Andrew Sean Greer Geschichte einer Ehe

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Inhaltsangabe zu „Geschichte einer Ehe“ von Andrew Sean Greer

'Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben.' Ein Roman über das Geheimnis eines Lebens und die erschütternde Zärtlichkeit der Liebe. San Francisco: Draußen am Strand glaubt sich Holland sicher – hier in seinem kleinen Haus mit seiner Frau Pearlie und dem Sohn. Doch die Vergangenheit klopft an die Tür, und Pearlie begreift, dass sie nur ein Teil in einem Dreieck ist. Drei Außenseiter, die mit ihren Leidenschaften ringen, und ein Gebot von 100.000 Dollar, um dem Leben eine neue Richtung zu geben – die Geschichte einer Ehe. Andrew Sean Greers großartiger Roman entfaltet einen poetischen Sog, dem sich niemand entziehen kann, der schon einmal um ein Herz gekämpft hat – darum, es zu kennen, es zu halten oder, notfalls, freizugeben. 'Bewegend', urteilte John Updike.

Wie gut kennen wir unseren Partner wirklich? Eine Geschichte über Liebe, Treue und Verrat vor dem Hintergrund des Amerikas der 50er Jahre.

— LibriHolly

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    claudiaausgrone

    11. March 2013 um 12:37

    So einfach wie der Titel und doch auch sehr raffiniert gestaltet ist diese Geschichte der Ehe. Sehr schön zu lesen. In verschachtelten Erinnerungen gibt der Autor immer nur ein klein wenig mehr an Fakten frei. So entsteht Spannung. Worum geht es? „Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben. … Wir glauben sie zu kennen. Wir glauben sie zu lieben.“ Dies ist die immer wiederkehrende Kernaussage des Buches. Wie sehr wir irren (nicht nur unsere Protagonisten dieses schönen Buches) beweist das Leben immer wieder. Hier dargestellt an einer zärtlichen Liebe in einer Ehe und einer „Dreiecksbeziehung“. Raffiniert setzen die Erinnerungen in der in der Retrospektive erzählten Geschichte Aha-Momente, gleichsam eines Spaziergangs in einem englischen Landschaftsgarten. Plötzlich sehen wir ein Aha und ein neues Bild ergibt sich. Das staunende Erkennen der Liebenden und der sorgsame Umgang damit, machen den Reiz dieser Ehe und ihrer Geschichte aus. Wichtige Nebenthemen sind Rassentrennung und Kriegsdienstverweigerung. Sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    Manfi

    04. January 2011 um 22:43

    Erwartungen nicht erfüllt! Obwohl Ehe- und andere Liebes-Romane nicht unbedingt meines sind, liess ich mich durch Andrew Greer’s Roman „Die unglaubliche Geschichte von Max Tivoli“, dazu überreden auch diese Buch zu kaufen - und nun nach langer Zeit zu lesen. Ich erwartete eine ähnlich schöne Sprache und einen ähnlich raffiniert aufgebauten Buchaufbau, wurde jedoch enttäuscht. Die Geschichte von Pearlie und Holland plätschert jedoch einfach so vor sich hin und die Überraschungen sind doch eher kleine Stromschnellen denn grosse Wasserfälle. Auch wenn das Buch in drei Zeitzonen spielt, was ja durchaus reizvoll wäre, schafft es Greer nie eine wirkliche Spannung aufzubauen. Auch die Sprache, obwohl teilweise elegant, kommt nie an die von Max Tivoli an. Diesem Buch fehlt das gewisse Etwas wie beispielsweise die Sprache, das Spiel mit der Zeit oder die raffinierte Liebesgeschichte. Die Geschichte ist einfach zu normal. Mich hat Andrew Sean Greer mit diesem Buch enttäuscht – vor allem nachdem ich von „Max Tivoli“ so begeistert war.

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    Schiller-Buchhandlung

    24. June 2010 um 14:55

    Pearlie Cook ist 26 Jahre alt, glücklich verheiratet lebt sie mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in einem Vorort von San Francisco. 1953 hat sie dort ihr Paradies gefunden: „Ein Haus, das für mich längst an alles gedacht hatte.“ In diesem Haus zensiert sie die Zeitung für das kranke verdrehte Herz ihres Mannes, in diesem Haus sieht sie ihren Sohn Sonny das Laufen lernen und hier verbringt sie die zermürbensten sechs Monate ihres Lebens, als plötzlich ein alter Freund ihres Mannes vor der Tür steht und sich charmant und unbeirrbar in diese Ehe drängt, mit einem Angebot, dass Pearlie einfach nicht ablehnen kann. Dieses Buch von Andrew Sean Greer bezaubert nicht nur durch seine wunderbare, einfühlsame Sprache, sondern auch durch die ungewöhnliche Art, wie die Geschichte erzählt wird: wie bei einer Matruschka wird ein Geheimnis nach dem anderen gelüftet. Wann immer man als Leser glaubt zu wissen, wohin einen die Geschichte führt, enthüllt der Autor ein neues Geheimnis, eine neue Perspektive und wieder scheint alles ganz anders zu sein. Wenn Ihr Euch von einem Buch überraschen und berühren lassen möchten, dann ist „Geschichte einer Ehe“ genau das Richtige: Denn, wie die Presse so treffend über den Autor schrieb: „Andrew Sean Greer ist ein Romantiker, und ein hoffnungsloser dazu.“ (Kati Fräntzel)

