Agathas Alibi

von Andrew Wilson 
2,8 Sterne bei11 Bewertungen
Agathas Alibi
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Positiv (4):
AndreasKuecks avatar

...interessante Geschichte rund um Agatha Christies Verschwinden im Jahre 1926!

Kritisch (5):
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Einfach nur langweilig

Alle 11 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Agathas Alibi"

Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie spurlos. Eine groß angelegte Suchaktion beginnt, an der sich sogar Arthur Conan Doyle beteiligt. Doch Christie, deren jüngstes Buch »Alibi« gerade zum Welterfolg lanciert, bleibt verschwunden. Erst elf Tage später wird sie in einem Hotel gefunden, in das sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes einquartiert hat. Bis heute weiß niemand, was damals geschah. Was, wenn Christie an einen bösartigen Widersacher geraten ist? Was, wenn sie erpresst worden ist? Was, wenn die Königin der rätselhaften Morde selbst gezwungen worden ist, ein Verbrechen zu begehen? Auf intelligente und unterhaltsame Weise erzählt Andrew Wilson in einer Mischung aus Fakten und Fiktion von einem rätselhaften Fall, in dem die größte Krimiautorin der Welt selbst zur Protagonistin wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866124226
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Pendo Verlag
Erscheinungsdatum:02.05.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bibliomaries avatar
    Bibliomarievor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur langweilig
    12 Tage


    Agatha Christie gilt auch heute noch, über 40 Jahre nach ihrem Tod, als eine der bekanntesten und meistgelesenen Kriminalautoren. Es gibt eine Episode in ihrem Leben, die selbst wie ein Plot eines Krimis anmutet: ihr 12tägiges Verschwinden im Jahr 1925 gab Anlass für viele Spekulationen. Sie selbst hat sich nie dazu geäußert. Diese rätselhaften 12 Tage sind der Gegenstand des Romans „Agathas Alibi“ von Andrew Wilson.

    Im Prolog wird der Eindruck einer biografischen Dokumentation erweckt, aber bald berichtet Agatha in der Ich-Form über diese Zeit. Ein seltsamer Arzt nimmt Kontakt zu ihr auf und weiß nicht nur vom Verhältnis ihres Mannes zu Nancy Neele, er kennt auch sehr viele Details aus ihrem Leben und mit Drohungen erpresst er Agatha zu einem Verbrechen. Der Plot könnte ganz witzig und auch spannend sein, die Umsetzung hat mich allerdings nicht überzeugt. Quälend lang werden die nervlichen Probleme der weiblichen Beteiligten ausgebreitet – unter nervöse Störungen wurde alles abgelegt, was nicht körperlich greifbar war – und sie müssen als Erklärung für jedes Verhalten herhalten.

    Im Sprachstil versucht der Autor Agatha Christie zu kopieren, was ja nicht schwer ist, denn sprachlich sind ihre Krimis recht einfach gehalten. Aber es fehlen dabei der Witz und das Augenzwinkern, mit dem Christie ihre Figuren ausstattete. Ihre Überzeichnungen (Poirot und Miss Marple) sind gekonnt, bei Wilson wirken sie meist nur übertrieben und künstlich (Dr. Kurs).

    Das Buch hat mich nicht überzeugt, Spannung ist zu keiner Zeit aufgekommen und zur Erhellung dieser geheimnisvollen Episode in Agatha Christies Leben hat es auch nicht beigetragen.

    Kommentare: 1
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    Yolandes avatar
    Yolandevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Im Stil eines Agatha Christie-Romans geschrieben, leider ohne den Charme des Originals
    So lala

