Artemis

von Andy Weir 
3,8 Sterne bei80 Bewertungen
Artemis
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (51):
K

Nicht so mitreissend, wie der Vorgänger, aber sehr unterhaltsam. Bislang macht man mit Andy Weir, wenn man so was mag, nichts verkehrt.

Kritisch (6):
beyond_redemptions avatar

Erst nach der Hälfte wird klar, wovon das Buch überhaupt handeln soll. Konnte mich leider nicht packen.Die Protagonistin wirkt unglaubwürdig

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Inhaltsangabe zu "Artemis"

Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453271678
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:05.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.03.2018 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Aydas avatar
    Aydavor 2 Monaten
    Hat mich leider nicht unterhalten können

    Ich hatte schon viel von Der Marsianer gehört und werde das Buch auch noch lesen aber Artemis konnte mich leider nicht wirklich begeistern,obwohl ich den Schreibstil gut zu lesen finde aber irgendwie kam ich einfach nicht in die Handlung,die in Artemis die einzige Stadt auf dem Mond spielt und 2000 Einwohner hat. Eigentlich eine ziemlich coole Idee aber es zieht sich einfach. Wir lernen Jazz kennen,die als Trägerin arbeitet, indem sie Ware von der Erde nach Artemis trägt. Es gibs
    t auch durchaus einige interessante Aspekte, die das Leben der Menschen beschreiben aber mir hat die Spannung gefehlt und das fliegen duch die Seiten. Die Geschichte kam einfach nicht in Fahrt und es ware zuviele technischen Beschreibungen,daher leider nur 2,5 Sterne

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    losgelesens avatar
    losgelesenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Die Zukunft liegt auf dem Mond.
    Die Zukunft liegt auf dem Mond.

    Mit dem Überraschungserfolg „Der Marsianer“ hat Andy Weir einen spannenden und lesenswerten Science-Fiction Roman geschrieben, der insbesondere durch seine Verfilmung allgemein bekannt wurde. Nun hat der Autor des Weltbestsellers mit „Artemis“ einen neuen Roman vorgelegt, der im Heyne Verlag erschienen ist. Als Leser ist man natürlich gespannt, ob er das Niveau des Erstlingswerks halten kann.

    Die Geschichte spielt in nicht allzu ferner Zukunft auf dem Mond. Genauer in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Erdtrabanten. Die Schmugglerin Jazz Bashara ist eine von 2000 Einwohnern und gerät in eine tödliche Verschwörung bei der nicht nur ihr Leben bedroht wird, sondern auch das Leben aller Einwohner von Artemis.

    Andy Weir erzählt in seinem Roman eine überaus spannende Geschichte mit gut charakterisierten Protagonisten und nicht zu weitschweifigen Beschreibungen der notwendigen Techniken. Er führt den Leser so stets gekonnt in eine vorstellbare Zukunft auf dem Mond ein, die er durchgehend nachvollziehbar und realistisch darstellt. Das ist das großes Plus von dem Roman. Zwar handelt es sich um Science-Fiction, aber an keiner Stelle ist sie so fremd, als dass sie nicht bereits in naher Zukunft genauso umgesetzt werden könnte. Das ist ein vergnügliches und nahezu einzigartiges Leseerlebnis und erinnert dadurch tatsächlich an „Der Marsianer“. Auch bei Andy Weirs ersten Roman hatte der Leser immer das Gefühl, dass die Geschichte tatsächlich jederzeit so passieren könnte. „Artemis“ ist somit ebenfalls von der ersten bis zur letzten Seite eine absolute Leseempfehlung. Science-Fiction at its best!

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mit den freakigen, einfach coolen Charakteren und dem grandiosen Setting hat die Geschichte mich absolut gecatcht!
    Freakig, abgedreht, modern und super unterhaltsam!

    Andy Weir sagte mir bisher gar nichts, denn "Der Marsianer" habe ich noch nicht gelesen (mittlerweile habe ich aber den Film gesehen und für großartig befunden). Der Klappentext zu "Artemis" hat mich einfach neugierig gemacht, weil er nach irrem Sci-Fi-Krimi auf dem Mond und damit insgesamt richtig cool klang. Und tatsächlich hat mich Andy Weir mit seiner etwas anderen Science-Fiction-Geschichte gleich auf den ersten Seiten komplett abgeholt und das vor allem mit seiner grandiosen Hauptfigur. Erstmal: Wie cool ist das bitte, dass es endlich mal einen modernen Science-Fiction-Roman mit einer weiblichen Protagonistin gibt? Damn, endlich, endlich, endlich! Mich haben die Männer in dem Genre einfach nur noch genervt, Jazz hingegen ist einfach nur der Hammer.

