Andrew Savulich

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Autor von The City.

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The City
The City
 (1)
Erschienen am 17.10.2013

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Rezension zu "The City" von Andrew Savulich

Atmosphärisch andere, dichte Einblicke
michael_lehmann-papevor 3 Jahren

Atmosphärisch andere, dichte Einblicke

Es sind Seiten von New York, Ereignisse, Begebenheiten, die es weitestgehend kaum auf die Seiten glitzernder Berichterstattung oder gar eines Stadtführers bringen. Aber Fotographien aus dem alltäglichen Leben, in denen sich der tatsächliche „Überlebenskampf“, die raue Seite der Stadt, die Gefahren und auch die dunklen Ecken ein großes stückweit widerspiegeln.

Und all das auf den Punkt getroffen mit den hochwertigen Schwarz-Weiß Fotografien, die Savulich mit teils fast traumwandlerischer Sicherheit vor Augen führt.

Der Rockstar (Elton John), der mit verkniffenem Mund seine Fans komplett ignoriert, dessen ganzer Ausdruck zeigt, dass er sich nur belästigt fühlt. Von diesen „einfachen Leuten“, könnte man denken, dieses Bild zeigt den Kontrast des Lebens in New York konsequent auf und aus diesem Bild bereits ist ebenfalls herauszusehen, auf welche Seite Andrew Savulich sein Augenmerkt richtet.

Nicht auf das „künstliche“, nur vermeintliche Leben an der Oberfläche, sondern auf die „Dramen im Hinterhof“. Die Frau, die einem Feueralarm entflieht und vor allem ihre Katze über die Feuerleiter rettet. Ein Motiv des Brandes, das mehrfach auftaucht und je das ganze Elend des Schocks, des Verlustes, der versengten Kleidung der der Ratlosigkeit, der Verletzlichkeit der Menschen zeigt.

Wie auch „menschengemachte“ Verletzungen nicht zu knapp von Savulich dokumentiert werden. Das zerschlagene Gesicht des Mannes, gerade festgenommen. Die physische Präsenz mancher Cops und, immer wieder, die rohe Gewalt. Erschossene im Supermarkt, Verletzte in Blutlachen an der Hauswand, die offene Schusswunde am Bein .

Dreck, Gewalt, Mafia Größen, Touristen, die von einem Mann mit Saxofon „bespielt“ werden, und direkt daneben eine Frau unter massivem Drogeneinfluss.

Die Spuren des Mannes, der sich die Pulsadern aufschnitt, als seine Frau ihn verließ. Lachen auf dem Bürgersteig, die Wasserleiche. Und dann eine Familie, die mit ihrer Python spazieren geht oder der Mann, der mit einem Schaf ein Taxi besteigt oder eine gut besuchte Lesung eines Autoren.

Härte, düstere Einblicke, lapidare Zeugnisse davon, wie verletzlich der Mensch ist und wie wenig ein Leben manchmal gilt in New York. Bilder, auf denen selbst die Hilfsbereitschaft scheinbar nur für ein kurzes Lächeln sorgt und die grundsätzliche Anspannung nicht ganz zu vertreiben vermag, als Katze und Hamster wieder gefunden sind, in diesem Obdachlosenheim.

Ein Blick auf das Leben und seine „anderen“ eher dunklen Seiten, für die das erste Bild bereits Programm ist, der Mann, der auf der Trage hinausgetragen wird, nachdem er zwischen zwei U-Bahn Waggons gefallen war.

Direkt, ungeschminkt, mit einem faszinierenden Blick für das Wesentliche eines Moments in den Gesichtern der Menschen fasziniert dieser Bildband ungemein, was „das wahre Leben“ in „der Stadt“ hinter all den Kulissen angeht.

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