Andrus Kivirähk

 3.9 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Der Mann, der mit Schlangen sprach, FRÖSCHE KÜSSEN und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Andrus Kivirähk

Der Mann, der mit Schlangen sprach

Der Mann, der mit Schlangen sprach

 (17)
Erschienen am 08.04.2017
FRÖSCHE KÜSSEN

FRÖSCHE KÜSSEN

 (11)
Erschienen am 23.11.2015
Der Schiet und das Frühjahr

Der Schiet und das Frühjahr

 (3)
Erschienen am 01.03.2015
De Schiet un dat Fröhjohr

De Schiet un dat Fröhjohr

 (0)
Erschienen am 07.11.2015
The Man Who Spoke Snakish

The Man Who Spoke Snakish

 (0)
Erschienen am 01.09.2016

Neue Rezensionen zu Andrus Kivirähk

Neu
Zaliras avatar

Rezension zu "Der Mann, der mit Schlangen sprach" von Andrus Kivirähk

Düsteres, estnisches Volksmärchen - einmaliges Leseerlebnis!
Zaliravor einem Jahr

Andrus Kivirähk ist einer der international bekanntesten Autoren Estlands. Die Geschichte mit ihren phantastischen Elementen erweckt deshalb anfangs den Eindruck eines estnischen Volksmärchens. Lemeet ist dabei Teil einer estnischen Gemeinde mit all den urprünglichen Traditionen Estlands, die immer mehr unter den Einfluss von Kreuzrittern und katholischer Kirche gerät.
Etwa bis zur Hälfte hatte ich einen sehr märchenhaften Eindruck durch Erzählungen vom „Nordlanddrachen“, der in früheren Zeiten Seite an Seite mit Esten gekämpft und deren Feinde verschlungen hat. Irgendwann schlägt die Stimmung im Buch jedoch um, als Leser erhält man bereits zuvor durch Kommentare von Lemeet (als Erzähler) eine vage Vorahnung darauf. Die Geschichte wird ernster und nach dem anfänglichen Märchen wird man mit der Realität konfrontiert.

„Die Vergangenheit erschien nur als fernes Märchen – ein Märchen, das traurig oder lustig sein mochte, das aber keinerlei Verbindung mit dem Hier und Jetzt hatte.“ (S. 447)

Andrus Kivirähk hat eine wunderbare Art und Weise die Geschichte zu erzählen, was mir unglaublich gut gefallen hat, auch wenn oder gerade weil nicht alles „Friede-Freude-Eierkuchen“ ist. Was dem Buch auch von Anfang an Humor verliehen hat, waren die kleinen Details in der Geschichte, wie den liebeskranken Bären, die jungen schönen Mädchen nachstellen. Eine meiner Lieblingsfiguren ist aber Ints – eine Schlange, die Lemeet bei einigen seiner Abenteuer begleitet. Das Buch hat dabei viele ganz verschiedene Figuren, die eine große Rolle für die Erzählung spielen, und gerade diese Vielfalt verleiht dem Buch viel Abwechslung und Spannung.
Aufgrund der verschiedenen Charaktere kommt es auch zu einigen Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen, sodass Andrus Kivirähk zeigt, wie gut er gesellschaftskritische Themen in diesen Dialogen und Auseinandersetzungen einbauen kann. Man könnte nun meinen dies spielt in einer anderen Zeit, aber vieles hat auch für unsere Zeit Relevanz.

Lemeet erzählt in diesem Buch von seinem Leben, das vom Umbruch Estlands von der alten in die neue Welt handelt. Das Buch glänzt dabei aber nicht nur als Fantasy-Geschichte, sondern regt auch zum Nachdenken an. Das Buch ist auf gewisse Weise etwas besonderes und Andrus Kivirähks wundervoller Schreibstil, machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.
Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von Klett-Cotta zur Verfügung gestellt. Deshalb dem Verlag noch ein herzliches Dankeschön dafür.

Kommentieren0
2
Teilen
H

Rezension zu "Der Mann, der mit Schlangen sprach" von Andrus Kivirähk

Kalter, estnischer Humor
Hikivor einem Jahr

„Der Mann der mit Schlangen sprach“ aus dem Klett-Cotta Verlag konnte mich nicht von sich überzeugen.

Angesprochen hatte mich vor allem die skurrile und fantasiereiche Grundidee des Buches. Auch die Haptik und Qualität des Buches konnte überzeugen. Das war es dann aber auch schon im Großen und Ganzen mit den positiven Aspekten.

Cover

Das Coverdesign gefällt mir ganz gut. Passt gut zu dem Genre und dem Verlag. Und auch zur Geschichte. Allerdings finde ich die Titelanordnung nicht ganz optimal gelöst. Ich hätte den Titel dem Verlauf der Schlange folgen lassen, auch wenn er dann teilweise auf dem Kopf steht. So finde ich es etwas abgehackt.

Inhalt

Eventuelle Spoiler!

