Andy Marino Carpe Somnium

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Inhaltsangabe zu „Carpe Somnium“ von Andy Marino

Die halbe Welt ist Mitglied bei Unison, einem sozialen Netzwerk, das einen besser kennt als man sich selbst. Doch Zugang zu diesem Programm hat nur der Teil der Bevölkerung, der auf der Sonnenseite der Welt lebt. Als Ambrose Truax, der Sohn des Unison-Schöpfers, in den Teil seiner Stadt gelangt, in dem die weniger Glücklichen leben, rettet ihn das Mädchen Mistletoe vor einem Überfall. Die beiden bemerken sehr bald, dass ihre Verbindung tiefer reicht – und sie eine Vergangenheit teilen, die ihnen nur in ihren Träumen zugänglich ist … Was führt Ambrose‘ Vater im Schilde, und welche Neuerungen bringt das lang erwartete Update Unison 3.0, das Menschen nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit verbindet?

Ein nettes Buch für mal zwischendurch.

— MalaikaSanddoller
MalaikaSanddoller

Manchmal schlecht nachvollziehbar und schwer zu verstehen. Auch die Spannung hat gefehlt.

— Star_walker
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  • Dass Buch ist ganz ok.

    Carpe Somnium
    MalaikaSanddoller

    MalaikaSanddoller

    30. July 2016 um 13:55

    Ich hab dieses Buch vornehmlich wegen dem tollen Cover ausgeborgt. Aber der Inhalt hat mich leider ziemlich enttäuscht. Irgendwie kam ich nie wirklich in die Geschichte hinein. Obwohl die Ideen wirklich toll sind hat dass Buch nicht die richtige Anziehungskraft. In kurz ein nettes Buch um einfach mahl zwischendurch zu Lesen aber keine Weltbewegende Geschichte.

  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 11961
  • Ein nettes Buch für zwischendurch

    Carpe Somnium
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2013 um 08:49

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele So ganz hat es bei mir mit diesem Buch leider nicht geklappt. Zwar haben mich Cover und Inhaltsangabe von “Carpe Somnium” auf Anhieb begeistert, die Geschichte selbst konnte dann aber leider nicht mehr mit meinen Erwartungen mithalten. Das Setting, das Andy Marino in diesem Roman entwirft, fand ich wirklich faszinierend. Anhand der Beschreibungen kann man sich wirklich gut vorstellen, wie es in der Welt von Mistletoe und Ambrose aussieht. Gegenüber den riesigen Atmoscrapern würden unsere heutigen “Skyscraper” geradezu lächerlich winzig aussehen und auch die Unterstadt hatte ich lebhaft vor Augen, als ich darüber gelesen habe. Ähnlich erging es mir mit den Schilderungen des sozialen Netzwerks Unison, das hier auf geradezu bedrückend eindringliche Art und Weise geschildert wird. Das ganze wird so greifbar, dass man sich wirklich erschreckend gut vorstellen kann, wie aus unserer heutigen Gesellschaft die wird, die in diesem Buch geschildert wird. Leider konnten mich aber weder Geschichte noch Charaktere überzeugen. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der beiden 15-Jährigen, Mistletoe und Ambrose, und die fand ich als Charaktere, gerade im Vergleich zu der Szenerie, doch sehr blass und eindimensional. Dazu kommt eben, dass die Geschichte, die diese Beiden als Ich-Erzähler schildern, teilweise recht sprunghaft ist und es immer wieder einige Lücken oder völlig unerwartete Gedankensprünge gibt, sodass der Lesefluss leider erheblich gestört wird. Alles in allem finde ich “Carpe Somnium” von der Idee her wirklich gut, an der Umsetzung hapert es aber leider deutlich. Ein nettes Buch für zwischendurch, mehr aber auch nicht.

