Anette Kannenberg Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

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Inhaltsangabe zu „Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)“ von Anette Kannenberg

Knapp drei Monate nach dem Tod seines Vaters beschließt der junge Séamus, das Medizinstudium hinzuschmeißen, um Schriftsteller zu werden. Er zieht aufs Land in das verlassene Haus seiner Großeltern, wo er, abgeschnitten von der Außenwelt und mutterseelenallein mit sich und dem gespenstischen Charme der alten Villa, schnell Opfer seiner eigenen Fantasie wird. Doch schon bald sind es nicht mehr nur Hirngespinste, die ihn begeistert zu verfolgen scheinen. Was wie der recht abgenutzte Beginn eines klassischen Horrorfilms klingt, entwickelt sich rasant zu einer abgefahrenen Geschichte über Geister, Energien, Dämonen und das Leben nach dem Tod. Der Sterbeschlamassel verbindet dabei auf groteske Art und Weise physikalische Spinnereien mit nicht weniger absurden esoterisch-philosophischen Ansätzen und bleibt dabei immer an der Grenze zum Vorstellbaren. Ganz im Stil seines Vorgängers, dem Mondmalheur, sind die kurzen Ausflüge in die Science Fiction eher Mittel zum Zweck als pure Absicht, so dass Raumschiffgelangweilte und Alienverweigerer genau so viel Spaß an der Geschichte haben werden wie andere Verrückte, die offensichtlich nichts dazugelernt haben und sich stattdessen auf das zweite Abenteuer des Dododilemmas einlassen.

Wieder einmal vollkommen überzeugend. Schräge Charaktere, eine skurrile Handlung und jede Menge Humor. Nur zu empfehlen!

— BlueSunset

Die abgefahrenste Geistergeschichte, die mir jemals unter die Augen gekommen ist!

— NiWa

Eine lustige, skurille und etwas andere Geschichte über das Leben nach dem Tod & einem Humor der besonderen Art :)

— Uwes-Leselounge

Mit abgefahrenen Ideen, skurrilen Charakteren und einem wunderbar charmanter Schreibstil mit viel Wortwitz geht es im zweiten Band weiter

— Aleshanee
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  • Schräge Charaktere, eine skurrile Handlung und jede Menge Humor.

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    BlueSunset

    30. August 2017 um 15:51

    „Der Sterbeschlamassel“ ist eine Fortsetzung, die ich schon seit einiger Zeit lesen wollte und endlich bin ich dazu gekommen. Vom Stil bleibt der zweite Teil ganz seinem Vorgänger treu: Voll mit quirligem und absurdem Humor. Wieder einmal nimmt auch die Wissenschaft einen nicht unwichtigen Teil des Geschehens ein, doch es bleibt alles gut verständlich und einfach. Diesmal begleitet der Leser Séamus, einen jungen Studenten, der gleichzeitig der Klon des bereits aus dem ersten Buch bekannten schrulligen Wissenschaftlers ist. Im Gegensatz zum ersten Buch, ist „Der Sterbeschlamassel“ kein Science-Fiction-Roman, sondern konzentriert sich eher auf das Genre des Grusels, Horrors und der Schauergeschichten. Doch wer bereits den ersten Teil gelesen hat weiß, dass man hier aber keinen klassischen Horror zu erwarten hat, sondern eine ironische Version, die sich selbst nicht ernst nimmt. Mit einem Augenzwinkern nimmt Anette Kannenberg die Klischees auf die Schippe. FazitWieder einmal konnte mich die Autorin mit ihrem ausgesprochen leichtem und sehr humorvollen Schreibstil überzeugen. Auch die Geschichte ist wieder sehr kreativ und bietet viele Facetten an. Tatsächlich ist „Der Sterbeschlamassel“ eine Fortsetzung, die keinerseits im Schatten des Mondmalheurs steht, sondern genauso ein herausragendes Werk ist. Ich bin sehr gespannt, was sich Anette Kannenberg für das dritte und letzte Buch „Das Dododilemma“ ausgedacht hat. Nun heißt es warten, bis endlich der dritte Band erscheint!Ich kann die Bücher der Reihe wirklich nur wärmstens empfehlen. Sie sind skurril, lustig, kreativ und sehr liebevoll. Greift zu und lasst euch begeistern!Ich bedanke mich bei Anette Kannenberg für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst. 