    Was bringt Andy Weir nicht alles in ihrem Charakter zusammen: Nicht nur, dass Jazz aus Saudi Arabien kommt und streng genommen eine Muslima ist - nein, sie ist auch ziemlich schräg, hat eine unglaublich große Klappe, hat in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Mond-Mann verschlissen und somit einen gewissen Ruf, ist obendrein unglaublich clever und hat jede Menge kriminelle Energie. Aber: Sie hat auch ihre Prinzipien und ist einfach witzig, was wichtig ist, denn so findet man sie trotz ihres sehr speziellen Charakters sympathisch und supercool. Jazz ist eine Mischung aus Antiheld, Superhirn und Schmusebär und damit ein wirklich abgefahrener Charakter, was mich super überrascht und schließlich von den Socken gehauen hat. Da die Geschichte aus Jazz´ Perspektive erzählt wird, bekommt man als Leser ihre teils verdrehten Gedanken ungefiltert ab und das allein macht den Roman zu einem echten Erlebnis.

    Aber auch die übrigen Figuren sind stark, unkonventionell und besonders. Ich mochte beispielsweise auch Jazz´ Vater sehr, der einerseits verschroben, andererseits aber auch sehr gütig und warmherzig auf mich wirkte. Oder den Kneipenwirt, der Jazz bei jedem Besuch seine neueste Schnaps-Kreation andreht. Oder den freakigen Svoboda, der Jazz im Verlauf der Geschichte den ein oder anderen Gefallen tut und sich dafür auf etwas andere Art und Weise bezahlen lässt. Oder aber Officer Rudy - der einzige Polizist auf dem Mond und ebenso heiß und attraktiv wie nervtötend. Andy Weir hat in "Artemis" einen großen Pool an richtig coolen Charakteren geschaffen, die einfach von vorne bis hinten Spaß machen und der Geschichte das gewisse Etwas geben.

    Natürlich fand ich außerdem das Setting spektakulär und großartig - durch Jazz´ Augen empfindet man Ehrfurcht für die karge, stille und dabei irgendwie anmutige Mondlandschaft. Ihre Liebe zum Mond und zu Artemis kommt sehr schön zum Ausdruck, auch wenn Andy Weir uns natürlich auch die Schattenseiten einer eigenständigen Gemeinde auf dem Mond zeigt. Die kleine Welt von Artemis wird von Geld regiert - die Stadt gilt als abgefahrenes Reise-Ziel und als exklusiver Rückzugsort für die Superreichen, während einfache Arbeitskräfte wie Jazz in schmalen Konservendosen leben und sich nicht mal eine fünfminütige Dusche leisten können. Klar, dass es in Artemis einen Untergrund gibt beziehungsweise einen florierenden Markt für illegale Geschäfte gibt und da passt Jazz wunderbar rein. Ein weiterer Fakt am Rande: Artemis kann man gut als Multi-Kulti-Stadt bezeichnen, denn dort leben Menschen aus allen Winkeln der Erde. Und sie fühlen sich selbst nicht als Saudis oder als Japaner oder als Amerikaner - sie fühlen sich als Artemisier, als eine Gemeinschaft, die ohne die Fähigkeiten des einen nicht existieren kann. Was für eine starke Botschaft!

    Ich finde, dass Andy Weir insgesamt sehr plastisch und authentisch erzählt. Er streut viele technische Details in die Handlung ein, die mich aber nicht (wie bei anderen Werken des Genres) überfordert oder ermüdet, sondern die mich interessiert und unterhalten haben. Jazz besitzt jede Menge Know How und sie ist unheimlich clever - eine Tatsache, die den Roman richtiggehend belebt. Er blüht durch seine Nerdigkeit und die vielen freakigen Details auf und das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Dadurch bleibt die Handlung durchgehend spannend, obwohl mir diesbezüglich hier und da ein bisschen die Innovation gefehlt hat. Die Geschichte, die Weir um die Kleinkriminelle Jazz und den reichen Unternehmer Trond spinnt, ist zwar alles andere als langweilig oder abgedroschen, aber sie ist eben auch nicht völlig neu und hätte als konventionelle Kriminalgeschichte sicher einige Plot Twists und Überraschungen vermissen lassen. Als Krimi auf dem Mond aber konnte mich "Artemis" schlussendlich überzeugen.

