Andrzej Stasiuk Unterwegs nach Babadag

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Inhaltsangabe zu „Unterwegs nach Babadag“ von Andrzej Stasiuk

Babadag heißt einer der Orte, die Stasiuk zwischen Ostsee und Schwarzem Meer durchreist. Einer dieser »schwachen Orte«, die verschwinden, sobald man sich abwendet. Die Panik, sie und ihre Bewohner könnten aufhören zu sein, wenn er sie nicht beschreibt, sie könnten mit ihm und seinem erlöschenden Blick untergehen, treibt ihn an. Aus dieser Angst ist Stasiuks neues Buch entstanden – sein wohl schönstes über eine Welt weit hinter Dukla.
Kuhherden auf einer Bahnstrecke hinter Oradea, Schafe in einer Vorortstraße von Satu Mare, ein Schimmel, der mitten in Suceava weidet – den schmutzigsten, entlegensten Teil unseres Kontinents bevölkern die Tiere. In der Endlosigkeit verrosteter Lagerhallen, im Schatten gigantischer Schornsteine, zwischen schaukelnden Lastwagen zupfen sie vergiftetes Gras, ohne eine Spur von Angst oder Interesse. Als weideten sie dort seit Urzeiten. Sequenzen wie aus Filmen von Buñuel oder Fellini durchziehen Andrzej Stasiuks literarische Reportagen aus Albanien, Moldawien, Rumänien, der Ukraine, Ungarn und der Slowakei. Nach der Rückkehr kann er kaum glauben, daß er wirklich dort war, nicht alles nur geträumt hat – die Bunker, Satellitenschüsseln und UNO-Flaggen, das Dorf im Donaudelta, das langsam im Wasser versinkt, die Städtchen, in denen die Kinder schon müde zur Welt kommen.
Babadag heißt einer der Orte, die Stasiuk zwischen Ostsee und Schwarzem Meer durchreist. Einer dieser »schwachen Orte«, die verschwinden, sobald man sich abwendet. Die Panik, sie und ihre Bewohner könnten aufhören zu sein, wenn er sie nicht beschreibt, sie könnten mit ihm und seinem erlöschenden Blick untergehen, treibt ihn an. Aus dieser Angst ist Stasiuks neues Buch entstanden – sein wohl schönstes über eine Welt weit hinter Dukla.

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  • Rezension zu "Unterwegs nach Babadag" von Andrzej Stasiuk

    Unterwegs nach Babadag

    Frau Paul

    10. August 2009 um 13:07

    Mit Kapuscinski einer meiner Lieblingsreiseautoren. Betörende Sprache, poetische Bilder. Stasiuk durchstreift die vergessenen, versinkenden Orte Osteuropas.

  • Rezension zu "Unterwegs nach Babadag" von Andrzej Stasiuk

    Unterwegs nach Babadag

    Liisa

    07. May 2007 um 01:46

    Schon lange wollte ich Andrzej Stasiuks »Unterwegs nach Babadag« lesen. Viel hatte ich von diesem Buch gehört, häufig genug Kritisches. Aber Hinweise hier und da ließen mich vermuten, dass es ein Buch sein könnte, wie ich sie mag. So war es dann auch. Während sieben Jahren ist Andrzej Stasiuk gereist in Länder und Landstriche, die heute häufig an den Rändern der Zentren liegen, in denen das Leben pulst und die »in« sind. Es sind uns fremde Länder, Landstriche und Orte. Namen an Namen reiht Stasiuk aneinander, nicht wie eine endlose Liste sondern eher wie Perlen auf eine Schnur. Er selber äußert im Buch, dass er fürchtete, wenn er nicht über diese Orte schreibe - und seien es nur wenige Sätze - würden sie im Vergessen verschwinden, einfach vergehen. Er setzt diesen Orten und Landschaften ein literarisches Denkmal auf eine ganz urtümlich poetische Art und Weise. In weiten Teilen der Reiseberichte scheint der Leser in einen Traum eingetaucht durch Räume zu schreiten, die einst, ja eben noch, waren und morgen vielleicht schon nicht mehr sind. Diese Orte haben nichts Aufsehenerregendes, nichts Schillerndes, manche beleidigen vielleicht sogar das Auge der Ästheten, die empfindlich gewordenen Nasen der Pauschaltouristen aber es wohnt ihnen ein ganz eigener Adel inne, den Stasiuk - wieder häufig mit nur wenigen Worten - treffsicher auszumachen und so den Lesern weiterzuvermitteln weiß, sofern die Leser bereit sind, sich darauf einzulassen. Ganz sicher ist Andrzej Stasiuks »Unterwegs nach Babadag« kein Buch für jedermann, es ist keine Massenware aber es findet seine Leser und ich vermute je weiter die Zeit fortschreiten wird, desto mehr werden entdecken, was für einen literarischen Schatz er da in die Hände der Leser und Nachwelt gelegt hat.

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