Andrew Nicoll Die Liebeslotterie

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Inhaltsangabe zu „Die Liebeslotterie“ von Andrew Nicoll

«Nach der Lektüre dieses Romans möchte man auf die Strasse gehen und sich in jemanden verlieben.» (The Sun) Tibo Krovic ist Bürgermeister des Städtchens Dot, eines verlassenen Ortes am hintersten Zipfel der Welt. Auch nach zwanzig Amtsjahren wird er von allen nur «Der Gute» genannt. Mindestens genauso lang ist er schon unglücklich in seine Sekretärin Agathe Stopak verliebt. Tibo Krovic ist furchtbar schüchtern, und alle Annäherungsversuche sind bislang gescheitert. Bis sich Mamma Cesare, ihres Zeichens Wirtin und Magierin, der beiden Menschenkinder annimmt … «Ein bezauberndes, romantisches Märchen!» (Freundin)

Ein Mikrokosmos der Liebe - wie eine Schneekugel! Zuckersüß und herzallerliebst!

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    Die Liebeslotterie
    mehe

    mehe

    19. August 2017 um 13:31

    Tibo liebt Agathe und Agathe liebt Tibo. Eigentlich ganz einfach, wäre Agathe nicht verheiratet und Tibo ihr Chef.Doch Agathes Ehe ist nicht glücklich und ihr Mann liebt sie nicht mehr. Agathe braucht einen Mann, der sie schätzt und sie verdient. Einen Mann wie Tibo, den alle nur den "guten Bürgermeister" nennen. Tibo hat sein Herz längst an seine Sekretärin Agathe verloren und hasst die Einsamkeit nach Feierabend. Langsam nähern sich die beiden an. Doch keiner der beiden hat den Mut sich zu ihrer Liebe, die ohnehin offensichtlich ist, zu bekennen. Zu groß ist die Angst davor, das Ansehen in der Öffentlichkeit zu verlieren und zu groß der Respekt vor der Ehe und den guten Sitten. Die beiden sind eben zu gute Menschen. Werden die beiden über ihren Schatten springen oder fällt die Liebe und ihr Glück starrer Wertvorstellungen zum Opfer?Es ist so wunderschön dieser zarten und innigen Liebe beim Keimen zuzusehen und davon zu lesen. Die kleine Stadt, in der sich die Geschichte abspielt, wirkt wie eine Schneekugel. Romantisch und isoliert von der bösen Außenwelt! Die Zeit steht still, denn eine Geschichte wie diese kann immer und überall passieren.Zwar ist die Handlung weder sonderlich ereignisreich noch wird hier das Rad neu erfunden aber die Protagonisten gehen einfach richtig ans Herz. Man liebt und leidet mit ihnen und selbst das größte Unglück lässt den "heile Welt"-Charakter unberührt.Das mag vor allem dem blumigen Schreibstil geschuldet sein. Der Autor hat stets das Positive im Blick und lässt den Leser vom tragischen teil der Geschichte nur das nötigste wissen. Zwar ein bisschen naiv und kitschig aber in einem gesunden Maß! Einfach zauberhaft!Auch ein wenig Magie ist nötig, um den Liebenden auf die Sprünge zu helfen. Diesen Job übernimmt Mamma Cesare, die als Kupplerin fungiert. Mit ihrem Tod verliert die Geschichte auf den letzten hundert Seiten ein wenig die gute Seele. Die Ereignisse überstürzen sich und es wird mir dann etwas zu komisch und unrealistisch. Der seltsame Schluss hat das mühsam aufgebaute Lese-Idyll ein bisschen angekratzt. Deshalb ist es leider nur ein gutes Buch, wie auch Tibo ein guter Mann ist, aber eben kein sehr gutes. Ich denke aber die Moral von der Geschichte ist auch, dass niemand perfekt ist und immer korrekt handelt - kleine Schwächen sind menschlich und in diesem Fall absolut vertretbar!

