Andy Remic

 3.3 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Kells Legende, Kells Rache und weiteren Büchern.

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Andy RemicKells Legende
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Kells Legende
Kells Legende
 (8)
Erschienen am 16.07.2012
Andy RemicKells Rache
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Kells Rache
Kells Rache
 (2)
Erschienen am 21.01.2013
Andy RemicCombat Planet
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Combat Planet
Combat Planet
 (1)
Erschienen am 14.01.2013
Andy RemicCombat Planet: Roman
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Combat Planet: Roman
Combat Planet: Roman
 (0)
Erschienen am 14.01.2013
Andy RemicKell's Legend
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Kell's Legend
Kell's Legend
 (1)
Erschienen am 31.08.2010
Andy RemicSpiral
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Spiral
Spiral
 (0)
Erschienen am 30.10.2004
Andy RemicThe Iron Wolves (The Rage of Kings)
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The Iron Wolves (The Rage of Kings)
The Iron Wolves (The Rage of Kings)
 (0)
Erschienen am 29.12.2013
Andy RemicSoul Stealers
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Soul Stealers
Soul Stealers
 (0)
Erschienen am 29.04.2010

Neue Rezensionen zu Andy Remic

Neu
Rebel_Hearts avatar

Rezension zu "Kell's Legend" von Andy Remic

Trotz Schwächen empfehlenswert
Rebel_Heartvor 3 Jahren

Den Inhalt selbst werde ich diesmal nicht wiedergeben, denn er kann ja oben bereits nachgelesen werden und ich möchte lieber direkt auf das Buch eingehen.

Bereits mit den ersten Seiten lernt man Kell kennen. Einen gezeichneten Mann, welcher in seinem Leben schon viel erlebt hat und momentan eigentlich nur noch zuhause sitzt und seine Suppe schlürft.

Zu seiner Familie hat er kaum Kontakt und einzig und allein seine Enkelin Nianna hält an ihm fest und kommt ihn - wenn auch heimlich - fast täglich besuchen.

Als Vachine die Stadt angreifen und alles töten, was sich ihnen in den Weg stellt, muss Kell sich entscheiden, ob er wieder der Held werden will, der er einst war und den Nianna noch immer verehrt oder ob er sie enttäsucht.

Vachine benötigen das Blut der Menschen, um daraus Blutöl herzustellen, welches sie selbst am Lesen erhält und ich muss ehrlich sagen, dass mir diese Art der "Bösewichte" wirklich gut gefallen hat.

Es war eine andere Art der Vampire, wie man sie sonst kennt und der Autor hat sie teilweise so detailgetreu beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst einem gegenüberzustehen.

Manchmal hat man beim Lesen das Gefühl gehabt, sich in einem einzigen Gemetzel wiederzufinden. Mit seiner Axt verbindet ihn eine Art Blutband, welches sich nicht lösen lässt und welches ihm doch schon so manches Mal das Leben gerettet hat.

Als ich Nianne kennengelernt habe, war sie für mich ein Mädchen, welches ihren Großvater - vielleicht sogar gegen den "Willen" ihrer Familie - verehrt und das Gefühl hat, ein bisschen für ihn verantwortlich zu sein.

Im Laufe der Geschichte hatte ich manchmal echt das Gefühl, sie wäre ein wenig zu naiv oder einfach nur Scheu. Sie zeigt zwar oft genug, dass sie ihrem Großvater durchaus gerecht werden kann, aber das Hauptaugenmerk lag auf ihm und sein.. Gemetzel.

Saark... ja, der liebe Saark. Der war irgendwie.. komisch. Ich konnte ihn nie so genau einschätzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, der agiert die meiste Zeit gegen Kell und Nianna, ebenso wie ihre Freundin Kat, aber auf der anderen Seite konnte er mich dann doch wieder überraschen, indem er sich für die Freundinnen und auch für Kell eingesätzt hat.

