auch eigentlich die ganze Zeit über unsympathisch. Sie war so emotionslos und unfair. Sie lachte nicht oder selten, war nicht freundlich und besaß keinen Humor, wobei Jim ja auch nicht. Ihre Augen wurden die meiste Zeit als kalt und abweisend beschrieben. Ich sah eindeutig eine Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, und auch zwischen ihr und Scotland, den ich euch nun nicht weiter vorstellen werde. Aber ich hatte nicht das Gefühl an einer Beziehung zwischen ihr und Jim teilzunehmen, geschweige denn von Liebe..!
    Abgesehen gab es auch noch andere ärgerliche Ungereimtheiten wie unlogische, unrealistische Situationen. Manche Szenen schienen nicht durchdacht gewesen zu sein und mit dieser Ansicht bin ich nicht allein.
    Was ansonsten angemerkt werden sollte ist, dass man nicht "die Schatzinsel" gelesen haben muss. Es aber sicher ein Vorteil ist, da man dann einige Personen besser kennen würde, und den einen oder anderen Fünkchen Humor nicht einfach an einem vorbei sausen würde, ohne bemerkt zu werden.
    Fazit:
    Dieses Buch ist schon ein absolutes Muss, wegen seiner unglaublich schönen Sprache. Ich vertrete die Meinung, dass auch die eigene daran wachsen kann. Dem Buch fehlt es jedoch manchmal an Spannung und Realismus, aber ich würde auch nachvollziehen, wenn das jemand anders sieht. Ein dicker Minuspunkt sind jedoch die Protagonisten, die mir nicht gefallen war und wo ich dann auch gemerkt habe, dass die Nebencharaktere mir fiel lieber waren. Ihr solltet euch aber trotzdem nicht abhalten lassen euch eure eigene Meinung zu bilden. Von mir 3 und ein halbes Lese-L. 



    ♥Vielen Dank an den mare - Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! ♥( Auch vielen Dank an  Lovelybooks für eine wunderbare Leserunde!)

    Für eine verbesserte Version: http://lesenimwunderland1.blogspot.de/2014/03/rezension-silver-ruckkehr-zur.html

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    passionelibros avatar
    passionelibrovor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Poetischer Schreibstil, gewagtes Projekt, aber mit Schwächen und Längen ....
    Poetisch, aber zäh

    Die Schatzinsel gehört zu unserer Kindheit und wer hat nicht mit Jim Hawkins gelitten und gebibbert?
    Andrew Morton wagt sich, davon die Fortsetzung zu schreiben, in seinem ganz eigenen und sehr poetischen Stil. Er lässt den Leser in London Jim Hawkins junior kennenlernen, den Sohn des Jim Hawkins, der mittlerweile eine Schenke am Fluss betreibt und fast jeden Abend die alten Geschichten aufleben lässt, Jim junior träumt von eigenen Abenteuern und als er Natty kennenlernt, ist seine Stunde geschlagen. Sie fragt nach der Schatzkarte und man erfährt, dass sie die Tochter des legendären Long John Silver ist. Dieser will das auf der Schatzinsel verbliebene Silber bergen lassen und hat Alles bis ins Detail geplant und organisiert. So machen sich die beiden Nachfahren auf die abenteuerliche Reise, bei der man auch auf alte Bekannte stößt.
    Insgesamt ist die Fortsetzung durchaus gelungen, die poetische Sprache passt zur Geschichte – aber es gab einige Längen und Verirrungen und es gab auch keinen befriedigenden Schluss für den Leser.

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    Gela_HKs avatar
    Gela_HKvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Mehr POESIE als PIRATERIE - Wenn Piratensöhne zu Poeten werden, sind Silberschätze Nebenschauplätze. Sprachlich wunderschön!
    Mehr POESIE als PIRATERIE

    Jim Hawkins ist es leid, im Wirtshaus seines Vaters zu arbeiten und dessen immer wiederholenden Piraten-Geschichten zuzuhören. Abwechslung findet er nur auf seinen Streifzügen durch die Marschlandschaft. Sein Leben ändert sich schlagartig, als die Tochter des legendären Piraten Long John Silver bei ihm auftaucht und ihn zu einem Abenteuer mit ungeahntem Ausgang für sein weiteres Leben überredet. Auf dem Schiff Nightingale segeln sie ihrem Schicksal entgegen.