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  • Rezension zu "Die Liebeslotterie" von Andrew Nicoll

    Die Liebeslotterie
    Birkhenne

    Birkhenne

    23. April 2011 um 12:20

    Es gibt im Baltikum einen vergessenen Landstrich und darin eine Stadt namens Dot. Unberührt von aller zivilisatorischen Kälte leben die Menschen in der Stadt Dot am Fluss Ampersand in einer Art Traumwelt. Nicht dass sie keine Probleme kennen würden: Der Bürgermeister Tibo Krovic ist zum Beispiel auf das Unglücklichste in seine Sekretärin Agathe Stopak verliebt, die wiederum mit einem Mann verheiratet ist, der sie nicht mehr liebt und nicht bereit ist, ihren großen erotischen Appetit zu stillen. Eines Tages fasst Krovic sich ein Herz und lädt sie zum Mittagessen ein. Eine zarte Liebesgeschichte entspinnt sich. Irgendwann jedoch zu zart für Agathes Geschmack, ungeduldig wirft sie sich dem Erstbesten (der natürlich der Allerschlechteste ist) an den Hals. Drei Jahre leiden sie getrennt voneinander. Dann nimmt Mamma Cesare, ihres Zeichens Wirtin und Magierin, sich der beiden Liebenden an. Vor allem biegt sie dem viel zu zögerlichen, viel zu ehrenwerten Krovic bei, dass er mit Agathe das große Los gezogen hat. Er sollte nur nicht versäumen, es auch einzulösen... In dieser ungewöhnlichen Geschichte geht es mehr ums Erzählen an sich als um irgendeine Handlung. Es ist keine Geschichte, die man in einem Rutsch durchlesen kann. Man muß sich einfach auf diese Geschichte einlassen. Obwohl mir der Erzählstil gut gefallen hat, habe ich doch eine Handlung vermißt und ich habe für meine Verhältnisse sehr lange gebraucht um die 374 Seiten zu lesen. Besonders die "Handlung" im letzten Drittel des Buches war mir zu abgehoben. Literarisch ist es sicherlich ein Meisterwerk. Es ist so ziemlich das ungewöhnlichste Buch was ich je gelesen habe.

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  • Rezension zu "Die Liebeslotterie" von Andrew Nicoll

    Die Liebeslotterie
    Thaila

    Thaila

    21. February 2011 um 14:23

    Irgendeine Kleinstadt im Baltikum, irgendwann in vorsozialistischen Zeiten: Bürgermeister Krovic, den alle nur den "guten" Krovic nennen, ist unsterblich in seine Sekretärin Agathe verliebt. Das Problem: Agathe ist verheiratet, zwar ist sie in ihrer lieblosen Ehe unglücklich, wie kann es Krovic jedoch mit seinem Gewissen vereinbaren, eine verheiratete Frau zu lieben. Und was sollen die Leute sagen? Langsam kommen die beiden sich näher, das gemeinsame Mitagessen wird zur schönsten Zeit des Tages. Doch ist der bedächtige, vorsichtige Krovic zu langsam für die liebesverhungerte Agathe. Hätte ich nur das Cover dieses wunderbaren Buches gesehen, hätte ich es mir sicherlich nicht gekauft, zu lila und die abgebildeten zuckrigen Kekse schienen schon alles zu sagen. Dazu noch der Titel... Zum Glück habe ich mich überreden lassen. Die Liebeslotterie ist eine wunderbar charmant-leichte Liebesgeschichte. Die Atmosphäre einer Kleinstadt, in der jede Geste, jede Handlung Beachtung findet und zum Stadtgespräch zu werden droht, ist wirklich toll wiedergegeben. Aber auch die Idylle und die Sicherheit des Vertrauten wird für den Leser spürbar. In diesem Setting entfaltet sich die zarte Liebesgeschichte von Agathe und Krovic. In oft poetischer Sprache schildert Nichols die Gefühle der beiden. Der Autor ist ein Meister darin das passende, ungewöhnliche Detail zu finden. Dabei verliert es sich jedoch nicht im Kitsch und bietet keine einfachen ad-hoc-Lösungen an. Die beiden Liebenden leben in keiner einfachen Welt und auch die Liebe vermag das nicht zu ändern. Zum Ende hin verliert die Geschichte sich immer stärker im märchenhaft-surrealen und scheint sich fast aufzulösen. Ein leichtes, aber kein seichtes Buch!