    Autor (Klappentext): Andrew Wilson ist ein britischer Journalist und Biograf. Er schreibt u.a. für die Zeitungen Guardian, Daily Mail und Sunday Times und hat bereist erfolgreiche Bücher über Patricia Highsmith, Sylvia Plath und Alexander McQueen veröffentlicht. Mit dem Leben und Werk von Agatha Christie setzt sich Wilson seit vielen Jahren auseinander. "Agathas Alibi" ist sein zweiter Roman.
    Inhalt (Klappentext):Im Dezember 1926 verschwindet Agatha Christie spurlos. Eine groß angelegte Suchaktion beginnt, an der sich sogar Arthur Conan Doyle beteiligt. Doch Christie, deren jüngstes Buch »Alibi« gerade zum Welterfolg lanciert, bleibt verschwunden. Erst elf Tage später wird sie in einem Hotel gefunden, in das sie sich unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes einquartiert hat. Bis heute weiß niemand, was damals geschah. Was, wenn Christie an einen bösartigen Widersacher geraten ist? Was, wenn sie erpresst worden ist? Was, wenn die Königin der rätselhaften Morde selbst gezwungen worden ist, ein Verbrechen zu begehen?

    Nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf dieses Buch.Mit einer vorangestellten Anmerkung des Herausgebers will der Autor den Anschein erwecken, dass dies die wahre Geschichte ist, die hinter dem Verschwinden von Agatha Christie steckt.Leider ist diese Story nur mäßig spannend und erinnert so sehr im Stil an die Romane der Hauptperson, dass ich das nur wenig glaubhaft finde. Das Buch lässt sich leicht lesen, hat aber einige Längen und die Auflösung ist auch nicht sonderlich spektakulär. Sehr befremdlich fand ich, dass es stellenweise in der Ich-Form aus der Sicht Agatha Christies geschrieben ist. Diese Form wäre eigentlich nicht notwendig und mir persönlich hätte ein unabhängiger Erzähler besser gefallen.Insgesamt war mir die ganze Geschichte etwas zu düster.
    Fazit: Man merkt dem Autor an, dass er ein großer Fan von Agatha Christie ist, denn das Buch ist im gleichen Stil seiner Vorbilder geschrieben. Leider fehlt ihm völlig der Charme und der leise und feine humorvolle Unterton der Christies Werken eigen ist. 

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Agathas Alibi

    Lesegrund: 

    Der Grund warum ich dieses Buch lesen wollte, war die Thematik rund um Agatha Christie. Ich habe mir eine spannende Geschichte mit vergangenem Charme erhofft und daher musste ich es unbedingt lesen.

     

    Handlung: 

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Agatha Christie. Im Dezember 1926 verschwindet die Autorin spurlos. Eine großangelegte Suchaktion bringt leider nicht den erhofften Erfolg und Agatha taucht erst elf Tage nach ihrem Verschwinden wieder auf. Gefuden wird die Autorin in einem Hotel, in das sie sich, unter dem Namen der Geliebten ihres Mannes, eingemietet hat. Bis zum heutigen Tag weiß niemand was damals wirklich geschah. Ist die Autorin selbst zur Verbrecherin geworden oder wurde sie von einem Widersacher bedroht? 


    Schreibstil: 

    Die Geschichte wird in Ich - Form aus der Sicht von Agatha Christie erzählt, was ich nur teilweise gut gewählt fand. Ich hätte einen allwissenden Erzähler bevorzugt und hätte abwechselnd die Ich - Perspektive eingebaut. Dennoch lässt sich die Geschichte recht flüssig lesen, war aber, für meinen Geschmack, häufig etwas zu langatmig.


    Charaktere: 

    Mit der Ausarbeitung der Charaktere, insbesondere auch der Protagonistin, hat mich der Autor leider ziemlich enttäuscht. Ich habe viele Charaktere als unscheinbar empfunden und besonders die Protagonistin blieb traurigerweise sehr blass, was meinen Gesamteindruck der Geschichte auch erheblich schmälerte.

     

    Spannung: 

    Auch in Sachen Spannung konnte mich Andrew Wilson nicht überzeugen. Die Geschichte war oftmals ziemlich langatmig und erst gegen Ende wurde es minimal spannender. Das Ende ansich war mir zu vorhersehbar und unscheinbar. Man hätte aus dieser Story soviel mehr machen können und das finde ich echt schade. 

     

    Emotionen:  

    Die emotionale Komponente befindet sich, aufgrund der Schwächen in Sachen Charaktere, leider auch ziemlich weit entfernt von einer Geschichte, die mich bewegt hätte. Die Emotionen wurden zwar beschrieben, aber authentisch wirkten sie leider nicht auf mich. 