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  • Rezension zu "Carpe Somnium" von Andy Marino

    Carpe Somnium
    Pichen1992

    Pichen1992

    25. February 2013 um 11:06

    Ob es in dieser Welt noch einen freien Willen gibt ist wirklich die Frage. Mistletoe lebt quasi von der Hand in den Mund, auch wenn, es nicht so extrem ist. Und Ambrose ist das genaue Gegenteil. Sohn des Gründers von Unison einer Welt in der man immer glücklich ist und die viel besser ist als jedes reale Leben und hat damit alles was er sich wünschen kann seiner Meinung nach. Doch sie sind sich ähnlicher als sie denken. Mistletoe ist eine tolle Protagonistin, für ihre 15 Jahre ist sie sehr erwachsen und weiß das alles Konsequenzen hat, mit denen man leben muss. Sie versucht alles die Leute zu retten, die sie mag und ist doch auch von ihrer Erscheinung sehr ausergewöhnlich. Ihr Haar hat sie blau gefärbt und immer parfümiert und auch ihre Namen hat sie selbst gewählt, den eigentlich heißt sie Anne. Ambrose ist ein verwöhntes Kind das erst lernen muss, was es heißt zu leben, den er lebt die meiste Zeit in einer künstlichen Welt um diese noch besser für alle User zu machen und soll dafür auch noch einem Prozess unterzogen werden, der bewirkt, dass man keinen Schlaf mehr braucht. Die Geschichte und die ganze Welt in dem Buch, hat Andy Marino sich sehr gut ausgedacht und ich glaube, so etwas kann nur richtig gut von einem Mann kommen. Sie ist sehr detailreich und nicht viel errinert mehr an unsere heutige Lebensweise, sonder mich mehr an Spiele wie "Final Fantasy" oder ähnliches, wo die Technologie viel weiter entwickelt ist, wenn man bedenkt das es sogar möglich ist den Menschen so zu operieren, dass er keinen Schlaf mehr benötigt. Macht mir das schon ein bisschen Angst. Was mich ein bisschen gestört hat war, dass es für mich immer noch Begriffe in dem Buch gibt mit denne ich nicht viel anfangen konnte bzw. sie nicht zuordnen konnte, was sie jetzt genau sind. Am erschrekensten finde ich, dass alles so real war, es wurden Wörter benutz wie "verbloggt nochmal" oder "Twitterhirn" was mir zeigt wie nah wir eigentlich schon an einer komplett künstlichen Welt sind und unsere reale Welt immer mehr verlieren. Aber sonst hat Andy Marino mich in einen ganz neue Welt entführt die mir gut gefallen hat, auch wenn ich definitiv nicht daran leben möchte, den die Sozialen Netzwerke haben eh schon viel zu viel Macht über uns.

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  • Rezension zu "Carpe Somnium" von Andy Marino

    Carpe Somnium
    Letanna

    Letanna

    21. October 2012 um 10:11

    Ambrose Truax Leben wird von dem Sozialen Netwerk Unison beherrscht Ambroxe Vater ist der Erschaffer dieses Netzwerkes und Ambrose bekleidet mit seinen 15 Jahren einen hohen Posten in der Firma seines Vaters. Sein ganzes Leben gerät aus den Fugen als er eine eingeschleuste Nachricht einer Rebellenorganisation erhält, die ihm zu denken gibt. Er verlässt seinen gewohnten Lebensraum und begibt sich in die Teile der Stadt, in denen niemand Unison benutzt und wo die Armen der Gesellschaft leben. Als er in eine brenzliche Situation gerät, kommt ihm das Mädchen Mistletoe zur Hilfe. Gemeinsam versuchen sie hinter das Geheimnis von Unison und den Machenschaften seines Vaters zu kommen. Das Buch ist mir erst einmal durch das wirklich interessante und gelungene Cover aufgefallen. Die Inhaltsangabe klang ebenfalls sehr vielversprechend, also musste ich es mir unbedingt anschaffen. Die Grundidee hat mir persönlich sehr gut gefallen. Das ganze hat mich etwas an Matrix erinnern, in der Version für junge Erwachsene. Der Science Fiction Anteil war sehr hoch, was ebenfalls sehr nach meinem Geschmack war. Das Buch wird aus den Perspektiven von Ambrose und Mistletoe erzählt. Was ich persönlich sehr enttäuschend fand waren die beiden Hauptcharaktere. Beide Hauptfiguren sind 15 Jahre alt, benehmen sich aber eher untypisch für ihr Alter, was ich jetzt nicht schlecht fand. Leider fehlt es ihnen aber an Tiefe. Besonders Mistletoe wird total blass, was ich sehr enttäuschend fand. Der Autor beschränkt sich darauf, die Geschichte zu erzählen, haucht seinen Protagonisten aber wenig Charakter ein. Eine Liebesgeschichte gibt es übrigens nicht wirklich, man merkt zwar, dass Ambrose und Mistletoe sich zu mögen scheinen, aber hierauf ist der Autor dann nicht weiter eingegangen.