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  • Rezension zu "Die Liebeslotterie" von Andrew Nicoll

    Die Liebeslotterie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. June 2010 um 14:33

    Eine wunderbare, leise Liebesgeschichte, die einen auf die große Liebe hoffen lässt.

  • Rezension zu "Die Liebeslotterie" von Andrew Nicoll

    Die Liebeslotterie
    yoko

    yoko

    02. April 2010 um 11:22

    Wenn man morgens mit der Bahn zu Arbeit fährt, kann man leicht sabbernd mit dem Kopf am Fenster angelehnt schnarchen und dabei von einem Leben in der Südsee träumen. Man kann aber auch ein Buch oder eine Zeitung lesen, Musik hören oder schreiben. Andrew Nicoll hat sich fürs Letztere entschieden, was eine hervorragende Idee war, denn sein Roman „Die Liebeslotterie“ weckt jeden noch so verschlafenen Leser, kitzelt ihn keck an den richtigen Stellen, lässt jedes Herz Purzelbäume schlagen. Ehe man sich versieht, sitzt man in der Bahn und lächelt ein Lächeln, das normalerweise nur Verliebte kennen. Andrew Nicoll macht eigentlich nicht viel. Er erzählt lediglich davon, wie es ist, sich zu verlieben, in der Unwissenheit von frischer Liebe zu baden, angeschubst von Leidenschaft und Träumerei. Genauer gesagt schwimmen Agathe und Tibo Kovic. Agathe ist Tibos Sekretärin. Tibo ist der Bürgermeister in einer kleinen Stadt namens Dot. Hier fahren alle noch mit der Tram zur Arbeit. Hier gehen alle Punkt Ein Uhr zu Mittag. Hier ist irgendwie die Zeit stehen geblieben, aber die Ereignisse sind die gleichen wie dort - bei uns. Und auch die Liebe holt sich das, wonach es ihr gelüstet. Agathe ist unglücklich, weil ihr Mann, Stopak, nach dem Tod ihres gemeinsamen Kindes im Alkohol ertrinkt und seine Frau ignoriert. Egal, was seine Agathe probiert - sei es mit köstlichem Essen oder das Vorführen von Reizwäsche - alles endet in einem hohlen Nichts. Tibo hingegen ist schon lange von Agathe hingerissen. Jeden Morgen liegt er auf dem Teppichboden, um durch den Türschlitz zu beobachten, wie seine Sekretärin ihre Galoschen gegen hochhackige, zehenfreie Sandaletten ersetzt. Schon bald bleibt es nicht beim nur heimlichen Beobachten, weil das Schicksal freundlicherweise nachhilft. Auslöser ist Agathes Brotdose, die in den Brunnen fällt. Absurd, ein klein wenig verrückt liest sich das alles - genau das ist es ja, was die Geschichte auszeichnet. Andrew Nicoll hat dies alles wunderbar erzählt, hat seine Lovestory mit einer Frische und Lebendigkeit versehen, die selbst aus Greisen wieder feurige Liebhaber machen, keineswegs kitschig, obwohl es um jede Menge Gefühle geht. Der Autor rast durch die Geschichte als wäre er die Lok eines Schnellzuges. Stets in Eile, aber gleichzeitig mit einem tiefen Blick bedacht, das Wesentliche nicht zu vergessen. Häufig ringt man um Atem, wischt sich den Schweiß von den Augen, die nicht genug bekommen können, ja, es ist nicht gelogen, wenn ich behaupte, dass diese reizende Liebesgeschichte, die alles in sich hat, was eine Liebe ausmacht - Leidenschaft und Drama - an einen bunten Bonbon erinnert, den man sehnsuchtsvoll auspackt, mit Entzücken luscht. Eine wahre Köstlichkeit, von der man nicht genug kriegen kann, weil sie förmlich auf der Zunge explodiert, dass man nicht anders kann als zu lachen, zu lieben und dabei fast vergisst, aus der Bahn auszusteigen.

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