     

    "Agathas Alibi" hat meine Erwartungen leider in vielen Punkten, die mir wichtig sind, nicht erfüllt. Das fand ich besonders schade, weil die Thematik wirklich viel Potenzial bietet!

     

    Kommentare: 1
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    Alexandra_Luchss avatar
    Alexandra_Luchsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer die Bücher von Agatha Christie und (wie ich) True-Crime-Stories mag, wird dieses Buch lieben!
    Im Kopf einer Krimiautorin

    Wer die Bücher von Agatha Christie und (wie ich) True-Crime-Stories mag, wird dieses Buch lieben! Natürlich ist “Agathas Alibi” nicht ganz “true” Crime, aber die beste Verstrickung von Fiktion und realem Geschehen, die ich seit langem gelesen habe.

    Um was geht es? Im Dezember 1926 verschwand die berühmte Autorin spurlos, elf Tage lang wurde sie unter riesigem Polizeiaufgebot und dem Einsatz tausender freiwilliger Helfer erfolglos gesucht… bis sie schließlich in einem Hotel in Harrogate völlig wohlbehalten entdeckt wurde. Agatha Christie behauptete später an einer Amnesie zu leiden und sich an nichts zu erinnern. Was also genau in diesen elf verlorenen Tagen passierte, blieb unklar.

    Obwohl Andrew Wilson sich beeindruckend genau an die historischen Details dieses Falls hält, entspinnt er gleichzeitig einen echten Krimi. Er füllt die Lücken zwischen den bekannten Geschehnissen mit einer Handlung, die perfekt zu Agatha Christie passt, schlüssig ist und trotzdem verrückt und neu daherkommt.

    Das die Geschichte aus der Perspektive von Agatha Christie erzählt wird, hat mich zunächst skeptisch gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ihre erzählende Stimme authentisch wirken würde. Doch genau das tut sie. Andrew Wilson kupfert keineswegs den Schreibstil von Agatha Christie ab, hält sich in Wortwahl und Argumentationen aber toll an die Autorin und ihre Zeit. Der dadurch entstehende ruhige und teils fast sachliche Ton der Geschichte, hat in meinen Augen perfekt zur Handlung gepasst.

    Spannend wird es trotzdem, denn was Agatha alles in der verschollenen Zeit erlebt ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch kriminell. Sehr schön und passend werden dabei zudem ihre eigenen Bücher eingewoben. Nicht altklug und nach dem Motto “schaut nur, wie viele Details ich unterbringen kann” sondern als angenehm in die Handlung verstrickte Hinweise und Gedanken der erzählenden Stimme über “ihre Bücher”. Der spekulative Charakter der Geschichte wird ganz nebenbei auch immer wieder durch die Phantasien und Grübeleien der Hauptfigur unterstrichen. Manchmal meint man in den Gedanken einer Krimiautorin zu lesen, die in allem eine nächste Geschichte wittert.

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    Alexandra_Luchss avatar
    Alexandra_Luchsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wer die Bücher von Agatha Christie und (wie ich) True-Crime-Stories mag, wird dieses Buch lieben!
    Im Kopf einer Krimiautorin

    Wer die Bücher von Agatha Christie und (wie ich) True-Crime-Stories mag, wird dieses Buch lieben! Natürlich ist “Agathas Alibi” nicht ganz “true” Crime, aber die beste Verstrickung von Fiktion und realem Geschehen, die ich seit langem gelesen habe.

    Um was geht es? Im Dezember 1926 verschwand die berühmte Autorin spurlos, elf Tage lang wurde sie unter riesigem Polizeiaufgebot und dem Einsatz tausender freiwilliger Helfer erfolglos gesucht… bis sie schließlich in einem Hotel in Harrogate völlig wohlbehalten entdeckt wurde. Agatha Christie behauptete später an einer Amnesie zu leiden und sich an nichts zu erinnern. Was also genau in diesen elf verlorenen Tagen passierte, blieb unklar.

    Obwohl Andrew Wilson sich beeindruckend genau an die historischen Details dieses Falls hält, entspinnt er gleichzeitig einen echten Krimi. Er füllt die Lücken zwischen den bekannten Geschehnissen mit einer Handlung, die perfekt zu Agatha Christie passt, schlüssig ist und trotzdem verrückt und neu daherkommt.

