Andrew Smith

 4 Sterne bei 54 Bewertungen
Autor von Winger, Auf Umwegen und weiteren Büchern.

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Winger

Winger

 (17)
Erschienen am 29.09.2016
Auf Umwegen

Auf Umwegen

 (14)
Erschienen am 02.10.2015
Moonwalker

Moonwalker

 (4)
Erschienen am 13.05.2009
Winger

Winger

 (12)
Erschienen am 04.06.2014
Grasshopper Jungle

Grasshopper Jungle

 (4)
Erschienen am 10.03.2015
The Marbury Lens

The Marbury Lens

 (1)
Erschienen am 02.10.2012
Gothic Literature

Gothic Literature

 (1)
Erschienen am 01.09.2007

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laraundlucas avatar

Rezension zu "Winger" von Andrew Smith

Winger
laraundlucavor 8 Monaten

Inhalt:
*** Sex und Liebe *** 
Wenn man Ryan Dean West heißt, Klassenbester und dazu noch zwei Jahre jünger als alle anderen ist, wird einem der Kopf manchmal ins Klo gehängt. Aber Ryan Dean hat größere Sorgen: Wie soll er verhindern, dass sein neuer Zimmergenosse im Internat ihn nachts erwürgt? Noch wichtiger: Wie soll er Annie, die er wahnsinnig liebt, davon überzeugen, dass er nicht zu jung für sie ist? Ohne seinen Freund Joey aus dem Rugby-Team wäre dieses Schuljahr die Hölle. Dass Joey schwul ist, ist Ryan Dean völlig egal. Schließlich liebt er Joey. Auf total unschwule Art, versteht sich. Dann passiert das Undenkbare. Und Ryan Dean West begreift, was wirklich wichtig ist.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr direkt und offen, jugendlich und lebendig, derb und umgangssprachlich, dennoch unterhaltsam und humorvoll, locker, schnell und flüssig zu lesen. Obwohl das Buch mit über 460 Seiten recht dick ist, habe ich es ziemlich schnell weg gelesen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. 
Das Buch wird aus der Sicht des 14-jährigen Ryan Dean erzählt. Es wird nicht mit Schimpfwörtern, lockeren und derben Sprüchen und Ausdrücken gespart. Es passt zum Protagonisten, auch wenn mir das F...-Wort manchmal etwas zu viel wurde. Typisch Jungensprache eben. 
Die Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es war sehr unterhaltsam im Kopf eines 14-jährigen Jungen seine Gedanken zu erleben, die sich hauptsächlich um Sex, Mädchen, Liebe und ganz die alltäglichen - und nicht so ganz alltäglichen Jungen-Problemen drehen. Aber es werden auch durchaus sehr ernste Themen wie Mobbing, Alkohol und Homosexualität angesprochen. Freundschaft, Vertrauen, Teamgeist und Toleranz werden angesprochen. Vor das Ende regt  zum Nachdenken an. Es hat mich ehrlich gesagt richtig schockiert, denn mir so etwas Schlimmen habe ich nicht gerechnet. Mir wurde das Ende aber etwas zu schnell und etwas lieblos abgehandelt. Hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht. 
Ryan Dean muss man einfach von der ersten Sekunde an lieben. Wirkt er zu Beginn noch sehr schüchtern und wie ein Loser, entwickelt er sich immer weiter, stellt sich seinen Gegnern, lässt den Kopf nicht hängen und wächst über sich hinaus. Er wird oft nicht für voll genommen, da er zwei Jahre jünger ist als seine Klassenkameraden. Dennoch reitet er sich selbst in so manchen Mist hinein. Seine Provokationen und Reaktionen waren so typisch jugendlich, ich habe den Kopf geschüttelt oder über die peinlichen Situationen gelächelt. Natürlich bekommt er sich wegen dem tollsten Mädchen an der Schule mit einem Freund in die Haare. Sein bester Freund Joey ist mir auch unheimlich ans Herz gewachsen. Er ist schwul und hat einen schweren Stand an der Schule. Aber dennoch steht er für jeden ein. Ein toller Kerl. 
Das Buch hat mich gut unterhalten, mir eine humorvolle aber auch nachdenkliche Lesezeit beschert. Eine gut gelungene und tolle Mischung. So viel mehr als eine süße Liebesgeschichte.
Fazit:
Ein unterhaltsames und wirklich schönes Jugendbuch mit tollem Humor, das vor wichtigen und ernsten Themen nicht Halt macht und diese gekonnt verpackt in "Jungensprache" wiedergibt. Leseempfehlung.

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Kumosbuchwolkes avatar

Rezension zu "Auf Umwegen" von Andrew Smith

Finn und Cade und ihre verrückte Freundschaft
Kumosbuchwolkevor 10 Monaten

Zwischen den Zeilen

Pferde dir vom Himmel fallen? Das gibt es doch gar nicht, „Auf Umwegen“ muss also vollkommen abgedreht sein? Finn Easton ist schon ein recht eigenwilliger Charakter, wo andere Menschen die Zeit in Minuten messen, misst er sie in Meilen. Finn diente seinem Vater als Vorlage für eine Figur in seinem Bestseller und all das, weil ein Pferd von Himmel fiel und die Leben von Vater und Sohn veränderte.