    Andrew Motion knüpft mit seinem Roman an den weltberühmten Piratenroman "Die Schatzinsel" von Stevenson an.
    Sich diesem Thema zu widmen ist allein schon eine große Herausforderung und schürt bei dem Leser im voraus eine Erwartungshaltung.

    So ist dann auch die Freude groß, gleich bekannten Namen wie Jim Hawkins und Long John Silver zu begegnen. Alte Bekannte, die doch gar nichts mehr mit den Helden früherer Zeiten zu tun haben. Das Alter hat sie arg gebeutelt und auch ihre ruhmreichen Tage liegen lange hinter ihnen.
    Die Jugend soll es richten und so starten die Kinder der alten Helden Jim und Natty auf eine Reise ins Ungewisse.
    Doch damit enden auch schon die Parallelen zum Klassiker.

    Wer auf "15 Mann auf des toten Manns Kiste" - Piratengegröle hofft, wird enttäuscht werden.
    Hier geht es eher um leise, feine Töne.
    Lyrische Gedanken des Protagonisten bilden die Grundlage für die im Nachhinein erzählten Geschehnisse. Der Rahmen der Handlung - wie z.B. die Flora und Fauna der Schatzinsel, ist manchmal interessanter als das Entdecken der Inselbewohner und deren Greueltaten.
    Wer sich auf den Schreibstil einläßt und sich von der alten Geschichte ein Stück weit entfernen kann, wird viele schöne Momente in diesem Buch entdecken können.
    Piratenfans werden allerdings sicherlich enttäuscht werden.

    Eine Leseempfehlung für alle, die sich von der Sprache verzaubern lassen wollen.

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    Tsubames avatar
    Tsubamevor 5 Jahren
    Nichts ist mehr so wie es war

    Was passiert, wenn die Kinder von Long John Silver und Jim Hawkins in die Fußstapfen ihrer Väter treten und sich gemeinsam auf Schatzsuche begeben? Diesen Gedanken spinnt Andrew Motion in seinem Roman "Silver - Rückkehr zur Schatzinsel" weiter und macht daraus eine Abenteuergeschichte, die sich so ganz anders entwickelt als man vielleicht erwarten würde.

    Zunächst einmal hat John Silver eine Tochter, Natty, während Jim Hawkins' Sohn den selben Namen trägt wie sein Vater. Nachdem Jim seinem Vater die Schatzkarte gestohlen und Nattys Vater für Schiff und Mannschaft gesorgt hat, stechen die beiden in See und erleben Abenteuer, die denen ihrer Väter in nichts nachstehen. Allerdings ist an manchen Stellen die Phantasie mit dem Autor arg durchgegangen, so dass man im Verlaufe der Geschichte immer mehr zu zweifeln beginnt. Manche Situationen könnten direkt aus einem Monty Python-Film stammen, andere sind weniger komisch und die Verknüpfung von beidem ist meiner Meinung nach nicht immer wirklich gelungen. Hinzu kommt, dass Jim, der die Geschichte Jahre später niederschreibt, das Ganze ausgiebig analysiert, was den Lesefluss erheblich stört und bei mir keine rechte Spannung aufkommen ließ.

    Die Charaktere wirkten auf mich alle ziemlich unrealistisch und irgendwie blutleer, die auf dem Buchrücken angekündigte Liebesgeschichte war eher dünn als leidenschaftlich, kurzum, ich hätte mir mehr von der Geschichte erhofft.

