Andrzej Szczypiorski

 3.8 Sterne bei 111 Bewertungen

Lebenslauf von Andrzej Szczypiorski

Andrzej Szczypiorski war ein polnischer Schriftsteller. Er wurde 1924 in Warschau geboren, wo er im Jahre 2000 auch verstarb. Er studierte an einer Untergrunduniversität, die sein Vater mitaufgebaut hatte, und kam 1944 nach der Teilnahme am Warschauer Aufstand ins KZ Sachsenhausen. Nach dem Krieg arbeitete er 10 Jahre lang als Journalist, bevor er sich dem Schreiben von Kriminalromanen und mit seinen Erlebnissen verbundenen, in seiner Heimatstadt Warschau spielenden Werken widmete. Szczypiorski war im polnischen Parlament tätig und auch sonst politisch sehr engagiert, vorallem gegenüber der dritten Politik Polens.

Alle Bücher von Andrzej Szczypiorski

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Andrzej SzczypiorskiEine Messe für die Stadt Arras
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Eine Messe für die Stadt Arras
Eine Messe für die Stadt Arras
 (14)
Erschienen am 01.01.1991
Andrzej SzczypiorskiFeuerspiele
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Feuerspiele
Feuerspiele
 (6)
Erschienen am 01.04.2002
Andrzej SzczypiorskiAmerikanischer Whiskey
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Amerikanischer Whiskey
Amerikanischer Whiskey
 (3)
Erschienen am 01.08.2000
Andrzej SzczypiorskiDer Teufel im Graben
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Der Teufel im Graben
Der Teufel im Graben
 (3)
Erschienen am 01.01.1995
Andrzej SzczypiorskiDen Schatten fangen
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Den Schatten fangen
Den Schatten fangen
 (3)
Erschienen am 01.07.2000
Andrzej SzczypiorskiAndrzej Szczypiorski: Die schöne Frau Seidemann
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Andrzej Szczypiorski: Die schöne Frau Seidemann
Andrzej SzczypiorskiEuropa ist unterwegs
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Europa ist unterwegs
Europa ist unterwegs
 (1)
Erschienen am 01.11.1996
Andrzej SzczypiorskiNotizen zum Stand der Dinge
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Notizen zum Stand der Dinge
Notizen zum Stand der Dinge
 (0)
Erschienen am 01.10.1992

Neue Rezensionen zu Andrzej Szczypiorski

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Rezension zu "Die schöne Frau Seidenman" von Andrzej Szczypiorski

Rezension zu "Die schöne Frau Seidenman" von Andrzej Szczypiorski
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren

Grundsätzlich ist Die schöne Frau Seidenman ein wirklich bewegendes Buch mit einer bewegenden Hintergrundgeschichte. Praktisch aber reicht es für mich nicht an die Geschichte heran, die der Klappentext verspricht. Von Irma Seidenmans Geschichte erfährt man im Grunde nur nebenbei. Es gibt einige Passagen, in denen sie wirklich prägnant ist, ansonsten dreht sich alles rund um den zweiten Weltkrieg und Polen/Warschau. Teilweise gibt es Seitenlange Sätze (der längste der mir begegnet ist, ging über eine gesamte Seite), sodass man wirklich mehrmals lesen muss, um die gesamten Zusammenhänge zu verstehen, außerdem handelt das Buch von reichlich Theorie um die Deutschen und die Polen, sowie deren Verhältnisse mit Juden und dergleichen. Ein ziemlich heikles Thema, das natürlich in einer Menge Theorie verpackt werden muss, mir aber war das viel zu viel Theorie sodass ich kaum noch einen Überblick hatte, wann jetzt was passiert war, für mich hat es die ganze Geschichte ziemlich verwirrend gemacht. 3 Sterne gibt es einerseits für die gut durchdachte Geschichte und dem Thema, zwei Abzug für die überfüllte Theorie.