Finn fühlt sich seit dem an den Roman gekettet, versucht auf der anderen Seite ein normales Teenagerleben zu führen, was auch nicht immer leicht ist, mit einem Freund, der einem immer in die verrücktesten Sachen hineinmanövriert.
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An dieser Stelle muss ich feststellen, dass der Klappentext schon viel von der Handlung vorwegnimmt.

Meine erste Begegnung mit den Autoren Andrew Smith hatte ich vor einem Jahr mit „Winger“ und da war die Sprache schon männlich rotzig und direkt, dieses Mal war ich vorbereitet und auch bei Finn und Cade finden sich viele Worte wieder, die anderswo ausgepiept werden, wenn nicht schon alleine wegen der Worte, dann definitiv wegen seiner Häufigkeit. Das war für mich in „Auf Umwegen“ schon okay, auch wenn ich so nicht sprechen würde. Zu den 16/17-jährigen Finn und Cade hat es dagegen gepasst.

Ich finde in Andrew Smith, Büchern spürt man definitiv einen maskulinen Touch, das Gefühl und das Gerüst, das er mit seinen Worten schafft, fühlt sich so anders an, als wenn eine Autorin einen männlichen Ich Erzähler hat. Cade ist in der Schule ein Draufgänger, Finn eher ruhig und höflich, die beiden ergänzen sich, zum Glück mag Cade Finn wirklich als Freund, da hatte ich anfangs meine Bedenken. Sie können sich auf den jeweils anderen verlassen.

Für mich ist „Auf Umwegen“ eher ruhig gewesen, es passieren einige chaotische Dinge, dann wäre da noch Finns Erkrankung, die eine wichtige Rolle spielt, aber es ist ruhig an Action oder an Drama, es gibt ein relativ normales Jungenleben wieder. Ich finde die Beziehung zwischen Finn und seiner Mitschülerin Julia Bishop wird im Klappentext dramatisiert, ich habe es nicht so empfunden, dass sie ihm das Herz gebrochen hat. Das klingt in meinen Ohren etwas böse, dabei hat alles seinen Grund und auch Finns Reaktion ist nachvollziehbar.

Die Spannung war für mich konstant ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Der direkte Schreibstil gibt dem Buch sein Gesicht, den man entweder mag oder nicht.

Fazit

„Auf Umwegen“ von Andrew Smith hat mit Finn Easton einen liebenswerten Charakter, dessen Leben ein klein wenig außergewöhnlich ist und diesen ganz speziellen eigenen Andrew Smith Schreibstil. Frech, rotzig, entweder mag man ihn oder nicht. Da "Auf Umwegen" mein zweites Buch von Andrew Smith ist, kannte ich diesen Schreibstil bereits und habe mich nicht daran gestört. Die Geschichte ist glaubwürdig und liest sich im Grunde flüssig, trotzdem habe ich keinen engen Draht zu Finn finden können, und habe mich während des Lesens leicht ablenken lassen, weshalb ich länger als geplant mit dem Lesen beschäftigt gewesen bin. 4 Sterne.

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© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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CorniHolmess avatar

Rezension zu "Auf Umwegen" von Andrew Smith

Herrlich schräg und humorvoll!
CorniHolmesvor 10 Monaten

Vor ein paar Monaten hatte ich das Buch „Winger“ von Andew Smith gelesen. Dieses konnte mich hellauf begeistern, daher durfte auch sein erstes Werk vor kurzem bei mir einziehen. Der Klappentext von „Auf Umwegen“ verspricht eine ähnliche verrückte und unterhaltsame Geschichte wie in „Winger“, daher war ich schon richtig gespannt auf das Buch.


Finn Easton ist anders als seine Mitschüler. Nicht nur, dass er die Zeit in Meilen berechnet, er ist auch Epileptiker. Seit einem schlimmen, und äußerst ungewöhnlichen, Unfall in seiner Kindheit leidet er unter seinen Anfällen, bei denen er zuerst den Geruch von Blumen wahrnimmt und kurz darauf ohnmächtig wird. Bei dem Unfall damals, bei welchem ein totes Pferd von einer Brücke auf ihn und seine Mutter gefallen ist, ist seine Mutter gestorben und er selbst ist mit seiner Epilepsie und einer Narbe auf dem Rücken davon gekommen. Die Welt ist schon verrückt, aber zum Glück steht Finn nicht alleine da. Immer an seiner Seite ist sein bester Freund Cade. Diesen kann man nur als irre bezeichnen, aber er ist auch einmalig und ein richtig guter Kumpel. Er hilft Finn bei allem, auch bei der Entscheidung, welche Kondome Finn kaufen soll. Denn die neue Mitschülerin Julia ist das erste Mädchen, welches Finn liebt und für sein, vielleicht, erstes Mal möchte er auf jeden Fall bestens vorbereitet sein. Doch dann zieht Julia wieder zurück nach Chicago und Finn ist am Boden zerstört. Zusammen mit Cade begibt er sich auf eine abenteuerliche Reise, mit dem Ziel Chicago. Allerdings verläuft diese Unternehmung etwas anders als geplant und ehe es sich die beiden versehen, werden sie zu Helden.