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  • Eine lustige, skurille und etwas andere Geschichte über das Leben und den Tod

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    Uwes-Leselounge

    05. June 2016 um 09:42

    Séamus, Sohn des berühmten Wissenschaftlers Murray, beschließt sein Medizinstudium abzubrechen und sich stattdessen lieber dem Schreiben zu widmen. Er träumt davon ein berühmter Schriftsteller zu werden. Deshalb zieht er sich aufs Land und in das Haus seiner Großeltern zurück. Beflügelt wird seine Fantasie dabei auch durch das eigentümliche und leicht gespenstische Haus. Doch sind all seine Hirngespinste nur diesem Haus und dem Ort zuzuschreiben? Was hat es mit seiner verschrobenen Nachbarin auf sich? Völlig aus der Bahn wirft Séamus eine Begegnung mit dem Geist seines Vaters. Ab da wird sein Leben gehörig durchgeschüttelt. Zur Seite steht ihm seine beste Freundin und Nachbarin Liz, die dank Esoterik mit dem Geist von Murray Kontakt aufnehmen will.Eine überaus witzige, abgedrehte und im wahrsten Sinne des Wortes energiegeladene Geschichte über Geister, Dämonen, dem Leben nach dem Tod kombiniert mit dem genialen Schreibstil von Anette Kannenberg beginnt...Schon mit Ihrem Debütroman "Das Mondmalheur" konnte mich Anette begeistern und zum Lachen bringen. Ich mag Ihren abgedrehten, leicht esoterischen und mit wissenschaftlichen Hintergründen gespickten Schreibstil. Daher war ich sehr gespannt auf den 2. Teil des Dododilemmas.Die Geschichte spielt ca. 3 Monate nachdem Murray und Wichgreve die Welt vor dem Untergang bewahrt haben. Séamus, der eigentlich ein Klon von Murray ist, möchte lieber ein eigenständiges Leben führen und beschließt, sein Medizinstudium abzubrechen. Denn er träumt davon Schriftsteller zu werden. Séamus ist ein herzensguter, leicht einfältiger junger Mann, der nicht wirklich viel mit seinem "Vater" gemein hat. Auch das wissenschaftliche Knowhow sowie den Ehrgeiz sich dafür zu interessieren gehen ihm völlig ab. Seine Charakterdarstellung hat mir sehr gut gefallen. Auch seine beste Freundin und Nachbarin Liz ist ein toller Charakter. Dank ihrer Hingabe zum Übersinnlichen und Esoterischen ist sie Séamus zwar eine Hilfe, bringt ihn aber doch das eine oder andere Mal in gewisse Verlegenheiten. Einfach nur herrlich zu lesen.Auch meine beiden absoluten Lieblingsfiguren Murray und Wichgreve dürfen hier natürlich nicht fehlen. Obwohl Sie mit ihrer Tat die Erde vor der Vernichtung gerettet haben, wachen beide im Jenseits auf. Beide können dies nicht glauben und versuchen daher alles daranzusetzen, wieder in unsere Welt zu gelangen. Dass dadurch das Chaos vorprogrammiert ist, dürfte jedem klar sein. Viel mehr möchte ich euch über die Geschichte nicht erzählen, denn diese müsst Ihr einfach selbst gelesen haben!FAZIT: Mit "Der Sterbeschlamassel" ist der lieben und leicht verrückten Anette Kannenberg ein, wie ich finde, gelungener 2. Teil des Dododilemmas gelungen. Ich mag es, wie Anette ihre Charaktere darstellt und mit ihrer für sich sehr eigentümlichen Art und Weise diesen Leben einhaucht. Auch wenn der eine oder andere leicht überdreht wirken mag, passt er doch wunderbar zur Geschichte. Dieser 2. Teil ist eine lustige, skurrile und etwas andere Geschichte über das Leben nach dem Tod und einem Humor der besonderen Art und vergebe dieser Geschichte 4 Nosinggläser.

