Andrzej Stasiuk Der Osten

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Inhaltsangabe zu „Der Osten“ von Andrzej Stasiuk

Zurück von der Reise, lauscht Andrzej Stasiuk des Nachts hinaus in die Weite: Was ist das, der Osten, dieses »Reich der Wunder«, das ihn magisch anzieht? Dieses Kontinuum, dessen Erschütterungen von Kamtschatka bis an die Elbe zu spüren sind. Ostpolen, die Heimat, aus der seine Eltern vertrieben wurden? Der Osten namens Sowjetkommunismus, dessen Präsenz die Gesellschaft, in der er aufwuchs, kontaminiert hatte?

Dies ist Stasiuks großes Buch über »den Osten«: Eine Summe seines Reisens und Schreibens – niedergelegt in einem epischen Strom, hinreißend erzählten Episoden und Epiphanien. Nie hat er bitterer über den »deutschen Osten« im eigenen Land geschrieben: jenes Territorium, auf dem die Nazis Gaskammern errichteten.

Aus der Vogelschau blickt er auf sein Leben, das Gewirr aus Wegen und Routen, in dem ein Kindertraum von China sich mit dem Glücksgefühl in der Wüste Gobi kreuzt. Osten – so könnte eine Quintessenz des neuen Buches lauten – ist keine Himmelsrichtung, sondern die Verheißung einer Dimension jenseits der vom Grauen der Vergangenheit unterminierten europäischen Landschaften. Wie Stasiuk die Strahlkraft der Transzendenz beschwört, erinnert an die poetische Kraft der Welt hinter Dukla – nur dass diese Welt weiter geworden ist.

Zutiefst sentimental.

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  • Überwältigend!

    Der Osten

    Izabelle_Jardin

    05. November 2017 um 15:23

    Kritiker haben diesen Roman bejubelt, andere haben ihn auseinandergenommen. Das muss jetzt nicht wiederholt werden. Manche haben den Vorwurf erhoben, dieses Buch komme mit der Bezeichnung "Roman" als Mogelpackung daher. Na und? Tatsächlich ist der rote Faden eher Stasiuks Geist, vielleicht auch noch die Reiseroute, auf der wir als Leser das Vergnügen haben, seinen Reflektionen zu folgen. In jedem Falle aber ist es ein schriftstellerisches Kleinod! Weit ab vom Gewöhnlichen und Gewohnten. Frei von den ermüdend normalen Üblichkeiten wie "gewollten" Spannungsbögen, psychologisch korrekten Figurenzeichnungen und derlei, die in ihrer ständig wiederkehrenden Einfältigkeit anderswo bisweilen so extrem nerven können.Sprache! Wie eine Schachtel voll edler Pralinen. Dies zu übersetzen ist allein schon ein Meisterstück.Überraschungen! Immer wieder Überraschungen! Ein wunderbares, besonderes Buch, auf das man sich offenen Herzens und wachen Verstandes einlassen sollte.

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  • Ein Buch vom Reisen und vom Verlorengehen.

    Der Osten

    Heldentenor

    17. May 2016 um 21:01

    Ein Buch, das vom Reisen handelt, aber kein klassischer Reisebericht ist. Auf seinen Reisen spürt der Autor dem Verlorengegangenen und dem Verschwundenen nach. Und spannt den Bogen von seiner Jugend in einem polnischen Dorf bis hin zu Begegnungen mit mongolischen Nomaden. Aufgewachsen ist er in einem Dorf im Osten Polen, dessen frühere Bewohner nach 1945 in die Sowjetunion umgesiedelt wurden. Vielleicht deshalb verspürt er schon als Kind, den Drang nach Osten zu gehen. Dorthin, wo die früheren Bewohner gingen, wo Armeen verschwanden. Endpunkt ist die Mongolei und überall, wo er sich aufhält, findet er Spuren, die kurz vor dem Verlöschen stehen. und am Ende vergeht auch die Erinnerung.Eine zutiefst sentimentale und melancholische Lektüre. Aus einer ungewöhnlichen Perspektive und erhellend.  

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