Andrew Sean Greer

 3,8 Sterne bei 337 Bewertungen
Autorenbild von Andrew Sean Greer (© Andreas Labes)

Lebenslauf von Andrew Sean Greer

Andrew Sean Greer wurde schon mit Nabokov und Proust verglichen, dabei gehört seine Stimme zu den eigenständigsten der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Mit seinem Roman ›Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli‹ gelang ihm ein internationaler Bestseller und Kritikererfolg, seine ›Geschichte einer Ehe‹ wurde zum Publikumsliebling. Auf Deutsch liegt außerdem Greers erster Roman ›Die Nacht des Lichts‹ vor. Der Autor lebt in San Francisco.

Alle Bücher von Andrew Sean Greer

Cover des Buches Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli (ISBN: 9783104907635)

Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli

 (181)
Erschienen am 06.12.2017
Cover des Buches Ein unmögliches Leben (ISBN: 9783100278272)

Ein unmögliches Leben

 (56)
Erschienen am 24.04.2014
Cover des Buches Mister Weniger (ISBN: 9783596701223)

Mister Weniger

 (27)
Erschienen am 24.07.2019
Cover des Buches Geschichte einer Ehe (ISBN: 9783104029467)

Geschichte einer Ehe

 (22)
Erschienen am 21.11.2013
Cover des Buches Die Nacht des Lichts (ISBN: 9783104907642)

Die Nacht des Lichts

 (10)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Happy End (ISBN: 9783103975284)

Happy End

 (0)
Erscheint am 24.05.2023
Cover des Buches Geschichte einer Ehe (ISBN: 9783837101799)

Geschichte einer Ehe

 (4)
Erschienen am 10.08.2009

Neue Rezensionen zu Andrew Sean Greer

Cover des Buches Mister Weniger (ISBN: 9783596701223)
Ginny-23s avatar

Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Hat mich leider nicht überzeugt
Ginny-23vor 17 Tagen

Der Schriftsteller Arthur Weniger ist zur Hochzeit seiner Langzeitaffäre Freddy eingeladen, möchte dort aber auf keinen Fall hingehen und begibt sich deshalb auf eine lange Reise rund um den Globus: New York City, Mexiko, Berlin, Marokko, Japan… doch auch dort wird er nicht wirklich happy. Wird er sein Glück und die Liebe seines Lebens jemals finden?

Hmm, so richtig überzeugt hat mich das Buch leider nicht.

Der Schreibstil war außergewöhnlich, ohne Frage, aber auch anstrengend und gewöhnungsbedürftig. Für mich befindet sich Herr Weniger in einer waschechten Midlife-Crisis, er leidet mir zu viel und sieht gar nicht was er Tolles in seinem Leben hat. Ich habe für die relativ wenigen Seiten wirklich lange gebraucht. Ich konnte mich nicht mit Arthur identifizieren und fand es recht langweilig und hatte Mühe am Ball zu bleiben. Vielleicht lag es an der Übersetzung!?

Das Ende war mir etwas zu konstruiert. Bald wird es einen zweiten Band geben, aber ich glaube nicht, dass ich ihn lesen werde 🙈 

Im Buchclub gingen die Meinungen weit auseinander, manche haben es geliebt, andere eher weniger 😉

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne!

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Cover des Buches Mister Weniger (ISBN: 9783596701223)
liceys_buecherwunderlands avatar

Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Toller Roman
liceys_buecherwunderlandvor einem Monat

Wir haben das Buch im Buchclub gelesen. Deshalb konnte ich mich wieder einmal überraschen lassen. Ohne den Klappentext zu lesen, habe ich mich mit Arthur Weniger ins Abenteuer gestürzt. Und was für ein Abenteuer das war. 😍

Obwohl ich am Anfang skeptisch war, hat mich das Buch doch sehr schnell gefesselt. 

Mit einem ungewöhnlichen Schreibstil, viel Tragik-Humor und wunderbaren Beschreibungen hat Andrew Sean Greer ein Buch geschaffen, das ich unglaublich toll fand. ❤️

Arthur ist ein richtig faszinierender Protagonist und die Menschen, denen er auf seiner Reise (und auch vorher) begegnet, sind super interessant. 

Ich habe dieses Buch praktisch verschlungen. 😁

Das Buch hat mir außerdem doch einige Sachen zum Nachdenken gegeben. Einige Sätze darin und vor allem auch der Unterschied zwischen Athurs Fremd- und Selbstwarnehmung bleiben bei mir auf jeden Fall in Kopf.

Ich kann das Buch deshalb auf jeden Fall weiterempfehlen. ❤️

Eure Licey ☘️ 

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Cover des Buches Mister Weniger (ISBN: 9783103973280)
wandablues avatar

Rezension zu "Mister Weniger" von Andrew Sean Greer

Auch Schwule werden älter.
wandabluevor 4 Monaten

Der Roman „Mister Weniger“ (Originaltitel „Less“) hat 2018 den Pulitzer Preis gewonnen. So ist der Roman auf meinem Tisch gelandet, dann zum Stapel ungelesener Bücher gewandert und vergessen worden. Als ich ihn wieder zur Hand nehme, habe ich vergessen, dass der Roman einen Preis gewonnen hat und ich erwarte eine lustige, sanfte, komische Liebesgeschichte. Mit sanft habe ich recht. Sonst mit nichts. 