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  • Geistreicher Schlamassel

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    NiWa

    Es handelt sich um Band 2 des Dododilemmas. Der Tod von Séamus Vater ist schon einige Monate her, als er beschließt, sich im alten Haus seiner Großeltern zu verbarrikadieren und eine Karriere als Schriftsteller anzustreben. Leicht nervös, dank der Gene des genialen Vaters eigenbrödlerisch angehaucht, hat er es mit mysteriösen Erscheinungen zutun, die ihm eine Gänsehaut bescheren. Mir hat schon „Das Mondmalheur“ gefallen, aber mit „Der Sterbeschlamassel“ hat sich Anette Kannenberg meiner Meinung nach übertroffen. In „Der Sterbeschlamassel“ präsentiert die Autorin einen genialen Jenseitsentwurf, auf den man erst einmal kommen muss. In sich logisch und schlüssig, hat man es mit „Geistern“ und „Engeln“ zutun, muss sich mit dem Jenseits abfinden und entdeckt trotzdem einen Weg um mit dem Diesseits zu kommunizieren, nur das Solchseits ist nach wie vor ein Problem … Séamus ist sozusagen das Opferlamm der Geschichte. Er wirft sein Medizinstudium hin und wagt sich an seinem Lebenstraum - der Schriftstellerei. Nach dem Tod des Vaters sieht er sich ihm nicht weiter verpflichtet und kann es überhaupt nicht glauben, als ihm das Jenseits dazwischen funkt. Anette Kannenberg sprüht vor Kreativität, sodass die Funken - in mehrfacher Weise - fliegen. Herrlich skurril, gewohnt bissig - wenn auch im Vergleich zu Band 1 etwas entschärft - hat sie auf kurios-bewährte Art ihre Geschichte weiter gesponnen, die mir sogar einen Hauch besser als der 1. Teil gefallen hat. Da die Geschichte in der Zukunft spielt, haben wir es am Rande mit technischen Spielereien aller Art zutun. Auch hier zeigt sich der Einfallsreichtum der Autorin, die gegenwärtige Entwicklungen einfach einen Schritt weiterdenkt und dabei nicht vor dem Absurden zurückschreckt. Selbstkritisch wird zudem mit den Versäumnissen des 1. Bandes aufgeräumt, „ … bei dem zwar Dodos angekündigt, aber bisher, …, nur einmal ganz kurz aufgetaucht waren“ (S. 112) In diesem Teil kommen die Dodos voll auf ihre Kosten, auch wenn sie manchmal irrtümlich mit anderen geflügelten Wesen verwechselt werden: „Irgendwas Weißes huschte durchs Bild, war das etwa ein Truthahn?“ (S. 35) Da ich nunmal immer am Nörgeln, Jammern und Meckern bin, ist mir diesmal das Ende etwas zu abrupt gekommen. Ich habe gelesen und gelesen - hatte dabei die Seitenzahl im Blick - aber nicht, weil ich endlich durch sein wollte, sondern weil ich mir dachte, es kann doch nicht schon dem Ende zugehen! Die Bücher der Autorin sind bestimmt nicht für jeden geeignet, denn die Geschichten tropfen, triefen - nein - sie laufen vor Skurrilität über. Und man muss als Leser vielleicht einen dezenten Hang zum Wahnsinn haben, wofür man aber mit der abgefahrensten Geistergeschichte belohnt wird, die mir jemals unter die Augen kam. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich auf das Ungewöhnliche einlassen und herrlich leicht-lockeren, dabei bissigen sowie manchmal anspruchsvollen Humor verkraften kann. Das Dododilemma: 1) Das Mondmalheur 2) Der Sterbeschlamassel

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  • Totgeglaubte leben länger…