Er war für mich eher dieser typische Schönling, der in fast jedem Buch vorkommt. Manchmal war er mir zwar etwas zu.. "schön", aber irgendwie hat er auch perfekt an die Seite Kells gepasst.

Klingt jetzt ein wenig komisch, ist aber so. :D

Der Storyverlauf an sich war überraschend und doch auch manchmal verwirrend. Angesichts der vielen Perspektivwechsel in den einzelnen Kapiteln hatte ich manchmal das Gefühl, nicht richtig zu wissen, wo ich mich jetzt tatsächlich befinde,

Mal in der Geschichte rund um Kell, befand ich mich plötzlich iweder in einem ganz anderen Teil der Geschichte, was manchmal schon gestört hat.

Das Ende des Buches war wirklich so ein... Argh - Moment, denn es verleitet förmlich dazu, sich auch den zweiten Band zulegen zu wollen. Der Autor hat einen fiesen Cliffhänger parat, welchen ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten werde.

Ein Teil von mir hat sich wirklich gedacht.. "Boah, echt Andy.. da bringst du uns bis dahin, lässt Kell bis an diese Stelle laufen und dann passiert.. schlichtweg nichts!

Das war schon ein bisschen frustrierend.

Ich kann dieses Buch aber auf jeden Fall all denen empfehlen, die kein Liebesgeschnulze und auch keine heissen Sexszenen erwarten. Die Brutalität dieses Buches mag für den einen oder anderen nicht geeignet sind, aber ich persönlich fand es einfach nur.. geil. ( Sorry, die Wortwahl, ist aber so.. xD)

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TZNycras avatar

Rezension zu "Kells Legende" von Andy Remic

Wer mag es blutig?
TZNycravor 5 Jahren

Es ist schon lange her, seit ich einen richtig guten Fantasy-Roman
gelesen habe, in dem es nicht um Liebe oder Sex geht. Deshalb bin ich
umso begeisterter, dass Andy Remics "Kells Legende" seinen Weg in mein
Buchregal gefunden hat. Denn Kell ist … anders.

Klapptext:
Der wahrscheinlich düsterste aller Helden …

Es
ist eine Zeit für Helden, eine Zeit für Krieger – und Kells Axt dürstet
nach Blut. Doch Kell ist kein Held. Er ist nur ein Mann, der stets
versucht hat, das Richtige zu tun. Da fällt eine grausame Armee aus dem
Norden über seine Heimat her, und Kell muss sich entscheiden. Wird er
den Erwartungen seiner Enkelin Nianna gerecht werden, die ihn aus
tiefster Seele verehrt? Oder wird er sie enttäuschen und dafür ihrer
beider Leben retten? Kells größter Kampf steht bevor!

Cover:
Wir
sehen einen bärtigen Helden, der alles andere als heldenhaft aussieht.
Eigentlich wirkt er wie ein Barbar, das Sinnbild eines bösen
Schlächters. Er trägt Pelz und eine Axt und sieht den Leser grimmig an,
als wolle er sagen: Schreib bloß keine schlechte Kritik über mich.

Inhalt:
Das
ist auch gar nicht nötig, denn die Geschichte um Kell, seine Enkelin
Nienna und den Dandy Saark fesseln. Zwar nicht ganz zu Anfang, aber im
Laufe der Handlung immer mehr. Doch der Reihe nach.
Eigentlich ist
Kell ein Kriegsveteran, der nur daheim sitzt, Suppe schlürft und sich
heimlich mit seiner Enkelin trifft. Wir lernen ihn als Griesgram kennen,
der eine eigentümliche Mischung aus Sympathie und Antipathie
hervorruft. Nienna dagegen ist das liebe, lustige Mädchen, das, wie
sollte es anders sein, bald schon in Schwierigkeiten steckt.
Denn die
Vachine greifen Jadestadt an und töten alles, was darin lebt, um das
Blut zu ernten und daraus Blutöl zu raffinieren, das sie zum Leben
benötigen. Natürlich bekommt unser Held das rechtzeitig mit und eilt zur
Rettung.
Blutig und brutal metzelt er sich durch die Geschichte,
doch wenn man glauben möchte, dass dies eine schriftliche Form eines
Splatters ist, wird enttäuscht sein, denn es gibt tatsächlich eine
Handlung, nämlich Kell will den Kriegskönig Leonoric vor den
einfallenden Horden warnen.
Ob und wie ihm das gelingt, werde ich hier nicht verraten, nur so viel: Ihr solltet es selbst lesen.