    Das die Geschichte aus der Perspektive von Agatha Christie erzählt wird, hat mich zunächst skeptisch gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ihre erzählende Stimme authentisch wirken würde. Doch genau das tut sie. Andrew Wilson kupfert keineswegs den Schreibstil von Agatha Christie ab, hält sich in Wortwahl und Argumentationen aber toll an die Autorin und ihre Zeit. Der dadurch entstehende ruhige und teils fast sachliche Ton der Geschichte, hat in meinen Augen perfekt zur Handlung gepasst.

    Spannend wird es trotzdem, denn was Agatha alles in der verschollenen Zeit erlebt ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch kriminell. Sehr schön und passend werden dabei zudem ihre eigenen Bücher eingewoben. Nicht altklug und nach dem Motto “schaut nur, wie viele Details ich unterbringen kann” sondern als angenehm in die Handlung verstrickte Hinweise und Gedanken der erzählenden Stimme über “ihre Bücher”. Der spekulative Charakter der Geschichte wird ganz nebenbei auch immer wieder durch die Phantasien und Grübeleien der Hauptfigur unterstrichen. Manchmal meint man in den Gedanken einer Krimiautorin zu lesen, die in allem eine nächste Geschichte wittert.

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    Sommerregens avatar
    Sommerregenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderbar spannend, gekonnt geschrieben und eine perfekte Mischung aus Fakten und Fiktion!
    Wunderbar spannend, gekonnt geschrieben und eine perfekte Mischung aus Fakten und Fiktion!

    Agatha Christie verschwindet im Dezember 1929 spurlos und selbst eine groß angelegte Suchaktion, an der sich 16.000 Menschen beteiligen, kann keine Klarheit über ihr Verschwinden verschaffen. Bloß ihr grüner Morris Cowley konnte verlassen in einem Graben gefunden werden. Hat die Queen of Crime in ihrer aus Eheproblemen resultierenden Verzweiflung Suizidabsichten? Doch wo wäre in diesem Falle ihre Leiche geblieben? Konnte die berühmte Autorin ihre Schreibblockade nicht verkraften? Wurde sie - beispielsweise vom eigenen Gatten - ermordet? Immer mehr und immer abenteuerliche Theorien finden ihren Weg in die Öffentlichkeit und auch an den ergriffenen Maßnahmen wird die zunehmende Ratlosigkeit der ermittelnden Behörden und Bewunderer Christies. Während sich Chief Constable William Kenward wegen mangelnder Ermittlungserfolge zu immer größeren Suchaktionen verleiten lässt, beauftragt Sir Arthur Conan Doyle beispielsweise ein Medium nach dem Verbleib der nicht zuletzt durch ihr kürzlich erschienenes Werk "Alibi" weltberühmt gewordenen Kriminalautorin.
    So unerwartet plötzlich, wie alles begonnen hatte, endet es dann nach elf Tagen, als Agatha Christie wieder auftaucht. Unter dem Namen der geliebten ihrens Mannes, Teresa Neele, in einem Hotel in Harrogate abgestiegen, hatte sie fröhliche Tage als Dame aus Südafrika verbracht. Ursache sei, so wird bekannt gegeben, eine Amnesie aufgrund des Autounfalles. Dennoch bleiben einige Fragen offen und das Eheleben der Christies nach dem herumstochern im Privatleben durch Polizei und Presse noch mehr verschlechtert, sodass kurze Zeit später die Scheidung folgt.
    In "Agathas Alibi" hat Andrew Wilson um das rätselhafte Verschwinden der Queen of Crime einen spannenden Roman geschrieben. So zahlreiche Fakten zusammengetragen und in eine Geschichte verwebt. Denn könnte es nicht sein, dass die Amnesie keine war, sondern eine Strategie um ein dunkles Geheimnis zu verdecken? Könnte es nicht sein, dass sich Agatha Christie im Würgegriff eines Widersachers befand, der ihren scharfen Verstand, ihr kriminalistisches Gespür und ihre Kenntnis über das Morden für seine Zwecke nutzen wollte? Könnte es ferner nicht sein, dass die Autorin immer mehr in ein Verbrechen gezogen wurde und immer mehr auf eine auswegslose Situation zusteuerte, sodass sie alles zu verlieren drohte?
    Eine solche Geschichte wird hier erzählt. Sie nimmt ihren Anfang als Agatha Christie von der Affäre ihres Mannes erfährt und in ihrer Verzweiflung ihren Gedanken nachhängt - bis sie am Bahnsteig auf die Gleise gestoßen wird. Von jemandem, der ein grauenvolles Verbrechen plant; ein solches, das die Autorin dringend zu verhindern suchen muss.