    Optisch ist das Buch ein echter Hingucker, aber der Inhalt konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ausgezeichneter Schreibstil, aber Schwächen in der Handlung!
    Die Schatzinsel - 40 Jahre später

    „…Ich hatte das Gefühl, ausgetrickst und einer sinnlosen Gefahr ausgesetzt worden zu sein…“

     

    Wir schreiben das Jahr 1802. 40 Jahre ist es her, seitdem Jim Hawkins auf der Schatzinsel war. Jetzt lebt er mit seinem 18jährigen Sohn Jim an einem Ort am Nordufer der Themse.

    Jim, der Sohn, wird plötzlich von einer jungen Frau mit einem Beo besucht. Sie heißt Natty und ist die Tochter von Mr. Silver. Sie möchte die Karte der Schatzinsel. Sie fordert Jim auf, mit ihr zu ihrem Vater zu kommen. Dort erfährt Jim, dass für Natty und ihn schon ein Schiff bereitsteht, welches sie zur Schatzinsel bringen soll.

    Der Autor schreibt eine Fortsetzung der Schatzinsel für die folgende Generation.

    Jim ist ein junger Mann, der die Chance nutzt, unabhängig von seinem Vater zu werden. Obwohl ihn Gewissenbisse plagen, entnimmt er der Kiste des Vaters die Karte. Abenteuerlust und die Anziehungskraft von Natty sind stärker als die Bindung ans Elternhaus. Erst auf dem Schiff, woher das obige Zitat stammt, denkt er genauer über sein Handeln nach.

    Natty ist eine selbstbewusste junge Dame. Sie beeindruckt Jim und nutzt das aus. Allerdings hält sie ihn auf Distanz.

    Beeindruckend ist der Schreibstil des Autors. Anschauliche und ausdrucksvolle Metapher nutzt er gekonnt als Handwerkszeug. Sowohl Jims Leben kurz vor der Reise, als auch die Schifffahrt und das Leben auf der Insel werden so detailgenau beschrieben, dass ich als Leser glaubte, dabei zu sein. Tier- und Pflanzenwelt der Insel zeugen von der Phantasie des Autors.

    An passenden Stellen werden Rückblenden zu Stevensons Erzählung „Die Schatzinsel“ eingefügt. Da ich „Die Schatzinsel“ gelesen habe, stellte sich sofort ein Wiedererkennungseffekt ein. Dadurch ist auch ein Vergleich zwischen beiden Geschehnissen möglich.

    Der exzellente Schreibstil kann aber leider nicht über inhaltliche Schwächen des Romans hinwegtäuschen. Insbesondere beim Handlungsablauf auf der Insel kam es zu logischen Brüchen und Ungereimtheiten. Der Spannungsbogen, der zu Beginn geschickt aufgebaut und während der Reise durch den fesselnden Schreibstil aufrechterhalten wurde,  flachte schnell ab. Daran änderte auch die zunehmende Zahl von Toten nichts. Hinzu kommt, dass ich Jims Verliebtheit in Natty nicht nachvollziehen kann. Da sie als Junge an Bord gegangen ist, hat er keine Chance ihr näher zu kommen. Sie ermutigt ihn auch nicht dazu.

    Wer ein Buch mit einem ausgefeilten Sprachstil erwartet, dem kann ich die Geschichte empfehlen. Als ein Abenteuerbuch allerdings würde ich es nicht bezeichnen.

     

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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 5 Jahren
    Die Rückkehr zur Schatzinsel

    Hallo liebe Leser,

    auch ich bin nun durch mit dieser Lektüre:

    == Silver - Rückkehr zur Schatzinsel ==

    Autor: Andrew Motion

    .


    == Buchklappentext: ==

    Juli 1802: Am Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Jim junior unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen: von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen – und von einem Mann mit einem Holzbein.
    Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf, Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters – Long John Silver. Der alters-, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie 
    sie einmal war . . .

    .