Spoiler:
Wer
sich nicht für die Details interessiert, darf hier weiterlesen, alle
anderen sollten vielleicht diesen Teil überspringen. Die Angreifer sind
nämlich nicht einfach irgendwelche machthungrigen Marodeure, sondern
eine eigene Zivilisation, genannt Vachine, eine Mischung aus Vampir und
Maschine, eine Kombination aus Mensch und Uhrwerk. Der Schaffer dieser
Symbiose ist schon lange tot, aber sein Sohn und dessen Tochter spielen
eine zentrale Rolle, denn wir begleiten letztere durch ein paar wahrlich
schauderhafte Szenen, gespickt mit Demütigung und Verrat.

Die Figuren:
Auf
Seiten der Guten haben wir Kell, seine Enkelin Nienna, den Dandy Saark
und ein weiteres Mädchen, das meiner Meinung nach aber nicht allzu viel
zur Handlung beiträgt.
Auf der Seite der Bösen steht General Graal,
der Vachine General, der mit aller Macht Falanor erobern möchte und den
Pseudo-Verlobten der Vachine-Tochter, dessen Namen ich aber schon wieder
verdrängt habe.
Ein Zwischending sind er Uhrmacher, seine Tochter, die Königin Falanors und deren Gemahl König Leoric.
Die
Figuren selbst sind charaktertreu. Kell ist mürrisch mit einem Hauch
zur Nachsicht. Gegenüber seinen Freunden, bei Feinden sieht es
verständlicherweise anders aus. Er hat viel gesehen und lässt sich
schwer von einer vorgefassten Meinung abbringen. Seine irrationale
Hass-Liebe, die er für seine Axt Illiana empfindet, zieht sich wie ein
roter Faden durchs Buch. Ich habe Illiana bewusst nicht in die
Figurenliste aufgenommen, weil sie technisch gesehen, ja keine solche
ist. Dennoch nimmt sie einen großen Raum in der Handlung ein.
Nienna
dagegen bleibt die Handlung über scheu, wenngleich sie hin und wieder
zeigt, dass das Blut ihres Großvaters in ihren Adern fließt.
Stellenweise kam sie mir vor, wie das hübsche Beiwerk, das benötigt
wurde, um Kell einen Grund für seine Metzeleien zu geben.
Ein wenig
nervig erscheint mir Saark, der sich jedoch im Laufe der Geschichte
entwickelt, ohne wirklich zum Helden zu werden. Er ist einfach zu
gelackt, bietet jedoch auch am meisten Potential, um über ihn zu
diskutieren. Er nennt sich selbst einen Dandy, der mit zahllosen Frauen
geschlafen hat (darunter eine Königin *hust*), der sich auf schöne
Künste versteht, es sauber mag, aber dennoch kämpfen kann. Das das alles
nur Fassade ist, merkt man aber erst gegen Ende des Romans.
Alles in
allem bietet die Besetzungscouch hier eine illustre Mischung, die den
Leser mal die Hand an die Stirn klatschen lässt oder sich angstvoll auf
die Lippe beißen lässt.

Meinung:
Kells Legende bietet alles,
was das Herz begehrt, außer vielleicht der richtig großen Romantik, die
mir aber überhaupt nicht gefehlt hat. Es gibt viele Tote und Remic
versteht es, Sympathieträger zu töten, ohne dabei gleich inflationär zu
werden. Die Kampfszenen sind alle sehr detailliert beschrieben, während
die Folterszenen der Uhrmacher-Enkelin bei weitem nicht so tief gehen.
Trotzdem packt die Mischung und lässt einen bis zur letzten Seite nicht
los. Die Einbettung der Uhrwerke in Verbindung mit Vampiren halte ich
für äußerst gelungen. Auch wenn anfangs die Erklärungen ein wenig
untergehen, begreift der Leser recht schnell, um was es genau in dieser
Welt geht.