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Rezension zu "Selbstportrait mit Frau" von Andrzej Szczypiorski

Rezension zu "Selbstportrait mit Frau" von Andrzej Szczypiorski
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

War etwas schwierig zu lesen, hab es nicht ganz verstanden und konnte keinen roten Faden erkennen. Zu viele Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

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Crimekings avatar

Rezension zu "Die schöne Frau Seidenman" von Andrzej Szczypiorski

Rezension zu "Die schöne Frau Seidenman" von Andrzej Szczypiorski
Crimekingvor 8 Jahren

"Die schöne Frau Seidenman" spielt in Warschau zur Zeit des 2. Weltkrieges, besetzt von den Nazis. Interessant ist zunächst das man als Leser ausschließlich die Sichtweise der polnischen und jüdischen Warschauer erfährt.

Das Buch ist bei Erscheinen damals (es gab noch den Ostblock und die Mauer 1988) in einem Untergrundverlag erschienen, da der Autor Zensur befürchtete, handelt es doch bis in die 1969er Jahre.

Szczypiorski beschreibt seine polnischen Landsleute; wo viele den Juden helfen und beiseite stehen, aber auch denunzieren, vielfach gegen Geld oder einfach um ihr eigenes Leben zu retten. Die eigentliche Überraschung ist: es kommt ein Deutscher vor, welcher herzensgut ist und sich voll und ganz für verfolgte Juden einsetzt. Und dieses Buch ist keine fiktive Geschichte sondern quasi die Autobiografie - ein Rückblick seiner Erlebnisse als Warschauer und bei Erscheinen des Buches 64jährigen Autors.

Mit fast jedem Kapitel werden neue Personen und Situationen erzählt, teils grausam, teils aber auch heiter und sogar positiv, trotz dieser schrecklichen und grausamen Zeit. Mit jedem weiteren Abschnitt erfahren wir auch direkt die Zukunft der handelnden Personen. Spannung will der Autor nicht erzeugen und kann natürlich auch nicht der Sinn solch eines Werkes sein.

Er schafft es - und hat es auch höchstpersönlich so bekundet - über die Grausamkeit der damaligen Zeit (Judenverfolgung,drittes Reich, Ghetto) fast plaudernd und leicht zu schreiben, ohne zu beschönigen oder Dinge klein zu reden.

Die einzelnen Kapitel repräsentieren die damaligen Schichten in der Bevölkerung und die Verhältnisse werden wahrheitsgemäß und detailliert beschrieben. Der Autor hält dem Leser vor Augen wie verführbar das Individium in einem totalitären Staat ist. Er wählt die Nazi-Zeit in Polen, aber diese Verführbarkeit könnte auch in anderen totalitären Staaten genauso ablaufen.

Ein Roman auch, der gegen nationale Vorurteile kämpft, dies kommt besonders gut heraus, wenn man bedenkt wer Frau Seidenman aus den Händen der Gestapo befreit. Einmal wird der Autor ganz deutlich, bringt seine Botschaft klar auf den Punkt: er sagt das die Polen ohne ihre Juden nicht mehr dieselben sind, sehr berührend und sehr bewegend wie auch traurig. Der Autor - als Pole und Zeitzeuge - nimmt sich das Recht und klagt seine eigenen Landsleute an.

Diesen Roman, auch nach über 20 Jahren des Erscheinens, muss man gelesen haben. Er ist traurig, realistisch und hart. So wie die damalige Zeit. Es zeigt eine Zeit in Warschau die man wohl nur so schildern kann, wenn man ein Teil derselbigen war.
Dennoch wird der Leser in Form einer leichten aber intelligenten Erzählweise mit der schweren Zeit konfrontiert und lernt den Überlebenskampf, die Taten und Gedanken der Polen und der verfolgten Juden im besetzten Warschau kennen.

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Andrzej Szczypiorski wurde am 03. Februar 1924 in Warschau (Polen) geboren.

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