In „Nordlicht – Das fremde Gesicht“ ermittelt das deutsch-dänischen Polizeiduo Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg in einer Mordserie im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark. Mehrere Opfer werden auf grausame Weise getötet aufgefunden. Die Taten an sich sind sehr unterschiedlich, gemeinsam haben sie allerdings, dass alle Opfer ein Foto im verklebten Mund haben. Während die Ermittler nach einem gemeinsamen Motiv suchen, stoßen sie auf ein tragisches Geheimnis aus der Vergangenheit. Der Fall entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen die Zeit, als Vibeke und Rasmus ein weiteres mögliches Opfer identifizieren.
„Nordlicht – Das fremde Gesicht“ ist der siebte Band der „Nordlicht“-Krimireihe von Anette Hinrichs. Das Cover gefällt mir gut, es zeigt bereits die raue Atmosphäre des Buches auf. Gut gefallen haben mir auch die Karte und Kurzbeschreibung der beiden Kommissare vorne im Buch sowie Fotos der realen Orte, die auch im Buch verarbeitet werden.
Wie bereits die Vorgängerbände ist auch dieses Buch erneut sehr düster-atmosphärisch und spannend geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Kapitel sind kurz und temporeich aufgebaut, sie enden oft mit Cliffhangern, die zum Weiterlesen animieren. Zwar wirken einige Wendungen etwas konstruiert, insgesamt bleibt die Handlung jedoch überzeugend und abwechslungsreich.
Das deutsch-dänische Ermittlerduo Boisen und Nyborg überzeugt hier erneut durch ihre individuellen Charakteristika. Schön fand ich, dass sich die Figuren privat einander öffnen und sich die Beziehung der beiden somit weiterentwickelt. Etwas Probleme hatte ich zunächst, in Rasmus´ Geschichte wieder einzutauchen, da mein letzter Band der Reihe schon etwas her ist und seine private Geschichte doch immer wieder auftaucht.
Inhaltlich überzeugt mich aber die Mordserie, die sich vom nordfriesischen Grenzland bis nach Kopenhagen zieht. Die Opfer scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben und ich hatte viel Spaß dabei, gemeinsam mit den Ermittlern nach dem Motiv zu suchen. Den Titel fand ich allerdings nicht hundertprozentig passend, da es sich nicht nur um ein Gesicht handelt und diese auch nicht fremd für die Opfer waren. Des Weiteren kamen am Ende für meinen Geschmack etwas viele Zufälle zusammen, aber insgesamt ist die Lösung stimmig.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich freue mich auf weitere grenzüberschreitende Fälle dieses speziellen Ermittlerduos.



