Dem Inhalt des Buches konnte ich allerdings nicht allzu viel abgewinnen. Anfangs fand ich es noch ganz spannend in das Buch abzutauchen und die interessanten und teilweise auch genialen Einfälle des Autoren kennenzulernen.

Auch wenn ich nicht genau wusste, was ich zu erwarten hatte, so hatte ich doch andere Anforderungen an das Buch. Nach den ersten Seiten ging es in Leemets Vergangenheit und großteils ist das Buch eine Nacherzählung seines Lebens. Ich hatte aber eher erwartet, dass sich das Buch den gegenwärtigen Problemen stellt, nämlich, dass es notwendig ist, dass viele die Schlangenworte beherrschen um den Nordlanddrachen zu wecken. Die Suche nach dem Nordlanddrachen stellte aber nur einen kleinen Aspekt dar, und wurde gegen Ende der Geschichte so nebenbei abgehandelt, was ich echt schade fand. Im Großen und Ganzen war die Geschichte eine Aneinanderreihung von willkürlichen und zufälligen Begebenheiten. Nie wusste ich, worauf die Geschichte hinaus will. Auch das Ende empfand ich als deprimierend und wenig versöhnlich.

Neben skurrilen Szenen gab es auch einige sehr brutale und explizit grausam beschriebene Momente, auf die ich gerne verzichtet hätte. Wozu die ganze Brutalität schlussendlich gut war, erschließt sich mir überhaupt nicht.

Auch habe ich den Humor des Autors (der mich oft an Arto Paasilinna erinnert hatte) ebenfalls nicht verstanden.

Fazit:  Nordischer Humor ist nicht jedermanns Geschmack. Nachdem ich mehrere Wochen für die Lektüre gebraucht habe, werde ich mich dem Genre fürs Erste entsagen.

Kommentieren0
1
Teilen
thebookpassions avatar

Rezension zu "Der Mann, der mit Schlangen sprach" von Andrus Kivirähk

Enttäuschend
thebookpassionvor einem Jahr

Leemet und seine Familie leben zusammen im Wald. Sein Volk hat eine ganz besondere Bindung zum Wald und den Tieren und so beherrschen sie die Sprache der Schlangen. Doch Dorfbewohner und auch der Ackerbau bedrohen die magische Welt. Und so scheint es, dass nur noch der Nordlanddrachen Lemets Welt retten kann.


Ich habe von vorneherein mit einem recht skurrilen Roman gerechnet und das ist „Der Mann, der mit Schlangen sprach“ definitiv. Oft konnte ich die Logik, die hinter den Ideen steckt, jedoch nicht nachvollziehen oder sie erschienen mir zu gewollt, sodass alles recht aufgesetzt wirkt. Lemmets Familie ist absolut Naturnahe und versucht die natürliche Ordnung der Welt zu ehren. Sie konsumieren jedoch nur Fleisch in rauen Mengen und verteufeln Obst und Gemüse. Ich habe einfach nicht verstanden, was mir der Autor damit sagen möchte. Auch die Bärenliebelei mit den menschlichen Frauen ging mir etwas zu weit und ich empfand die Szenen eher als abstoßend und nicht als unterhaltsam.
Des Weiteren konnte ich nichts mit der Darstellung der Gesellschaftskritik anfangen, da diese mir einfach zu überspitzt dargestellt wird. Technik und das moderne Leben ist böse und man muss seine Wurzeln ehren, die immer mehr verfallen. Technik und Natur wurden dabei in gefühlt jedem zweiten Satz miteinander verglichen. Durch den Aberglauben ist Leemets Familie aber auch die Bauern absolut gelähmt, sodass die beiden Seiten nicht aufeinander zu gehen können.

Die Sprache ist in dem Roman insgesamt sehr leicht und einfach gehalten, dies passt aber jedoch Perfekt zu dem Protagonisten Leemet und so hat mich dies keineswegs gestört. Komplexe Sätze hätten einfach nicht zu dem Leben der Figuren gepasst. Auch die Einbettung der Schlangensprache hat mir sehr gut gefallen und die Umsetzung ist durchaus gelungen.

Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Die Figuren wirkten auf mich zu flach und handeln oft ziemlich emotionslos oder nicht nachvollziehbar. Aber auch die Konflikte sind für mich zu überspitzt dargestellt.

(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

Kommentieren0
3
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Klett-Cotta_Verlags avatar

Vogelgezwitscher überall, farbenfrohe Blumen, die endlich erblühen und strahlender Sonnenschein – endlich ist er da, der Frühling! Was gibt es da schöneres, als mit einem guten Buch auf den Balkon zu sitzen oder es sich im Park gemütlich zu machen?

Andrus Kivirähks »Der Mann, der mit Schlangen sprach« entführt die Leser und Leserinnen in eine magische Welt, in der Waldbewohner mit Schlangen sprechen, auf Wölfen reiten und mit Bären flirten. In dieser Leserunde bekommt ihr die Möglichkeit, Lemeet auf der Suche nach dem Nordlanddrachen zu begleiten!

HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE


»Als ich einschlief, fühlte ich mich eher wie eine Schlange als ein Mensch«

Inhalt:

Der junge Leemet lebt mit seiner Familie und einem Clan von Jägern und Sammlern im Wald. Er ist der Letzte, der die Sprache der Schlangen beherrscht, in der er mit den Tieren reden kann. Kreuzritter, Dorfbewohner und christianisierte Ackerbauern bedrohen die alte magische Welt des Waldes. Aber Leemet und seine Freundin, eine Otter, setzen alles daran, sie zu retten.

Lemeet und die Waldbewohner leben in einer fantastischen Welt, in der Frösche fliegen können, Läuse so groß sind, dass man auf ihnen reiten kann, und Bären eine Vorliebe dafür haben, Frauen zu verführen. Doch ihr zauberhafter Lebensraum ist bedroht: Die Menschen des Dorfes, die der Magie entsagt haben und stattdessen religiös geworden sind, dringen immer tiefer in den Wald ein. Um Lemeets Welt zu retten, müsste der Nordlanddrache, eine Gottheit für Wohlstand und Schutz, wiedererweckt werden – von einer ganzen Schar von Waldbewohnern, die die Schlangensprache sprechen. Und Leemet ist der Letzte, der diese Sprache beherrscht.

Autor:

Andrus Kivirähk, geboren 1970 in Tallinn, ist ein estnischer Schriftsteller. Neben Romanen und Novellen hat er auch Theaterstücke und Kinderbücher verfasst.


Aus dem Estnischen von Cornelius Hasselblatt

1. Aufl. 2017, 462 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

ISBN: 978-3-608-98107-0

25,00€

Auch als E-Book verfügbar für 19,99€




Zur Leserunde
KleineKinderundJugendbuchverlages avatar
Wer hat Lust auf ein witziges Kinderbuch mit Fröschen und Weihnachtsmann?

Wir starten eine Leserunde zu dem Bilderbuch "Frösche küssen" von dem estnischen Autor Andrus Kivirähk mit Bildern von Anne Pikkov aus dem Potsdamer Verlag Willegoos. Das Bilderbuch ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Es geht um eine sehr witzige Geschichte mit vielen Tieren, Fröschen und Weihnachtsmann. Achtung: Nur für kleine und große Menschen mit Sinn für Humor geeignet!

Zum Inhalt:  Jedes Kind weiß, was passiert, wenn man einen Frosch küsst. Oder etwa nicht? Alles beginnt mitten im Sommer, als der Weihnachtsmann auf dem Rückweg von seiner Einkaufstour vier Märchenbücher über dem Wald verliert. Sie fallen Bär, Hase, Fuchs und Wolf in die Hände, die sich nach der Lektüre ihren eigenen Reim auf die Geschichte vom Frösche küssen machen. Doch es kommt anders als erwartet. Hase wünscht sich eine Prinzessin, um selbst König zu werden. Fuchs ist scharf auf deren Krone und Wolf hätte gerne eine richtig fette Prinzessin, da er großen Hunger verspürt. So ist jeder von ihnen beherrscht von seinen eigenen Begierden und will nur eines: schnell zum See. Dort angekommen, erleben sie eine gehörige Überraschung, nach der sie nicht mehr wiederzuerkennen sind. Und der Bär? Der verpennt das Ganze und liest das Buch dann auch noch verkehrt herum. In dieser Geschichte ist einfach alles verdreht. Eine lesenswerte Lektüre ab drei Jahren für die Vorweihnachtszeit und für Märchenliebhaber - mit Happy End.

Unsere Leserunde richtet sich an Familien oder Mütter mit kleineren Kindern rund um das Alter von 3 Jahren (und älter), die gerne vorlesen und an witzigen Kinderbüchern mit frechen Illustrationen interessiert sind. Da das Bilderbuch nachhaltig produziert wurde, wäre es schön, wenn auch dieser Aspekt der Umweltfreundlichkeit auf eurer Interesse stößt.

Bitte bewerbt euch bis Sonntag, 13. Dezember 2015, für die Teilnahme an unserer Leserunde wie üblich unter "Alle Bewerbungen" und mit einem kleinen Hinweis auf das Alter eurer Kinder, gerne letzteres gesondert als direkte Nachricht. Wir vergeben dieses Mal 10 Leseexemplare an bloggerwütige lovelybooks-Leser.

Wir freuen uns wie immer auf viele begeisterte Leser und würden die ausgewählten Bewerber der Leserunde bitten, ihre Rezensionen bei lovelybooks und auf weiteren Onlineknanälen wie eigenen Blogs, Buchportalen u.ä. zu veröffentlichen und diese per E-mail an uns zu schicken. Vielen Dank!

Das Willegoos Team
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 86 Bibliotheken

auf 38 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks