Andy Feind

 5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Gedankengewitter.
Autorenbild von Andy Feind (©Svenja Sesterhenn)

Lebenslauf von Andy Feind

Andy Feind wurde 1984 in Villingen im Schwarzwald geboren und lebt in einem beschaulichen Örtchen in der Region. 

Im Jahr 2001 ist er aufgrund eines Schicksalsschlages an Dysthymie, einer chronischen Form der Depression, erkrankt. Es folgten viele Jobs, unter anderem als Journalist, weshalb er sich dazu entschied, sein Leben mit Depressionen in seinem Buch "Gedankengewitter" zu verarbeiten und weiterhin auf psychische Erkrankungen aufmerksam zu machen.

Botschaft an meine Leser

Liebe Leser und Leserinnen,

in der heutigen Zeit erkranken immer mehr Menschen an psychischen Erkrankungen. Die Zahl der Krankmeldungen wegen Depressionen, Angststörungen oder weiteren seelische Leiden nimmt immer weiter zu. Die Zahl der Selbstmorde aufgrund von seelischen Erkrankungen liegt höher als die Zahl der Todesopfer von Verkehrsunfällen, Drogenmissbrauch und Aids zusammengenommen.

Sprecht über Eure Gedanken und Sorgen. Verurteilt niemanden, der an psychischen Erkrankungen leidet. Bietet Hilfe an und seid nett zueinander. Für ein besseres Miteinander. Es ist wichtig!

Danke!

Alles Gute,

andy

Alle Bücher von Andy Feind

Cover des Buches Gedankengewitter (ISBN:9783752886047)

Gedankengewitter

 (6)
Erschienen am 14.08.2018

Neue Rezensionen zu Andy Feind

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Rezension zu "Gedankengewitter" von Andy Feind

27 Bruchstücke eines jungen Lebens liegen zwischen einem anderen Blick auf das Thema Depression.
SabrinaWeissvor 5 Monaten

Gedankengewitter – inmitten meines Depressionstornados nimmt jeden Leser mit auf eine autobiografische Reise durch eine Lebenswelt mit Depressionen. andy feind, der 1984 geboren wurde, beginnt mit der Aussage: „Mein Name ist andy feind und ich bin chronisch depressiv.“ Das Gefühl depressiv zu sein, kennen viele in ihrem Leben. Eine gängige Aussage vieler, denen es in einer Phase im Leben kurzzeitig nicht so gut geht. Anhand der Bruchstücke seines Lebens, seiner Erfahrungen, seinem Umgang mit der Krankheit verdeutlicht andy feind den sprachlich feinen, aber in seiner Konsequenz für den Alltag und den Einfluss auf das Leben großen und bedeutenden Unterschied: Was chronische Depressionen sind. Anhand seiner Perspektive, seines Erlebens und seiner Wahrnehmungen der Menschen denen er im Alltag begegnet, macht er diesen Unterschied deutlich, der wie eine Klammer um sein Buch gespannt ist. Der Autor möchte mit diesem Buch mindestens die eine betroffene Person erreichen, der das Buch dabei hilft zu erkennen, dass es nach „einer langen, düsteren Talfahrt wieder bergauf gehen kann“. Aber er erreicht mit dem Gedankengewitter auch diejenigen, die sich bislang noch nicht mit dem Krankheitsbild der Depression auseinander gesetzt oder noch keinen Zugang gefunden haben. Er sagt über sich: „Ich bin ein Misanthrop, helfe paradoxerweise aber Menschen gerne.“ Ein Buch zu schreiben, wird beiden Seiten seiner selbst gerecht. andy feind nimmt den Leser in seinem Buch mit auf eine Reise durch sein bisheriges Leben. Er beschreibt ein Leben mit intensiven, wahren Freundschaften, die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt. Aber das Leben hält auch immer wieder Schicksalsschläge bereit. Die für die meisten Menschen als am schmerzlichsten empfundenen Erlebnisse sind einen wichtigen, sehr nahestehenden Menschen zu verlieren. Es kommen Gedanken, wie verpasste Gelegenheiten, die Bedeutung des anderen, Ausgesprochenes und Verschwiegenes. All dies ist bei andy feind eingebettet in die Depression. Dem ständigen Kampf gegen den „schwarzen Hund“ den es gilt an der Leine zu halten, der jedoch immer wieder versucht sich zu befreien. Dieser „schwarze Hund“ symbolisiert die Einschränkungen und den stetigen Kampf ihn nicht die Oberhand gewinnen zu lassen. Aber er zeigt auch auf, dass man diesen Kampf nicht allein durchstehen muss, sondern sich auch professionelle Unterstützung holen kann und dies ein Zeichen von Stärke ist. Gedankengewitter bringt den Leser dazu sich selbst zu reflektieren und nachzudenken - bei welchen negativen Gedanken habe ich mich selbst schon ertappt, wie gehe ich mit Schicksalsschlägen um, wie aufmerksam nehme ich mein Umfeld wahr. Es macht nachdenklich und dankbar für die Offenheit mit der andy feind uns an seinen Gedanken teilhaben lässt.

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Rezension zu "Gedankengewitter" von Andy Feind

Ein Buch, das Mut und Hoffnung macht und gleichzeitig aufklärt
Tintenweltenvor 6 Monaten

 

Depression ist eine Erkrankung, die viele Menschen nicht verstehen und daher belächeln. Doch leider ist sie sehr verbreitet und kann seinen Opfern das Leben zur Hölle machen. Andy Feind, der selber betroffen ist, beschreibt in seinem Buch „Gedankengewitter“ seinen Kampf gegen den sogenannten „schwarzen Hund“, welcher bereits mit 16 Jahren nach einem Schicksalsschlag zugeschlagen hat. Er thematisiert Zweifel, Rückzugstendenzen, Selbsthass, Verluste und Suizidgedanken. Schonungslos, ehrlich, oft bedrückend und auch beängstigend, aber dennoch auch mit einem Augenzwinkern versehen, überzeugt der Schreibstil auf ganzer Linie. Andy Feind hat eine humorvolle, sarkastische Art mit viel schwarzem Humor, der genau meinem entspricht und mich daher direkt abgeholt hat.