Gestört haben mich jedoch auch einige Dinge:
Zum
einen wären da die Perspektivwechsel innerhalb einer Szene. So lese ich
gerade etwas aus Kells Sicht und finde mich nur einen Satz später in den
Gedanken von Saark wieder. Im Verlauf des Lesens ging das unter, weil
ich zu sehr von der Handlung gefesselt war, aber der fade Beigeschmack
blieb.
Der Autor mag Adjektive. Häufig und möglichst viele
hintereinander. Das war in einigen Szenen ermüdend, bei den Kampfszenen
dagegen, mochte ich es, weil es mich tiefer ins Geschehen gezogen hat.
Weniger wäre hier manchmal mehr gewesen, deshalb wollte ich es nicht
unerwähnt lassen.

Achtung Spoiler:
Das offene Ende. Hallo? Ich
habe ein Buch von der Größe eines Backsteins ins der Hand, komme zur
letzten Seite, es tobt ein wilder Kampf, die Helden befinden sich in
einer Sackgasse und dann… ein offenes Ende. Das war bitter, wenngleich
auch ein cleverer Marketinggag, denn wem das Buch gefallen hat, der wird
sofort die Fortsetzung kaufen. Nach 509 Seiten jedoch hat es mich
eigentlich nur genervt, nicht zu wissen, ob Saark und Kell gegen die
Feinde bestehen können.

Fazit:
Wer es actionlastig mit einer
Spur von Blutrünstigkeit mag, dafür aber auf heiße Sexszenen verzichten
kann, sollte das Buch unbedingt lesen. Ein starker Magen wird besonders
bei den Kampfszenen empfohlen. Bis auf die wirklich wenigen Schwächen
kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Aufgrund dieser negativen
Punkte (es wäre bestimmt nicht so schwer gewesen, perspektivisch sauber
zu arbeiten, oder die stellenweise vorhanden Unstimmigkeiten
auszumerzen) gebe ich 4 von 5 Sternen.

Die Rezension ist auch auf Amazon einsehbar.

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MiniKampfkekss avatar

Rezension zu "Kells Legende" von Andy Remic

Der wahrscheinlich düsterste aller Helden also...
MiniKampfkeksvor 5 Jahren

»Ich weiß, dass du mich für sadistisch hältst. Aber in diesem Punkt irrst du. Wenn ich bestrafe, bereitet mir das kein Vergnügen. Foltere ich, mache ich das, um Wissen zu erlangen, um weiterzukommen - und um der Wahrheit willen. Und wenn ich töte...« [...] »...töte ich, um zu fressen.«


Inhalt: Kells Heimatstadt wird ohne Vorwarnung von einer Albino-Streitmacht überfallen, die durch Blutöl-Magie geschützt und allen anderen überlegen sind. Sie werden von Schnittern, unmenschlichen, grausamen Wesen, begleitet, die das Blut und die Seelen der Leichen trinken und nur vertrocknete Körper zurücklassen. Kell, seines Zeichens alter Soldat, der schon lange als gütiger Großvater für seine Enkelin Nienna ein ruhiges Leben führt, sieht sich gezwungen, wieder zur Waffe zu greifen. Ilanna, seine blutgebundene Axt, hat jedoch nicht vor, so friedfertig zu bleiben, wie sie als war, als sie noch zur Zierde an der Wand hing... Das Schicksal treibt ihn mit seiner Enkelin, ihrer Freundin Kat und dem augenscheinlichen Edelmann Saark zusammen, und gemeinsam fliehen sie aus der Stadt und begeben sich auf die Mission, ihren König vor der einfallenden Armee zu warnen.