    == Eindrücke: ==

    Während des Lesens habe ich erfahren, dass der Autor Andrew Motion wohl mit seinem Roman „Silver – Rückkehr zur Schatzinsel“ angeknüpft hat an des Autors Robert Louis Stevensons Piratenroman „Die Schatzinsel“ . Dieser Roman war mir zuvor gänzlich unbekannt und obwohl ich noch nie zuvor von der Schatzinsel gehört hatte, war dieses Buch für mich ein eigenständiges.

    Zu Beginn der Handung lernen wir den 17-jährigen Jim Hawkins junior kennen, welcher im Wirtshaus "Hispaniola" seinen Vaters aushilft und dort
    allerlei Seemansgarn über Piraten, Schätzen und Abenteuern hört. Bald lernen wir auch die etwa ebenso alte Natty kennen, welche mit einer Botschaft ihres Vaters auf Jim zukommt: Beide sollen in See stechen und den sagenumworbenen Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren zurückgelassen wurde. So begeben sich beide samt einem Kapitän und Mannschaft mit der Nightingale auf hoher See bis sie die geheimnisvolle Insel erreichen....

    Ich fand diese Abenteuergeschichte sehr ... abenteuerlich eben! Die Beschreibung von Orten und Personen, sowie Gegebenheiten sind detailliert und erleichtern einem das Vorstellungsvermögen. Die Reise und Ankunft sind sehr spannend verfasst. Anfänglich hatte ich lt. Buchbeschreibung einen Jugendroman vermutet, allerdings wäre meinen beiden Kindern dieses Buch zu umfangreich und auch zu langatmig geworden.

    Ich fand die Sprache sehr angemessen und verständlich, mein Sohn hätte sich damit eher etwas schwer getan. Verfasst ist das Buch aus der Ich-Sicht von Jim junior. Einige Abschnitte fand ich etwas zu langatmig, den größten Teil des Buches jedoch sehr kurzweilig und unterhaltsam.

    Praktisch auch, dass ein Lesezeichen mit eingearbeitet ist! Gerade bei einem knapp 500-Seiten starkem Buch wie diesem, muss man ja öfter eine Lesepause einlegen.

    Das Cover ist passend, zeigt ein Schiff (die Nightingale?) auf hoher und stürmischer See mit einem überdimensionalen Mond.

    Ich habe das Buch sehr genossen, bis auf wenige eben langatmige Abschnitte, die ich auch mal quer las und vergebe somit 4 von 5 Sternen!

    Vielen Dank für´s Lesen!

    by esposa1969






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    SABOs avatar
    SABOvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Stille Wasser sind tief - genau, wie dieses großartige Buch! :-)
    Andrew Motion - "Silver"