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    buchwanderer

    02. May 2016 um 13:23

    „… Zombies gingen ja immer“ (Pos. 3582) Zum Inhalt: Murray und Wichgreve, den Lesern aus dem ersten Band bereits als verschroben skurrile Weltenretter bekannt, sind tot. Aber doch nicht so ganz, was beide, nachdem sie sich im Jenseits erst einmal mehr schlecht als recht eingestorben haben, erfahren müssen. Im Diesseits zurückgelassen bleibt u.a. Séamus, Dr. Murray O´Connors Klon-Sohn, dessen Begeisterung für das Medizinstudium den absoluten Nullpunkt erreicht hat. Abstand sowohl von seiner bei ihm lebenden Mutter, seiner esoterisch bewanderten Nachbarin Liz, sowie dem Schatten seines genialen Vaters will er im verlassenen großelterlichen Domizil als angehender Schriftsteller finden. „Er würde Horrorbücher schreiben, etwas über Zombies, Zombies gingen ja immer.“ (Pos. 3582), so zumindest seine romantische Vorstellung, die er in diesem Beinahespukschloss in die Tat umzusetzen gedenkt. Um wie vieles realer diese Vorstellung in sein Diesseitsleben Einzug hält- oder vielmehr in dieses einbricht -, was seine gespenstische, blumenbeetfixierte Nachbarin, ein ahnungsloser Angestellter der Stadtwerke namens Hunter und die gar nicht so aus der Luft gegriffenen Geschichten seiner Großmutter damit zu tun haben, erfährt Séamus im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib. Während all dieser Begebenheiten oder vielmehr als transzendentaler Urspungspunkt derselben ist es dem Physiker Wichgreve ein schier an Besessenheit grenzendes Anliegen auf wissenschaftlich korrekte Weise zu bestätigen, dass eine interirdische Kommunikation zwischen den Seienswelten möglich ist – und dies abseits der im Jenseits streng geregelten „postlethalen Konversation“ (Pos. 2179). Dabei geht es für ihn, Murray und Hunter nicht nur im übertragenen Sinne um Kopf und Kragen und für den Rest der Welt um nicht weniger als die Apokalypse… mit einem diabolisch schwarzhumoristischen Augenzwinkern versteht sich :-) . Fazit: Dass Fr. Kannenberg ihr Metier beherrscht, sieht man im doppelten Sinne: Zum einen ist es das inhaltliche Erlesen der Geschichte, zum anderen die lockere, durchdachte Gestaltung des Textes in typografischer und künstlerischer Hinsicht. So finden sich passend und stilvoll eingeflochten Textpassagen in Leipziger Fraktur, sowie schon auf dem Cover der Font Broken, der bereits in der Titelgestaltung einen Hauch der gedanklichen Versch(r)obenheit der Story erahnen lässt. Die an Comics erinnernden Skizzen, anhand derer sich der Leser einen vagen Eindruck der verquerten Gedankengänge des Physikers Wichgreve machen kann, zaubern nicht nur ein Schmunzeln um die Mundwinkel, sondern halten einer halbwegs logischen inhaltlichen Überprüfung anhand des Textes einwandfrei stand. So ganz nebenbei helfen sie auch dem „naturwissenschaftlichen“ Verständnis – sofern man diesen Begriff hier verwenden möchte :-) – ungemein weiter. War das „Mondmalheur“ noch eine weitestgehend dem halbklassischen SF-Genre zuzuordnende kurios bis grotesk anmutende Bühne auf der kauzige Charaktere ausgefuchste Gentechnologie, Raketentechnik und grenzgeniale Gravitationsmechanik praktizierten und deren Diesseitsbezogenheit dem Leser eine gewissen – wenn auch trügerische – Sattelfestigkeit im Hier und „Jetzt“ suggerierten, so muss man sich im zweiten Band der Trilogie auf wunderliche Séancen, surreale Szenerien, ausgesprochen Grenzwissenschaftliches und eine Humoreske á la Kannenberg einlassen. Und, so verstörend dies auch wirken mag, dabei dienen die nicht nur sozial derangierten Charaktere Murray und Wichgreve dem Lesenden als mentale Leitschiene, um sich nicht zwischen Diesseits, Jenseits und Solchseits zu verlieren. Jedem der Lust verspürt, sich die schrill-schräge Geschichte zu geben, sei auf jeden Fall empfohlen den ersten Band vorab zu lesen, da sich erst aus diesem heraus ein Großteil des „Schlamassel“ erschließt. Die investierte Lesezeit lohnt sich allemal und zwar für beide Bücher.

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  • Wieder sehr abenteuerlich und mit wunderbarem Wortwitz!