    Mein Fazit
    Cool, frisch, abgefahren, modern und absolut unterhaltsam: Andy Weir hat mit "Artemis" eine Art von Science Fiction geschrieben, wie ich sie so bisher noch nicht gelesen habe. Besonders großartig fand ich die freakigen und trotzdem liebenswerten Charaktere und das abgespacete Setting. Da konnte ich der Geschichte auch die ein oder andere kleinerere Schwäche verzeihen - ein wirklich großes Lesevergnügen!

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    B
    booklover7vor 3 Monaten
    Lesestoff für Sci-fi Fans

    Artemis von Andy Weir (der auch ‚Der Marsianer‘ schrieb), erschien am 05.03.2018 und besitzt 423 Seiten.

    Ein neues Buch von Andy Weir? Das auf dem Mond spielt? Ich bin dabei!
    Vor nicht allzu langer Zeit hab ich meine Vorliebe für das Science- Fiction Genre entdeckt und bin dabei zu erkunden was dieses noch alles zu bieten hat. Leider hat Artemis nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Vielleicht hab ich diese aber auch zu hoch angesetzt. Auf jeden Fall kam es für mich nicht an das Niveau von der Marsianer heran, aber ich denke auch, dass persönliche Vorlieben eine große Rolle spielen.
    Jazz, die zwanzigjährige Hauptprotagonistin konnte mich leider nicht überzeugen und ich fand sie etwas unsympathisch. Sie war sehr draufgängerisch, schroff und eine kleine Besserwisserin, was nicht wirklich dazu beigetragen hat, sie als Charakter zu mögen. Es hatte den Anschein, dass der Autor es problematisch fand aus der Sicht einer Frau zu schreiben, denn einige Kommentare über sich, ihren Körper und ihr Liebesleben waren wirklich seltsam. Es kam mir mehr so vor als würde ein Junge im Teenageralter sprechen und keine junge Frau. Mir hat da ein wenig die Reife gefehlt und hat das Buch etwas unseriös dastehen lassen.
    Ich kann mir aber auch vorstellen das der Humor dieses Buches einigen gefallen würde, nur bei mir war das persönlich nicht der Fall.
    Auch den Heist, den ich mir sehr spannend ausgemalt hatte, fand ich mittelmäßig interessant. Die ganzen Erklärungen und Gespräche über Kriminelle, Diebstahl, Wissenschaft usw. hat mich etwas gelangweilt, dennoch gab es einige spannende Science-Fiction-Elemente.

    Was mir zugesagt hat war das Setting. Jazz lebt auf dem Mond, genauer gesagt in der Stadt Artemis. Die Stadt ist aufgeteilt in eine arme und eine reiche Seite. Reiche Leute kommen jedes Jahr auf den Mond um dort ihren Urlaub zu verbringen und leben in dieser Zeit in schicken Hotels, während die arme Bevölkerung für einen lebenslangen Aufenthalt spart. Die ganze Idee und das Konzept dieses Planten empfand ich als interessant und kreativ. Ich hätte sogar gerne noch mehr darüber gelsen.
    Jazz hat einen einen Brieffreund auf der Erde namens Kelvin, mit dem sie sich regelmäßig austauscht. Ihre Gespräche waren ziemlich unterhaltsam, nur fand ich es schade, dass dieser Aspekt nicht weiter ausgearbeitet wurde.

    Insgesamt gebe ich dem Buch drei Sterne, da es unterhaltsam war, nur mit der Protagonistin kam ich nicht so richtig klar. Generell kann ich Artemis Sci-fi Fans empfehlen, da es definitiv einiges zu bieten hat und wenn man eher draufgängerische Protagonisten mag, ist man hier auch richtig.
    Vielen vielen Dank auch nochmal an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 3 Monaten
    Nett für zwischendurch

    Ich kann gar nicht genau beschrieben, was ich erwartet habe. Schon seit längerem habe ich richtig Lust auf Bücher in diesem Genre, das unter anderem ja für viele neue Technologien, Gesellschaftsformen und Welten bekannt ist. Es ist zwar nicht so, dass Artemis nichts davon bietet, doch war es wesentlich einfacher gestrickt als ich gedacht hätte.
    Der Schreibstil ist leicht und flüssig, was zusätzlich noch dafür gesorgt hat, dass ich schnell in der Geschichte drin war.

