Andrew Taylor Das Geisterspiel

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Inhaltsangabe zu „Das Geisterspiel“ von Andrew Taylor

Ein mysteriöser Todesfall und eine Seele,die keine Ruhe findet 1786, Jerusalem College, Cambridge: Angeblich geht hier der Geist von Sylvia Whichcote um, die auf mysteriöse Weise ertrunken ist. Ein junger Mann namens Frank Oldershaw behauptet, den Geist gesehen zu haben – nun befindet er sich in einer psychiatrischen Anstalt. Seine Mutter versucht verzweifelt, ihn dort herauszuholen und seinen Ruf wiederherzustellen. Sie bittet John Holdsworth um Hilfe, der eine rationale Erklärung für die Erscheinung finden soll. Holdsworth merkt schnell, dass es nur einen Weg gibt, das Geheimnis aufzulösen: Er muss herausfinden, was in der Nacht von Sylvias Tod geschehen ist.

Ein etwas ausdrucksschwacher Geisterkrimi im englischen Cambridge des späten 18.Jahrhunderts. Etwas fade und blass ohne wirkliche Highlights

— Cridilla
Cridilla

War jetzt einfach nicht so ganz meins und ich bin nur schwer in die Geschichte reingekommen. Auch das erwartete "Gruselige" hat mir gefehlt.

— daneegold
daneegold

Guter historischer Roman mit Krimi-Touch und einem Hauch Mystery.

— Blackfairy71
Blackfairy71

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  • Geister oder nicht - Das ist hier die Frage

    Das Geisterspiel
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    Klappentext: Ein mysteriöser Todesfall und eine Seele,die keine Ruhe findet.... 1786, Jerusalem College, Cambridge: Angeblich geht hier der Geist von Sylvia Whichcote um, die auf mysteriöse Weise ertrunken ist. Ein junger Mann namens Frank Oldershaw behauptet, den Geist gesehen zu haben – nun befindet er sich in einer psychiatrischen Anstalt. Seine Mutter versucht verzweifelt, ihn dort herauszuholen und seinen Ruf wiederherzustellen. Sie bittet John Holdsworth um Hilfe, der eine rationale Erklärung für die Erscheinung finden soll. Holdsworth merkt schnell, dass es nur einen Weg gibt, das Geheimnis aufzulösen: Er muss herausfinden, was in der Nacht von Sylvias Tod geschehen ist....    John Holdsworth verliert zuerst durch einen tragischen Unfall seinen kleinen Sohn und kurz danach auch seine Frau. Auch sein Geschäft und somit seine Existenz stehen vor dem Aus. Allerdings hat er mit seinem Buch "Die Anatomie von Geistern" den Nerv der damals spirituell veranlagten gehobenen Gesellschaft getroffen und die Aufmerksamkeit von Lady Anne Oldershaw auf sich gezogen. Ihr Sohn Frank studiert in Cambridge und ist seit seiner Behauptung, den Geist einer kürzlich verstorbenen Frau gesehen zu haben, in der Klinik eines Psychiaters untergebracht. Lady Anne möchte, dass Holdsworth aufgrund seines ihrer Meinung nach vorhandenen Fachwissens über Geister, Kontakt mit Frank aufnimmt und herausfindet, was wirklich geschehen ist. Um einen Skandal zu verhindern, erhält er allerdings offiziell den Auftrag die Bibliothek des Jerusalem Colleges zu katalogisieren. Dabei lernt er den Rektor Carbury und seine Frau Elinor kennen, die Holdsworth sehr an seine Frau Maria erinnert. Elinor war außerdem eine gute Freundin von Sylvia Whichcote. Weiß sie etwas über die Nacht, in der sie starb? Oder über die Geistererscheinung? Oder hat Frank sich das alles nur eingebildet? Nach "Der Schlaf der Toten" ist "Das Geisterspiel" mein zweiter historischer Roman von Andrew Taylor. Und auch hier gelang es dem Autor mich gut zu unterhalten und obwohl die Erzählweise eher ruhig ist, wird es nie langweilig. Die Lösung des Ganzen kommt wirklich erst ganz am Schluss und man fragt sich immer wieder: Ist das jetzt ein Krimi, ein Schauerroman oder einfach ein historischer Roman? Ich denke, es ist von allem ein bisschen und ein bisschen Romantik kommt auch vor, aber wirklich nur minimal, wie es zu der Zeit wohl üblich war.  Auch übt der Autor meiner Meinung nach Sozialkritik am damaligen Collegeleben, dem Verhalten der Reichen gegenüber den weniger Privilegierten und an der Stellung der Frau in der Gesellschaft. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es weniger "geisterlastig" war, als ich erhofft hatte.