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  • Rezension zu "Carpe Somnium" von Andy Marino

    Carpe Somnium
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    17. October 2012 um 09:31

    Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr in naher Zukunft. Die Grenze zwischen arm und reich hat sich verschärft. Hochhäuser, die bis 300 Stockwerke hoch sind, sind mittels einer Subsphäre auf Höhe der 30. Etage unterteilt. Bis zum 30. Stock befindet man sich in der Unterstadt, die von den Armen bewohnt wird, darüber befindet sich für die besser Betuchten die Oberstadt. Anna, die sich nunmehr Mistletoe nennt, lebt bei ihrem Vormund Juri und seiner Schwester Dita in Little Saigon in der Unterstadt. Als Juri eines Tages einen Auftrag erfüllen soll, schleicht sie ihm nach und muss mit ansehen, wie er versucht, einem Jungen in ihrem Alter das Leben zu retten und dabei stirbt. Ambrose, der bewusste Junge kommt aus der Oberstadt und ist der Sohn des Erfinders des virtuellen Netzwerks Unison. Ihm wurde durch eine Unbekannte eine Nachricht überspielt, die ihn warnte und ihn nach Little Saigon schickte. Und das an genau dem Tag, auf den er sich sein ganzes Leben lang vorbereitet hat. An diesem Tag soll in seinem Gehirn ein Eingriff vorgenommen werden, welcher ihn in die Lage versetzt, nie mehr schlafen zu müssen, so dass er sich noch mehr Stunden am Tag in das Netzwerk Unison einloggen kann, um dort noch intensivere Arbeit mit den Usern leisten zu können. Zu spät erkennt er, wer er wirklich ist, aber welches Spiel spielen sein Vater und sein Bruder dabei? Der Autor Andy Marino zeigt uns eine düstere Zukunft auf. Die Grenze von arm und reich ist nicht nur nicht verschwunden, sie ist noch verschärfter. Die räumliche Trennung erfolgt mittels einer Subsphäre. Die Unterstadt ist der Teil, der keine Sonne sieht, Licht bekommen sie mittels Leuchten, die oben an der Sphäre hängen. Die Menschen in der Unterstadt haben oftmals nicht das Geld, sich eine Identität im Netzwerk von Unison zu kaufen. Die in der Oberstadt hingegen verbringen stunden-, ja tageweise virtuell in der Welt von Unison. Ein Leben, das nicht mehr in der Wirklichkeit stattfindet. Ambrose, der Sohn von Unison-Gründer Martin Truax ist trotz seiner Jugend gemeinsam mit seinem Vater und Bruder ein führendes Mitglied im Netzwerk. Als er erkennen muss, wer er ist, bricht für ihn eine Welt zusammen und er gerät in den Teil der Welt, der ihm völlig fremd ist. Zu seinem Glück begegnet ihm dort Mistletoe und schon bald müssen die beiden erkennen, welche Gemeinsamkeiten sie haben. Gemeinsam versuchen sie hinter ihr Geheimnis zu kommen. Die Protagonisten gewinnen im Verlauf der Geschichte an Festigkeit und Glaubwürdigkeit. Von den Nebencharakteren erfährt man nicht allzuviel, so dass es auch nicht verwundert, dass man in der flüchtigen Einschätzung einer Person auch mal völlig daneben liegen kann. Die Geschichte spielt in einer nahen Zukunft nach Facebook und Twitter mit einem ausgereiften Netzwerk namens Unison. Die virtuelle Vernetzung ist weit fortgeschritten und die Technik in einem Stadium, das nicht mal mehr mobile Hardware gebraucht wird. Die Technik ist zum Teil im Körper inplantiert, so dass man immer und überall online gehen kann. Das bringt der Autor dem Leser so real rüber, dass man förmlich die nahe Zukunft vor Augen hat, mit Erschrecken meinerseits. Nicht alle Fragen, die dem Leser während des Lesens durch den Kopf gehen, werden beantwortet. Ein paar bleiben im Raum stehen, die ich gern noch beantwortet hätte. Andy Marino hat einen gleichbleibenden Schreibstil, der die Geschichte zwar lebendig hält, aber ein wenig an Spannung vermissen lässt. Eine Dystopie, für die sich Jugendliche sicher sehr begeistern werden, da es auch die Generation ist, die heute mit Facebook und Twitter aufwächst und auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer ist.