    Jazz ist wirklich ein cooler Charakter, auf den ich mich schon sehr gefreut habe, eine kleine Antiheldin. Verstoßen von Zuhause und aus ihrem Bekanntenkreis, übernimmt sie Tätigkeiten, die wohl kaum weniger ihren Kompetenzen gerecht werden könnten. Ganz so facettenreich wurde sie dann leider doch nicht aufgebaut. Ebenso hat mich das Verhalten doch an einen wesentlich jüngeren Menschen erinnert, der sich gerade in einer Trotz-/Rebellenphase befindet.
    Dennoch konnte sie für gute Unterhaltung sorgen und hat mit ihren Macken und Kanten Abwechslung in die Geschichte gebracht.
    Was allerdings wirklich schön war, dass unter den verschiedenen Charakteren Herkunft, Religion & Co. absolut gar keine Rolle spielt, was man ja auch nicht allzu oft erlebt.

    Das Konstrukt rund um Artemis ist durchaus interessant, aber auch sehr begrenzt. So kann man sich hier eine kleine Stadt oder auch Siedlung auf dem Mond vorstellen, die aber sehr überschaubar gehalten ist. Die Gesellschaftsformen sind nicht groß verändert, dominierend ist hier zwar ein reicher Anteil der Bewohner, doch natürlich bleibt eine sogenannte Unterschicht nicht aus, denn irgendwer muss ja auch die unliebsamen Aufgaben erledigen. Auch, wenn es kein extrem detailreiches Wissen war, so fand ich die kleinen eingebauten Aspekte doch sehr interessant – wie es zum Beispiel ist, in einer anderen Atmosphäre zu leben, was für Auswirkungen die Schwerkraft auf den menschlichen Körper hat usw..

    Bei der Story an sich, handhabt es sich für mich ein wenig wie bei den Charakteren und dem Aufbau von Artemis selbst: es war durchaus interessant, für mich persönlich aber nicht unglaublich fesselnd, geschweige denn faszinierend. Die Geschichte hat sich unglaublich schnell weggelesen, ich wurde gut unterhalten und musste nicht allzu viel Konzentration aufbringen, um dem Verlauf der Geschichte folgen zu können.

    FAZIT

    Artemis war mein erstes Werk von Andy Weir – und auch, wenn es nicht mein letztes sein wird, so war es auch nicht unbedingt ein Highlight. Eine unterhaltsame nette Geschichte für zwischendurch, die wohl aber nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Ich persönlich hatte mir einfach noch mehr darunter vorgestellt, eine ausgetüfteltere Welt, facettenreichere Charaktere und vor allem mehr Spannung.
    Dennoch empfehlenswert wird Zwischendurch und sicherlich auch als Einstieg in das Science Fiction Genre.

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    LiveReadLoves avatar
    LiveReadLovevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Leider überhaupt nicht mein Fall..
    Leider eine Enttäuschung..

    Inhalt

    Jazz Bashara ist in Artemis aufgewachsen. Der ersten und bisher einzigen Stadt auf dem Mond. Es gibt zweitausend Einwohner, darunter sind viele Millionäre und Wissenschaftler. Außerdem besuchen regelmäßig Touristen Artemis, um die Stadt zu erkunden. Mittendrin ist Jazz, die sich als Schmugglerin geradeso über Wasser halten kann. Als sie von einem der reichsten Männer in Artemis einen Auftrag erhält, kann sie nicht ablehnen und weiß damit jedoch noch nicht, worauf sie sich einlässt..

    Ich habe „Der Marsianer“ von Andy Weir nicht gelesen, das Buch aber noch immer auf meiner Wunschliste. Als ich von „Artemis“ erfahren habe wollte ich die Geschichte unbedingt lesen. Herzlichen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Es fällt mir wirklich schwer zu beschreiben, wie mir dieses Buch gefallen hat. Ich habe im Vorfeld eine sehr negative Rezension auf Isabellas Blog Noch mehr Bücher  gelesen und kann sagen, sie hat in allen Punkten recht.
    Das Buch ist von Anfang bis Ende problematisch. Ich möchte nichts schönreden oder versuchen etwas zu rechtfertigen. Was mich am meisten gestört hat ist die Tatsache, dass Andy Weir nicht fähig zu sein scheint, sich in die Perspektive einer Frau zu versetzen und diese entsprechend darzustellen. Und das, obwohl er im Interview am Ende des Buches betont, dass er die Geschichte vielen Frauen zum Lesen gegeben hat, weil er sich nicht sicher war, dass Jazz wirklich glaubwürdig rüber kommt. Welchen Frauen hat er das Buch denn gezeigt ohne, dass sie ihn darauf hingewiesen haben, dass Jazz ganz und gar nicht glaubwürdig ist?