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    Igelmanu66

    Igelmanu66

    05. August 2014 um 20:46
  • Ein sehr stimmungsvoller und düsterer historischer Roman!

    Das Geisterspiel
    Sonoris

    Sonoris

    Andrew Taylor aktuellstes Werk, zumindest im deutschsprachigen Raum, heißt "Das Geisterspiel" ("The Anatomy of Ghosts"). "Das Geisterspiel" ist letztes Jahr (2013) erschienen. Viele von seinen Büchern, wie beispielsweise “The Scent of Death” (2013) sowie “Silent Wounds” (2014) wurden in Deutschland bislang (noch) nicht veröffentlicht. Andrew Taylor ist einer der wenigen Romanautoren, der mich am meisten zu begeistern vermag, ohne dabei genau zu wissen, warum seine Bücher dies zu tun vermögen. Natürlich kann ich einzelne Faktoren, wie den sehr subtilen und feinen Sprachstil nennen, den ich als sehr angenehm empfinde. Oder seine Art die Charaktere, Orte und die Handlung so knapp zu beschreiben, dass ich das Gefühl von Unwirklichkeit bzw. von Hintergründigkeit habe. Andrew Taylor selbst hat dies sehr schön, wie ich finde, in Worte gefasst, als er in diesem hier vorliegenden Roman die Geschehnisse beschrieben hat: “Nichts war einfach an der Geschichte (...). Nichts war fassbar. Es war wie Nebel oder Rauch. Wenn man die Hand ausstreckte, um sie (ihn) zu berühren, geschah nichts. Versuchte man aber, sie (ihn) zu greifen, veränderten sich Gestalt und Erscheinung auf mysteriöse Weise." ("Das Geisterspiel", S. 433) Desweiteren könnte ich ebenso seinen sehr subtilen Humor, seine sehr kühle und sachliche Ausdrucksweise und dennoch oder vielleicht gerade deswegen seinen sehr ausdrucksstarken Sprachstil und ebenso ausdrucksstarke Geschichten für meine Begeisterung heranziehen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass ich mit diesen erwähnten Faktoren, nur ansatzweise die Gründe dafür gefunden habe, warum ich seine Romane so faszinierend finde. Auf jeden Fall aber liegen seine Stärken aufgrund seines Stils genau in dem Schreiben von Romanen, die im 18. und 19. Jahrhundert angesiedelt sind. Denn wenn es eine Epoche gibt, die so sehr auf Haltung, Form und Sachlichkeit Wert legte, dann eben diese Zeit. In diesem Roman, der 1786 in Cambridge spielt, geht es um einen jungen Mann, John Holdsworth, der von einer "Ladyschaft", einer gesellschaftlich angesehenen Dame, den Auftrag erhält, ihren Sohn genesen und wohlbehalten aus der Psychiatrie zurück nach Hause nach London zu holen. Zudem hat er noch die Aufgabe, den Bestand der Bibliothek des Jerusalem College in Cambridge, wo sich eben dieser Sohn Frank Oldershaw befindet, zu katalogisieren und den Wert der Bücher zu bestimmen. Frank Oldershaw befindet sich in der Psychiatrie, weil er den Geist einer jungen Dame gesehen hat, die kürzlich verstorben war. Für Mr. Holdsworth heißt es nun, die Ereignisse, die im Jerusalem-College geschehen sind, aufzulösen. Dass er dabei einen schrecklichen Brauch aufdeckt, der in diesem College regelmäßig stattfindet und Menschenleben forderte, ahnte er nichts. So wie ich oben schon beschrieben habe, hat Andrew Taylor einen sehr eigenwilligen und besonderen Schreibstil, der sich auch und besonders in diesem Roman wiederfindet. Dieser Schreibstil zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Handlung, sei sie noch so unspektakulär, so spannend erzählen kann, dass ich das Gefühl habe mit “Das Geisterspiel”, trotz der sehr sparsamen und sachlichen Beschreibungen, einen sehr spannenden und atmosphärischen Roman zu lesen bekam. So begann “Das Geisterspiel” genauso leise und subtil wie die Geschichte auch endete; nur dass es der Autor dabei verstand, die Spannung langsam aufzubauen und bis zum Ende zu halten, ohne dabei auf große Effekte zurückgreifen zu müssen. Der Roman beinhaltet auch eine kleine Liebesgeschichte, die aber aufgrund des sehr sachlichen Stils einen nicht so großen emotionalen Ausdruck erfahren hat, wie sie sich vielleicht die Leserin (oder auch der Leser) wünschen würde oder gewünscht hätte. Allerdings ist dies, gemessen an der Zeit, in der sehr auf Haltung und der Einhaltung der gesellschaftlichen Konventionen geachtet wurde, auch verständlich und eben sehr stimmig. Ich für meinen Teil habe “Das Geisterspiel” sehr genossen und kann es kaum abwarten, den nächsten Roman aus der Feder von Andrew Taylor in meinen Händen zu halten.

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