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    Aleshanee

    01. May 2016 um 11:07

    Meine MeinungIch war ja von dem ersten Band total begeistert und hab mich extrem auf die Fortsetzung gefreut. Es ist allerdings schon eine Weile her und deshalb hat es zu Beginn auch etwas gedauert, mich wieder zurecht zu finden.Wie die ganze Handlung aufgebaut ist, hat es mir dabei nicht ganz leicht gemacht. Der Anfang hat mich zwar neugierig gemacht, aber noch nicht wirklich durchblicken lassen, worum es hier jetzt überhaupt geht und kam mir etwas umständlich vor. Als es dann aber zur Sache ging, war man schon mitten drin und die Puzzlestückchen haben sich nach und nach zusammen gesetzt.Séamus, der Medizinstudent wider Willen, ist noch aus dem ersten Band bekannt. Er ist der geklonte Sohn von Dr. Murray O´Connor, der schon beim Mondmalheur eine tragende Rolle gespielt hat. Séamus ist seinem "Vater" ähnlicher, als er sich eingestehen will und seine ganze Art ist eine so ungewollt komische und skurrile Persönlichkeit, die wunderbar in das Schema der Autorin passt. Ihm zur Seite steht Liz, seine esoterisch angehauchte Nachbarin, die gerne Karten legt oder die Zukunft auspendelt - natürlich ohne zu ahnen, welche Wellen das ganze schlagen wird.Außer dass es in einer uns unbekannten Zukunft spielt ist der Science Fiction Anteil dieses Mal eher gering. Es geht um den Tod, das Jenseits und wie dem ganzen metaphorisch und substantiell ein Schnippchen geschlagen werden kann. Es wird zwar auch hier wieder mit einigen Fachbegriffen um sich geworfen, aber nicht mehr so viel und in einem erträglichen Maße. Allerdings hatte ich manchmal den Eindruck, nicht alles zu verstehen und dass mir einiges an Witz verloren geht.Überhaupt ist der Schreibstil von Anette Kannenberg außergewöhnlich. Sie schafft Wort- und Satzkonstruktionen, die beim Lesen einfach nur Spaß machen und die einen komplett mit ihrem liebenswürdigen Charme und Humor einfängt. An einigen Stellen hat es sich ein bisschen gezogen, dafür springt sie auch gerne mal an anderer Stelle weiter, um unnötiges wegzulassen. Insgesamt ein gelungenes Konzept, bei dem ich mich nie gelangweilt habe!Die Ideen scheinen aus einem unerschöpflichen Vorrat herauszusprudeln und ich bin total begeistert, wie hier eine wortwörtliche Brücke zwischen dem Leben und dem Tod geschlagen wurde. Doch auf jede Aktion folgt eine Reaktion und alles, was unsere alten Bekannten Murray und Wichgreve, der Gravitationsphysiker, aushecken, bleibt nicht lange unentdeckt. Damit also nicht alles wieder aus dem Ruder läuft, muss die betagte Margaret MacLeod alles daran setzen, um ein weiteres Mal die Welt vor einem großen Unglück zu bewahren! Natürlich wieder eine sehr ungewöhnliche Figur, die im letzten Band hoffentlich auch noch einen Auftritt hat.Ein bedingt temporeiches Abenteuer, bei dem man seine Fantasie schweifen lassen, aber seinen Verstand immer dabei haben sollte. FazitEine irrwitzige und mit viel Wortspielereien potenzierte Geschichte über das Sterbeschlamassel, das die Gesetze der Physik außer Kraft setzt und mit dem Glauben und alten Mythen auf parodistische Weise jongliert. Ein wunderbar lesenswerter zweiter Teil, der noch einiges für den Abschlussband offenlässt.© AleshaneeWeltenwanderer1 - Das Mondmalheur2 - Der Sterbeschlamassel3 - ?