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    Lucindana

    03. May 2010 um 17:33

    Pearlie und Holland sind verheiratet und leben zusammen mit ihrem Sohn in einem kleinen Vorstadthäuschen im Amerika der fünfziger Jahre. Eines Tages taucht überraschend ein alter Freund von Holland auf. So weit, so gut. Gleich vorneweg: Wäre ich nicht ohne Alternative beim Arzt gesessen, hätte ich es gar nicht fertig gelesen. Einziger Lichtblick ist Pearlie, die sich, anlässlich des unmoralischen Angebots seitens des Freundes, verständlicherweise in einer Art Schockzustand befindet. Ihren Charakter und ihre Reaktionen finde ich rückblickend noch am nachvollziehbarsten und auf besondere Art anrührend. (Ihretwegen auch 2 Sterne, nicht nur einer.) Problem: Besagter Freund sieht die Lösung seines tragischen Liebesproblems nämlich darin, Pearlie ihren Ehemann quasi abzukaufen. Störend war für mich, dass Holland der Ehemann im ganzen Buch keine Stellung bezieht, außer dann am Ende. (Wobei er da auch nur mit eingezogenem Schwanz zurück gekrochen kommt.) De facto hatte dieser Charakter eigentlich überhaupt keinen Charakter. Man erfährt weder was er zu der ganzen Geschichte eigentlich sagt, geschweige denn denkt. Und das was er tut, erfährt man nur durch Pearlies Sicht gefiltert. "Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben." Bei Hollands nicht-existentem Charakter wundert es mich gar nicht, dass Pearlie ihn nicht kennt. Dazu kommt noch, dass sie ihn durch eine verklärte, rosa-rote Brille zu betrachten scheint. (Er sieht ja halt so gut aus...) Wie dem auch sei, der persönliche Bezug zu Holland fehlte mir also völlig. Pearlie und Buzz, der Freund, hätten genauso gut um einen Gegenstand streiten können. Empfohlen wurde es aufgrund der Sprache und der überraschenden Wendungen. Die Sprache war angenehm zu lesen, die Wendungen allerdings, bis auf eine, absolut vorhersehbar. Dabei überreizt der Autor leider für meinen Geschmack seine Position als allwissender Erzähler, indem er immer wieder Ausblicke auf den weiteren Handlungsverlauf gibt. Eingeleitet wie es sich gehört mit: "Dabei konnte sie nicht ahnen, dass bald ..." Tja. Leider konnte ich es ahnen und damit baute sich die Spannung nicht auf, sondern schön konsequent ab. Beispiel: Als jemand, der mit dem Ausdruck "Slash" (oder yaoi) etwas anfangen kann, riecht man mEn drei Meilen gegen den Wind, welches ach so große Geheimnis Holland und den Freund verbindet. Am meisten gestört hat mich jedoch das Ende. Das Buch hätte das Potential zu einer feinfühligen, anrührenden Charakterstudie gehabt. Es hätte darum gehen können, schwierige Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. Hätte es so geendet, wie es angedeutet, dann wäre das Ende zumindest ein Lichtblick gewesen. Holland hätte sich zu seiner homosexuellen Neigung bekannt, Pearlie hätte sich als allein erziehende Mutter durchgeschlagen, sich endlich auf eigene Beine gestellt. Oder warum zeigte der Autor nicht den Mut, gar eine offene Dreier-Beziehung darzustellen? Drei Menschen, in Freundschaft und Liebe vereint. Doch der Autor macht im letzten Moment einen Rückzieher und setzt alles auf "Normal" zurück, wie es sich nun einmal "für anständige Menschen" gehört. Er proklamiert das Ende quasi als die einzig wahre und "richtige" Entscheidung und bleibt damit ganz im klassischen, stock-konservativen Weltbild verhaftet. Das ganze Buch wir dadurch in die Belanglosigkeit geschickt. Der Mann bleibt natürlich bei seiner Ehefrau, die ihm alles verzeiht und ihn glücklich wieder aufnimmt. (Weil er ja so gut aussieht hust) Als Pearlie hätte ich diesen rückgratlosen Waschlappen von Ehemann zum Teufel gejagt. Auch wenn der Autor wohl mit dem Ende zeigen wollte, Holland käme aus "Liebe" zu seiner Frau zurück, konnte ich mit des Eindrucks nicht erwehren, Holland hatte einfach nicht den Schneid als Homosexueller mit seinem Freund zusammen zu leben. Weswegen mich auch das Argument der Treue hier nicht überzeugt, weil es für mich nicht glaubwürdig vermittelt wird. Sein Frauchen empfängt den reuigen Sünder natürlich, wie sich das gehört, mit offenen Armen. Das Holland sich von seinem schwulen Lover beinahe hätte abkaufen lassen, wie ein Accessoir, spielt überhaupt keine Rolle mehr. Es ist eine Sache, über eine Farbige in den USA zu dieser Zeit zu schreiben. Und sie hätte es sicherlich , auch mit dem Geld, allein alles andere als leicht gehabt. Ein gewisser Realismus sollte bewahrt bleiben. Auch wäre eine, sagen wir emanzipiertere Reaktion seitens Pearlies der Zeit und dem Charakter nicht entsprechend gewesen. Aber deswegen muss man den Frauencharakter nicht am Ende auch noch wieder in die Rolle der hilflosen, abhängigen, alles verzeihenden Hausfrau drängen. Willkommen im Mittelalter. Das Weib wäre gebrochen und hilflos ohne ihren Mann und er rettet sie, indem er das heroische Opfer bringt und bei ihr bleibt. Wenn nicht Pearlie, dann hätte wenigstens Holland der Ehemann hier einen Standpunkt vertreten und sich zumindest bei seiner Frau entschuldigen können. Stattdessen setzt er einfach voraus, dass sie ihm verzeiht und glücklich über seine Rückkehr ist. Wenn der Autor heute noch ernsthaft denkt, das hätte etwas mit "wahrer Liebe" tun tun ... Na, ja. FAZIT: Am Ende bezieht kein Charakter wirklich Position, keine Entscheidung hat Konsequenzen. Es hätte die Geschichte außergewöhnlicher Menschen sein können. Ein Buch, in welchem sich die Fiktion über die Dogmen und Vorurteile der Realität hinwegsetzt, oder sich ihnen zumindest entgegen stellt. Moral: Die Ehe ist ein heiliges Gut und solange Mann und Frau, wie es sich eben gehört, zusammen bleiben ist alles wieder dufte in Ordnung. gähn