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  • Rezension zu "Carpe Somnium" von Andy Marino

    Carpe Somnium
    katja78

    katja78

    08. October 2012 um 07:33

    Zum Buch Mistletoe, ein junger rebellischer Teenager. Ein "normaler" Tag in Little Saigon, doch als Jiri einen Anruf bekommt und urplötzlich verschwindet, kann Mistletoe nicht anders und schleicht im auf Nelson hinterher. Doch was sie dann mit ansehen muss lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren. Jiri steht einem Cop gegenüber mit der Waffe im Anschlag, hinter ihm ein verwirrter Junge in ihrem Alter....dann überschlagen sich die Ereignisse und Mistletoe muss schnell entscheiden.....ein Wagnis was ihr ganzes Leben verändert und komplett auf den Kopf stellt... Spannung Der Autor Andy Marino fühlt sich offensichtlich in dem Genre wie zu Hause. Durch kurze aber überschaubare Erzählweise wird man in die Geschichte geworfen und man ist quasi mitten im Geschehen, und ein spannedes Ereignis jagt das nächste, das Jugendbuch hier läd nicht zum ausruhen ein, man driftet von Situation zu Situation, und diese sind meistens auch actiongeballt. Viele Wendungen kamen für mich total unverhofft, da lag ich mit meinen spekulationen total daneben aber es machte das Buch äusserst spannend. Schreibstil Ein grandioser Stil des Autors. Das Buch ist wirklich leicht und übersichtlich zu lesen was für mich als SF Neuling doch sehr vorteilhaft war, zumal ja auch viele Informationen kommen wie unsere Welt in der Zukunft ausschaut, meine Gedanken konnten sich so also ganz dem Buch an sich widmen, statt sich immer auf den Stil konzentrieren zu müssen, denke das ist auch für die Kids im entsprechenden Alter eine Erleichterung. Charaktere Tja, was soll ich sagen....Die Hauptcharaktere sind ganz gut ausgearbeitet nur in manchen Situationen etwas blass, da ist noch viel Luft nach oben offen, man kann das Potential aber durchaus erkennen. Die Nebenfiguren haben sich für mich manches mal leicher einschätzen lassen wie zum Beispiel Ambrose, und ganz verkehrt lag ich mit meinen Spekulationen um Len, Ambrose`s Bruder. Man bekommt in diesem Buch erst einen kleinen Einblck und wächst dann mit den Charakteren, ich finde den leichten Anstieg zu dem Wesen eines jeden einzelnen Darstellers gut, denn so konnte ich mich gut auf diese einschießen beim lesen, man bekam es eben wie nebenbei mit und die Handlung der Geschichte konnte ich dadurch besser folgen, die bei diesem Buch doch recht umfangreich war. Mein Fazit Wer Sience Fiction mag, Jugendbücher sowieso, der sollte dieses Buch nicht im Regal stehen lassen. Ich finde das bei dem Buch das Gesamtpaket stimmig ist und selbst für mich als SF Neuling war es super zu lesen. Man kann in eine für mich neue Welt eintauchen und durch den rasanten aber einfach zu lesenden Schreibstil ist man wie in die Zukunft katapultiert. Andy Marino hat in seinem Debütroman "Carpe Somnium" bewiesen das er seine ausgereifte Fantasie gut weitergeben kann und ich freue mich mehr von ihm zu lesen!

