Andrew Sean Greer

 3.8 Sterne bei 326 Bewertungen
Autorenbild von Andrew Sean Greer (© Andreas Labes)

Lebenslauf von Andrew Sean Greer

Andrew Sean Greer wurde schon mit Nabokov und Proust verglichen, dabei gehört seine Stimme zu den eigenständigsten der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Mit seinem Roman ›Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli‹ gelang ihm ein internationaler Bestseller und Kritikererfolg, seine ›Geschichte einer Ehe‹ wurde zum Publikumsliebling. Auf Deutsch liegt außerdem Greers erster Roman ›Die Nacht des Lichts‹ vor. Der Autor lebt in San Francisco.

Alle Bücher von Andrew Sean Greer

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Cover des Buches Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli9783104907635

Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli

 (181)
Erschienen am 06.12.2017
Cover des Buches Ein unmögliches Leben9783100278272

Ein unmögliches Leben

 (57)
Erschienen am 24.04.2014
Cover des Buches Geschichte einer Ehe9783104029467

Geschichte einer Ehe

 (22)
Erschienen am 21.11.2013
Cover des Buches Mister Weniger9783103973280

Mister Weniger

 (18)
Erschienen am 21.03.2018
Cover des Buches Die Nacht des Lichts9783104907642

Die Nacht des Lichts

 (10)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Geschichte einer Ehe9783837101799

Geschichte einer Ehe

 (3)
Erschienen am 10.08.2009
Cover des Buches Ein unmögliches Leben9783837125764

Ein unmögliches Leben

 (4)
Erschienen am 29.04.2014

Neue Rezensionen zu Andrew Sean Greer

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Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Eine ausschweifende Liebesgeschichte
Becky_Bloomwoodvor 3 Monaten

Wie kann es sein, dass einem so viele Dinge ab einem bestimmten Alter langweilig werden - Philosophie, Radikalismus und anderes Fast Food -, und nur der Liebeskummer beißt wie eh und je?


Mister Weniger ist eine Liebesgeschichte um einen Mann, der aus schierer Angst vor der Hochzeit seines ehemaligen Geliebten rund um die Welt reist und dabei der Liebe doch nie entkommen kann. 

Der Klappentext und die Tatsache, dass der Autor Andrew Sean Greer für diesen Roman 2018 den Pulitzer Preis gewonnen hat, haben mich neugierig gemacht. Leider hatte ich während des Lesens oft den Hinweis des Verlags vor Augen, ich würde eine "schreiend komische Liebeskomödie" lesen. Das kann ich leider nicht bestätigen. Es gibt durchaus witzige Momente, insgesamt fand ich den Ton des Buches aber eher melancholisch und oft auch sehr ausschweifend. Es wird viel über die Liebe gesprochen, doch die Menschen, die sie erleben, scheinen oft nicht zufrieden zu sein. Die "wahre Liebe" ist schwer zu greifen.

Berührt hat mich die Liebesgeschichte um Mister Weniger und seinen Freddy, doch leider kam sie für meinen Geschmack viel zu kurz. Ich hätte mir weniger Reisen und mehr von den beiden gewünscht. 

Fazit: Mister Weniger ist eine im Kern schöne, manchmal witzige Liebesgeschichte mit durchaus emotionalen Momenten. Leider hat mich der sehr ausschweifende Erzählstil gestört.

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Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Ein Amerikaner auf Reisen
Nespavanjevor 9 Monaten

Mit „Mister Weniger“ Andrew Sean Greer seinen Charakter auf eine Reise der Selbstfindung. Der Leser leidet mit Arthur Weniger mit. Der in Rezensionen und Beiträgen vielgepriesene Humor scheint nur schwach durch den Erzähltext. Entweder ich habe ihn tatsächlich nicht gefunden oder er wurde Opfer der Übersetzung. Ansonsten ist es ein sehr gut gelungener Roman über einen homosexuellen Schriftsteller, von einem homosexuellen Schriftsteller. Der Verdacht liegt hier natürlich nahe, dass Andrew Sean Greer viel biografisches miteinfließen lassen hat.

Mit „Mister Weniger“ hat Andrew Sean Greer den Pulitzer-Preis für Belletristik im Jahr 2018 gewonnen. Den Lambda Literary Award bereits 2017. Die Rahmenhandlung erinnerte mich stark an „Eat Pray Love“ von Elizabeth Gilbert. Selbst sein erster Roman „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“ entleiht sich den immer jünger werdenden Charakter aus der Kurzgeschichte „Der seltsame Fall des Benjamin Button“. Es scheint Methode zu haben und sich öfters Elemente aus anderen Romanen zu entleihen.

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Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Ungewöhnliche, lebenskluge und humorvolle Liebes(kummer)geschichte
Korikovor 9 Monaten

Story:
Arthur Weniger steuert auf die 50 zu und hat in seinem Leben nur bedingt viel auf die Beine gestellt: Nach seinem vielbesprochenen und hochgelobten Debüt gelingt ihm nur bedingt der Anschluss, in der Szene ist er zwar bekannt, doch zumeist eher unscheinbar und seine Langzeitaffäre Freddy entscheidet sich zu heiraten – allerdings nicht Arthur, sondern einen anderen. Grund genug für Arthur Weniger seine Koffer zu packen, jeden noch so seltsamen Schreibauftrag anzunehmen und einmal um die Welt zu reisen. Auf jeder Station trifft er alte Bekannte und neue Liebhaber, denkt über sein Leben nach und versucht zur Ruhe zu kommen. Doch Frieden ist in der Ferne nicht zu finden …

Eigene Meinung:
Der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Roman „Mister Weniger“ (engl. „Less“) stammt von Andrew Sean Greer und erschien 2018 im Fischer Verlag, bei dem auch seine bisherigen, vielfach ausgezeichneten Werke vorliegen.

Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick recht banal, denn der Inhalt ist in wenigen Sätzen zusammengefasst. Der in seiner Midlife-Crisis steckende, mittelmäßige Autor Arthur Weniger flieht aus San Francisco, um nicht als Gast die Hochzeit seiner Langzeitaffäre Freddy mitzuerleben und stattet etlichen großen Metropolen der Welt einen Besuch ab. Ob Einladungen zu Preisverleihungen, Vorlesungen und Lesungen, Auftragsarbeiten für Zeitschriften – Arthur Weniger nimmt alles an, um möglichst weit weg zu sein, wenn Freddy einem anderen Mann das Ja-Wort gibt. Der Leser begleitet den tollpatschigen, aber liebenswerten Autoren auf seiner Reise nach Mexiko, Italien, Deutschland, Indien und Japan, lernt ihn kennen und erfährt in Rückblenden mehr aus seinem schillernden Leben.
Trotz allem macht „Mister Weniger“ Spaß, was an dem feinen Humor und der Doppelbödigkeit des Autors liegt und an Arthur Weniger, die man mit all seinen Macken schnell ins Herz schließt. Es ist angenehm mal eine solche Hauptfigur zu erleben – einen schwulen Mann um die 50, der von Selbstzweifeln geplagt wird und sich gegen alle gängigen Klischees sträubt. Stattdessen bekommt man einen sehr authentischen und realistischen Charakter präsentiert, der einfach nirgendwo einen festen Platz zu haben scheint. Andrew Sean Greer ist ein lebensfroher, lustiger, aber auch nachdenklich stimmender Roman, der sich den ein oder anderen Seitenhieb auf den Literaturmarkt oder die schwule Szene nicht verkneifen kann. Fans von Liebesgeschichten kommen ebenfalls auf ihre Kosten – der Autor hat diese auf charmante, witzige Art verpackt, wobei er auf sämtliche Klischees verzichtet und seinen Helden auf ungewöhnliche Art und Weise sein Glück finden lässt.

Bezüglich des Namens des Hauptcharakters hat sich der Fischer Verlag entschieden, ihn als einzigen zu übersetzen. Während Arthur im Original Less heißt, kommt er in der deutschen Fassung mit dem Namen Weniger daher – das macht einerseits Sinn, da immer wieder auf seinen Namen angespielt wird, andererseits hätte man durchaus Arthurs richtigen Namen beibehalten können.

Man braucht ein wenig, um den Einstieg ins Buch zu finden – Andrew Sean Greer hat einen ungewöhnlichen Stil, an den man sich erst gewöhnen muss, doch sobald man sich mit den stilistischen Feinheiten angefreundet hat, liest man die Geschichte um Arthur Weniger sehr gerne. Als Leser begleitet man Arthur Weniger zwar, jedoch wird das Buch nur bedingt aus seiner Sicht geschrieben. Vielmehr wechselt die Perspektive immer wieder zu einem (scheinbar) auktorialen Erzähler. Erst am Ende wird klar, wer diesen Part einnimmt und einen großen Teil der Geschichte erzählt.

Fazit:
„Mister Weniger“ bietet eine ungewöhnliche, lebenskluge und humorvolle Liebes(kummer)geschichte. Andrew Sean Greer versteht es seinen Hauptcharakter auf sympathische und authentische Art und Weise in Szene zu setzen, seine Leser mit auf die Reise zu schicken und unterhalten. „Mister Weniger“ ist ein lockerleichter, unterhaltsamer Roman, der zu Recht mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde. Zu empfehlen.


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Ein unmögliches Lebenundefined

"Das Unmögliche passiert uns allen ein Mal"

Greta Wells widerfährt es gleich mehrmals: Sie wird durch die Zeit katapultiert, in alternative Versionen ihres Lebens, die sich 1918, 1941, 1985 zutragen. Überall trifft sie ihre Lieben wieder, den Zwillingsbruder, den Geliebten, die exzentrische Tante Ruth, aber jede Zeit kennt andere Träume und andere Tode, und jede Zeit macht Greta zu einer anderen. Welche dieser Frauen will sie sein? Leseprobe


Autor Andrew Sean Greer erzählt wie kein anderer vom rätselhaften Reichtum unserer Existenz. Ein unvergesslicher Roman, gefühlvoll und atmosphärisch, über unsere Möglichkeiten und was wir daraus machen, denn "wir sind so viel mehr, als wir meinen". Gemeinsam mit dem S.FISCHER Verlag vergeben wir 25 Leseexemplare für eine gemeinsame Diskussion von "Ein unmögliches Leben" sowie Rezension nach dem Lesen des Romans. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen bis einschliesslich 27. April 2014!

Andrew Sean Greer wurde schon mit Nabokov und Proust verglichen, dabei gehört seine Stimme zu den eigenständigsten der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Mit seinem Roman "Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli" gelang ihm ein internationaler Bestseller und Kritikererfolg, seine "Geschichte einer Ehe" wurde zum Publikumsliebling. Auf Deutsch liegt außerdem Greers erster Roman "Die Nacht des Lichts" vor. Der Autor lebt in San Francisco.

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