    Jazz wird als die Matratze von Artemis dargestellt, obwohl sie in der gesamten Geschichte kein einziges Mal Sex hat oder sich explizit an irgendwelchen Sex erinnert. Nicht einmal der eigene Vater schreckt davor zurück seine Tochter als Schlampe hinzustellen.

    „Ich verdrehte die Augen. ‚So bin ich nicht, Dad. Es mag dich schockieren, aber ich hatte mit niemandem in diesem Raum Sex.‘
    ‚Nun ja, der Raum ist nicht so groß.‘ “ (S. 297)

    Gleichzeitig scheint es keinerlei andere Frauen zu geben, die auf Artemis leben außer zwei Frauen, die sozusagen die „Endgegner“ von Jazz sind und einem jungen Mädchen das nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Auch der Umgang mit diesem Mädchen ist fragwürdig, denn sie wird mehrfach als „Krüppel“ bezeichnet. Was vielleicht als derber Humor ankommen soll, hat bei mir eher ein Stirnrunzeln verursacht. Muss das wirklich sein? Gelacht habe ich nämlich nicht..
    Dazu kommt, dass Jazz eine Saudi-Araberin ist, die zwar ihren Glauben nicht praktiziert aber einen Niqab als Verkleidung benutzt, um sich unerkannt durch Artemis bewegen zu können. Hätte man das wirklich nicht anders lösen können?

    „Es war schön, dass man eine Maske tragen konnte, ohne Verdacht zu erregen.“ (S. 108)

    Auch die Darstellung des schwulen Charakters Dale ist in meinen Augen nicht unbedingt geglückt. Neben Jazz scheint er die einzige andere Person zu sein, die unglaublich viel Sex hat. Noch dazu mit dem Freund von Jazz, während die beiden noch zusammen waren. Und genau das schmiert Jazz ihm pausenlos aufs Brot. Natürlich ist Fremdgehen scheiße und ich möchte das nicht verteidigen, aber richtig damit umgegangen wird nicht. Für die eigentliche Handlung hat es sowieso überhaupt keine Relevanz und deshalb habe ich mir pausenlos die Frage gestellt, wieso es dann ständig thematisiert werden muss.

    Neben all diesen problematischen Stellen war das Buch für mich eine wahre Enttäuschung. Ich wollte eine spannende actiongeladene Gangstergeschichte auf dem Mond lesen und bekommen habe ich ein Buch, das mich von vorn bis hinten gelangweilt hat. Der Aufbau der Stadt und die wissenschaftlichen Details waren zwar interessant aber haben nicht darüber hinweggetäuscht, dass eigentlich nichts passiert. Die Handlung verliert sich in einem haarsträubenden Plot mit Charakteren, die keinerlei Tiefe aufweisen. Ich habe keine Sekunde mit einem der handelnden Personen mitgefühlt oder mich auch nur versucht hineinzuversetzen. Erst ganz am Ende kommt ein bisschen Spannung auf, doch das kam für mich eindeutig zu spät. Über 300 Seiten habe ich auf Spannung gewartet und nichts ist passiert, da konnten die letzten 50 Seiten auch keine Abhilfe mehr schaffen. Es war zu wenig, zu spät und eindeutig nicht plausibel genug.

    Fazit

    Leider muss ich sagen, dass mir das Buch einfach nicht gefallen hat. Es war langweilig, hatte Charaktere ohne jeden Tiefgang und thematisiert Content unfassbar problematisch. Ich weiß nicht was sich Andy Weir dabei gedacht hat ein solches Buch zu schreiben.. Absolut keine Empfehlung.