    Beim Lesen entdeckt man zwischendurch immer wieder kleine Fragmente aus Erzählungen der Queen of Crime, was ich in soweit sehr ansprechend finde als dass ihr Verschwinden als Inspirationsquelle für ihre in den folgenden Jahren geschriebenen Werke dargestellt wird. Darüber hinaus sehr gelungen ist meines Erachtens die Idee, ausgehend von Fakten eine fiktive Geschichte zu erzählen. Da im Anhang die sachlichen Grundlagen für das Buch erklärt werden, vermag der Leser so auch die beiden Bereiche zu trennen und bemerkt erst wie gekonnt Wilson die widersprüchlich erscheinenen Besonderheiten um das Verschwinden in einen logischen Zusammenhang stellt.
    Agatha Christie als Protagonistin aus deren Sicht das Buch geschrieben worden ist, hat mir zudem sehr gefallen. Ihre Gedankengänge waren stets gut nachvollziehbar und man konnte sich problemlos in ihre prekäre Lage versetzen.
    Aber auch die vielen anderen Charaktere wurden vom Autor sehr ansprechend und liebevoll gezeichnet. Dank genauer aber nicht langatmiger oder belangloser Ausführungen konnte ich mir das Gelesene stets sehr gut vorstellen und bereits direkt zu Beginn des Buches in die Geschichte abtauchen.
    Der Schreibstil des Buches hat mir außerdem sehr gefallen und ich vermochte das Buch kaum aus der Hand zu legen. Das mag auch daran liegen, dass ständig etwas Neues geschieht oder man einen weiteren Standpunkt kennenlernt. Mich konnte "Agathas Alibi" im Handumdrehen packen und ich bin von dem Einfallsreichtum Wilsons begeistert.
    Abwechslungsreich und sehr ansprechend zu lesen sind für mein Empfinden zudem die "Zeitungsartikel", die man in diesem Buch findet. So hat man den Eindruck, wirklich stets bei Agatha Christie und den anderen Figuren dabei zu sein und ihnen über die Schultern schauen zu können.

    Der Roman ist stimmig und in sich wunderbar schlüssig, er war stets spannend und verdient daher meine klare Leseempfehlung. In anderen Rezensionen bin ich auf die Kritik gestoßen, man würde merken dass dies "einfach kein echter Christie-Roman sei". Es mag durchaus sein, dass man einen Unterschied zu den Werken der Queen of Crime bemerkt - ich für meinen Teil bin gar nicht mit der Erwartung, eine Imitation der Autorin zu lesen, an dieses Werk gegangen. Mir hat der Stil Wilsons ausgesprochen gut gefallen und ich bin der Auffassung, dass eine solche Erwartung überhaupt nur wenig gerecht ist...
    Ich kann an diesem Buch keinerlei Kritik hervorbringen, da es mir rundum zugesagt hat und vergebe somit 5 Sterne!

    Kommentare: 3
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    AndreasKuecks avatar
    AndreasKueckvor einem Monat
    Kurzmeinung: ...interessante Geschichte rund um Agatha Christies Verschwinden im Jahre 1926!
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    Nachtschwärmervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Langweilig
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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Kann man lesen, muss man aber nicht lesen. 2-3 Sterne ... für Christie-Fans eine ziemliche Enttäuschung!
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    libreevets avatar
    libreevetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr kreativ bindet der Autor Agatha Christie in ihren eigenen Kriminalfall ein. Gefiel mir gut!
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