Andrew Solomon Saturns Schatten

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Inhaltsangabe zu „Saturns Schatten“ von Andrew Solomon

Andrew Solomon ist gerade auf Lesetour mit seinem gefeierten ersten Roman, war als politischer Berater tätig, hatte in Yale und Cambridge studiert, als er völlig unerwartet, gerade 30 Jahre alt, an einer schweren Depression erkrankt.§Mit ungewöhnlicher Offenheit schildert er den Verlauf seiner Krankheit. Damit gelingt es ihm, die Welt der Depression auch für Außenstehende erfahrbar zu machen, die seelischen Nöte eines depressiven Menschen nachvollziehbar darzustellen.§Doch Solomon geht über seine eigenen Erfahrungen hinaus, er lässt andere Betroffene zu Wort kommen, erläutert verschiedene Therapieformen und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Durch seinen sehr persönlichen wie auch theoretischen Zugang ist ihm ein Standardwerk zur Depression gelungen. (Quelle:'Flexibler Einband')

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  • Rezension zu "Saturns Schatten" von Andrew Solomon

    Saturns Schatten

    Ferrante

    Mit etwa 500 großformatigen Seiten ist dieses Taschenbuch ein ziemlicher Wälzer. Dank Andrew Solomons geschmeidigem Stil liest es sich allerdings relativ zügig. Dieses Buch könnte man eine Abrechnung mit seiner Depression nennen - auf konstruktive Art. Solomon schildert detailliert seine eigenen Leidenserfahrungen, abstruse Behandlungsmethoden in den USA, die Leiden und Genesungserfahrungen von Mitpatienten und die historischen und politischen Aspekte (in den USA) dieser Krankheit. Durchzogen ist das Werk von klugen Beobachtungen über wissenschaftliche Fehlaussagen oder unbemerkte soziale Zusammenhänge in Bezug auf Depressionen. Einzig und allein bei seinen Beobachtungen zu Depressionen bei schwulen Männern glaube ich, dass er etwas zu sehr auf Stereotypen herumreitet. Andererseits fand ich gerade diesen Abschnitt auch etwas kryptisch. Betroffene finden jedenfalls hier sicher einen Schatz an positiven Erfahrungen, wenn sie davon lesen, wie es auch hoffnungslose Fälle noch nach ganz oben schafften. Auch Solomon macht besonders im letzten Kapitel "Hoffnung" gewissermaßen Mut zum Durchhalten und zum konstruktiven Umgang mit dem Erlebten.

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