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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Handlung und Heldin konnten mich nicht so richtig begeistern. Den " Marsianer" fand ich besser.
    Etwas schwächer als der "Marsianer"

    Die 26-jährige Jazz Bashara lebt seit ihrer Kindheit auf der Mondsiedlung Artemis, einem exklusiven Touristenort, wo sie Transportdienste übernimmt und sich mit kleineren Schmuggeleien etwas hinzuverdient. Einer ihrer Stammkunden ist Millionär Trond Landvik, der ihr plötzlich ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet. Wenn Jazz die nahegelegene Sanchez Aluminiumhütte sabotiert, bekommt sie dafür 1 Million. Doch der Plan geht schief und dann wird Landvik auch noch ermordet. Jazz gerät in eine tödliche Verschwörung, bei der nicht nur ihr Schicksal, sondern das von ganz Artemis auf dem Spiel steht.

    "Artemis" stammt aus der Feder von Andy Weir, dem Autor von "Der Marsianer". Mark Watneys Überlebenskampf auf dem Mars fand ich trotz kleinerer Abstriche noch recht unterhaltsam, doch mit Jazz' Mondabenteuer konnte ich nicht mehr allzu viel anfangen.

    Der Einstieg in die Geschichte gelang erstmal problemlos. Durch den locker-leichten Schreibstil war ich schnell mittendrin im Geschehen, das sich diesmal auf dem Mond abspielt. Ein faszinierender Schauplatz, der mit vielen netten Ideen und technischen Spielereien punktet. Hier würde ich auch gern einmal Urlaub machen und mir zum Beispiel den Ort der ersten Mondlandung von Armstrong und Aldrin anschauen.

    Leider wurde ich mit Ich-Erzählerin Jazz und ihrer burschikos-frechen Art nicht wirklich warm. Mit ihrem Erfindungsreichtum kann sie zwar locker mit Mark Watney mithalten, doch im Laufe der Handlung hat sie mich zusehends genervt. Mit seinen witzigen Kommentaren brachte mich der "Marsianer" auch öfters mal zum Lachen, Jazz leider nicht. Gerade die letzte waghalsige Aktion fand ich auch nicht sonderlich gut durchdacht - was zu einem dramatischen Wettlauf mit der Zeit führt.

    Die ausführlichen technischen und wissenschaftlichen Details waren auch nicht so meins. Als Laie habe ich davon nur wenig verstanden und die entsprechenden Passagen meist gleich übersprungen. Action und Spannung kommen zwar nicht zu kurz, aber mir fehlten erneut die Emotionen. Ob jemand stirbt oder nicht, war mir im Grunde egal. Am Ende findet der Roman noch einen guten und zufriedenstellenden Abschluss.

    Insgesamt kann ich "Artemis" nur eingeschränkt empfehlen. Ein sehr technisch geprägter Sci-Fi-Mond-Wirtschafts-Thriller, dessen Handlung und Heldin mich nicht überzeugte. Daher nur knappe 3 Sterne von mir.

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    Susi180s avatar
    Susi180vor 4 Monaten
    Empfehlung

    Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer. Und verdammt ungemütlich, wenn man kein Millionär ist. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht, als das Schicksal von Artemis selbst.

    Der Autor:

    Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mir seinem Roman »Der Marsianer« einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt »Der Marsianer« wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.

    Meine Meinung:

    Ich habe sein erstes Buch „Der Marsianer“ nicht gelesen und hatte daher auch keinen Vergleich. Ich bin also ohne große Erwartung an das Buch gegangen und wurde nicht enttäuscht. Man muss hervorheben das der Autor einen unglaublich tollen Schreibstil hat. Man fliegt nur so durch die Seiten. Ich finde auch das er die technischen Fakten in dieser Geschichte sehr anschaulich beschreibt. Ich bin auch kein Genie aber es hat mich beim lesen nicht gestört. Ich mochte auch die Charaktere sehr gerne. Gut ausgearbeitet und anschaulich. Diese ganze Welt auf dem Mond, wo ja die Geschichte spielt, konnte ich mir super vorstellen.

    Ich finde das Buch hatte Spannung und Unterhaltung und ich habe es gern gelesen. Es hat mir sogar so gut gefallen das ich sein anderes Buch auch noch lesen möchte. Was ich vor diesem Buch nicht wollte, weil mich da die Geschichte nicht so angesprochen hat. Ich kann dieses Buch empfehlen. Man sollte vielleicht wirklich nicht so hohe Erwartungen haben, dann macht es richtig Spaß dieser Geschichte zu folgen. Klare Empfehlung

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    AllesAllerleis avatar
    AllesAllerleivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Im großen und ganzen unglaublich unterhaltsam - kam jedoch nicht ganz an den Marsianer herran
    4von 5 Sternen

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    colourful-letterss avatar
    colourful-lettersvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Story, leider am Anfang etwas lahm... Das Ende war sehr gut!
    Ein Leben auf dem Mond

    Meine Meinung: Als ich das erste mal das Cover sah, fand ich es echt schön und passend zum Klappentext, denn es zeigt den Mond. In dem Buch "Artemis" geht es um die Stadt, die auf dem Mond ist und ich finde es passt perfekt.

