Andy Remic Kells Legende

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Inhaltsangabe zu „Kells Legende“ von Andy Remic

Der wahrscheinlich düsterste aller Helden … Es ist eine Zeit für Helden, eine Zeit für Krieger – und Kells Axt dürstet nach Blut. Doch Kell ist kein Held. Er ist nur ein Mann, der stets versucht hat, das Richtige zu tun. Da fällt eine grausame Armee aus dem Norden über seine Heimat her, und Kell muss sich entscheiden. Wird er den Erwartungen seiner Enkelin Nianna gerecht werden, die ihn aus tiefster Seele verehrt? Oder wird er sie enttäuschen und dafür ihrer beider Leben retten? Kells größter Kampf steht bevor!

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    Kells Legende
    TZNycra

    TZNycra

    15. April 2014 um 10:33

    Es ist schon lange her, seit ich einen richtig guten Fantasy-Roman gelesen habe, in dem es nicht um Liebe oder Sex geht. Deshalb bin ich umso begeisterter, dass Andy Remics "Kells Legende" seinen Weg in mein Buchregal gefunden hat. Denn Kell ist … anders. Klapptext: Der wahrscheinlich düsterste aller Helden … Es ist eine Zeit für Helden, eine Zeit für Krieger – und Kells Axt dürstet nach Blut. Doch Kell ist kein Held. Er ist nur ein Mann, der stets versucht hat, das Richtige zu tun. Da fällt eine grausame Armee aus dem Norden über seine Heimat her, und Kell muss sich entscheiden. Wird er den Erwartungen seiner Enkelin Nianna gerecht werden, die ihn aus tiefster Seele verehrt? Oder wird er sie enttäuschen und dafür ihrer beider Leben retten? Kells größter Kampf steht bevor! Cover: Wir sehen einen bärtigen Helden, der alles andere als heldenhaft aussieht. Eigentlich wirkt er wie ein Barbar, das Sinnbild eines bösen Schlächters. Er trägt Pelz und eine Axt und sieht den Leser grimmig an, als wolle er sagen: Schreib bloß keine schlechte Kritik über mich. Inhalt: Das ist auch gar nicht nötig, denn die Geschichte um Kell, seine Enkelin Nienna und den Dandy Saark fesseln. Zwar nicht ganz zu Anfang, aber im Laufe der Handlung immer mehr. Doch der Reihe nach. Eigentlich ist Kell ein Kriegsveteran, der nur daheim sitzt, Suppe schlürft und sich heimlich mit seiner Enkelin trifft. Wir lernen ihn als Griesgram kennen, der eine eigentümliche Mischung aus Sympathie und Antipathie hervorruft. Nienna dagegen ist das liebe, lustige Mädchen, das, wie sollte es anders sein, bald schon in Schwierigkeiten steckt. Denn die Vachine greifen Jadestadt an und töten alles, was darin lebt, um das Blut zu ernten und daraus Blutöl zu raffinieren, das sie zum Leben benötigen. Natürlich bekommt unser Held das rechtzeitig mit und eilt zur Rettung. Blutig und brutal metzelt er sich durch die Geschichte, doch wenn man glauben möchte, dass dies eine schriftliche Form eines Splatters ist, wird enttäuscht sein, denn es gibt tatsächlich eine Handlung, nämlich Kell will den Kriegskönig Leonoric vor den einfallenden Horden warnen. Ob und wie ihm das gelingt, werde ich hier nicht verraten, nur so viel: Ihr solltet es selbst lesen. Spoiler: Wer sich nicht für die Details interessiert, darf hier weiterlesen, alle anderen sollten vielleicht diesen Teil überspringen. Die Angreifer sind nämlich nicht einfach irgendwelche machthungrigen Marodeure, sondern eine eigene Zivilisation, genannt Vachine, eine Mischung aus Vampir und Maschine, eine Kombination aus Mensch und Uhrwerk. Der Schaffer dieser Symbiose ist schon lange tot, aber sein Sohn und dessen Tochter spielen eine zentrale Rolle, denn wir begleiten letztere durch ein paar wahrlich schauderhafte Szenen, gespickt mit Demütigung und Verrat. Die Figuren: Auf Seiten der Guten haben wir Kell, seine Enkelin Nienna, den Dandy Saark und ein weiteres Mädchen, das meiner Meinung nach aber nicht allzu viel zur Handlung beiträgt. Auf der Seite der Bösen steht General Graal, der Vachine General, der mit aller Macht Falanor erobern möchte und den Pseudo-Verlobten der Vachine-Tochter, dessen Namen ich aber schon wieder verdrängt habe. Ein Zwischending sind er