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  • Rezension zu "Carpe Somnium" von Andy Marino

    Carpe Somnium
    Chrischan

    Chrischan

    05. August 2012 um 09:57

    Carpe Somnium - Nutze den Traum. Was hier etwas romantisch und verklärt klingt, ist leider eine durchaus denkbare, eher alptraumhafte Zukunftsvision. Wir befinden uns irgendwann im 24. Jahrhundert. Die Zivilisation hat sich so entwickelt, wie es sich heute bereits andeutet: eine tiefe Kluft zwischen Armen und Reichen. Erstere bewohnen die sogenannte "Unterstadt", eine Ansammlung von Hütten und kleinen Häusern, die sich etwa 30 Stockwerke hoch stapeln. Weiter geht es nicht, hier befindet sich eine Art elektronischer Schild, der die Unterstadt von der Oberstadt trennt. Die "Atmoscraper" - ein äußerst treffender Name für die wohn- und Geschäftsräume der Reichen - winden sich über 300 Stockwerke und mehr in die Höhe. Sie bilden die "Oberstadt" In dieser Welt lebt Mistletoe, eigentlich Anna, bei Jiri und dessen Schwester Dita. Sie streunt zwischen den Hütten der Unterstadt umher und hilft Jiri in dessen Laden, in dem er veraltete Technik anbietet. Eines Tages muss sie mit ansehen, wie Jiri getötet wird, als er versucht einem Jungen aus der Oberstadt das Leben zu retten. Mistletoe ist es letztlich, die Ambrose, eben jenen Jungen, rettet und sich seiner annimmt. Er entpuppt sich als der Sohn des Gründers von UniSon, jenes Programms, dass Facebook und Twitter extrem alt aussehen lässt. Eine Art "Second Life", in das man sich einloggen kann und ein Leben führt, wie man es sich wünscht. Wenn man das nötige Kleingeld für einen Login hat. Mistletoe und Ambrose sind von nun an auf der Flucht und kommen nicht nur dem Geheimnis von UniSon auf die Spur, sondern entdecken auch eine faszinierende und erschreckende Gemeinsamkeit zwischen sich, die in der Vergangenheit ihre Wurzeln hat. Das Fazit an dieser Stelle vorweg: eine durchaus gelungene Utopie/Dystopie. Welchem Genre die Geschichte genau zuzuordnen ist, muss der Leser am Ende selbst entscheiden, denn es ist nicht ganz eindeutig. Die Rahmenhandlung und die beschriebene Welt sind fantastisch und das im doppelten Wortsinne. Man hat die ärmlichen Behausungen der Unterstadt vor Augen, wie sie sich an die Seiten der "Atmoscraper" drängen, jene riesigen Gebäude, neben denen Gebäude wie Taipei 101 und Burj Khalifa eher wie eingeschossige Kleinbauten erscheinen. Kenner werden Coruscant aus Star Wars vor Augen haben. Ebenso beeindruckend - positiv wie negativ - ist die Darstellung des Social Networks "UniSon". Erschreckend insofern, dass es eigentlich nur ein konsequentes Weiterdenken der heutigen sozialen Netzwerke ist. Und auch heutzutage gibt es schon eine solche digitale Realität, genannt "Second Life", mit deren Hilfe man sein erstes Leben hinter sich lässt. Die Handlung, die in diesen Rahmen gebettet ist, weist dagegen einige Lücken und Unzulänglichkeiten auf. Das tut dem Lesevergnügen keinen wirklichen Abbruch, führt aber an diversen Stellen zu Stirnrunzeln und offenen Fragen. Manchmal sind die Gedankensprünge einfach zu groß. Auch das Ende wirkt zu schnell herbeigeführt und plakativ, da hätte man mehr draus machen können. Nichtsdestotrotz bleibt eine spannende Geschichte. Die Welt, in der sie spielt, saugt einen förmlich ein und es bleibt nicht aus, dass man mit offenem Mund durch die Seiten wandert und so plastisch beschriebene Welt des 24. Jahrhunderts bestaunt. ©Christian Hesse, August 2012

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