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  • [Rezension] Anette Kannenberg Der Sterbeschlamassel

    Der Sterbeschlamassel (Das Dododilemma 2)

    Laecheln86

    28. April 2016 um 11:19

    [Rezension] Anette Kannenberg Der Sterbeschlamassel Der Sterbeschlamassel ist der zweite Band der Dododilemma-Trilogie aus der Feder von Anette Kannenberg. Ich empfehle euch, zuerst den Vorgänger Das Mondmalheur zu lesen, weil der neue Band an die Story anknüpft und sie spoilert. Der Sterbeschlamassel spielt drei Monate nach dem Mondmalheur. Was passiert? Möchtegern Séamus will raus: Aus dem Medizinstudium und am liebsten auch aus seiner Wohnung, die er neuerdings wieder mit seiner Mutter teilen muss. Wie peinlich ist das denn? Und überhaupt: Seine Berufung ist es, Schriftsteller zu werden! Und so fasst er einen abenteuerlichen Plan: Das leerstehende Gruselhaus seines Großvaters soll sein neues Heim werden. Da bietet sich eine Halloween-Party natürlich an. Dass er sich damit allerhand ungebetene Gäste ins Haus holt, ist ihm nicht klar. Liz dagegen schon. Als Dodo-Flüstererin und esoterisch angehauchtes Persönchen liest sie allerhand Unheilvolles aus den Karten, die sie zu Séamus Zukunft befragt hat. Das Pendel zuckt, die Séance geht in die Bux und irgendwie scheint sich alles gegen Séamus verschworen zu haben. Für die toughe Liz ist klar: Ihren besten Freund kann sie in esoterischer Not nicht allein lassen. Aber manches ist auch für ihre Nerven zuviel. Rentnerin Margaret MacLeod ist Wächterin des kränkelnden Lebensbaumes im Transporthaus für interirdische Kommunikation. Da keiner weiß, wie der Laden funktioniert, beschließt die Ex-Geheimagentin, mit Hilfe ihres ehemaligen Kollegen Mulligan, nachzuforschen: Was ist für den schlechten Zustand des Lebensbaumes verantwortlich? Oder besser gesagt: WER? Zur gleichen Zeit in einer anderen Welt versuchen zwei alte Bekannte ihrem Schicksal zu entfliehen: Als Gefangene im Leben nach dem Tod sehen die Wissenschaftler es als eine Herausforderung (ja sogar als Pflicht!), die Grenzen des Jenseits zu erforschen und ggf. mit Hilfe unkonventioneller Methoden einzureißen. Worum geht´s? Der Sterbeschlamassel ist ein skurriles Esoterik-Abenteuer im Schreibstil a la Douglas Adams - ja, wirklich. Wird im ersten Moment noch wild das Pendel geschwungen, erklärt uns Frau Kannenberg im nächsten Moment die Grundlagen der Teilchenphysik. Don´t Panic! Der Plan geht auf. Es geht ums Leben nach dem Tod, um Dämonen und Geister. Darum, dass diese und jede andere Welt verrückt sein kann, jede auf ihre Weise. Es geht um gescheitertes Erwachsenwerden, vertuschte Missgeschicke und Freundschaft im Angesicht eines Zombies. Dennoch ist schließlich nicht alles wahr, was das Hirn so zu verstehen glaubt. Der Roman spielt in zwei Welten: Einer futuristischen Zukunft voller technischer Innovationen, und in der Welt, die jenseits davon liegt. So bietet er eine Menge detailverliebter Ausführung zu allen möglichen Aspekten des jetzigen und zukünftigen Lebens, stets mit Augenzwinkern, absolut stimmig in einen genrefreien Roman gefasst. Wie war´s? Kurz. Mit nur 310 Seiten ist der Roman ein kurzer Wahnsinnstrip durch die Welten. Sein Vorgänger hat fast doppelt so viele Seiten. Doch es macht Sinn: Der Sterbeschlamassel ist ein knackiger Lesespaß, gespickt mit liebevollen Details und noch wortgewaltiger. Einziger Makel, ähnlich dem Vorgänger, ist schwächelnde Spannung gegen Ende. Gut lesbar für jedermann, empfehle ich es jedem, der mit einer sehr ordentlichen Portion Humor gesegnet ist. (Ausführliche Rezensionen zum Sterbeschlamassel und Mondmalheur im krearchiv-Blog. Der zweite Band war ein Reziexemplar. Vielen Dank an die Autorin.)

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