Uhrmacher, seine Tochter, die Königin Falanors und deren Gemahl König Leoric. Die Figuren selbst sind charaktertreu. Kell ist mürrisch mit einem Hauch zur Nachsicht. Gegenüber seinen Freunden, bei Feinden sieht es verständlicherweise anders aus. Er hat viel gesehen und lässt sich schwer von einer vorgefassten Meinung abbringen. Seine irrationale Hass-Liebe, die er für seine Axt Illiana empfindet, zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch. Ich habe Illiana bewusst nicht in die Figurenliste aufgenommen, weil sie technisch gesehen, ja keine solche ist. Dennoch nimmt sie einen großen Raum in der Handlung ein. Nienna dagegen bleibt die Handlung über scheu, wenngleich sie hin und wieder zeigt, dass das Blut ihres Großvaters in ihren Adern fließt. Stellenweise kam sie mir vor, wie das hübsche Beiwerk, das benötigt wurde, um Kell einen Grund für seine Metzeleien zu geben. Ein wenig nervig erscheint mir Saark, der sich jedoch im Laufe der Geschichte entwickelt, ohne wirklich zum Helden zu werden. Er ist einfach zu gelackt, bietet jedoch auch am meisten Potential, um über ihn zu diskutieren. Er nennt sich selbst einen Dandy, der mit zahllosen Frauen geschlafen hat (darunter eine Königin *hust*), der sich auf schöne Künste versteht, es sauber mag, aber dennoch kämpfen kann. Das das alles nur Fassade ist, merkt man aber erst gegen Ende des Romans. Alles in allem bietet die Besetzungscouch hier eine illustre Mischung, die den Leser mal die Hand an die Stirn klatschen lässt oder sich angstvoll auf die Lippe beißen lässt. Meinung: Kells Legende bietet alles, was das Herz begehrt, außer vielleicht der richtig großen Romantik, die mir aber überhaupt nicht gefehlt hat. Es gibt viele Tote und Remic versteht es, Sympathieträger zu töten, ohne dabei gleich inflationär zu werden. Die Kampfszenen sind alle sehr detailliert beschrieben, während die Folterszenen der Uhrmacher-Enkelin bei weitem nicht so tief gehen. Trotzdem packt die Mischung und lässt einen bis zur letzten Seite nicht los. Die Einbettung der Uhrwerke in Verbindung mit Vampiren halte ich für äußerst gelungen. Auch wenn anfangs die Erklärungen ein wenig untergehen, begreift der Leser recht schnell, um was es genau in dieser Welt geht. Gestört haben mich jedoch auch einige Dinge: Zum einen wären da die Perspektivwechsel innerhalb einer Szene. So lese ich gerade etwas aus Kells Sicht und finde mich nur einen Satz später in den Gedanken von Saark wieder. Im Verlauf des Lesens ging das unter, weil ich zu sehr von der Handlung gefesselt war, aber der fade Beigeschmack blieb. Der Autor mag Adjektive. Häufig und möglichst viele hintereinander. Das war in einigen Szenen ermüdend, bei den Kampfszenen dagegen, mochte ich es, weil es mich tiefer ins Geschehen gezogen hat. Weniger wäre hier manchmal mehr gewesen, deshalb wollte ich es nicht unerwähnt lassen. Achtung Spoiler: Das offene Ende. Hallo? Ich habe ein Buch von der Größe eines Backsteins ins der Hand, komme zur letzten Seite, es tobt ein wilder Kampf, die Helden befinden sich in einer Sackgasse und dann… ein offenes Ende. Das war bitter, wenngleich auch ein cleverer Marketinggag, denn wem das Buch gefallen hat, der wird sofort die Fortsetzung kaufen. Nach 509 Seiten jedoch hat es mich eigentlich nur genervt, nicht zu wissen, ob Saark und Kell gegen die Feinde bestehen können. Fazit: Wer es actionlastig mit einer Spur von Blutrünstigkeit mag, dafür aber auf heiße Sexszenen verzichten kann, sollte das Buch unbedingt lesen. Ein starker Magen wird besonders bei den Kampfszenen empfohlen. Bis auf die wirklich wenigen Schwächen kann ich das Buch uneingeschränkt empfehlen. Aufgrund dieser negativen Punkte (es wäre bestimmt nicht so schwer gewesen, perspektivisch sauber zu arbeiten, oder die stellenweise vorhanden Unstimmigkeiten auszumerzen) gebe ich 4 von 5 Sternen. Die Rezension ist auch auf Amazon einsehbar.

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  • Der wahrscheinlich düsterste aller Helden also...