Das Werk beinhaltet verschiedene Handlungsstränge. Einer davon ist der von Kell, der wohl auch die Haupthandlung darstellen soll. Ein zweiter, der ziemlich wichtig erscheint, ist der von Graal, dem Anführer der Albino-Soldaten und noch ein erwähnenswerter der von Anukis, einer unreinen Vachine. Im Verlauf der Handlung treten zunächst geringfügig Elemente von Steampunk auf, die ich persönlich nicht erwartet hatte, die sich allerdings bald zu einem der Hauptthemen entwickeln. Hier tragen auch die Vachine, Wesen, deren Inneres mit Mechanismen und Zahnrädern gefüllt ist, dazu bei. Manche der verschiedenen Stränge führen irgendwann zueinander und ergeben einen Sinn, andere werden bis zum Ende nicht geklärt. Allgemein wird nicht an grausamen Szenen gespart (Blut, Tod, Vergewaltigung und Prügel gehören allem Anschein nach zum Alltag) , allerdings erscheinen mir Anukis' Einblendungen manches Mal düsterer als Kell, unser Held. 

Bei diesem bleibt mir wohl nur zu sagen, dass er mir eigentlich nur wie ein griesgrämiger, sarkastischer, alter Krieger erschienen ist, den eine düsterte Vergangenheit plagt. Erst auf den letzten Seiten ist einem bewusst geworden, dass er doch weit mehr ist, als ein liebevoller Großvater, der seine Enkelin beschützen will. Hinter Saarks Erscheinung steckt weitaus mehr, als man zunächst vermuten mag, ebenso bei Anukis. 


Sprache & Aufbau: Im Großen und Ganzen ist das Buch durchaus flüssig geschrieben. Es werden einige gute Vergleiche angeführt, nur leider besitzt der Autor die hohlbeinische Angewohnheit, manchmal eine gute, treffende Formulierung so oft zu wiederholen, bis sie einem dem Leser schon auf den Geist geht. So bleiben mir wohl Ausschnitte wie "pervertiertes Uhrwerk" oder "eine Landschaft wie auf einem Pastellgemälde" länger in Erinnerung als andere Teile des Werkes. Andy Remic versucht sich am Ende fast eines jeden Kapitels mit einem Cliffhanger, doch spätestens nach der Mitte bemerkt man ein System dahinter und die Spannung entweicht. Zum Ende hin sackt die Spannung allgemein ab, der Spannungsbogen ist nicht richtig straff gezogen. Dazu kommen einige kleinere Logikfehler, zum Beispiel eine abgegebene Waffe, die plötzlich wieder in der Hand des Protagonisten zu finden ist, oder eine aufgehobene Unverwundbarkeit, die sich ebenfalls zum Ende hin summieren, was sehr, sehr schade ist.


Persönliche Meinung: Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und konnte kaum erwarten, meine Nase hineinzustecken, als es eintraf. Daher bin ich im Moment, keine halbe Stunde, nachdem ich es zugeklappt habe, wohl auch ein wenig enttäuscht. Von der düsteren Atmosphäre, die im Klappentext versprochen wird, habe ich kaum etwas gespürt. Es ist eine gute Geschichte, die auch irgendwo ihren Pepp und Reiz hat, sonst hätte ich das Buch wohl kaum auf zwei Tage verschlungen. Bis zur ersten Hälfte hin fand ich es gut, es war bis auf einige, oben angemäkelte Fehlerchen schön zu lesen. Dann aber fand ich manche Seiten und Ereignisse etwas zu gestreckt, andere zu gestaucht und die letzten hundert Seiten haben mich richtig genervt. Es sind durchaus ein paar unvorhersehbare Wendungen in der Handlung, alles in allem allerdings finde ich, wäre mehr gegangen. Ich bin schwer am Überlegen, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt zulege. Ich hätte wirklich sehr gerne mehr Sterne gegeben, aber wenn ich mir andere Werke anschaue, denen ich vier gegeben habe, müssen es drei auf alle Fälle tun.


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