Arthur Weniger weist einige Ähnlichkeiten mit dem Autor himself auf. Ist er sein Alter Ego? Wie Greer ist Arthur schwul. Und wie Greer ist Arthur ein Schreiberling. Und wie Greer ist Arthur bald fünfzig Jahre alt (2018). 

Arthur treffe ich an, als er gerade seine Weltreise zusammenstellt. Aus eigener Tasche kann und will er sie nicht bezahlen, aber da sind Anfragen von Vereinen, Universitäten, Bibliotheken, whatsoever, Einladungen, die er noch nie angenommen hat, aber jetzt gewillt ist, anzunehmen. Geschickt kombiniert kann er damit eine gute Weile verschwinden, fast ein Jahr, vielleicht ein ganzes Jahr und Verschwinden ist das, was er will, denn er will nicht miterleben, wie sein langjähriger Lebensgefährte, Freddy, einen anderen heiratet. 

Warum ist Arthur so gefragt? Nun, das weiß Arthur, nicht etwa, weil er selber so erfolgreich wäre, sondern, weil sein erster Lebensgefährte, Robert Brownburn, berühmt geworden ist und sogar einst den Pulitzerpreis gewonnen hat. Er hat sich damit abgefunden, dass es ihn besonders macht, mit Robert gelebt zu haben. 

Der Kommentar: 
Der Roman „Mister Weniger“ hat mich angenehm überrascht. Statt einer leichtfüßigen, etwas seichten Komödie habe ich ironische Seitenhiebe auf den Literaturbetrieb bekommen, melancholische Betrachtungen über die Vergänglichkeit körperlicher Vorzüge und schwermütige Reflexionen über die zwei Seiten ungleichaltriger Liebesbeziehungen. Einmal ist Arthur der junge Teil gewesen, einmal ist er der ältere. Und vielleicht habe ich einen kleinen Einblick ins schwule Leben erhalten, vielleicht aber auch nicht. Immerhin bewegen wir uns ausschließlich in „höheren Kreisen“. Auch über den Ruhm wird nachgedacht. Sollte man ihn tatsächlich so ernst nehmen, wie er gehandelt wird?

Das Ganze ist eingebettet in eine Weltreise, die durchaus vergnügliche Elemente aufweist, aber auch mit atmosphärischen Schilderungen von Berlin und anderer Reiseziele bezaubert. Warum Greer, der selber eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin (FU) hatte, sich bemüßigt fühlt, sie die ganze Zeit als „befreite Universität“ zu verballhornen, erschließt sich mir nicht. Eine offene Rechnung?

Das einzige, was ich vermisse, ist ein tieferes Eintauchen in Arthurs Charakter. Denkt er wirklich nur an Sex, an vergangene und zukünftige (Liebes)Konstellationen, an Mode, an die Formen männlicher Körper und bedauert nur deshalb das Altern? Seine Tonlage könnte man durchaus ein wenig larmoyant und selbstmitleidig finden. Seine Lustbetontheit und seine Oberflächlichkeit sind mir suspekt. Ist das alles, ist das der ganze Arthur? Richtig gearbeitet hat er nie, was Vieles in seiner Denke erklärt. Früher wurde er von Robert ausgehalten, danach hat er Freddy ausgehalten. So macht man das vielleicht in diesen Kreisen. Was weiß ich.

Fazit: Melancholisch-heiterer Roman übers schwule Altern. Gleich den Pulitzerpreis abzustauben ist wahrscheinlich überzogen und war höchstwahrscheinlich dem Zeitgeist geschuldet. Aber warum nicht? Letztlich hat mir der Roman gut gefallen. 

Kategorie: Literatur. Anspruch. Humor.
Verlag: S. Fischer, 2018

Pulitzer Preis 2018

Kommentare: 2
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Gespräche aus der Community

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Autor Andrew Sean Greer erzählt wie kein anderer vom rätselhaften Reichtum unserer Existenz. Ein unvergesslicher Roman, gefühlvoll und atmosphärisch, über unsere Möglichkeiten und was wir daraus machen, denn "wir sind so viel mehr, als wir meinen". Gemeinsam mit dem S.FISCHER Verlag vergeben wir 25 Leseexemplare für eine gemeinsame Diskussion von "Ein unmögliches Leben" sowie Rezension nach dem Lesen des Romans. Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen bis einschliesslich 27. April 2014!

Andrew Sean Greer wurde schon mit Nabokov und Proust verglichen, dabei gehört seine Stimme zu den eigenständigsten der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Mit seinem Roman "Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli" gelang ihm ein internationaler Bestseller und Kritikererfolg, seine "Geschichte einer Ehe" wurde zum Publikumsliebling. Auf Deutsch liegt außerdem Greers erster Roman "Die Nacht des Lichts" vor. Der Autor lebt in San Francisco.

432 BeiträgeVerlosung beendet
seldas avatar
Letzter Beitrag von  seldavor 8 Jahren
Hier jetzt auch mein Fazit. Ich musste das Buch noch ein bisschen nachwirken lassen- es war so dicht und anregend und brauchte noch ein bisschen Zeit:) In jedem Fall bin ich unendlich dankbar dafür- dieser Roman war ein Hochgenuss und bis jetzt mein absolutes Highlight 2014. Tausend Dank! http://www.lovelybooks.de/autor/Andrew-Sean-Greer/Ein-unmögliches-Leben-1072120927-w/rezension/1096511882/

Zusätzliche Informationen

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