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    Juana

    20. April 2010 um 14:48

    „Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben.“ Bereits der erste Satz in Andrew Sean Greers „Geschichte einer Ehe“ gibt den Klang und den Kern des Romans vor. Es geht um Geheimnisse und Selbsttäuschung in der Liebe, um ihre Unergründlichkeit, um Herzklopfen, Einsamkeit und den Schmerz desjenigen, der mehr liebt. Dennoch ist es kein trauriges Buch, eher ein vor einem warmen, nostalgischen Grundton schillerndes, das auch sprachlich von der Fülle und Schönheit des Lebens erzählt. Das psychologische und literarische Feingefühl des 1970 geborenen Autors ist bewundernswert. Das hat sich schon bei seinem 2005 auf Deutsch erschienenen Roman „Die erstaunliche Geschichte des Max Tivoli“ gezeigt. Die „Geschichte einer Ehe“ ist realistischer und unaufgeregter als die des Max Tivoli, der Rückblick fast noch raffinierter. Die wahre Geschichte wird häufig mit nur einem rück- oder vorausschauenden Satz verschleiert, dann wieder wird ein Bruchteil freigelegt, nur um kurz darauf die Ahnung aufkeimen zu lassen, dass das Geheimnis in dieser Ehe vielleicht doch noch ein anderes ist. Sprachlich entzückt möchte man bei jedem Satz verweilen, inhaltlich drängt es einen voran. So entsteht eine faszinierend ruhige Spannung.

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    variety

    02. April 2010 um 19:12

    Eine eigenwillige Geschichte, von der man nicht zuviel verraten darf. Nur soviel: die Ehefrau Pearlie wird aus ihrer scheinbaren Ruhe gerissen, als Holland (ein Armeekamerad aus der Kriegszeit) auftaucht und ihr viel Geld anbietet. Die Geheimnisse, die damit verbunden sind, schmerzen und führen zu dramatischen Entwicklungen. Eigentlich hätte mich die Story packen sollen (deshalb habe ich das Buch auch ausgeliehen), aber sie hat mich nicht. Woran es genau lag, weiss ich nicht. Die Personen sind mir einfach zu wenig ans Herz gewachsen, so dass ich mich zum Weiterlesen teilweise arg zwingen musste.

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    Buecherkai

    06. February 2010 um 09:46

    "Geschichte einer Ehe" - ein wunderbar simpler Titel für diese doch so tiefe Geschichte. Greer erzählt leise und um jedes Wort bedacht mit der Stimme der Protagonistin die Geschichte einer Liebe und Ehe deren kommenden Untiefen sich schon im ersten Satz auftuen: "Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben." Eines Tages steht ein fremder Mann vor der Tür von Pearlie und Holland, behauptet eine Beziehung mit Holland gehabt zu haben und macht Pearlie ein Angebot...

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  • Rezension zu "Geschichte einer Ehe" von Andrew Sean Greer

    Geschichte einer Ehe

    stories!

    06. October 2009 um 15:00

    "Wir glauben, die zu kennen, die wir lieben". Die tragisch romantische Geschichte von Pearlie und Holland aus dem kriegsgeschüttelten Amerika der 50er Jahre. Feinsinnig, romantisch mit einer überraschenden Wendung – wirklich großartig!

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