Das Buch zeigt auf welche Probleme Depressionen mit sich bringen können, sowohl beruflich als auch privat. Eine Depression betrifft hauptsächlich den erkrankten Menschen, aber eben auch sein Umfeld, seine Familie, seine Freunde und den Arbeitsplatz. Sie kann viel kaputt machen, dem Betroffenen einiges weg nehmen und kann diesen Menschen auch stark verändern. Depression ist nicht gleich Depression, die Symptome können sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein, jeder nimmt "seine" Depression anders wahr. Andy Feind beschreibt wie es zu seiner Erkrankung gekommen ist, welche Gefühle und Gedanken er dabei hatte und wie er es trotz vieler Rückschläge geschafft hat den schwarzen Hund an die Leine zu legen. Doch leider kann eine Depression immer wieder aufflackern, ob "nur" für kurze Zeit oder ob sie einen direkt wieder in den Abgrund stoßen wird kann man nie wissen. 

Besonders erwähnen möchte ich auch noch die kleinen Illustrationen zu Beginn von jedem Kapitel. Diese sind ganz besonders süß und passen einfach perfekt. Generell ist das Buch sehr hochwertig und schön aufgemacht, wenn man bedenkt, dass es im Selfpublishing entstanden ist. 
 
"Gedankengewitter" ist ein Buch, das Mut und Hoffnung macht und gleichzeitig aufklärt. Es ist gedacht für Betroffene, um Trost zu spenden und zu zeigen "Du bist nicht allein". Es kann aber auch zum Verständnis beitragen, wenn man das Glück hatte Depressionen noch nie am eigenen Leib erfahren zu müssen. Daher ist es für mich ein sehr wichtiges Buch.

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Rezension zu "Gedankengewitter" von Andy Feind

Ehrlich und unverfälscht
MikkaGvor einem Jahr

Ich habe lange überlegt, was ich über dieses Buch schreiben könnte, das ihm auch gerecht wird.

Es ist mutig. Es ist so ehrlich, dass es wehtut. Es ist unglaublich wichtig, denn psychische Erkrankungen werden immer noch stigmatisiert. Es ist ein ungeschönter Blick ins Leben eines Menschen, der erbittert mit seiner chronischen Depression kämpft, und dabei zwar die ein oder andere Schlacht verliert, aber niemals den Krieg.

Das Buch ist wichtig für zwei Arten von Lesern.

Für jemanden, der das große Glück hat, Depressionen selber noch nie erlebt zu haben, ist es ein Reiseführer durch unerforschtes Gebiet. Auf der Landkarte der menschlichen Emotionen findet man die Depression genau da, wo die Grenzen der bekannten Welt mit ‘Hier sind Drachen’ gekennzeichnet sind.

Warum sollte man sich in dieses feindliche Land begeben, wenn man es nicht muss? Weil andere Menschen diesen Luxus nicht haben. Sie müssen wohl oder übel dort leben und regelmäßig mit den Drachen Gassi gehen. Und sie haben es verdient, damit nicht allein gelassen zu werden.

Auch wenn du selber keine Depressionen hast, ist die Chance doch relativ groß, dass du jemanden kennst, der damit lebt.

Vielleicht versteckt derjenige es gut. Aber das heißt nicht, dass er nicht damit zu kämpfen hat.

Für jemanden, der mit den Drachen schon per du ist, ist “Gedankengewitter” ein ganz anderes Buch. An dieser Stelle muss ich mich wohl outen, damit die weitere Rezension Sinn ergibt.

Natürlich unterscheidet sich Andys Wahrnehmung seiner Depression von meiner Wahrnehmung meiner eigenen. Man könnte dieses Buch wahrscheinlich hundert Lesern mit Depressionen in die Hand drücken, und die würden alle an ganz unterschiedlichen Stellen nicken oder verwirrt die Stirn runzeln. Aber ich bin mir sicher, sie würden alle etwas von Wert für sich finden.

Depression kann sehr einsam machen, weil man sich oft selber isoliert. Ich habe mich beim Lesen ertappt gefühlt, erschrocken und gleichzeitig erleichtert – es ist trotz allem schön zu wissen, dass man mit den schwarzen Gedanken nicht alleine ist.

Das macht Mut, selber mal gegen das Stigma anzugehen und anderen Menschen zu erklären, was los ist.

Andy schreibt frei von der Leber weg und doch erstaunlich gekonnt, ohne dass es je gekünstelt wird. Sein Buch ist kein Ratgeber – seine “Bruchstücke” sind keine Wohlfühl-Platitüden. Es sind seine Erlebnisse und seine ehrlichen Gefühle, und man spürt das Leid, das für ihn damit verbunden war oder ist. Es kann hart sein, dass zu lesen, wahrscheinlich für beide Arten von Lesern.

Aber meines Erachtens lohnt es sich – auch für beide Arten von Lesern.

Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
https://wordpress.mikkaliest.de/2018/11/12/rezension-andy-feind-gedankengewitter/

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Zusätzliche Informationen

Andy Feind wurde am 13. Dezember 1984 in Villingen-Schwenningen (Deutschland) geboren.

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