Andrzej Stasiuk Die Welt hinter Dukla

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Inhaltsangabe zu „Die Welt hinter Dukla“ von Andrzej Stasiuk

Dukla ist ein verschlafenes Städtchen in Südpolen, am Rande der Karpaten. Auf dem Marktplatz hat sich alle Leere der Welt versammelt, und ein Wind herrscht, der direkt aus Alaska und Sibirien herüberweht. Dukla mit seinen bröckelnden Mauern und dem Schloß der Fürsten von Brühl, den beiden Barockkirchen und der niedergebrannten Synagoge ist ein Ort, der eine magische Anziehungskraft auf den Erzähler ausübt. Wie unter Zwang kehrt er immer wieder dorthin zurück, aus allen Himmelsrichtungen, zu allen Tages- und Nachtzeiten. Was er bisher war, wird durch Dukla auf sanfte und radikale Weise in Frage gestellt.

Eine poetische, aber auf die Dauer zähe Reflexion über Sprache und Sinnhaftigkeit respektive Sinnlosigkeit.

— Sabeth80

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  • Eine detailreiche philosophische Abhandlung

    Die Welt hinter Dukla

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. December 2015 um 17:09

    Der polnische Autor Andrzej Stasiuk liefert in „Die Welt hinter Dukla“ eine narrativ verbundene Schau auf die kleine polnische Provinzstadt Dukla und ihre Einwohner. In mehr oder weniger miteinander in Beziehung stehenden Geschichten schildert der Autor das wenig abwechslungsreiche Leben in der östlichen Provinz Europas. Es finden ebenso zeitliche wie räumliche Sprünge statt, die den jungen Stasiuk ebenso zeigen wie den reflexiven, erwachsenen Sohn der Stadt. In mitunter erschöpfenden philosophischen Betrachtungen bringt er dem Leser diese Region näher, über die im Grunde nichts bekannt ist. Auch, so wird im Text sehr deutlich, weil sich dort so gut wie nichts ereignet. Die Zeit, welche für den Autor nur einen Ausdruck der menschlichen Einbildung darstellt, scheitert am ewigen Raum in dem die Menschen wandeln und der letztlich den Sieg über sie davontragen wird. Alles, was sich in diesem Raum befindet, bekommt durch Stasiuk Bedeutung bzw. wird in einer fast schon biedermeierlich anmutenden Obsession einer Betrachtung unterzogen, die im Stile eines literarischen Mikroskops die Vorgänge in der Welt der Menschen ebenso wie in der Natur in den Fokus rückt. Selbst die unscheinbarste Florfliege wird hier zum Objekt einer ästhetischen Untersuchung, gleiches gilt für Vögel, Berge, Straßen oder Bäume. Ja, selbst die Elemente und andere im Grunde unsichtbare Dinge wie das Licht erhalten eine organische Struktur. Mitunter wünscht man sich als Rezipient mehr Handlung anstelle noch einer ausführlichen philosophischen Verarbeitung der gewonnenen Eindrücke. Die Aufblähung der Leere durch Bedeutung macht das Leseerlebnis an nicht wenigen Stellen anstrengend. Gleichermaßen fasziniert Stasiuks Vorliebe für das Kleine, das seinen Platz im Großen besitzt und damit ein Teil des Ganzen ausmacht. Hierin findet sich sicher ein Interpretationsansatz für „Die Welt hinter Dukla“, diese terra incognita des europäischen Ostens, der letztlich doch einen Teil des Gesamtapparats darstellt, auch wenn sich hier niemand seiner Existenz bewusst sein dürfte. Im Zuge der voranschreitenden Globalisierung stellt Dukla eine Art Oase der Ruhe und eine Art Anachronismus dar, der die Hektik und die Unbeständigkeit der westlichen Welt klar vor Augen hält. Im Gegensatz hierzu wirkt der Flecken Erde, der in diesem Buch beschrieben wird, als ewig unveränderlich, was irgendwie auch eine Form der Sicherheit in unruhigen Zeiten bedeutet.

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  • Reflexion über Sprache

    Die Welt hinter Dukla

    Sabeth80

    29. April 2014 um 21:32

    Eine poetische, aber auf die Dauer zähe Reflexion über Sprache und Sinnhaftigkeit respektive Sinnlosigkeit. Wunderbar an diesem Buch ist seine Sprache, schwierig dagegen und in meinen Augen eine echte Herausforderung der erzählerische Stillstand ohne jeden dramaturgischen Bogen.

  • Rezension zu "Die Welt hinter Dukla" von Andrzej Stasiuk

    Die Welt hinter Dukla

    Beagle

    05. August 2008 um 08:02

    Ich bin kein Freund von langen Erzählungen ohne konkrete Handlung, deshalb nur 2 Sterne. Stil ist sonst gut

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