    40 Jahre sind vergangen, Jim Hawkins hat seine größten Abenteuer hinter sich, sein Herz ist gebrochen und er lebt alleine mit seinem Sohn Jim Hawkins Jr ein zurückgezogenes einfaches Leben eines Gastwirts,
    er verlässt sich auf seinen Sohn, der ihm hilft den Schankraum des Hispaniolas am Themseufer zu bedienen und zu sauberzuhalten. Auch das Frühstück lässt sich der alte Jim von ihm machen, meistens ist er brumming, aber Jim Jr sieht ihm das nach, die Trauer um den Tod seiner großen Liebe hat er bis heute nicht verwunden, sie starb bei Jims Geburt, halb allein kam er auf die Welt und allein streifft er durch sein selbsternanntes Paradies, die Marschen und Ufer und Gärten mit all ihren Apfelbäumen, reich an Flora und Fauna, die Hosentaschen voll mit Zunderbüchse, Messer und Bindfaden, bereit für jedes Abenteuer, dort am Nordufer der Themse, in der Nähe, das offene Meer, wo die Wellen geheimnisvolle Lieder singen..
    Eines Nachts, steht er, wie immer, nach getaner Arbeit, am Fenster und sieht hinaus aufs Wasser, die Mondsichel spiegelt sich und kräuselt sich im Seegang, plötzlich wie aus dem Nichts, erscheint eine Jolle, an Bord eine seltsam gekleidete Gestalt, fast scheint es, als würde sie Jim zuwinken, doch das kann nicht sein, aber, der Schatten, winkt Jim erneut zu sich heran, keine Frage, dem muss er auf dem Grund gehen.
    Der geheimnissvolle Fremdling ist ein hübsches Mädchen in Männerkleidung, sie stellt sich als Natty vor und redet nicht viel um den heissen Brei herum, sie fragt nach der Karte - DER KARTE! - seines Vaters, die oben in dessen Schlafgemach in der ehemaligen Seefahrerkiste von Billy Bones weggeschlossen wurde, doch Hawkins trägt den Schlüssel immer bei sich - wie eine Kette um den Hals..
    Wie sollte Jim sie ihm abnehmen, doch der Blick des jungen Mädchens hat etwas verheissungsvolles - abenteuerversprechendes, ihre Frage ist keine Bitte, eher eine Aufforderung.
    Es stellt sich heraus, das Natalie, die Tochter des legendären, einbeinigen Piraten Long John Silver ist..er möchte Jim Jr kennenlernen..
    Für Jim Hawkins Jr und Natty Silver, beginnt ein großes Abenteuer..
    Ich habe diese "Fortsetzung" mit großer nostalgischer Freude verschlungen, das Buch kann dem Stil von Robert Louis Stevenson durchaus das Wasser reichen, ein großer Wortschatz, der eine tiefe  Melancholie in sich birgt.
    Für mich, als Schatzinsel-Fan, war es auch ein kleines Experiment, was mir sehr gut gefallen hat!

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    Wortweltens avatar
    Wortweltenvor 5 Jahren
    Inhaltlich schwächelnder Abenteuerroman

    Inhalt

    Jim Hawkins und Natty Silver begeben sich auf die Spuren ihrer Väter (Jim Hawkins sr. und Long John Silver), auf die Reise zur Schatzinsel. Dort erwarten sie, einen reichen Silberschatz zu entdecken, finden jedoch eine Insel vor, die nicht mehr ganz so unberührt ist wie in der Erinnerung ihrer Väter.

    Meinung

    Die Grundlage der Geschichte bietet eigentlich jede Menge Raum für einen spannenden, dichten Abenteuerroman. Leider beginnt er sehr gemächlich, denn es dauert eine ganze Weile, bis die beiden jungen Schatzsucher überhaupt in See stechen. Dafür lässt sich der Autor Zeit für ausführliche Beschreibungen, die dem Leser sowohl noch in London wie auch später auf See und auf der Schatzinsel ein sehr genaues Bild von Umgebung und Atmosphäre vermitteln. Dieser Blick fürs Detail ist zwar in manchen Passagen störend, transportiert aber, verpackt in zum Inhalt passend antiquierter und teilweise nahezu poetischer Sprache, sehr präzise die Geschichte, die Gedanken des Protagonisten und seine Entwicklung.

    Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr häufen sich jedoch Ungereimtheiten, Übertreibungen, Logikfehler und dramaturgische Schwächen, die den Lesegenuss zusehends trüben. Dadurch fühlt sich ein Großteil der Handlung sehr konstruiert an und manchmal scheinen dem Autor Ideen und angefangene Plotelemente zu entgleiten. Hinzu kommt, dass Dramatik und Abenteuer nicht besonders geschickt verteilt sind und sich eher am Ende sammeln, wenn man die Hoffnung auf Spannung schon beinahe aufgegeben hat.

    Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Abenteurern Jim und Natty verläuft sehr holprig. Vor allem Natty, die sich während der Seereise als Junge verkleidet, wirkt derart spröde und häufig auch unfreundlich im Gegensatz zu dem sensiblen und durchweg sympathischen Jim, dass man als Leser keine wirkliche Anziehung zwischen den beiden spürt.

    Trotz dieser eklatanten Schwächen des Romans halten die sorgfältige Sprache, die stellenweise philosophischen Betrachtungen, eine dezente Grundspannung und einige nette, wenn auch meist sehr einfach umrissene Nebenfiguren den Leser bis zum Ende fest.

    Das Buch ist zwar auch für Nichtkenner der „Schatzinsel“ geeignet, allerdings sind sehr viele Anspielungen für Fans des Originals sicher deutlich interessanter und verständlicher.

    Fazit

    Ein stellenweise spannender, schön geschriebener Abenteuerroman, leider mit zahlreichen inhaltlichen Schwächen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mare_Verlags avatar
    In diesem Frühjahr haben wir wieder ganz besonders schöne Bücher im Programm, von denen wir Euch in unseren mare-Vorableserunden einige vorstellen wollen! 

    Am 4. Februar erscheint mit Silver. Rückkehr zur Schatzinsel von Andrew Motion ein Abenteuer-Roman, bei dem für jeden was dabei ist: mutige Seefahrer, ein geheimnisvoller Schatz und – last but not least – eine wunderbare Romanze. Einige Vorabexemplare sind gerade druckfrisch bei uns eingetroffen und 20 Stück warten darauf, an Euch verschickt zu werden. Bewerbt Euch bis zum 16.1.2014 um die Teilnahme an unserer Leserunde!

    Zum Buch:

    Juli 1802: Am Nordufer der Themse, unweit von London, liegt das Hispaniola, ein Wirtshaus, das von Jim Hawkins und seinem Sohn geführt wird. Jim junior unternimmt oft einsame Streifzüge durch die nebelverhangene Marschlandschaft; ansonsten muss er nach der Pfeife seines Vaters tanzen und im Schankraum der Kneipe den immergleichen Geschichten lauschen: von Abenteuern auf hoher See, von Mord, Rache, vergrabenen Schätzen – und von einem Mann mit einem Holzbein.
    Eines Spätabends taucht ein Mädchen bei Jim auf, Natty, mit einer Botschaft ihres Vaters – Long John Silver. Der alters-, aber keineswegs willensschwache Pirat hat einen Plan: Jim und Natty sollen gemeinsam zur Schatzinsel aufbrechen und den Silberschatz bergen, der vor vielen Jahren dort zurückgelassen werden musste. Wenig später stechen Jim und Natty in See, genau wie einst ihre Väter. Während der Reise wachsen nicht nur ihre Gefühle füreinander, sondern auch die Ahnung, dass das eigentliche Abenteuer noch vor ihnen liegt. Und sie haben recht: Als die Nightingale ihr Ziel erreicht, weicht die Aufregung um den versteckten Schatz ungeahntem Schrecken. Denn die Schatzinsel ist nicht mehr so menschenleer, wie 
    sie einmal war . . .

    »Dieses Buch hat einfach alles: Meeresabenteuer mit großartigen Helden, grausamen Piraten, giftigen Schlangen, einem geschwätzigen Papagei – und eine Liebesgeschichte. Lassen Sie sich das keinesfalls entgehen.«
    Library Journal

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    Ob sich Natty und Jim, die beiden Helden dieses Buches, während ihres großen Abenteuers – der Fahrt zur sagenumwobenen Schatzinsel – näher kommen und was sie auf der Insel erwartet, das findet Ihr heraus, wenn Ihr an unserer Verlosung teilnehmt und Euch eins von wenigen Vorabexemplaren sichert!

    Möchtet Ihr zu den 20 Vorablesern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet bis zum 16.1.2014 diese Frage:

    Die Literaturgeschichte ist bevölkert von großen Abenteurern – von Homers Odysseus über Stevensons Jim Hawkins aus der Schatzinsel bis zu Mark Twains Tom Sawyer, Astrid Lindgrens Pipi Langstrumpf oder J.K. Rowlings Harry Potter...
    Wie heißen die Helden Eurer (Lese-)Kindheit?

    Wir sind gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen!

    Euer mareverlag


    *Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.
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