    Was das Genre angeht, hab ich noch nie etwas aus dem Bereich gelesen, weswegen ich am Anfang zunächst sehr kritisch war und lange überlegt habe, ob ich das Buch nun lesen soll oder nicht. Aber ich sag euch, es hat sich gelohnt.

    Der Schreibstil war sehr flüssig und ich war schon direkt am Anfang in der Story drin und hab alles gut verstanden. Wenn der Autor den Leser ansprechen wollte, hat er einen immer gesiezt, was ich persönlich lustig finde, denn es waren oftmals nur in lustigen Situation. Was mich allerdings ein wenig gestört hat, waren häufige Abkürzung, wodurch ich verwirrt wurde.

    Die Handlung war einerseits am Anfang etwas schleppend, hat sich dann aber ab 200 Seiten gebessert. Es wurde richtig spannend und ab da an konnte mich das Buch richtig packen. Zurück zum Anfang. Es sind Dinge passiert, die etwas weniger interessant für mich waren und leider auch nicht ganz so spannend, weswegen ich erst sehr langsam voran gekommen bin. Aber wie schon erwähnt wurde es dann viel besser. Bis zum Ende hin blieb es spannend und ich habe das Buch dann in einem Rutsch durchgelesen.

    Leider gibt es an dem ganzen Buch noch einen Kritikpunkt und zwar waren in den Buch für mich viel zu viele Chemische Situationen. Was ich damit sagen möchte ist, dass es größtenteils darum geht, Sachen kn die Luft zu sprengen, zu reparieren oder so was in der Richtung und da es ja im Weltall spielt, wird in dem Buch sehr viel Chemisches Wissen angewandt. Ich bin des Öfteren überhaupt nicht mitgekommen und habe viele Dinge nicht verstanden. Deswegen sage ich euch, dass ihr für das Buch ein wenig Wissen aus der Chemie mitbringen solltet😁.

    Die Idee hinter dem ganzen Buch fand ich echt super klasse und sie wurde auch gut umgesetzt. Ich konnte mir das Geschehen auf dem Mond sehr präzise vorstellen, wodurch mir das Lesen des Buches nochmal mehr Spaß gemacht hat.

    Charaktere: Jazz ist in dem Buch die einzige Protagonistin. Alle anderen sind eher Nebencharaktere, die aber trotzdem eine große Rolle spielen. Jazz war mir auf Grund ihrer offenen Art sympathisch und ich kann sie gut leiden. Auch wenn sie manchmal ein loses Mundwerk hat, war es sehr amüsant, sie in gewissen Situationen zu erleben. Viele tolle Nebencharaktere sind in diesem Buch vorhanden und jeder einzelne spielt eine lustige aber auch gefährliche Rolle. Zum Beispiel Landvik, ein Geschäftspartner von Jazz. Er ist sehr loyal ihr gegenüber und auch sympathisch. Dann gibt es da noch einen Wissenschaftler, Svoboda, der leider nicht so gut mit Frauen umgehen kann (nicht auf die schlechte Art). In solchen Situationen mit Jazz ist er total unbeholfen und es war immer sehr lustig das Geschehen miterleben zu können.

    Fazit: Am Anfang hat es wenig gedauert bis ich in die Story reingekommen bin, aber ab Seite 200 hat es mich dann richtig gepackt. Auch wenn sich das Buch viel um Chemie dreht und ich manchmal echt nicht gecheckt hab, was da vor sich geht (mit Chemie kann ich mich leider nicht so anfreunden 😅), konnte mich das Buch überzeugen, auch wenn es ein paar kleine Kritikpunkte gibt. Für mich war das Genre mal was ganz anderes, aber dennoch hat mir das Buch auf Grund der spannenden Story gut gefallen. Also wer sich gerne mal eine Geschichte über das Leben auf dem Mond reinziehen will, sollte das Buch lesen! 4/5 Sternen

    *Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Reziexemplar!*

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