Wie „Winger“, so hat mir auch „Auf Umwegen“ von Andrew Smith richtig gut gefallen. Der Autor hat wirklich ein Händchen dafür, liebenswerte Protagonisten zu erschaffen, die man einfach sofort ins Herz schließen muss.


Zumindest mir war Finn auf Anhieb sympathisch. Er besitzt einen tollen Humor und hat eine sehr unterhaltsame, und etwas merkwürdige, Weise zu denken. So würde er niemals sagen, dass er fünf Minuten für etwas braucht. Nein, Finn würde dies in Meilen ausdrücken.

Wie Finns Denken, so ist auch seine Art zu erzählen sehr besonders. Wir erfahren die Geschichte aus seiner Sicht und mir ist sofort dieser einzigartige Schreibstil aufgefallen, welcher mich sehr an den in „Winger“ erinnert hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser nicht jedermanns Sache ist, mein Geschmack ist er aber definitiv.

Herrlich humorvoll erzählt uns Finn von seinem Leben, berichtet mehrmals, dass er damals von einem toten Pferd getroffen wurde und dass er seitdem an Epilepsie leidet. Das Cover ist daher mehr als passend für dieses Buch, denn Finn erwähnt dieses vom Himmel fallende Pferd oft. Wobei es genau genommen von einer Brücke gefallen ist. Ich habe mich da ja gefragt, wie man auf so eine verrückte Idee kommt. Andrew Smith scheint von lustigen Einfällen nur so zu sprühen, das beweist er sowohl hier als auch in „Winger“.


Mich hat dieses Buch bestens unterhalten. Am meisten amüsiert habe ich mich über Finns besten Freund, Cade. Dieser ist einfach nur genial. Irre, das auf jeden Fall, aber dieses auf eine einzigartige und total warmherzige Weise.

Cade ist eigentlich ständig nur am Herumalbern und ich kann euch sagen, manche seiner Witze und Scherze haben es echt in sich.

Auch mit dem F-Wort geizt Cade nicht. Wie in „Winger“, so ist auch dieses Buch von Andrew Smith voller Umgangssprache und derben Ausdrücken. Wen so etwas stört, dem werden die Werke von dem Autor vermutlich nicht so gut gefallen.

Mich jedenfalls stört so eine umgangssprachliche Ausdrucksweise überhaupt nicht. Sie passt einfach perfekt zu diesem Buch und trägt mit dazu bei, dass „Auf Umwegen“ etwas ganz Besonderes ist.


Andrew Smith hat seine eigene Art zu schreiben und wie er dies tut, ist wirklich klasse. Ich war ständig am Schmunzeln und Grinsen. In erster Linie wegen Cade, aber auch Finn ist ein großartiger Charakter, der einen immer wieder zum Lachen bringen kann.


Neben dem witzigen Anteil, besitzt das Buch auch ernstere und zum Nachdenken anregende Themen. „Auf Umwegen“ macht nur allzu deutlich, dass man auch mit einer schweren Krankheit viel im Leben erreichen kann und trotz der Hürden, die einem von einer Erkrankung nur zu oft gestellt werden, glücklich sein kann.


Das Buch ist in erster Linie ein Jugendroman und beinhaltet viele typische Themen, die man in so einem findet: Schule, Jungs, Mädchen, Liebe und noch so ein paar Kleinigkeiten mehr. Andrew Smith hat sich hier aber eine ganz besondere Geschichte ausgedacht, die bei weitem mehr ist als eine gewöhnliche Teeniestory. Ich kann das Buch daher auch Erwachsenen sehr ans Herz legen. Mir hat es herrliche Lesestunden beschert und sowohl die lustige und außergewöhnliche Geschichte als auch die einzigartigen und super sympathischen Charaktere werden mir noch lange sehr gut in Erinnerung bleiben.


Fazit: Ich bin hellauf begeistert von diesem Buch! „Auf Umwegen“ darf sich zurecht ein Königskind nennen. Die Story ist wunderbar unterhaltsam und ganz besonders. Auch die Charaktere sind einzigartig, ebenso der Schreibstil, der zwar viele umgangssprachliche Wörter besitzt, aber gerade deswegen so einmalig ist. Andrew Smiths Werke sind vermutlich nicht jedermanns Sache, aber mein Geschmack sind sie definitiv. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!

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