    Kells Legende
    MiniKampfkeks

    MiniKampfkeks

    21. August 2013 um 20:43

    »Ich weiß, dass du mich für sadistisch hältst. Aber in diesem Punkt irrst du. Wenn ich bestrafe, bereitet mir das kein Vergnügen. Foltere ich, mache ich das, um Wissen zu erlangen, um weiterzukommen - und um der Wahrheit willen. Und wenn ich töte...« [...] »...töte ich, um zu fressen.« Inhalt: Kells Heimatstadt wird ohne Vorwarnung von einer Albino-Streitmacht überfallen, die durch Blutöl-Magie geschützt und allen anderen überlegen sind. Sie werden von Schnittern, unmenschlichen, grausamen Wesen, begleitet, die das Blut und die Seelen der Leichen trinken und nur vertrocknete Körper zurücklassen. Kell, seines Zeichens alter Soldat, der schon lange als gütiger Großvater für seine Enkelin Nienna ein ruhiges Leben führt, sieht sich gezwungen, wieder zur Waffe zu greifen. Ilanna, seine blutgebundene Axt, hat jedoch nicht vor, so friedfertig zu bleiben, wie sie als war, als sie noch zur Zierde an der Wand hing... Das Schicksal treibt ihn mit seiner Enkelin, ihrer Freundin Kat und dem augenscheinlichen Edelmann Saark zusammen, und gemeinsam fliehen sie aus der Stadt und begeben sich auf die Mission, ihren König vor der einfallenden Armee zu warnen. Das Werk beinhaltet verschiedene Handlungsstränge. Einer davon ist der von Kell, der wohl auch die Haupthandlung darstellen soll. Ein zweiter, der ziemlich wichtig erscheint, ist der von Graal, dem Anführer der Albino-Soldaten und noch ein erwähnenswerter der von Anukis, einer unreinen Vachine. Im Verlauf der Handlung treten zunächst geringfügig Elemente von Steampunk auf, die ich persönlich nicht erwartet hatte, die sich allerdings bald zu einem der Hauptthemen entwickeln. Hier tragen auch die Vachine, Wesen, deren Inneres mit Mechanismen und Zahnrädern gefüllt ist, dazu bei. Manche der verschiedenen Stränge führen irgendwann zueinander und ergeben einen Sinn, andere werden bis zum Ende nicht geklärt. Allgemein wird nicht an grausamen Szenen gespart (Blut, Tod, Vergewaltigung und Prügel gehören allem Anschein nach zum Alltag) , allerdings erscheinen mir Anukis' Einblendungen manches Mal düsterer als Kell, unser Held.  Bei diesem bleibt mir wohl nur zu sagen, dass er mir eigentlich nur wie ein griesgrämiger, sarkastischer, alter Krieger erschienen ist, den eine düsterte Vergangenheit plagt. Erst auf den letzten Seiten ist einem bewusst geworden, dass er doch weit mehr ist, als ein liebevoller Großvater, der seine Enkelin beschützen will. Hinter Saarks Erscheinung steckt weitaus mehr, als man zunächst vermuten mag, ebenso bei Anukis.  Sprache & Aufbau: Im Großen und Ganzen ist das Buch durchaus flüssig geschrieben. Es werden einige gute Vergleiche angeführt, nur leider besitzt der Autor die hohlbeinische Angewohnheit, manchmal eine gute, treffende Formulierung so oft zu wiederholen, bis sie einem dem Leser schon auf den Geist geht. So bleiben mir wohl Ausschnitte wie "pervertiertes Uhrwerk" oder "eine Landschaft wie auf einem Pastellgemälde" länger in Erinnerung als andere Teile des Werkes. Andy Remic versucht sich am Ende fast eines jeden Kapitels mit einem Cliffhanger, doch spätestens nach der Mitte bemerkt man ein System dahinter und die Spannung entweicht. Zum Ende hin sackt die Spannung allgemein ab, der Spannungsbogen ist nicht richtig straff gezogen. Dazu kommen einige kleinere Logikfehler, zum Beispiel eine abgegebene Waffe, die plötzlich wieder in der Hand des Protagonisten zu finden ist, oder eine aufgehobene Unverwundbarkeit, die sich ebenfalls zum Ende hin summieren, was sehr, sehr schade ist. Persönliche Meinung: Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und konnte kaum erwarten, meine Nase hineinzustecken, als es eintraf. Daher bin ich im Moment, keine halbe Stunde, nachdem ich es zugeklappt habe, wohl auch ein wenig enttäuscht. Von der düsteren Atmosphäre, die im Klappentext versprochen wird, habe ich kaum etwas gespürt. Es ist eine gute Geschichte, die auch irgendwo ihren Pepp und Reiz hat, sonst hätte ich das Buch wohl kaum auf zwei Tage verschlungen. Bis zur ersten Hälfte hin fand ich es gut, es war bis auf einige, oben angemäkelte Fehlerchen schön zu lesen. Dann aber fand ich manche Seiten und Ereignisse etwas zu gestreckt, andere zu gestaucht und die letzten hundert Seiten haben mich richtig genervt. Es sind durchaus ein paar unvorhersehbare Wendungen in der Handlung, alles in allem allerdings finde ich, wäre mehr gegangen. Ich bin schwer am Überlegen, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt zulege. Ich hätte wirklich sehr gerne mehr Sterne gegeben, aber wenn ich mir andere Werke anschaue, denen ich vier gegeben habe, müssen es drei auf alle Fälle tun.

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